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#1 (permalink) | |
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Finanzskandal in Landsberg: Über zwei Millionen Euro in den Sand gesetzt
Riskante Geschäfte mit Derivaten sollen ohne Wissen von Oberbürgermeister und Stadtrat erfolgt sein |
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Zuletzt geändert von Moderator, am 03.02.2012 um 20:01 Uhr
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#2 (permalink) | |
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Fanzskandal in Landsberg
Offenbar haben einige Herrschaften hier in unverantwortlicher Weise gehandelt - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schlimm ist es, wenn es schief geht und dann noch öffentlich wird. Da kann man getrost den beschlossenen Haushalt im Sondermüll entsorgen. Da hatte man in der Vergangenheit kein Geld für fließendes Wasser in Klassenräumen, kein Geld für die Restaurierung des Bayertores, kein Geld für das Heilig-Geist-Spital, etc. aber für Millionenprojekte, teure Beraterverträge - und zum zocken. Es ist sehr schwer zu glauben, dass so etwas in Landsberg möglich wäre, denn ungeachtet aller politischen Meinungsverschiedenheiten, hatten doch die meisten Bürger das Vertrauen in die Stadtführung, Schaden von der Stadt abzuwenden. Das ist eine Bankrotterklärung in das Vertrauen der Bürger. Das muss schnell aufgeklärt werden und die nötigen Konsequenzen daraus gezogen werden. Es wird immer deutlicher: es muss sich dringend was ändern. Alte Strukturen müssen aufgebrochen werden und ein neuer OB muss her. Möglicherweise werden sich an einigen wichtigen Stellen in der Stadt, der Stadtverwaltung und im Stadtrat die Reihen in Kürze deutlich lichten. Da wird zu klären sein, ob hier unerlaubte Handlungen - oder sogar strafbare Handlungen - vorgenommen wurden. Wer hier die Verantwortung trägt, wird sich zeigen. Selbst wenn hier keine Verfehlungen festzustellen sind - dazu weiß man im Moment nicht genug - ist das eine unerhörte Angelegenheit. Der Schaden und der Verlust des Vertrauens, des Respekts und des Ansehens geht hier über die handelnden Personen hinaus. Doch wie so oft stellt sich die Frage in Landsberg: Wo waren die Kontrollorgane des Stadtrates? Da werden sich viele Damen und Herren doch sehr unangenehme Fragen stellen lassen müssen. Da keimt der Wunsch, dass es sich zum Wohle der Stadt um eine Falschmeldung handelt. Auch wenn es 2004 möglich war, solche Instrumente einzusetzen, wissen wir doch alle seit 2007, dass Derivate eine höchst riskante Anlageform sind. Wer nach den Erfahrungen der Vergangenheit immer noch damit hantiert, handelt in höchstem Maße verantwortungslos und leichtfertig. Wer das als Dienstvorgesetzter nicht erkennt, egal ob durch einen Beschluss gedeckt oder eigenmächtig gehandelt, hat hier klar seine Aufgabe nicht erfüllt. Auch die Kontrollgremien der Stadt hätten hier seit Jahren Einhalt gebieten müssen. Es ist dabei eigentlich unerheblich, ob eine Bank vor Jahren falsch beraten hat. Wenn seit 2004 solche Geschäfte getätigt wurden, wird es schwer erklärbar sein, warum nach der Banken- und Finanzkrise und deren aufklärender Wirkung weiterhin mit Derivaten gehandelt wurde. Wer sieben Jahre Erfahrung damit hat und aus den Krisen nichts gelernt hat, kann sich nicht hinter einer Falschberatung verstecken. Es geht um Gelder der Steuerzahler. Wir werden sehen, wie man das ausgleichen wird. Vielleicht werden ja dann doch mehr Parkplätze entstehen - gebührenpflichtig selbstverständlich. Damit wird den Bürgern das Geld dann zwei Mal aus der Tasche gezogen. Vielleicht sollte man aber nun ein paar Prestige-Projekte einfach mal auf Eis legen, bis hier eine umfassende Aufklärung stattgefunden hat. |
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#3 (permalink) | |
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#4 (permalink) | |
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Es gibt Gemeinden & Städte>>>>>
>>>deren "AnFührer" noch unfähiger sind. Danke LL, das lenkt ab. |
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#5 (permalink) | |
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ich gebe Liberaler_LL vollkommen Recht. Wenn man nicht weis was man tut sollte man die Finger davon lassen. Alles auf Falschberatung der Banken zu schieben ist auch nicht richtig, schließlich ist jeder selbst für sich persönlich und für seine berufliche Position und die damit verbundenen Rechte und Pflichten verantwortlich. Im finanziellen gilt eh und je: Wenn ich nicht 100% verstanden habe was ich tue, sollte ich es lieber sein lassen; Offensichtlich ist das hier nicht so gewesen. Allerdings muss ich auch eines gegen die allgemeine und landläufige Meinung "Derivate sind nur zum Zocken da und sind ein Teufelszeug". Das ist so nicht richtig. Zocken kann man damit, durchaus. Aber man kann damit auch absolut einwandfreie (bspw.) Zinssicherungen eingehen; nur wie gesagt, man muss es verstehen, die Chancen und die Risiken kennen; und wenn man das nicht 100% versteht sollte man die Finger davon lassen.
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#6 (permalink) | |
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Ich gebe dougidag recht - Derivate sind nicht per se böse oder Teufelszeug - ein Zinsswap bietet richtig eingesetzt die Möglichkeit Zinsen abzusichern. - Und hier sehe ich auch die Bank in einer Beratungspflicht. Es muss lückenlos über Chancen und Risiken aufgeklärt werden. Sollte dies nicht geschehen sein (weil zum Beisüpiel hohe Provisionen/Gebühren winkten) dann muss das Geschöft rückabgewickelt werden. Unverständlich ist mir, warum keine interenen Kontrollmechanismen in LL installiert wurden, die die Praxis der nicht legitimierten Geschäfte aufgedeckt haben. - Oder wollte man das nicht so genau wissen so lange alles gut ging? |
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#7 (permalink) | |
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Oberbürgermeister - wozu ???
Wiederum ist in Landsberg etwas geschehen, worüber unser Herr Oberbürgermeister, so behauptet er, keinerlei Kenntnisse hatte und vor allem sich keiner Verantwortung bewusst ist! Wie oft ist dies während seiner seeeehr langen Amtzeit denn schon vorgekommen? Wir stellen nur jedesmal fest, dass ein Anderer bzw. Andere die Verantwortung trägt/ tragen. Hier ist es der Stadtkämmerer der offentsichtlich mit weitreichenden und letztendlich fatalen Finanzbefugnissen im Auftrag des OB, Namens Lehmann ausgestattet wurde. Möglicherweise war es auch die Bank, die sich wie alle anderen Geldinstitute einfach mal verzockt hat. Auch in dieser Angelegenheit versucht er sich ähnlich einem glitschigen Aal aus der Affaire zu ziehen. Dieses Amtsgebahren unseres Berufsjuristen kennen wir jedoch schon seit vielen Jahren. Schuldige werden stets gefunden; einmal sind es von ihm selbstbestellte Gutachter oder Planer, mal städtische Vasallen, aber auch immer häufiger die Landsberger Bürger selbst, deren Kern unser OB auch als "LANDSBERGER MIEF" bezeichnet (hier fehlt bis heute eine öffentliche Entschuldigung!). Dies sei so nebenbei bemerkt. Zu der aktuellen Situation hätte ich folgende Fragen: 1. Weshalb wurde der Verlust durch "Andere" festgestellt? 2. Warum wird diese Geschichte erst heute veröffentlicht, obwohl der OB bereits seit dem letzten Frühjahr Kenntnis davon besitzt (Es geht um veruntreute Steuergelder!)? 3. Was hat Herr Schilcher tatsächlich "angestellt", dass ihm urplötzlich die Gunst unseres OB versagt bleibt? 4. Weshalb gibt es kein Dienstaufsichtsverfahren gegen Herrn Lehmann - wegen offensichtlicher Verletzung der Aufsichtspflicht? 5. Sollte hiermit möglicherweise ein peinlicher Vorgang vertuscht werden? Ich stelle mir folgende Frage: Wozu benötigen wir überhaupt einen Oberbürgermeister, der keinerlei Mitverantwortung trägt? Zum Repräsentieren und seifigem Redenschwingen bei Feierlichkeiten und sonstigen Gelagen - dazu ist dessen Verdienst (nein falsch, dieser Begriffkommt von DIENEN) die Bezahlung nur Steuerverschwendung !!!!
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#8 (permalink) | |
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Warum sollte die Stadt Landsberg Zinsrisiken absichern müssen.?? Hierbei handelt es sich um ein reines Spekulationsgeschäft,wobei der Emittent,eine Bank, beträchtlich professioneller arbeitet ,wie jeder Kämmerer in Deutschland.Diese "Geschäfte" gehören für Kommunen schlichtweg verboten. Handelte der Kämmerer ohne rechtliche Grundlage ,muss er sich strafrechtlich verantworten und zivilrechtlich für den Schaden aufkommen.Desweiteren ist er bis zur endgültigen Klärung zu beurlauben. |
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#9 (permalink) | |
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Bei Sparkassen beispielsweise bedürfen Handelsgeschäfte mit Derivaten der Zustimmung des Verwaltungsrats. (§ 17 Abs. 2 Nr. 9 Sparkassenordnung Bayern) |
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#10 (permalink) | |
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Vorerst mal zwei Millionen
Vor wenigen Tagen habe ich zum ersten Mal den Dokumentarfilm "Inside Job" von Charles Ferguson gesehen. Der Untertitel des Films zur weltweiten Finanzkrise ist einfach zu gut um ihn hier nicht zu erwähnen: "The film that cost $20,000,000,000,000 to make". Was sind da schon zwei Millionen Euro dagegen, die in Landsberg abgeschrieben werden müssen. Lachhaft! Obwohl, halt! Unsereins würde schon mit der Zahl nach dem Komma (200.000) glücklich sein. Zweihundertausend Euro und in Greifenberg macht man die Attraktivität eines Freibades von lächerlichen 60.000 abhängig. Ist das nicht ironisch zu sehen, dass diese 200.000 nach dem Komma im Artikel über den Finanzskandal nur zweimal erwähnt werden? Kleinkram oder wie sagte der schweizerische 11-Milionen-Banker: "Peanuts!". Für so eine lachhafte Summe würde dieser doch nicht mal seinen Montblanc-Füller in die Hand nehmen. Aber genug des Kleinkrams. Leider hat man auch in Landsberg die Verhältnismässigkeit der Zahlen verlernt und man muss wieder mal Einstein recht geben der sinngemäß sagte: "Nicht nur das Weltall ist grenzenlos, sondern auch die Dummheit der Menschen". Es muss in unserer heutigen Zeit noch ergänzt werden um die Gier, denn diese scheint auch grenzenlos zu sein. Diese Gier ließ Banker Derivate erfinden und um zu zeigen, dass die große Welt auch in großen Kreisstädten zu Hause ist wurde auch in solchen mit Derivaten gewettet. Keine Atempause, Geschichte wird gemacht! Leider werden die damit verursachten Verluste wieder mal von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Warum wurde denn nicht auch ein wenig Cross-Border-Leasing betrieben und die Kanalisation nach Oregon verkauft? Oder die Stadtwerke nach den Kaimanninseln? Wenn schon dann aber richtig, oder? Das is' ja wieder typisch Kleinstadt! Grüsse, the wiz! |
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#11 (permalink) | |
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@ graf lustig. naja, es kann ja sein dass die stadt bspw eine variable kreditaufnahme getätigt hat, und diese variable aufnahme in einen festsatzkredit synthetisch gedreht hat... ich weis es nicht. also möglich ist es schon, ich würde nicht von vornherein das geschäft als reine spekulation abstempeln. allerdings würe mich mal interessieren was definitiv getätigt wurde. es wurde von einer swaption geredet. wurde die gekauft oder verkauft? entweder hat die stadt durch den verlust der optionsprämie so viel verloren (was allerdings mehr als einfach zu verstehen hätte sein müssen) oder aber sie ist irgendeine stillhalte position eingegangen aus der sie nun in der pflicht ist.... ich weis es nicht, interessant zu wissen wäre das aber allemal! |
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#12 (permalink) | |
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moderne Finanzinstrumente
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#13 (permalink) | |
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Äußerst erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 9/24/07 Beiträge: 19802 |
Gibt es für solche Vergehen in Landsberg nicht Festungshaft?? |
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#14 (permalink) | |
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Weil auch die Stadt Landsberg sicher Schulden hat .... Zinsswaps werden auch abgeschlossen um Zinsen für die Zukunft zu sichern. Ich kenne die Struktur der Schulden der Kommune nicht, aber Zins-Swaps werden auch verwendet um in naher Zukunft auslaufende Darlehen mit einem heute günstigen Zinssatz verlängern zu können. Die Aussage, dass Zinswaps "reine Spekulationsgechöfte" sind zeugt mE nicht gerade von einem vertieften Wissen über Sicherungsprodukte. |
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#15 (permalink) | |
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Über zwei Millionen Euro in den Sand gesetzt
Ist das nur die Spitze des Schuttberges? Ich glaube nicht. Das Geld der Stadt Landsberg wird an vielen Stellen zum Fester raus geworfen. Zuletzt die riesige, erfolglose Werbeaktion im LT zum Ratsbegehren. Aber zum Thema: Wer trägt den hier die Verantwortung? Die Verantwortung trägt gleichermaßen der sich in wichtigen Sachfragen als unfähig erwiesene Stadtrat. Allen voran die CSU mit dem Juniorpartner SPD. Dann der Finanzausschuß, der gerne unter Ausschluß der Öffentlichkeit sein "verantwortungsvolles" Tun von Tranzparenz abschirmt und natürlich der OB Lehmann, der bei jeder öffentlichen Kritik an seinem Tun sich persönlich beleidigt fühlt. Der "Landsberger Mief" kommt nicht aus der Bürgerschaft, er ist der übele Geruch der Aroganz dieser "Würdenträger". Herr Schilcher ist ja bekannt (auch den Würdenträgern) dafür, dass er "sehr selbstständig arbeitet" -mir ist egal wer unter mir Oberbürgermeister ist-. Die Vernatwortung muss von allen getragen werden, Stadtrat, Finanzausschuß und Oberbürgermeister. Rücktritt aller Verantwortlichen und ein kompletter Neubeginn sollte jetzt einen Neubeginn ermöglichen.
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