Montag, 20. Oktober 2014

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Der Fall Gustl Mollath
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17.11.2012 09:06 Uhr
plupps
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Zitat von TomTinte

 Man ist solange erfreut über die sogenannte vierte Gewalt, solange es dem politischen Gegner an den Kragen geht. Wenn es die eigenen Leute sind, ist die vierte Gewalt sofort böse.

Sehr interessanter Gedanke. Danke!

17.11.2012 09:15 Uhr
Gast_1686762136
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Zitat von TomTinte
......

Ein anderer Gutachter sei 2011 zum Ergebnis gekommen, Mollaths Gedanken "kreisten um einen fernen Punkt von Unrecht, das sich in der Welt ereigne und der den Kristallisationspunkt der wahnhaften Störung" darstelle. .....

Schwammiges Psychotherapeutendeutsch. Mit so einer Argumentation können Sie 80% der Foristen hier in die Geschlossene einweisen lassen.

Der Punkt ist doch, dass dieser beispiellose Skandal das Potential einer Staatskriese in sich birgt. Ein Bürger meldet eine fortgesetzte Steuerhinterziehung einer Großbank an die zuständige Staatsanwaltschaft. Statt die Ermittlungen aufzunehmen konstruiert man eine Geisteskrankheit des Informaten  und sperrt in weg. Von außen gesehen denkt man doch, Banken, Staatsanwaltschaft und Psychologischer Gutachter stecken unter einer Decke.  Das die Ministerin den Fall auch noch verschlimmert, weil sie anstatt einen Untersuchungsausschuss zu gründen, ohne sich kundig zu machen  die Justiz  deckt ist dann eher dumm als böse.

Aber in der öffentlichen Wahrnehmung der Bürger bleiben nun mal die Skandale hängen, hier nur ein kleiner Auszug:

1. Emmely-Kündigungs Urteil

2. Fadenscheiniger Strauß- Freispruch

Zuletzt geändert von Gast_1686762136, am 17.11.2012 um 09:37 Uhr
17.11.2012 11:15 Uhr
Gast_326375014
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Zitat von forest

 

Wurde auch nicht gesagt. Das Gleichnis mit den Fingern im Spiel bezieht sich ersichtlich auf die SPD allgemein und hier speziell auf den Vorsitzenden des Rechtsauschusses des bayerischen Landtags Schindler, SPD, u.a. wie einige andere Mitglieder des Ausschusses Mitglied der Richterwahlkommission, aber auch das nur am Rande.

Ich habe nicht behauptet, dass sie behauptet haben......

Das Spiel lässt sich endlos fortführen.

Ich habe nur etwas ergänzt, dass mir wichtig erschien.

17.11.2012 11:45 Uhr
Remarc
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Zitat von Datschiburger

Schwammiges Psychotherapeutendeutsch. Mit so einer Argumentation können Sie 80% der Foristen hier in die Geschlossene einweisen lassen.

...und alle Verliebten, die rosarote Brille ist im Prinzip auch eine gar nicht so milde Psychose. Mich wundert nur, wie das Konstrukt Mollath so lange aufrechterhalten werden konnte, ein paranoide Schizophrenie sucht sich ja im Verlauf immer mehr Aspekte des Alltags als Ausdrucksform. Das geht schon beim Frühstück los, da wird in der Zahl der Sesamkörner auf der Semmel eine geheime Botschaft vermutet etc.. Das kann man mit Hardcore-Medikation unterdrücken, aber dann kann man die Patienten auch (probeweise) freilassen. Ein Daueraufenthalt ist ja nicht das Ziel, da muss man schon sehr auffälig und therapeiresistent sein. In dem Fall hätte sich das Interview mit Mollath aber etwas anders gestaltet, als schwerer bzw. hoffnungsloser Fall hätte er sich entsprechend gebärdet. Ohne Hardcore-Medikation aufgeregt, mit gar nicht bzw. als Neuroleptika-Zombie. Wer's nicht glaubt, soll mal einen Spaziergang durch das BKH machen, da schlurfen genug durch die Gänge. Der Fall Mollath riecht schon sehr verdächtig nach einem kategorischen Weisungsgutachten - um im Jargon zu bleiben - höherer Mächte. Wer es in Frage stellt, kann seinen Doktorkittel gegen eine Zwangsjacke tauschen, wäre nicht das 1.Mal, dass kritische Geister in der Psychatrie diskreditiert werden...

17.11.2012 13:06 Uhr
Bulletin
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Ich finde, man sollte mal zu Kenntnis nehmen, dass der Mann zig Leuten die Reifen zerstochen hat und das hatte nix mit den HV zu tun, sondern mit anderen Dingen, haups mit seiner Scheidung; wenn man mit dem aneinadergerät, oder jem kennt, der mit ihm nich kann, dann kriegt man die Reifen zerstochen oder man wohnt nur neben dem na bravo! Mit der HV hat das nix zu tun und wer hier so was konstruiert, der glaubt halt gern an Räuberpistolen ; Vergleiche mit Dreyfuss abwegig ! Der Mann hat einen an der Waffel, jeder Scheidungsanwalt müsste vor so einem auf der Hut sein ich glaubs ja gar nicht kein Wort darüber hier im Forum stattdessen Verschwörung lachhaft
17.11.2012 13:11 Uhr
Bulletin
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hinzu kommt die Urangst der Menschen, in der Psychartrie zu landen und nicht wieder rauszukommen aber hey so einfach geht das nicht, da sind schon Kontrollmechanismen, die auch fähig sind und funkionieren : aber die Geschichte appeliert nat. an diese Urangst
17.11.2012 13:22 Uhr
OldMike
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Zitat von Bulletin

Ich finde, man sollte mal zu Kenntnis nehmen, dass der Mann zig Leuten die Reifen zerstochen hat und das hatte nix mit den HV zu tun, sondern mit anderen Dingen, haups mit seiner Scheidung; wenn man mit dem aneinadergerät, oder jem kennt, der mit ihm nich kann, dann kriegt man die Reifen zerstochen oder man wohnt nur neben dem na bravo! Mit der HV hat das nix zu tun und wer hier so was konstruiert, der glaubt halt gern an Räuberpistolen ; Vergleiche mit Dreyfuss abwegig ! Der Mann hat einen an der Waffel, jeder Scheidungsanwalt müsste vor so einem auf der Hut sein ich glaubs ja gar nicht kein Wort darüber hier im Forum stattdessen Verschwörung lachhaft

zum Reifenzerstechen:

die Frage ist doch, ob er es wirklich getan hat, ob es ihm klar nachgewiesen werden konnte oder auch nur mal wieder auf den nicht unumstrittenen Äußerungen seiner Frau beruht - man darf nicht vergessen, durch seine Anschuldigungen hat er sich viele Feinde geschaffen, denen viel daran lag, ihn noch weiter reinzureiten und außer Gefecht zu setzen, vor er ihnen Schaden zufügen konnte.

Und falls er es doch getan hätte - ist es zu verdenken, wenn er solchen Hass auf diese Straftäter hat, die ihn verhöhnen und mit (zumindest nachvollziehbar aus seinen Augen) die Ehe zerstört haben ? Dass er dann hergeht und sich auf diese Weise an seinen Feinden rächt ? Klar ist das weder legal noch "normal", aber ob das für die Klappse reicht ?

________
Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen. (Helmut Qualtinger)

17.11.2012 13:22 Uhr
Gast_1686762136
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Zitat von Bulletin

Ich finde, man sollte mal zu Kenntnis nehmen, dass der Mann zig Leuten die Reifen zerstochen hat ....

Wieso wurde den aufgrund seiner Anzeige nicht gegen die Bank ermittelt?

17.11.2012 13:28 Uhr
Bulletin
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und der o.g SZ Artikel schreibt nur die halbe Wahrheit; ich schreibs aus der Erinnerung aber ca 1 Satz oder so spielt die HV Sache im LG Urteil 06 ne Rolle, hingegen seitenweise die zerstochenen Reifen mal nachlesen und nicht alles nachplappern ! Das war keine Glanzleistung der SZ die wollten es ja warum wohl? gerne so hinbiegen
17.11.2012 13:34 Uhr
Bulletin
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das war klar nachgewiesen Old Mike lesen Sie das Urteil! Jeder der im Rahmen der Scheidung zur ExFrau gehörte, sogar Freunde vom Neuen, der die Kröhnung, rein zufällig (?) Direktor der HV war, das wird seitenweise aufgelistet und hat nix mit der HV Affaire zu tun, es sei denn, man ist Anhänger dieser Theorie' ich aber nicht' Mollath hätte denen auch die Reifen zerstochen, wenn alle bei Ikea oder so gearbeitet hätten
17.11.2012 15:59 Uhr
macforce
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Tatsache ist . . .

dass sowohl die Exfrau von Mollath, die HVB und eine Reihe sog. angesehener Bürger ein Interesse daran hatten, Mollath zum Schweigen zu bringen. Mit welch fiesen Methoden die Exfrau ihr Ziel erreichen wollte, hat sie dem mit Mollath befreundeten Zahnarzt mitgeteilt, wie dieser eidesstattlich versicherte. Weder die angebl. Misshandlungen (z. T. 16 Monate vor der Anzeige!) noch die Reifenstecherei konnte bewiesen werden. Bewiesen ist lediglich eines: die Anschuldigungen Mollaths erwiesen sich als zutreffend. Und waren - entgegen der Behauptung von Frau Merk - wie die SZ heute belegt, Gründe für die Einweisung. Auch in den späteren Gutachten werden immer wieder seine "Wahnvorstellungen" und seine Weigerung, sich medikamentös behandeln zu lassen (!) als Gründe für die weitere Unterbringung angeführt.

Nach der Veröffentlichung des Revisionsergebnisses von 2003 (!), steht also fest,  dass Mollath sehr wohl recht hatte. Wenn er bisher nicht aufgab und sich auch der Verabreichung von Nervengiften standhaft widersetzte, spricht das nur für ihn. 

Hinter Schloss und Riegel gehören die Bankster der HVB, die von den Schweinereien wussten und den Mollath entlastenden Revisionsbericht zurückhielten. Der Schaden, den diese Lumpen angerichtet haben, dürfte den Wert von ein paar Reifen bei weitem übersteigen.

Die Sache stinkt gewaltig und erinnert sehr an die für verrückt erklärten Steuerfahnder in Hessen oder noch schlimmer an die Praxis in Russland, wo unliebsame Zeitgenossen einfach weggesperrt  werden.

 

 

 

17.11.2012 16:43 Uhr
Gast_1686762136
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Zitat von macforce
Tatsache ist . . .

dass sowohl die Exfrau von Mollath, die HVB und eine Reihe sog. angesehener Bürger ein Interesse daran hatten, Mollath zum Schweigen zu bringen. Mit welch fiesen Methoden die Exfrau ihr Ziel erreichen wollte, hat sie dem mit Mollath befreundeten Zahnarzt mitgeteilt, wie dieser eidesstattlich versicherte. Weder die angebl. Misshandlungen (z. T. 16 Monate vor der Anzeige!) noch die Reifenstecherei konnte bewiesen werden. Bewiesen ist lediglich eines: die Anschuldigungen Mollaths erwiesen sich als zutreffend. Und waren - entgegen der Behauptung von Frau Merk - wie die SZ heute belegt, Gründe für die Einweisung. Auch in den späteren Gutachten werden immer wieder seine "Wahnvorstellungen" und seine Weigerung, sich medikamentös behandeln zu lassen (!) als Gründe für die weitere Unterbringung angeführt.

Nach der Veröffentlichung des Revisionsergebnisses von 2003 (!), steht also fest,  dass Mollath sehr wohl recht hatte. Wenn er bisher nicht aufgab und sich auch der Verabreichung von Nervengiften standhaft widersetzte, spricht das nur für ihn. 

Hinter Schloss und Riegel gehören die Bankster der HVB, die von den Schweinereien wussten und den Mollath entlastenden Revisionsbericht zurückhielten. Der Schaden, den diese Lumpen angerichtet haben, dürfte den Wert von ein paar Reifen bei weitem übersteigen.

Die Sache stinkt gewaltig und erinnert sehr an die für verrückt erklärten Steuerfahnder in Hessen oder noch schlimmer an die Praxis in Russland, wo unliebsame Zeitgenossen einfach weggesperrt  werden.

Tja Bulletin,

jetzt sind Sie dran. Verwirrt

Das klingt so schon sehr nachvollziehbar. Wer war der Zeuge bei den Misshandlungen und bei dem Reifen zerstechen?

Nebenbei: Reifenzerstechen ist nur ausgemachten Profis möglich. Mit einem normalen Messer ist nicht möglich, eher zerschneiden sie sich die Hand.

17.11.2012 16:48 Uhr
Remarc
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Zitat von Bulletin

hinzu kommt die Urangst der Menschen, in der Psychartrie zu landen und nicht wieder rauszukommen aber hey so einfach geht das nicht, da sind schon Kontrollmechanismen, die auch fähig sind und funkionieren : aber die Geschichte appeliert nat. an diese Urangst

Praktische Erfahrung? Wahre Geschichte: Ein Mann kommt zum Psychiater, nach einer halben (!) Stunde hat er die grundverkehrte Diagnose "Schizophrenie" und wird mit Medikamenten zum Gemüse fehlbehandelt, wovon er sich während eines dreimonatigen Klinikaufenthalts erholt, dort wird auch eine echte Diagnose gestellt. Jahre später braucht er ein behördliches Gutachten und staunt nicht schlecht, als der Psychiater die falsche Diagnose als Basis verwenden = abschreiben will. Hätte er sich dagegen nicht mit Händen und Füssen gewehrt, hätte man ihn in eine sehr unbequeme Schublade gestopft. So sieht's aus, es werden teilweise haarsträubende Fehler gemacht und schlimmer noch, unbesehen übernommen. Wer sich nicht wehren kann, wird einfach vom System absorbiert. Wird noch etwas nachgeholfen, auf Nimmerwiedersehen. Mollath ist ja noch nicht frei, Dr. Merk beharrt auf ihrer Diagnose...

17.11.2012 21:11 Uhr
Bulletin
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ich brauch mich hier nicht zu rechtfertigen , waren Marsmännchen klar, der Post von ? überzeugt mich null klar gehörten die alle zu Hypo hab ich doch gesagt - ich will auch kein Spielverderber sein macht ihr weiter bei euren Verschwörerdingern darauf kein Bock sic Hunger bei mir mir scheint ,, was nicht passt wird passend gemacht'' viel Spass dabei -:)
Zuletzt geändert von Bulletin, am 17.11.2012 um 21:16 Uhr
17.11.2012 23:37 Uhr
Remarc
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Zitat von Bulletin

ich brauch mich hier nicht zu rechtfertigen , waren Marsmännchen klar, der Post von ? überzeugt mich null klar gehörten die alle zu Hypo hab ich doch gesagt - ich will auch kein Spielverderber sein macht ihr weiter bei euren Verschwörerdingern darauf kein Bock sic Hunger bei mir mir scheint ,, was nicht passt wird passend gemacht'' viel Spass dabei - :)

Eine Verschwörungstheorie steht und fällt mit ihrer Durchfürbarkeit, der Fall Mollath ist keine Mondlandung. Das System hat genügend Schwachstellen, "Insider" müssen nur tödliche Routine nutzen, dann fällt eine Häufung von Zufällen nicht so schnell auf. Mysterien haben bei der Hypo Tradition, die Real Estate wurde vor dem Immobiliencrash ausgegliedert, was hinterher Sinn gemacht hat, eine Panikreaktion konnte man dem Management auch nicht vorwerfen. Da die Entscheidung so vernünftig war (aus der Sicht des Kaufmanns), hat keiner das Timing hinterfragt. Man könnte das Ganze nämlich auch so deuten, dass man genau gewusst hat, das die Blase platzt.

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Gustl Mollath | Beate Merk


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