Freitag, 24. Mai 2013

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Haderthauer: Kein Verständnis für Asylbewerber-Hungerstreik
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07.12.2010 21:36 Uhr
montebaldo
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Zitat von Lucarelli
Mag sein, dass es da Überschneidungen mit kommunistischen Einstellungen gibt. Mich deswegen als Kommunisten zu bezeichnen, wäre wohl doch etwas weit hergeholt.
Finden Sie, dass die Formulierung "dessen Gedanken gehen in die Richtung" gleichbedeutend mit der Titulierung "Kommunist" ist? Die Ideologie, die ich Ihnen vorhalte, ist die, dass Sie uns in die Rolle der Bösewichte drängen wollen. Unser Konsum ist böse. Wir sind quasi Sklavenhalter. Kommt das in etwa so hin?
07.12.2010 21:36 Uhr
augustus
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Beiträge: 7032

Zitat von montebaldo
So, das stört Sie? Aber nicht, wenn Sie das tun, oder?
Das kommt ab und zu vor. Dann ist es aber auch überdeutlich.
Entschuldigung. Nur weil man ehrenamtlich engagiert ist, muss man ja nicht fern einer Ideologie sein. Dass ich Lucarellis ehrenamtliches Engagement wertvoll einschätze, hatte ich geschrieben.

Was ist denn "ideologiefrei"? Oder verwechseln Sie das mit Grundüberzeugungen?

Und ansonsten, müssen Sie mir meine persönlichen Eindrücke schon lassen.

Das ist eine subtile Art engagierte Menschen in eine Ecke zu drängen bzw. sie zu diskreditieren.

Wer kundtut, dass jemand bei uns einen Anspruch auf Leistungen hat, weil deutsche Firmen irgendwo auf der Erde ausbeuterisch tätig werden, dessen Gedanken gehen eben in diese Richtung. Denn ausgebeutet werden auch hier Menschen - mehr als genug. Auf einem anderen Level, aber sehr wohl. Wem treten die dann mit ihren Ansprüchen gegenüber?

Jeder der in diesem Land lebt hat einen Anspruch auf Grundversorgung, ob mit oder ohne Ausbeutung in anderen Ländern. Mitverantwortung haben wir schon, auch wenn es den meisten nicht bewußt ist. Natürlich werden auch hier Menschen ausgebeutet. Und auch für diese setzen sich andere Menschen ein. Und jeder Betroffene kann sich gerne jederzeit politisch betätigen um für sich und seine Rechte zu kämpfen. Aber wenn man das dann in einer Organisation/Verband/Verein o.ä tut, ist man ja ideologisch verbrämt und nicht mehr ernst zu nehmen? Die Alleinkämpfer sind bekanntlich nicht besonders erfolgreich.

Da haben wir ihn ja schon, den Vorwurf, des Weltbildes. Macht ja nichts, wenn er von Ihnen kommt. Q.e.d.

Habe nur Ihre Wortwahl benutzt. Gänsefüßchen vergessen?

Ich habe nichts gegen engagierte Menschen. Im Gegenteil. Mich stört ab und an, dass diese oft sehr stark fokussiert durch die Welt laufen und weil sie sich nunmal auf eine Linie festgelegt haben, die unbedingt als richtig zu bewerten ist, anderes nicht mehr gelten lassen.

Man kann es auch umgekehrt sehen. Jemand der sich sehr stark für eine Sache einsetzt, hat sich auch meistens sehr mit der Materie vertraut gemacht. Dazu kommen eben noch Grundüberzeugungen. Irgendwie mußte ich bei dem Absatz lachen. Ich erinnere mich an eine heftige jahrelange Diskussion einiger Treppengegner... Tja, wenn man eben von etwas so überzeugt ist, läßt man sich nicht so schnell davon abbringen.;)Bei einem Treppchen könnte ich mich ja noch überreden lassen, aber nicht wenn es um Menschen(rechte) geht.

Und ich habe was gegen Indoktrination und wenn sich Leute aus Organisationen eines Forums bemächtigen, um politisch zu agitieren. Genau das hatte ich Ihnen mal vorgeworfen, stimmt. Zu Recht.

Sehen Sie, genau das ist die Unverschämtheit. Ich bin hier genauso privater user wie Sie. Ich "bemächtige" mich weder des Forums noch "agitiere" ich, weil ich weder ein politisches Amt habe noch einen Cent mit meinem ehrenamtlichen Engagement auf verschiedenen Ebenen verdiene. Das habe ich schon öfters zum Ausdruck gebracht. Das was ich hier schreibe ist meine private Meinung, die über Jahrzehnte konstant ist und sich durch eigene Erfahrungen und Weiterbildung verfestigt hat. Ich handle weder im Auftrag von irgendjemand noch versuche ich zu "indoktrinieren". Sehen Sie, das selbe Spiel treiben Sie jetzt mit Lucarelli. Eben ein durchdachter(?) Versuch Andersdenkende zu diskreditieren vor der gesamten Community. Schäbig. Und genau deshalb habe ich mich verpflichtet gefühlt, auf Ihren Beitrag zu antworten. Die "Linken-Socken-Beschimpfungen" kenne ich eigentlich nur von einigen anderen. Sie haben halt eine andere Wortwahl, aber im Grund genommen ist es das gleiche. Sie sollten sich einfach mal schlau machen was bürgerschaftliches Engagement in unterschiedlichen Bereichen wirklich bedeutet. Eine Bürgerinitiative zählt nicht dazu?

Leuten reihum für genehme Beiträge danken, wie wenn man auf der Tagung von xy wäre, die anderen anfeinden. So weit her ist es nämlich dann wieder nicht bei Ihnen mit der Menschenfreundlichkeit, sofern jemand eine Ihnen missliebige Ansicht vertritt. Falsche Ansichten führen nämlich stantepede zur Aberkennung der Gesellschaftsfähigkeit, oder? Irre ich mich? Sollte mich wundern. Das ist Ihnen noch gar nicht aufgefallen? Tja.

Hier im Forum wird nicht nur Kritik ausgeteilt, sondern auch Lob, falls Ihnen das noch nicht aufgefallen sein sollte. Mit Lob bin ich eher sparsam, aber ab und zu ist es mir ein Bedürfnis auch mal meine Zustimmung zu signalisieren so wie es viele andere auch tun. Bekommen Sie zu wenig oder was ist Ihr Problem? Und ja, ich bin ein großer Menschenfreund.:)Es müssen auch nicht alle meine Freunde (im realen Leben)immer meiner Meinung sein. Aber auch da geht es um Grundüberzeugungen wie in Partnerschaften. Je mehr Gemeinsamkeiten, desto besser funktioniert's, oder nicht? Was ich nicht mag, sind die "Fähnchen-im-Winde" und die (unsichtbare) virtuelle Meckerei und Hetzerei. Mal ist der/die dran, mal der/die andere.... Das ist nicht meine Welt. Ich muss nicht everybody's darling sein und meine Meinungen und Grundüberzeugungen für irgendwelche "Forenfreundschaften" opfern. Nur damit das mal klar ist. Manche "trauen" sich ja nicht einmal mehr hier ihre Meinung offen zu schreiben, weil sie Schiss haben ihre "Freundschaften" zu verlieren bzw. in eine unangenehme Lage beim nächsten Forentreff zu kommen. Dann schmiert man lieber einigen, die man eigentlich nicht ausstehen kann, Honig um's Maul (damit meine ich nicht Sie). Sie haben doch auch hoffentlich ein Leben außerhalb des Forums?:innocent:

Ich bringe gar nicht wenig Verständnis auf. Nur ein anderes. Allerdings wenig bis null für diesen Hungerstreik.

Womit wir wieder beim Thema wären: Also ein Arbeitsstreik ging leider nicht.;) Und sonstige Demonstrationen und Bettelbriefe haben nichts gebracht. Ich verstehe ja Ihre Mutter aufgrund ihrer Erfahrungen als hungernder Flüchtling. Aber das ist 70 Jahre her. Diese Vergleiche passen einfach nicht. Und man muss auch nicht immer Mutter's Meinung sein.

Und was ich mit dem Kommunismus meinte, habe ich bereits dargelegt. Lucarelli ist schon selbst dafür verantwortlich, was er hier an Anspruchsgrundlagen anführt. Könnte sich ja auf das christlich-humanistische Weltbild beschränken. Tut er aber nicht.

Er oder sie schaut halt über den Tellerrand. Aber komplexe Vorgänge und Zusammenhänge zu erfassen ist halt nicht jedermanns Sache. Manche verlieren sich so im Detail und bleiben an einem Pünktchen hängen, so dass sie den Überblick völlig verlieren. Ist auch menschlich. Jeder ist eben anders.:yes:

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www.umfairteilen.de

07.12.2010 22:19 Uhr
perro
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Zitat von NSA
Guten Abend, die Definition ist einfach,ein Schmarotzer ist ein Mensch,der sich in diesm Land unberechtigt aufhält und von meinem,ich spreche grundsätzlich nie für andere....Steuergeld lebt. Das dieser Mensch in unser Sozialsystem logischerweise nie einbezahlt hat ist ohnehin nebensächlich.... Nun zu den über 90%... Wenn Sie diese Zahl als nicht glaubwürdig betrachten fragen Sie doch mal einen ehemaligen Innenminister..ich gib einen Tip dazu,war mal RAF Verteidiger... Ich behaupte mal,als Innenminister hat er in konkrete Zahlen,die ja wohl auf einer Erhebung bzw Statistik beruht,verfügt also über entsprechendes Fachwissen,um sich eine solche Bemerkung entlocken zu lassen... Sind also nicht meine Zahlen,bestätigen aber meine Meinung,dass auch hier unser System schadlos ausgenutzt wird.... Siehe der Drogenhandel in Hamburg (Nigeria Connection),Berlin,Libanesische Grossclans,allesamt als "Flüchtlinge" ins Land gekommen....
Was haben Sie eigentlich für ein "besonderes Verhältnis" zu dem Opportunisten (DSH-Schutzhundler mit Kumpelminister Scholz, brauchen Sie Fotos?), ehemaligem RAF-Anwalt und IM mit seinen "getürkten Zahlen"? Sie wissen schon welches Elend und welche "Rechtsbrüche" dieser an tausenden Deutschen mitverursacht hat, u. a. auch mit i h r e n Steuergeldern?:scared::confused1: perro

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07.12.2010 22:32 Uhr
montebaldo
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Zitat von augustus
Was ist denn "ideologiefrei"? Oder verwechseln Sie das mit Grundüberzeugungen?
Nicht ich verwechsle was, sondern Sie können nicht richtig lesen. Von ideologiefrei stand da nichts.
Das ist eine subtile Art engagierte Menschen in eine Ecke zu drängen bzw. sie zu diskreditieren.

Ah ja? Sie untersagen einem persönliche Eindrücke? Wie steht es mit meinem Recht auf Meinungsfreiheit? Nicht so weit her damit, was?

Aber wenn man das dann in einer Organisation/Verband/Verein o.ä tut, ist man ja ideologisch verbrämt und nicht mehr ernst zu nehmen?

Nicht per se. Es kommt auch auf die Organisation an. Aber leider nicht selten anzutreffen.

Sehen Sie, genau das ist die Unverschämtheit. Ich bin hier genauso privater user wie Sie. Ich "bemächtige" mich weder des Forums noch "agitiere" ich, weil ich weder ein politisches Amt habe noch einen Cent mit meinem ehrenamtlichen Engagement auf verschiedenen Ebenen verdiene. Das habe ich schon öfters zum Ausdruck gebracht. Das was ich hier schreibe ist meine private Meinung, die über Jahrzehnte konstant ist und sich durch eigene Erfahrungen und Weiterbildung verfestigt hat. Ich handle weder im Auftrag von irgendjemand noch versuche ich zu "indoktrinieren".

Seltsame Ausführung. Man kann doch nicht nur dann politisch agitieren, wenn man ein Amt hat oder etwas damit verdient. Völlig neben der Sache. Auch im Auftrag muss man nicht handeln. Eben - Sie haben eine Überzeugung und benutzen das Forum, diese unter ein großes Volk zu bringen. So ein Forum ist ja auch eine prima Plattform. So schlecht wie die AZ in Ihren Augen auch ist, dafür ist sie alleweil gut genug.

Sehen Sie, das selbe Spiel treiben Sie jetzt mit Lucarelli. Eben ein durchdachter(?) Versuch Andersdenkende zu diskreditieren vor der gesamten Community. Schäbig. Und genau deshalb habe ich mich verpflichtet gefühlt, auf Ihren Beitrag zu antworten.

Welches "Spiel" treibe ich denn? Ich habe auf konkrete Ausführungen von Lucarelli geantwortet, dass ich das für in die Richtung von Kommunismus führend halte. Das ist also schäbig, wenn man so etwas denkt und feststellt.

Hier im Forum wird nicht nur Kritik ausgeteilt, sondern auch Lob, falls Ihnen das noch nicht aufgefallen sein sollte. Mit Lob bin ich eher sparsam, aber ab und zu ist es mir ein Bedürfnis auch mal meine Zustimmung zu signalisieren so wie es viele andere auch tun. Bekommen Sie zu wenig oder was ist Ihr Problem?

Ja, heute ist es ab und an und damit vollkommen in Ordnung. Das war mal ganz anders. Und Sie fingen wieder davon an, nicht ich. Ich habe gar keine Probleme, Sie haben eines damit, dass ich mit Lucarelli diskutiere und Sie das offenbar nicht verkraften. Lucarelli kann sich ganz gut selbst behaupten.

Manche "trauen" sich ja nicht einmal mehr hier ihre Meinung offen zu schreiben, weil sie Schiss haben ihre "Freundschaften" zu verlieren bzw. in eine unangenehme Lage beim nächsten Forentreff zu kommen. Dann schmiert man lieber einigen, die man eigentlich nicht ausstehen kann, Honig um's Maul (damit meine ich nicht Sie).

Wie Sie sich vllt. noch erinnern werden, war ich aus genau jenem Grund anfangs gegen Forentreffen und nicht mit dabei. Ich hatte genau das vor Augen: Die Unbefangenheit zu diskutieren, wie man meint und frisch von der Leber weg zu argumentieren, geht flöten. Ja, klar ist das so, dass man zögert, jemanden, den man persönlich kennt und schätzt, öffentlich Kontra zu geben. Manchmal tut man's trotzdem, dann sorgt man sich ums Klima bei der nächsten Begnung. Sie sind ein politischer Mensch, da mag das anders sein, vor allem weil Sie Ihre Freunde wie Sie ja auch schreiben unter Gleichgesinnten haben. Aber mit meinen Freunden rede ich quasi nie über Politik. Wenn man das Gefühl hat, es könnte Streit geben, dann wechselt man das Thema.

Sie haben doch auch hoffentlich ein Leben außerhalb des Forums?

Soviel Sorgen um mich? Sie sind wahrlich doch ein Menschenfreund. Nein - habe ich nicht. Könnten Sie mir weiter helfen?

Ich verstehe ja Ihre Mutter aufgrund ihrer Erfahrungen als hungernder Flüchtling. Aber das ist 70 Jahre her. Diese Vergleiche passen einfach nicht. Und man muss auch nicht immer Mutter's Meinung sein.

Mutters Meinung schreibt man ohne Apostroph.

Er oder sie schaut halt über den Tellerrand. Aber komplexe Vorgänge und Zusammenhänge zu erfassen ist halt nicht jedermanns Sache. Manche verlieren sich so im Detail und bleiben an einem Pünktchen hängen, so dass sie den Überblick völlig verlieren. Ist auch menschlich. Jeder ist eben anders.

Ja, ich bin zu dumm für komplexe Diskussionen, zweifelsohne. Das hat schon Martin festgestellt. Und wenn Martin das sagt, stimmt's bestimmt, gelt augustus...

07.12.2010 22:41 Uhr
Lucarelli
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Zitat von montebaldo
Finden Sie, dass die Formulierung "dessen Gedanken gehen in die Richtung" gleichbedeutend mit der Titulierung "Kommunist" ist? Die Ideologie, die ich Ihnen vorhalte, ist die, dass Sie uns in die Rolle der Bösewichte drängen wollen. Unser Konsum ist böse. Wir sind quasi Sklavenhalter. Kommt das in etwa so hin?
Wenn ich Sie als "Ihre Gedanken gehen in die Richtung eines Nazis" ansprechen würde, wie würde Ihnen das schmecken? Und noch ne Gegenfrage - Würden Sie bestreiten, dass wir durch unserem Konsum - nicht grundsätzlich, aber in vielen Fällen - davon profitieren, dass andere Menschen ausgebeutet werden?
07.12.2010 22:50 Uhr
Lucarelli
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Übrigens bin ich Augustus dankbar, dass er auch für mich antwortet. Anscheinend bin ich ja mittlerweile fast der Einzige (da kommt eben doch meine soziale Ader raus), der sich mit diesen abstrusen Argumenten überhaupt noch beschäftigt... Also nicht nur mit Ihren, sondern auch mit den der anderen Herrschaften...
07.12.2010 23:12 Uhr
Flori
Neu hier


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??
Also ich persönlich, wäre ja froh, wenn ich aus, beispielsweise einem Bürgerkriegsgebiet, nach Augsburg kommen würde. Da hier äußerst selten auf mich geschossen wird!! Und zum essen gibt's auch noch was, was will man den mehr?? Mfg flori
07.12.2010 23:15 Uhr
TropicOrange
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Zitat von Flori
... , was will man den mehr??
Lesen Sie sich einfach den Thread durch, dann wird die Antwort auf Ihre Frage klar: Ein All-Inclusive-Bändchen

________
guess who's back?

07.12.2010 23:23 Uhr
OldMike
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Zitat von Lucarelli
Übrigens bin ich Augustus dankbar, dass er auch für mich antwortet. Anscheinend bin ich ja mittlerweile fast der Einzige (da kommt eben doch meine soziale Ader raus), der sich mit diesen abstrusen Argumenten überhaupt noch beschäftigt... Also nicht nur mit Ihren, sondern auch mit den der anderen Herrschaften...
hmmm, nun passen Sie auf, dass Sie nicht vor lauter Selbstgefälligkeit aus ihrer sozialen Ader eine soziale Krampfader wird. und die anderen Herrschafften beschäftigen sich eben auch nicht mehr mit abstrusen Argumenten, weil diese immer abstruser werden.

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Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen. (Helmut Qualtinger)

07.12.2010 23:32 Uhr
TropicOrange
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Zitat von Lucarelli
Anscheinend bin ich ja mittlerweile fast der Einzige (da kommt eben doch meine soziale Ader raus), der sich mit diesen abstrusen Argumenten überhaupt noch beschäftigt...
ja, die anderen Herrschaften sind sicher äußerst froh, dass Sie ihnen noch eine Beschäftigungstherapie anbieten. Denen wär sicher unglaublich langweilig ohne Ihre soziale Ader. Weiter so. Kennen Sie eigentlich den Spruch "Es gibt nichts gutes, außer man tut es."? Die von Ihnen hier investierte Energie, die zweifellos nicht gering sein wird, ist nichts als verlorene Liebesmüh.

________
guess who's back?

07.12.2010 23:46 Uhr
Lucarelli
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Zitat von TropicOrange
ja, die anderen Herrschaften sind sicher äußerst froh, dass Sie ihnen noch eine Beschäftigungstherapie anbieten. Denen wär sicher unglaublich langweilig ohne Ihre soziale Ader. Weiter so. Kennen Sie eigentlich den Spruch "Es gibt nichts gutes, außer man tut es."? Die von Ihnen hier investierte Energie, die zweifellos nicht gering sein wird, ist nichts als verlorene Liebesmüh.
Ich befürchts langsam auch. Dass sich manche Menschen aus Angst, die Realität anerkennen zu müssen, gegenüber Rationalität und Logik als so ignorant und unzugänglich erweisen, hätt ich nicht gedacht. So langsam erschließt sich mir das Wort kleinkarriert immer besser... Da war ich wohl tatsächlich etwas blauäugig... Liegt wahrscheinlich daran, dass ich da von den Menschen, mit denen ich normalerweise zu tun hab, anderes gewohnt bin...
08.12.2010 00:01 Uhr
TropicOrange
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Zitat von Lucarelli
Liegt wahrscheinlich daran, dass ich da von den Menschen, mit denen ich normalerweise zu tun hab, anderes gewohnt bin...
Don't worry, ich eck hier auch oft genug an. Begrüßt wurde ich hier im Forum beispielsweise von einer gewissen augustus schon mit der Androhung von Schlägen. :) Soviel dazu. :D Investieren Sie Ihre Kraft lieber in die Projekte, die Sie gerne verwirklicht hätten, wie zum Beispiel die Arbeit mit Flüchtlingen. Da werden Sie dringender gebraucht und dort zählt Ihr Engagement unendlich viel mehr als in einem völlig belanglosen und x-beliebig austauschbaren Internetforum. Das meine ich gar nicht böse, sondern so wie ich es schreibe und aus vollem Ernst von Idealist zu Idealist. :yes:

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08.12.2010 05:59 Uhr
montebaldo
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Zitat von Lucarelli
Wenn ich Sie als "Ihre Gedanken gehen in die Richtung eines Nazis" ansprechen würde, wie würde Ihnen das schmecken? Und noch ne Gegenfrage - Würden Sie bestreiten, dass wir durch unserem Konsum - nicht grundsätzlich, aber in vielen Fällen - davon profitieren, dass andere Menschen ausgebeutet werden?
Das verstehe ich jetzt nicht. Ich habe Sie nicht als "Kommunist" bezeichnet, was eine Konnotation als Schimpfwort haben kann. Ich habe geschrieben, dass Ihre Argumenationslinie Grundideen des Kommunismus beinhaltet. Das haben Sie letztlich sogar nicht ausschließen wollen [quote]Mag sein, dass es da Überschneidungen mit kommunistischen Einstellungen gibt. [/QUOTE] Ich persönlich würde "Kommunist" auch nicht als Schimpfwort empfinden. Denn ich finde die Grundideen durchaus gut. Er hat sich halt nicht bewehrt, weshalb ich skeptisch bin, bei Überlegungen, von denen ich meine, dass sie von dieser Haltung getragen werden. Aus der christlichen Ethik werden doch keine Ansprüche abgeleitet. Sie sind eine Handlungsmaxime an sich selbst. Aus dem Grundgesetz dagegen verschiedene, denen ich absolut zustimme und das was man mir in meinem Elternhaus beigebracht hat, läuft darauf hinaus, dass ich Bedürftigen nach meinen Möglichkeiten beistehe. Ich stehe bei - freiwillig nach meiner Ethik. Das ist etwas anderes als: Ich MUSS beistehen WEIL. Und das ist es, was Sie hier vermitteln wollen. Das stößt mir eben auf. Da werden wir wohl auch eher keinen Konsens finden können. Auch 'ne Gegenfrage: Sind Sie der Meinung, dass durch die Verlagerung von Produktionstätten ins Ausland und den Einkauf von Produktionsmitteln dort, NUR Ausbeutung stattgefunden hat oder haben die Länder und auch die Menschen in ihnen nicht zumindest auch profitiert? Sind Sie nicht der Meinung, dass wir durchaus einen viel höheren Wohlstand - (echten Wohlstand - nicht Ramsch noch und nöcher und Konsum als Freizeitbeschäftigung) unter Vollbeschäftigung haben könnten, wenn wir nicht wo immer es uns möglich wäre, nicht im Ausland produzierten. Wie würden Sie den Anspruch, den die Armen dieser Welt an uns ja haben sollen, dann begründen wollen außer über humanitäre Gründe, die aber ein freiwilliges Geben sind, kein einforderbarer Rechtsanspruch?
08.12.2010 06:36 Uhr
montebaldo
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Zitat von Lucarelli
Dann haben Sie den Post nicht richtig gelesen. Darin steht nämlich, und das entspricht meiner Erfahrung, dass es eine Menge Arbeitgeber gibt, die liebend gerne Flüchtlinge einstellen würden, die aber auf Grund des schwierigen Prozesses, der über 3 Monate dauert, und der Unwahrscheinlichkeit, dass Flüchtlinge letztlich überhaupt eine Genehmigung bekommen, darauf verzichten. Es gibt aber trotzdem genug Arbeitgeber, die sich auf den Prozess einlassen, hinterher aber in der Regel doch einen anderen Arbeitnehmer einstellen müssen, weil der Flüchtling nicht darf.
Doch, ich hatte Ihren Beitrag schon richtig gelesen. Es mag ja sein, dass viele Arbeitgeber sehr gerne Flüchtlinge einstellen würden. Das tun die Amerikanischen AGs ja auch gerne mit ihren illegalen Mexikanern. Gar kein Problem. Die arbeiten fleißig und billig und sind unter wahnsinnigem Konkurrenzdruck. Nur ist das nicht im Interesse unseres Staates. Und dass er das so regelt (für nicht anerkannte Flüchtlinge), ist absolut legitim, wenn der Markt für die große Nachfrage an akzeptabel bezahlter unqualifizierter Arbeit bekanntermaßen zu klein ist. Deshalb kommen Flüchtlinge erst dann zum Zuge, wenn nach zugegeben an Schikanen grenzende Behördenformalitäten, sich tatsächlich kein geeigneter Bewerber findet. Aber Sie schlossen ihre Argumentation eben damit, dass dieser gefunden werden kann. Und genau deshalb gibt es die Regelung.
Zur Bundeswehr wird dagegen niemand gezwungen, es sei denn vom Elternhaus. Ich persönlich habe z.B. Ersatzdienst geleistet und mir gings - wirtschaftlich wie psychisch - gut zu dieser Zeit.

Diese Aussage stimmt nicht. Der Grundwehrdienst ist natürlich Verpflichtung gewesen, so man erfolgreich gemustert wurde. Und keineswegs hatte man eine Wahl "lieber" einen Zwangszivildienst zu machen. :no: Dass man in einen solchen ggf. entkommen konnte, mittels Wehrdienstverweigerung, die später als Gewissensentscheidung leichter zu erreichen war, kann man ja nun nicht gerade als "Freiwilligkeit" bezeichnen.

Und: Wehrdienst ist auf eine kurze absehbare Zeit beschränkt, mit Urlaub, Wochenenden und so weiter. Das macht die Menschenrechtsverletzungen nicht weniger hart, aber zumindest erträglicher, als ohne irgendeine Perspektive in einem Lager festzusitzen, ohne Vorwärts und ohne Rückwärts.

Da waren wir uns ja einig, dass die Zeit für die Anerkennung begrenzt gehörte. Maximal ein Jahr. Wer dann nicht anerkannt oder abgelehnt ist - kann bleiben.

Sie ignorieren die Tatsache, dass Flüchtlinge eben nicht nur während der Zeit ihres Asylverfahrens in den Unterkünften festsitzen. Die überwiegende Mehrheit darf auch Jahre danach nicht aus den Unterkünften raus.

Ich ignoriere die nicht, das höre ich zum ersten Male. Sie dürfen nicht aus ihren Unterkünften raus - jahrelang? Meinen Sie das tatsächlich? Seit wann ist das so? Und für wen gilt das? An meinem Tisch saß während sein Asylantragsverfahren lief regelmäßig ein guter afrikanischer Freund. Und seine Freunde mit demselben Status bewegten sich in Augsburg ebenfalls völlig frei.

08.12.2010 14:05 Uhr
Lucarelli
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Zitat von TropicOrange
Don't worry, ich eck hier auch oft genug an. Begrüßt wurde ich hier im Forum beispielsweise von einer gewissen augustus schon mit der Androhung von Schlägen. :) Soviel dazu. :D Investieren Sie Ihre Kraft lieber in die Projekte, die Sie gerne verwirklicht hätten, wie zum Beispiel die Arbeit mit Flüchtlingen. Da werden Sie dringender gebraucht und dort zählt Ihr Engagement unendlich viel mehr als in einem völlig belanglosen und x-beliebig austauschbaren Internetforum. Das meine ich gar nicht böse, sondern so wie ich es schreibe und aus vollem Ernst von Idealist zu Idealist. :yes:
Danke für den Rat. Leider ist dieses Forum ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, in der die Zahl der Ignoranten und Egoisten stetig zunimmt. Ohne gesellschaftlichen Wandel werden Leute wie ich, die nicht nur ihr eigenes Wohl im Blick haben, aber auf Dauer nur die Müllmänner der Gesellschaft bleiben, die halt versuchen, den schlimmsten Abfall zu beseitigen. Und nachdem ich da keinen Bock drauf hab, bin ich ein Freund davon, den Kampf mit den Windmühlen auf zu nehmen und zu versuchen, die Gesellschaft zu verändern.
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