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Schnappauf bald BDI-Hauptgeschäftsführer?
München, 4. September (AFP) - Der wegen des neuen Gammelfleisch-Skandals in der Kritik stehende bayerische Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) wechselt nach übereinstimmenden Medienberichten in die Wirtschaft. Schnappauf werde neuer Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Industrie (BDI), meldete die «Süddeutsche Zeitung» vorab aus ihrer Mittwochsausgabe. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks bestätigten Münchner Kabinettskreise den Bericht. Schnappauf ließ über einen Sprecher mitteilen, er nehme zu Gerüchten keine Stellung. Auch beim BDI hieß es lediglich, zu Namen werde kein Kommentar abgegeben. Laut «SZ» soll die Personalie noch in dieser Woche offiziell bekannt gegeben werden. Laut «SZ» ging BDI-Präsident Jürgen Thumann auf Schnappauf zu. «Schnappauf hat sich nicht wegbeworben», zitierte das Blatt einen mit den Vorgängen vertrauten Beteiligten. Der Industrieverband sucht bereits seit mehr als einem Jahr einen neuen Hauptgeschäftsführer. Eigentlich hätte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), den Posten zum 1. Januar diesen Jahres übernehmen sollen. Nach anhaltender Kritik an Röttgens Vorhaben, trotzdem bis Ende der Legislaturperiode im Bundestag zu bleiben, verzichtete auf das Amt des BDI-Hauptgeschäftsführers. Im Zusammenhang mit der anstehenden Kabinettsumbildung in Bayern nach der Wahl Günther Becksteins (CSU) zum neuen Ministerpräsidenten Anfang Oktober wird bereits seit längerem über eine Ablösung Schnappaufs spekuliert. Berichten zufolge soll CSU-Generalsekretär Markus Söder neuer Umweltminister werden. SPD-Fraktionschef Franz Maget erklärte, Schnappauf sei ein schwacher Minister gewesen und habe «eine ganze Serie von Fehlern und Skandalen zu verantworten, für die er ohnehin schon längst hätte zurücktreten müssen». Zur möglichen Nachfolge Schnappaufs erklärte Maget: «Sicherlich keine gute Lösung für Bayern wäre es, mit dem bisherigen CSU-Generalsekretär Markus Söder einen Versorgungsfall der CSU im Kabinett Beckstein zum neuen Umwelt- und Verbraucherminister zu machen.» Dies wäre ein «denkbar unguter Start» für den designierten Ministerpräsidenten Beckstein. Die Landtags-Grünen nannten den möglichen Verzicht Schnappaufs auf das Ministeramt «überfällig, aber viel zu spät». «Bayern wäre viel erspart geblieben, wenn Schnappauf schon zu Beginn seiner Serie von Pfusch und Pannen zurückgetreten wäre», erklärte Grünen-Fraktionschef Sepp Dürr. Dazu zählte er die bayerischen Gammelfleisch-Skandale und den Abschuss des Braunbären Bruno im vergangenen Jahr. «Der plötzliche Wechsel ist ein spätes Schuldeingeständnis und auch ein Zeichen für die landespolitische Schwäche der CSU», erklärte Dürr. |
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#2 (permalink) | |
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Das ist doch der richtige Job für den Herrn Schnappauf.Kein Mensch hat bemerkt das beim BDI der Posten über ein Jahr unbesetzt war,da tut sich dann selbst ein Schnappauf mit Dummheiten machen schwer.Für die Staatskanzlei ist es jedenfalls die schnellste und preisgünstigste Art der Entsorgung.Beim BDI hat man ja viel Erfahrung mit abgehalfterten Politikern. |
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#3 (permalink) | |
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Hoffentlich klappt das. Beim BDI kann er auch durch Ignoranz und Nichtstun keinen Fehler machen. |
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#4 (permalink) | |
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Da sieht man doch, wie - besonders in Bayern - Netzwerke funktionieren! Da sag mir einer wir leben nicht mehr im Feudalismus, sondern in einer Leistungsgesellschaft. |
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#5 (permalink) | |
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GAST
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Auch hier wieder ein Paradebeispiel: In bestimmten Höhen ist bei Vernachlässigung des Verantwortungsbereichs kaum mit ersthaften Folgen (finanzieller Art) zu rechnen. Etwas besseres konnte Herrn Minister Schnappauf doch gar nicht wiederfahren als ein Wechsel zur BDI. Und so braucht sich zumindest niemand großartig mehr um seine Absetzung Gedanken machen. Und Nachfolger gibt´s genügend. Die warten nur darauf, dass einer geht! Nicht auszudenken, wenn vergleichbares Ungeschick einem herkömmlichen Arbeiter oder Angestellten wiederholt unterläuft. Aber so viele Chancen werden dem einfachen Mann/Frau im gleichen Betrieb erst gar nicht ermöglicht! |
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#6 (permalink) | |
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Überflüßig wie ein Kropf - dieser ganze Schnappauf:no: |
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#7 (permalink) | |
Also ich glaube nicht, dass der BDI Schnappauf für überflüßig hält. So etwas sollte verboten werden.:thumbdown: Schnappauf wird Lobbyist und das heißt, durch ihn und seine Beziehungen in der Politik, kann die Industrie ihre eigenen Vorstellungen in der Politik durchsetzen. Er ist dann so etwas wie ein Vermittler, der den Politikern klar macht, was die Industrie macht, wenn dieses oder jenes nicht verwirklicht wird. |
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#8 (permalink) | |
Solche "Versetzungen" unfähiger Politiker sind ein Schlag in das Gesicht anständiger Leute ! Pfui :scared: |
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