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AKW Gundremmingen: Und täglich grüßen die Kühltürme
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21.08.2011 18:28 Uhr
pro musica
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Zitat von RaimundKamm
Heute Morgen: Block B schnell abgeschaltet

Angeblich infolge eines Elektronikfehlers der Turbinensteuerung musste der Block B des AKW Gundremmingen am Sonntagmorgen schnell abgeschaltet werden. Es soll geklappt haben.

Raimund Kamm

Der Block war heuer im Frühjahr oder Frühsommer bereits mal abgeschalten. Jetzt schon wieder.... Danke für die Info.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

21.08.2011 18:32 Uhr
heletz
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Zitat von pro musica

... bereits mal abgeschalten...

Da wird doch dauernd mal einer abgeschaltet.

Ist doch selten, daß die mal zwei Wochen am Stück durchlausfen.

________
Nein, ich bin nicht die Signatur. Ich putz' hier nur...

21.08.2011 19:01 Uhr
RaimundKamm
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Block B

Zitat von pro musica

Der Block war heuer im Frühjahr oder Frühsommer bereits mal abgeschalten. Jetzt schon wieder.... Danke für die Info.

Anfang April hatte Block B ebenfalls Turbinenprobleme und musste schnell aber nur kurzzeitig abgeschaltet werden. Im Mai war der Reaktor in der planmäßigen Revision. Dabei waren auch größere Sanierungsarbeiten an diesem bereits einige Jahre abgeschriebenen Altreaktor erforderlich. Die Revision dauerte möglicherweise auch deshalb länger als ursprünglich geplant.

Normalerweise veröffentlicht die in Essen beheimatete RWE, die 75-Prozent Eigentümer und Betriebsführer des AKW Gundremmingen sind, die Leistungsdaten seiner Großkraftwerke in Echtzeit im Internet. Komisch: Seit gestern heißt es dort: Aufgrund technischer Schwierigkeiten können die RWE Transparenzdaten momentan nicht angezeigt werden .“

Raimund Kamm

22.08.2011 12:48 Uhr
RaimundKamm
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Deutschlands ältester noch laufender Siedewasserreaktor

Deutschlands ältester Siedewasserreaktor musste schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wegen eines Turbinenschadens runter gefahren werden. Am gestrigen Sonntagmorgen war sogar eine sekundenschnelle Abschaltung erforderlich. Dabei musste die mit rund 3,8 Millionen Kilowatt thermisch und etwa 1,3 Millionen Kilowatt elektrisch arbeitende Anlage voll gebremst werden, was laut Pressesprecher funktioniert habe.

Dieser Block B ist der älteste noch laufende Siedewasserreaktor Deutschlands. Er ist bilanziell längst abgeschrieben. Schon die planmäßige Revision dauerte in diesem Jahr im Mai länger. „Der Zahn der Zeit“ macht der Anlage zu schaffen. Zusammen mit dem benachbarten baugleichen Block C ist es Deutschlands gefährlichstes AKW. Denn die Siedewasserreaktoren haben gegenüber den sonst üblichen Druckwasserreaktoren schwerwiegende Sicherheitsnachteile: sie verfügen nur über einen Hauptkreislauf, die brisanten Abklingbecken liegen außerhalb des Sicherheitsbehälters und beinhalten in Gundremmingen mit über 4.000 verstrahlten Spaltelementen („Brennelementen") so viel tödlichen Atommüll wie kein anderer Ort in Deutschland. Die Steuerstäbe müssen gegen die Schwerkraft von unten in den Reaktor gepresst werden. Zudem werden in Gundremmingens Siedewasserreaktoren auch noch brisante und defektanfällige MOX- und WAU-Spaltele­mente eingesetzt; vermutlich mehr als in jedem anderen Siedewasserreaktor der Welt.

Bezeichnend, dass es auf der die aktuelle Leistung der Kraftwerke darstellenden Transparenzseite des Gundremminger AKW-Betreibers RWE seit Samstag heißt:

>Aufgrund technischer Schwierigkeiten können die RWE Transparenzdaten momentan nicht angezeigt werden.< www.rwe.com/web/cms/de/59928/transparenz-offensive/stromerzeugung-online/

Atommüllskandal

Viele haben sich auch an den unglaublichen Atommüllskandal – eigentlich ein Verbrechen - gewöhnt: Block B und C begannen 1984 mit der Stromerzeugung und haben bis heute keine Entsorgung. Der bei der Uranspaltung im Reaktor produzierte tödlich strahlende Müll muss zum Abklingen für eine Million Jahre sicher eingeschlossen werden. Bis heute gibt es hierfür weder in Deutschland noch in irgendeinem anderen Land der Erde ein Endlager – geschweige denn ein sicheres.

5 Jahre Castorlager Schwaben - Deutschlands oberster Atombeamte stellt sich am Donnerstag der Atommülldiskussion

Am Donnerstag, den 25. August, jährt es sich zum fünften Mal, dass in dem Castorlager Schwaben, wie Umweltschützer das Gundremminger Zwischenlager auch nennen, der erste Castor abgestellt wurde. Bei einer Gedenkveranstaltung wird am Donnerstagabend ab 19:30 Uhr in der Günzburger Stadthalle Forum am Hofgarten der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz über den Atommüll und die Endlagersuche referieren und sich der Diskussion stellen.

Raimund Kamm

www.atommuell-lager.de

23.08.2011 00:51 Uhr
Redaktion
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Nach kurzem Stillstand produziert Block B in Gundremmingen wieder Strom
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________
www.augsburger-allgemeine.de - Alles was uns bewegt

23.08.2011 00:51 Uhr
RaimundKamm
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Freche Unwahrheit

> Der Sprecher des Kraftwerks erklärte dazu, dass das Alter der Reaktoren nichts mit der Sicherheit zu tun habe, „da die Anlagen kontinuierlich modernisiert werden“, so Tobias Schmidt. <

Natürlich müssen alle technischen Anlagen gewartet und überholt werden. Manche Verschleißteile können ausgetauscht werden. Aber manche Teile können praktisch nicht ausgetauscht werden. Gerade der Reaktordruckbehälter (RDB) wird durch die Neutronenstrahlung wie auch die Hitze, den Druck und die Korrosion abgenutzt. Und bei Siedewasserreaktoren, wie es sie in Deutschland nur noch zweimal gibt, eben Block B und C in Gundremmingen, besonders stark. Und der RDB wird nie erneuert.

Und die Grundkonstruktion der Gundremminger Reaktoren stammt vom Beginn der 1970er Jahre. Damals baute man noch VW-Käfer. Und einen alten Käfer kann man nicht mit einer stabilen Fahrgastzelle + Knautschzonen usw. nachrüsten.

Wenn heute überhaupt neue AKW gebaut werden dürften, würden die zwei Gundremminger Reaktoren nicht mehr genehmigt werden. Denn ihre Konstruktion ist veraltet und entspricht nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik.

Raimund Kamm

23.08.2011 00:57 Uhr
DerMichel
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Zitat von RaimundKamm
Freche Unwahrheit

> Der Sprecher des Kraftwerks erklärte dazu, dass das Alter der Reaktoren nichts mit der Sicherheit zu tun habe, „da die Anlagen kontinuierlich modernisiert werden“, so Tobias Schmidt. <

Natürlich müssen alle technischen Anlagen gewartet und überholt werden. Manche Verschleißteile können ausgetauscht werden. Aber manche Teile können praktisch nicht ausgetauscht werden. Gerade der Reaktordruckbehälter (RDB) wird durch die Neutronenstrahlung wie auch die Hitze, den Druck und die Korrosion abgenutzt. Und bei Siedewasserreaktoren, wie es sie in Deutschland nur noch zweimal gibt, eben Block B und C in Gundremmingen, besonders stark. Und der RDB wird nie erneuert.

Und die Grundkonstruktion der Gundremminger Reaktoren stammt vom Beginn der 1970er Jahre. Damals baute man noch VW-Käfer. Und einen alten Käfer kann man nicht mit einer stabilen Fahrgastzelle + Knautschzonen usw. nachrüsten.

Wenn heute überhaupt neue AKW gebaut werden dürften, würden die zwei Gundremminger Reaktoren nicht mehr genehmigt werden. Denn ihre Konstruktion ist veraltet und entspricht nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik.

Raimund Kamm

Gibt es eigentlich Untersuchungen über den Materialverschleiß bei Reaktoren? Ist das Material dort erhöhten Belastungen ausgesetzt und zeigt daher entsprechende Verschleiß- bzw. Zersetzungstendenzen? Ist Rost ein größeres Problem? Gibt es hierzu Daten und Fakten?

________
    "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr." (Laotse, Kapitel 81)

23.08.2011 11:37 Uhr
RaimundKamm
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Zitat von DerMichel

Gibt es eigentlich Untersuchungen über den Materialverschleiß bei Reaktoren? Ist das Material dort erhöhten Belastungen ausgesetzt und zeigt daher entsprechende Verschleiß- bzw. Zersetzungstendenzen? Ist Rost ein größeres Problem? Gibt es hierzu Daten und Fakten?

Seit Jahren häufen sich Veröffentlichungen zu diesem besorgniserregenden Thema. Allerdings sind die meisten intern. Viele stammen vom Ökoinstitut, der GRS usw.

Der frühere Ministerialdirektor Wolfgang Renneberg, Diplom-Physiker und Volljurist, hat mehr als 20 Jahre in der Atomaufsicht gearbeitet. Von November 1998 bis November 2009 war er Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und Entsorgung des Bundesumweltministeriums. Er veröffentliche vor einem Jahr diese Studie: http://www.atomsicherheit.de/studien-und-statements/risiken-alter-atomkraftanlagen/

Raimund Kamm

25.08.2011 13:11 Uhr
RaimundKamm
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Heute Leserbrief in der Günzburger Zeitung

Zitat von Redaktion
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Nach kurzem Stillstand produziert Block B in Gundremmingen wieder Strom
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In einem Leserbrief der Günzburger Zeitung äußert sich ein Marko B. aus Offingen heute zu dem Vorfall. Er lässt zwar anderswo anklingen, AKW-Ingenieur zu sein und verliert sich dann in Polemik. Wann endlich lernen die Gundremminger AKWler, dass sie uns Rechenschaft schuldig sind, was im AKW passiert? Denn im Fall des Falles sind wir betroffen. Und eine risikogerechte Haftpflichtversicherung hat das AKW bezeichnenderweise nicht – wäre zu teuer.

Raimund Kamm

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25.08.2011 13:22 Uhr
Silverblues
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Man weiß doch, wie das organisiert wird

Ach, was soll's.
Man weiß, doch wie sowas organisiert wird.
Die Presse-Stelle "briefed" das mittlere Management, reihum sofort per Lerserbrief auf vermeintlich negative Artikel zu antworten.
Für die Pressestelle selbst gilt Regel 1: Du reagierst auf negative Nachrichten in der Zeitung nie - es sei denn, die Presse fordert dich dazu auf.

Also: Einfach tiefer hängen, den Inhalt solcher Leserbriefchen.
Man erkennt die Tendenz schon an den ersten Sätzen.
Und dann muss man nicht weiterlesen.

25.08.2011 13:23 Uhr
TomTinte
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Zitat: Eine Gefährdung des Personals oder der Umgebung habe aber die gesamte Zeit über nicht bestanden, wie in einer Pressemitteilung des Kernkraftwerks versichert wurde.

... Der Sprecher des Kraftwerks erklärte dazu, dass das Alter der Reaktoren nichts mit der Sicherheit zu tun habe

Richtig Solange die Reakorhülle keine Risse bildet ist alles in Ordnung. Clown

________
Persönliche Bemerkungen über mich sind irrelevant und widerlegen nicht den dargestellten Sachverhalt bzw. die Bemerkung. Fragen über mich werden nicht beantwortet.

27.08.2011 22:22 Uhr
RaimundKamm
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Es gibt weiterhin und auf absehbare Zeit kein Endlager für den Gundremminger Atommüll

Seit 45 Jahren wird im AKW Gundremmingen hochradioaktiver Müll erzeugt. Bisher nach Berechnungen unserer Bürgerinitiative etwa 1.571.000 Kilogramm. Noch kein Kilo ist entsorgt! Nicht ein einziges! Alles nur zwischengelagert.

Und dennoch produzieren sie weiter.

Bei einer Mahnveranstaltung anläßlich des 5. Jahrestages der ersten Einlagerung in das Gundremminger Zwischenlager sprach der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, quasi Deutschlands oberster Atommüllbeamter. Dazu stand heute in der Günzburger Zeitung:

„Niemand wird Hurra schreien“ Atommüll-Debatte Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz referierte in Günzburg

Von Walter Kaiser
Günzburg Er wolle auch Mut machen, versicherte Wolfram König zu Beginn seines Vortrags. Doch was der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in den folgenden eineinhalb Stunden zu sagen hatte, klang eher ernüchternd. Um das Wort deprimierend zu vermeiden. „Wohin mit dem Atommüll?“, lautete die zentrale Frage. Wo und wie können hoch radioaktive Stoffe gelagert werden, damit ihre tödliche Strahlung selbst in Tausenden von Jahren keine Gefahr für die Menschheit darstellt? Die Antwort: Auch 50 Jahre nach Beginn der zivilen Nutzung der Atomkraft kennt kein Mensch die Lösung.
Der 53-jährige Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Mitglied der Grünen und seit 1999 im Amt, kam auf Einladung des „Forums Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik“ nach Günzburg. Etwa 150 Besucher waren am Donnerstagabend in den voll besetzten kleinen Saal im Forum am Hofgarten gekommen. In seiner Begrüßung erinnerte der Forum-Vorsitzende Raimund Kamm an den Anlass der Einladung: Vor exakt fünf Jahren war der erste Castor mit Atommüll ins damals neue Zwischenlager beim Kernkraftwerk Gundremmingen gebracht worden.
Etwa 30 der Castoren sind mittlerweile in Gundremmingen zwischengelagert, am Ende könnten es 192 sein. Genehmigt ist das Zwischenlager bis 24. August 2046. „Sie werden also noch lange nach dem Atomausstieg mit dem Zwischenlager leben müssen“, betonte König, der seinerzeit für die Genehmigung der Zwischenlager in Deutschland zuständig war. Ob 2046 mit dem Gundremminger Zwischenlager wirklich Schluss ist, muss sich noch zeigen. Denn bislang gibt es auf der ganzen Welt kein schlüssiges Konzept, wie vor allem der Atommüll endgültig und sicher gelagert werden kann. Jahrelang galt in Deutschland der Salzstock im niedersächsischen Gorleben als sicheres Endlager. Die Kriterien, die zur Wahl von Gorleben führten, seien letztlich aber nie klar gewesen, erläuterte König. Entsprechend war der Protest in der Region.
...

Teil I

Raimund Kamm www.atommuell-lager.de

27.08.2011 22:23 Uhr
RaimundKamm
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Teil II

Und hier Teil II des Artikels der Günzburger Zeitung:

Die Suche nach einem Standort
Folglich habe die Bundesregierung parallel zum Atomausstieg beschlossen, weitere Erkundigungen in Gorleben vorzunehmen und zugleich ergebnisoffen nach anderen möglichen Standorten zu suchen. Die meisten der denkbaren Standorte befinden sich in Norddeutschland. Nicht ganz ausgeschlossen ist aber auch die Schwäbische Alb. Ebenso der Grenzbereich in der Nähe des Bodensees, der momentan von der Schweiz unter Mitarbeit deutscher Experten untersucht wird.
Die neue Suche nach einem atomaren Endlager müsse anders ablaufen als seinerzeit im Falle von Gorleben, forderte der BfS-Präsident. Nicht von oben herab, sondern auf der Basis klarer und transparenter Kriterien. Nur so sei eine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz zu erzielen. „Niemand wird Hurra schreien, wenn in seiner Region das Endlager entsteht“, sagte König. Am Ende eines für alle einsichtigen Verfahrens müsse die Entscheidung dann aber auch akzeptiert werden.
Überlegungen, auf ein Endlager zu verzichten, erteilte König eine Absage. Die Zwischenlager zu Dauerlagern zu machen, in der Hoffnung, dass kommende Generationen schlauer sind, sei keine Lösung. „Stahl, Beton und Sicherheitskräfte“ brächten – auf Jahrhunderte gesehen – gar nichts. Deutschland dürfe auch nicht der Versuchung erliegen, seinen Atommüll in irgendwelchen unbewohnten Gegenden in fernen Ländern verbuddeln zu wollen.
In 2000 Jahren
Nach Maßgabe heutiger Erkenntnisse sei nur ein Endlager in tiefen geologischen Schichten aus Salz, Ton oder Granit zu verantworten. Und zwar eines, aus dem auch noch nach 500 Jahren der Atommüll geborgen werden könne. Wobei es mit den momentanen Erkenntnissen noch nicht allzu weit her ist. Hoch radioaktive Stoffe für eine Million Jahre für Mensch und Umwelt unschädlich abschließen zu wollen, sei wissenschaftstheoretisch und praktisch fraglos „ ambitioniert“, sagte König. „Gewagt“ sei auch die Annahme, künftige Generationen wüssten in 1000 oder 2000 Jahren noch, wo auf der Welt im 21. Jahrhundert die vielen Endlager installiert worden waren. Doch Alternativen zu einem Endlager gebe es nicht.
127.000 Fässer
Seriöse Zahlen über die Kosten für ein Endlager lägen nicht vor, räumte König ein. Ebenso wenig für die Sanierung des berühmt-berüchtigten Atommülllagers im Salzstock Asse. Eine „Altlast“, für die der Steuerzahler mit Milliarden aufkommen muss, ist auch das Lager Moersleben, das die DDR in der Nähe der innerdeutschen Grenze eingerichtet hatte. Wie Asse wurde auch Moersleben unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als „Forschungslager“ deklariert, tatsächlich waren sie nichts anderes als scheinbar preisgünstige Mülldeponien. Etwa 127.000 Fässer mit Atommüll dümpeln im Salzstock Asse, in den täglich etwa 12 000 Liter Wasser einsickern, vor sich hin – darunter auch Atommüll aus Gundremmingen.

Raimund Kamm

08.02.2012 14:59 Uhr
RaimundKamm
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Sonntagnachmittag 11. März 2012 Demonstration in Gundremmingen

 

Sonntagnachmittag (11. März 2012) ab 13:00 Uhr

Fukushima         Gundremmingen

Abschalten vor dem GAU!

 

An der Donau zwischen Augsburg und Ulm läuft immer noch Deutschlands gefährlichstes Kernkraftwerk, das AKW Gundremmingen. Es ist das letzte AKW Deutschlands mit gleich zwei Reaktoren. Und es sind die letzten Siedewasserreaktoren unseres Landes, also fukushima-ähnliche Reaktoren.

Sie haben nur einen Hauptkreislauf und bei ihnen liegen die brisanten Abklingbecken außerhalb des Sicherheitsbehälters. Und in Gundremmingen werden die besonders gefährlichen MOX- und WAU-Spaltelemente eingesetzt.

In Gundremmingen sind beide Abklingbecken zudem mit jeweils 2000 verstrahlten Spaltelementen wahnsinnig voll. Und nebenan steht das „Zwischen“lager mit den Castoren. Jetzt sickerte durch, dass entgegen jahrelanger Beschwichtigungen, sogar der Staat konkrete Sorgen vor Terroranschlägen hat. In Gundremmingen lagert heute schon mit Abstand der meiste hochradioaktive Müll Deutschlands. 

Deshalb werden viele Gesundheits- und Umweltschützer am 11. März ab 13 Uhr in Gundremmingen demonstrieren: Abschalten vor dem GAU!

Raimund Kamm

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09.03.2012 16:55 Uhr
RaimundKamm
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Am Sonntagnachmittag (11.3.12) in Gundremmingen

11. März 2012 Große Demonstration

Wir machen Gundremmingen dicht

Fukushima – Gundremmingen

Abschalten vor dem GAU!

 

Im schwäbischen Gundremmingen wird am „Fukushima-Tag“ eine große AntiAtom-Demo stattfinden. Wir kämpfen für das schnelle Abschalten der letzten zwei Siedewasserreaktoren Deutschlands. Sie sind bauähnlich den Fukushima-Reaktoren und besonders gefährlich. Sieben von neun Siedewasserreaktoren Deutschlands wurden bereits abgeschaltet.

 

Am Sonntagnachmittag ab 13 Uhr versammeln sich Umwelt- und Gesundheitsschützer in Gundremmingen. Von zwei Treffpunkten – einer am Nordeingang und einer am Südeingang Gundremmingens – werden die Atomgegner in die Dorfmitte marschieren. Die Kundgebung dort steht unter dem Motto: „Fukushima - Gundremmingen. Abschalten vor dem GAU!“ Hauptsächlich Jugendliche werden Ihre Meinung zur vor einem Jahr in Fukushima begonnenen Katastrophe ausdrücken. Und sie werden sagen, was sie davon halten, dass das gefährliche AKW Gundremmingen immer noch läuft. Dass es seit 1966 in Betrieb ist und noch kein Kilo des erzeugten Atommülls entsorgt hat. Dass in Gundremmingen jetzt und auf unabsehbare Zeit sogar viel mehr Plutonium lagert als an irgendeinem anderen Ort Deutschlands – und das unzulänglich gesichert. Dass der AKW Betreiber RWE noch nichts gegen die erhöhte Zahl von Krebserkrankungen im Umkreis von 50 Kilometern unternommen hat. 

Es werden sprechen: Martin Geilhufe (Landesvorstand der Jugend des Bund Naturschutz), Raimund Kamm (Vorstand FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.), Reinhold Thiel (Arzt, IPPNW-Vorstand), Reinhard Stuhler (Solarunternehmer).

Es werden musizieren: Pimento, Forum Rumorum, Roman Hofbauer und Green Waste.

Raimund Kamm

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