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#46 (permalink) | |
Mir ging es in meinem ironisch gemeinten Beitrag mehr darum das dieses Kapitel deutscher Geschichte auch erwähnt werden sollte, gar keine Frage. Aber unsere Geschichte geht doch nicht nur 12 Jahre lang zurück sondern wenn man will 2000 Jahre bis zu Hermann den Cherusker oder Karl dem Großen je nachdem wie man es sieht. Warum fahren die Schulklassen nie zu Orten wo auch aufrichtige deutsche Geschichte geschrieben wurde wie z.B. Hermanns Denkmal Detmold, Kyffhäuser Denkmal oder den Dom zu Magdeburg? |
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#47 (permalink) | |
Dann könnte ja so etwas wie Nationalstolz aufkommen. :innocent: |
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#48 (permalink) | |
Ich bin auch gegen das Vergessen und ich bin für die Behandlung im Geschichtsunterricht; ich bin gegen ständige Gedenk- und Trauerfeiern und Schulausflüge etc. So traurig es ist, aber fast jedes Land hat einen dunklen Flecken in seiner Geschichte und man sollte lernen, damit anständig weiterzuleben. Diese ständige Selbstbeschmutzung führt nur zu neuem Ausländer- und Judenhass und ist damit äusserst kontraproduktiv. |
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#49 (permalink) | |
Dem kann ich nur zustimmen: leider waren andere Länder auch recht massgeblich an der Ausrottung der Juden vernichtet -- sei es durch die Abweisung von Flüchtlingsschiffen oder die Duldung der Lager während dem 2. Weltkrieg- und dort fühlt sich heute niemand verantwortlich. Ist ja auch nicht nötig, weil D den Schuldkomplex und die damit verbundenen Wiedergutmachungszahlungen ungefragt allein auf sich nimmt. |
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#50 (permalink) | |
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schön, dass Burgau keine weiteren Sorgen hat... Ab ins Schwarzbuch damit! |
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#51 (permalink) | |
Kann euch beiden nur zustimmen. Vor allem bin ich auch der Meinung, dass diese ständige Selbstbeschmutzung äußerst kontraproduktiv ist. Gerade auch bei den deutschen Politikern findet manchmal geradezu ein Wettlauf statt, wer zuerst wo einen Kranz niederlegt und noch böswilliger über das eigene Volk herzieht. Und das fördert geradezu andere Tendenzen, die man gerade verhindern will. Außerdem ist dieses scheinheilige Getue nur dazu da, eigenes persönliches Ansehen im Ausland zu heben - dabei lachen sich doch alle Länder außer Israel selbst über uns kaputt... |
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#52 (permalink) | |
Ich fürchte, Israel lacht am lautesten! |
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#53 (permalink) | |
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Gedenken und die Fähigkeit zum Gedenken zeichnen uns aus
Verständlich, dass die sich mit unserer jüngsten Geschichte befassenden Themen weiterhin viele Menschen aufregen. Ich selber (58 J.) haben lernen müssen, dass eine Vergangenheitsbewältigung für ein Volk wohl eine Illusion ist. Die Franzosen haben weder die Verbrechen der Zusammenarbeit mit den Nazis in den Vichy-Jahren bewältigt noch die französischen Verbrechen in Algerien oder auch noch in den 1980er Jahren die Verbrechen bei den Atombombenversuchen um das Mururoa-Atoll im Pazifik. Die Holländer oder die Belgier (Kongo!!) haben nicht die Verbrechen von zehntausenden Nazikollaborateuren oder ihre Verbrechen in ihren Kolonien bewältigt. Die US-Amerikaner haben weder die Verbrechen der Negerdiskriminierung noch ihre Kriegsverbrechen in Vietnam oder dem Irak bewältigt. Spanien traut sich immer noch nicht, sich den Verbrechen der Franco-Zeit zu stellen und den Opfern zu gedenken, ihnen wieder ein Gesicht zu geben. Ähnlich Schlimmes gilt für die Russen, die Japaner und die Chinesen. Auch schaffen es erst jetzt überwiegend Jüngere in Tschechien und Polen manche üble Verbrechen gegen deutsche Zivilisten am Ende des 2. Weltkriegs zu bedauern. Umso mehr sind Gedenksteine wie in Burgau richtig und wichtig. Noch mal persönlich: Mein Vater hat mich als Kind häufig auf Soldatenfriedhöfe geführt. Er hatte einen Bruder als Soldat und zwei Schwestern als Opfer des gezielt gegen die Zivilbevölkerung und zeitweise terroristisch geführten Bombenkriegs verloren. Und dann stand ich 1980 in der Eingangshalle des KZ Dachau und sah auf dem Europarelief all die vielen KZ-Orte. Darunter auch meine Heimatstadt. Davon war mir in der Schule und im Elternhaus nichts gesagt worden. Viel nachfragend erfuhr ich in den nächsten Monaten, dass rund 1000 Meter von meinem Geburtshaus eine Außenstelle des KZ Buchenwald war. Denkmale sind wichtig. Wir haben zurecht Gedenksteine und Denkmale für Goethe, Schiller oder auch die Fugger und Welser. Unsere Fluren sind geprägt von Feldkreuzen. Ganz wichtig auch, dass wir mit Gedenksteinen etc. an die schrecklichen Verbrechen erinnern, die in unserem Land begangen wurden. Einige der Opfer und Täter leben heute noch. Verständlich, dass die Täter seit 65 Jahren auf einen Schlussstrich drängen. Aber als Gesellschaft dürfen wir dem nicht nachgeben. Als häufiger Bahnfahrer ist es für mich keine Freude, an manchen Bahnhöfen Gedenktafeln an die Deportationen der Juden zu sehen. Aber es ist ein Genugtuung für die Opfer: Das ihr Leiden nicht jetzt schon vergessen ist. Insofern: Gut, Ihr Bürger in Burgau!
Raimund Kamm |
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#54 (permalink) | |
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Grundsätzlich mögen Sie schon recht haben. Man kann es aber auch übertreiben und das meine ich, geschieht hier. Ich glaube das wir zwischenzeitlich unzählig viele socher Denkmale haben.
Kein Land der Welt ist wohl so masochistisch was unsere Geschichte betrifft, wie die deutsche Politik uns einreden will. Genug ist genug.
Wenn ich nur an diese Gedenksteine in Berlin denke, die eher Dominosteinen ähnlich sehen, was die gekostet haben und mit welchem politischen Geschrei da posaunt wurde. Wie viele Gedenksteine wollen wir denn noch |
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