Dienstag, 21. Mai 2013

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Insolvenzverwalter von Walter Bau setzt Flugzeug in München fest
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13.07.2011 13:04 Uhr
Redaktion
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Insolvenzverwalter von Walter Bau setzt Flugzeug in München fest
Um eine Altforderung aus der Walter-Bau-Pleite einzutreiben, wurde ein thailändisches Flugzeug am Flughafen München festgesetzt. Die Maschine gehört der thailändischen Regierung.
Insolvenzverwalter von Walter Bau setzt Flugzeug in München fest

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13.07.2011 13:04 Uhr
Gast_521986336
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Das haette man besser bleiben lassen sollen denn das wird fuer Deutschland sehr teuer werden. Eine derartige Brueskierung des th. Koenigshauses wird fuer die Beziehungen katastrophal ausgehen. Da wird man lange brauchen um die Scherben zusammenzukehren.

Geht in der sache uebrigens darum, dass die BangkokerStadtvverwaltung die Mautgebuehren fuer die von Dywidag gebaute Autobahn gesenkt hat. Von diesen Gebuehren bekam dann letztlich Walterbau seinen prozentualen Anteil.

Durch die Gebuehrensenkung eben dann entsprechend weniger. Thailöaendsiche Gerichte sind der Ansicht diese Gebuehrensenkung erfollgte rechtmaesig und damit waere auch die Forderung gegenstandslos.

Beim Eigentumsrecht des beschlagnahmten Fliegers waer ich auch mal vorsichtig. Gut moeglich, dass der Insopvenzverwalter am Ende eine nichtstaatliche Maschine beschlagnahmt hat und dann grosses AUA.

13.07.2011 13:57 Uhr
Manu Chao
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Zitat von Gerbert

Geht in der sache uebrigens darum, dass die BangkokerStadtvverwaltung die Mautgebuehren fuer die von Dywidag gebaute Autobahn gesenkt hat. Von diesen Gebuehren bekam dann letztlich Walterbau seinen prozentualen Anteil.

War es nicht eher so, dass neben die DYWIDAG-Mautautobahn vertragswidrig eine parallel laufende kostenlose Straße gesetzt wurde?

Im Übrigen geht es "Deutschland" nix an, wenn ein privater Gläubiger seine Forderung gegen einen zahlungsunwilligen Schuldner durchsetzt. Die Sache ist schließlich schon bis Ende durchprozessiert - daher ist es irrelevant was thailändische Gerichte ggf. jetzt noch meinen.

So mache ich das in Zukunft mit meinen Schuldnern auch.

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μολὼν λαβέ (Leonidas vor der Schlacht bei den Thermopylen)

Zuletzt geändert von Manu Chao, am 13.07.2011 um 14:01 Uhr
13.07.2011 15:40 Uhr
Captain
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Ist doch eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen einer deutschen Firma und der thailändischen Regierung, zumindest sieht es für mich so aus. Abgesehen davon, soll man sich nur der guten Beziehungen wegen von jedem auf der Nase herum tanzen lassen? Einen Einmarsch der thailändischen Armee bei uns befürchte ich deswegen nicht.

Zitat von Gerbert

Das haette man besser bleiben lassen sollen denn das wird fuer Deutschland sehr teuer werden. Eine derartige Brueskierung des th. Koenigshauses wird fuer die Beziehungen katastrophal ausgehen. Da wird man lange brauchen um die Scherben zusammenzukehren.

13.07.2011 17:00 Uhr
Dunkelbunter
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Beiträge: 217

und falls der Herr von seinen 30 Millionen wirklich etwas bekommt, was dann? Gibt er das Geld dann weiter an die vielen vielen Subunternehmer, denen er viel viel Geld schuldig geblieben ist, die ihre Arbeitnehmer nichtmehr bezahlen konnte, usw...oder darf er das Geld dann für sich behalten. Vielleicht realisiert er ja dann damit seinen Wunschberuf..oder verzichtet auf seine Forderungen gegen die Stadt Augsburg

13.07.2011 23:41 Uhr
Manu Chao
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http://www.gesetze-im-internet.de/inso/

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μολὼν λαβέ (Leonidas vor der Schlacht bei den Thermopylen)

14.07.2011 08:40 Uhr
Gast_521986336
gelöscht
Beiträge: 6028

Zitat von Captain

Ist doch eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen einer deutschen Firma und der thailändischen Regierung, zumindest sieht es für mich so aus. Abgesehen davon, soll man sich nur der guten Beziehungen wegen von jedem auf der Nase herum tanzen lassen? Einen Einmarsch der thailändischen Armee bei uns befürchte ich deswegen nicht.

Deutschland waer auch nicht hocherfreut wenn irgendwo auf der Welt ein Insolvenzvverwalter dem Bundespraesidenten den Dienstjet unter dem Hintern wegpfaendet. Mag rechtlich in Ordnung sein, was noch zu klaeren ist, aber diplomatisch geschickt und langfristig von Vorteil? Da hab ich dann doch meine Zweifel.

Haett man sich das auch mit Obamas Maschine getraut?

Zunaechst muss jetzt mal geklaert werden wem der Flieger ueberhaupt gehoert. Thailand beharrt darauf, dass der Privateigentum des Kronprinzen waere. Damit waere die Pfaendung dann natuerlich rechtswidrig. Sie haften ja auch nicht weltweit mit Ihrem Vermoegen falls der deutsche Staat mal irgendwo eine Rechnung nicht bezahlt und muessen ploetzlich im Urlaub Ihre Kreditkarten abgeben und Ihr privates Konto leerraeumen lassen.

14.07.2011 09:34 Uhr
Lukas
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Die Russen haben es doch vorgemacht,wie es geht.

Ob es Kampfjets waren oder eine Tupolew

Blitzstart.Die Tupolew wollte auch ein Bayer beschlagnahmen lassen.

Wenn ich natürlich die meiste Zeit in Deutschland durch die Gegend segle

(Leipzig/Dresden)müsste ich eigentlich wissen,dass der Kuckuckskleber

irgendwo lauert.

14.07.2011 10:17 Uhr
Manu Chao
Erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 1321

Zitat von Gerbert

Haett man sich das auch mit Obamas Maschine getraut?

Nein! Und warum nicht?

Der Witz dabei ist doch gerade, dass es sich bei der Boeing um Eigentum des thailändischen Staates handelt, aber keine hoheitlichen / diplomatischen Rechte zu beachten sind. Deswegen konnte die Thai-Maschine gepfändet werden, nicht aber z.B. die Thai-Botschaft oder Liberty 1.

Vor einigen Tagen hatte Tschechien diverse Leihgaben (Kunstgegenstände) aus deutschen Museen eilig abholen und nach Tschechien schaffen lassen, weil die Pfändung durch einen österreichischen Gläubiger drohte.

Mit Diplomatie hat das auch nichts zu tun, da die Bundesrepublik nicht Teil dieser privatrechtlichen Auseinandersetzung ist. Überall dort, wo keine hoheitlichen Rechte betroffen sind, müssen sich Staaten ebenso behandeln lassen wie jeder Privatmann oder jedes Unternehmen.

P.S.: Wem die Maschine gehört, kann man doch dem Luftfahrtregister (Grundbuch für Flugzeuge) entnehmen, oder? Die nunmehr erhobenen thailändischen Schutzbehauptungen helfen übrigens gar nichts, wenn Sie einen Blick in die ZPO werfen.

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μολὼν λαβέ (Leonidas vor der Schlacht bei den Thermopylen)

Zuletzt geändert von Manu Chao, am 14.07.2011 um 10:20 Uhr
14.07.2011 10:38 Uhr
Sytarp
Ständiges Mitglied


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Beiträge: 462

Zitat von Dunkelbunter

und falls der Herr von seinen 30 Millionen wirklich etwas bekommt, was dann? Gibt er das Geld dann weiter an die vielen vielen Subunternehmer, denen er viel viel Geld schuldig geblieben ist, die ihre Arbeitnehmer nichtmehr bezahlen konnte, usw...oder darf er das Geld dann für sich behalten. Vielleicht realisiert er ja dann damit seinen Wunschberuf..oder verzichtet auf seine Forderungen gegen die Stadt Augsburg

Der Insolvenzverwalter aggiert quasi als Treuhänder der Gläubiger - und seine Aufgabe ist es möglichst viel von den noch ausstehenden Forderung einzutreiben, damit die Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern möglichst umfangreich erfüllt werden können. Natürlich der Rangfolge nach. Der Inzolvenzverwalter macht sich sogar haftbar, wenn er seinen Aufgaben nicht mit der gebotenen Sorgfalt nachkommt. Es ist doch gut, wenn er seine Aufgabe richtig wahrnimmt und diese berechtigte Forderung - wenn auch mit extremen Mitteln - eintreibt.

Warum sollte man gegenüber einem Staat der auf interantional berechtigte Forderungen dermaßen arrogant reagiert Rücksicht nehmen?

14.07.2011 11:48 Uhr
BlueMorpheus
Ständiges Mitglied


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Beiträge: 201

Die Globale Zahlungsmoral ist schon unter aller Sau. Egal ob bei Ländern, Großfirmen oder auch im kleinen Privat-Bereichen.

Man hat doch überhaupt keine Chance um an sein Geld zukommen, wenn man nicht mit drastischen Massnahmen dagegen wirkt.

Inkasofirmen haben Hochkonjuktur und der "Kuckuck" grüßt freundlich.

LG Blue

(ich denke an die Leute die jeden Monat ihren Lohn brauchen, wenn der Kunde nicht zahlt. denkt der Kunde auch an den kleinen Mann (Handwerker) der zwei Kinder zuernähren hat? NEIN ......für mich ist ein Mensch der seine Rechnung nicht zahlt ein fiesses ........ der auf Kosten des anderen sich ein schönes Leben macht)

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" Die Welt ist doch im Hintern verdreht!"

14.07.2011 11:58 Uhr
Anticlark
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Beiträge: 3561

Zitat von Sytarp

Der Insolvenzverwalter aggiert quasi als Treuhänder der Gläubiger - und seine Aufgabe ist es möglichst viel von den noch ausstehenden Forderung einzutreiben, damit die Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern möglichst umfangreich erfüllt werden können. Natürlich der Rangfolge nach. Der Inzolvenzverwalter macht sich sogar haftbar, wenn er seinen Aufgaben nicht mit der gebotenen Sorgfalt nachkommt. Es ist doch gut, wenn er seine Aufgabe richtig wahrnimmt und diese berechtigte Forderung - wenn auch mit extremen Mitteln - eintreibt.

Warum sollte man gegenüber einem Staat der auf interantional berechtigte Forderungen dermaßen arrogant reagiert Rücksicht nehmen?

Beifall Daumen rauf Beifall Genau so isses !!!

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In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht. Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller

14.07.2011 12:04 Uhr
Anticlark
Sehr erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 3561

Zitat von Gerbert

Deutschland waer auch nicht hocherfreut wenn irgendwo auf der Welt ein Insolvenzvverwalter dem Bundespraesidenten den Dienstjet unter dem Hintern wegpfaendet. Mag rechtlich in Ordnung sein, was noch zu klaeren ist, aber diplomatisch geschickt und langfristig von Vorteil? Da hab ich dann doch meine Zweifel.

Haett man sich das auch mit Obamas Maschine getraut?

Zunaechst muss jetzt mal geklaert werden wem der Flieger ueberhaupt gehoert. Thailand beharrt darauf, dass der Privateigentum des Kronprinzen waere. Damit waere die Pfaendung dann natuerlich rechtswidrig. Sie haften ja auch nicht weltweit mit Ihrem Vermoegen falls der deutsche Staat mal irgendwo eine Rechnung nicht bezahlt und muessen ploetzlich im Urlaub Ihre Kreditkarten abgeben und Ihr privates Konto leerraeumen lassen.

Der König, die Königin, der Krooonprinz - uhiuhiuhi, uhiuhiuhi, wir verneigen uns vor den Tollitäten ! Überleben Ja!

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In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht. Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller

14.07.2011 12:58 Uhr
DerMichel
Sehr erfahrenes Mitglied


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Zitat von Gerbert

Deutschland waer auch nicht hocherfreut wenn irgendwo auf der Welt ein Insolvenzvverwalter dem Bundespraesidenten den Dienstjet unter dem Hintern wegpfaendet. Mag rechtlich in Ordnung sein, was noch zu klaeren ist, aber diplomatisch geschickt und langfristig von Vorteil? Da hab ich dann doch meine Zweifel.

Haett man sich das auch mit Obamas Maschine getraut?

Zunaechst muss jetzt mal geklaert werden wem der Flieger ueberhaupt gehoert. Thailand beharrt darauf, dass der Privateigentum des Kronprinzen waere. Damit waere die Pfaendung dann natuerlich rechtswidrig. Sie haften ja auch nicht weltweit mit Ihrem Vermoegen falls der deutsche Staat mal irgendwo eine Rechnung nicht bezahlt und muessen ploetzlich im Urlaub Ihre Kreditkarten abgeben und Ihr privates Konto leerraeumen lassen.

Da Obama seine Rechnungen in Deutschland bezahlt hat muss darüber nicht nachgedacht werden. Ganz einfach. Ein Rechtsstaat sorgt auch für seine Bürger und schützt nicht einfach den Stärkeren. Schon verwunderlich wenn man Ihnen das erklären muss!

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    "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr." (Laotse, Kapitel 81)

14.07.2011 13:27 Uhr
Gast_521986336
gelöscht
Beiträge: 6028

obama traue ich zu dass er privat seine Schulden durchaus bezahlt. Genauso wie das der th. Kronprinz auch tut. Dass aber die USA alle ihre Rechnungen gegenueber Deutschland immer so bezahlen da stelle ich dann doch ein dickes Fragezeichen mal dahinter.

Ich stell mir auch vor was wohl in Deutschland los waere wenn der Staat auf einer Autobahn eine Maut senkt und dann ein auslaendsicher Baukonzern daherkommt und durchsetzen will, dass die Maut oben bleibt. Und anchdem er das nicht durchsetzen kann 30 Mio dafuer will. Ob die Zahlungsmoral Deutschlands da so dolle waere? Und die Lobbyarbeit von Bild und ADAC kann ich mir auch lebhaft vorstellen.

Ob jetzt noch ein deutscher Politiker ins Adlon oder Vier Jahreszeiten darf? Kempinski gehoert immerhin mehrheitlich wie etliches andere auch der th. Krone. Da auch die deutsche Wirtschaft im boomenden Thailand mal ihren grossen Rueckstand gegenueber den USA und Japan verringern will werden die Diplomaten im stillen Hintergrund gerade so einiges an Gegenleistungen anbieten. Jede Wette.

Walter mag seine 30 MIO bekommen. Fraegt sich nur wer die am Ende bezahlt.

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