Donnerstag, 20. Juni 2013

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Schulsystem: Chancenungleichheit in Bayern besonders groß
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13.03.2012 12:19 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von _solon_
 

 

 Also ich kann mich nicht erinnern., daß meine Eltern einen Pfennig bis zu meinem Abitur zahlen mussten.

 

 

Doch, ihre Eltern mussten sie bis zum Abitur durchfüttern. Hätten sie einen Hauptschulabschluss gemacht und mit 16 eine Lehre angefangen, dann wären sie ihren Eltern nicht so lange und stark auf dem Geldbeutel gelegen.

13.03.2012 12:28 Uhr
666
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Zitat von _solon_

 

 So ist es. Alles andere ist starker Tobak.

Aber wenn beide Eltern jeweils 50 Stunden die Woche und mehr arbeiten wollen - wer bleibt dann auf der Strecke?

paßt evtl. nicht in ihr Weltbild, daß es auch Eltern geben soll, die beide Vollzeit arbeiten, weil sie es müssen.

13.03.2012 12:30 Uhr
Sanvito
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Leider hilft es nichts, wenn man gebetsmühlenartig die Mißstände anprangert.
Da müssen die Länderbehörden und die Bildungsminister ran. Da hilft kein kleckern, sondern nur klotzen. Gar manche Verantwortliche sehen im Schulsystem nur ein Experimentierfeld für ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Besserwisserei!.

________
Das größte Glück für die Herrschenden ist die Dummheit der Beherrschten. 

13.03.2012 15:20 Uhr
cato
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Leider klammert sich in Bayern die bekannte Lobby aus dem höheren Lehramt wie die ebenso bekannte Tierart ans dreigliedrige Schulsystem als ihr Evangelium.

14.03.2012 11:05 Uhr
daddbr
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Ja es gab auch andere Zeiten

 

Zitat von Ch. aus D.

 

 Ich erinnere mich an Zeiten, wo man kein Büchergeld zahlen musste.

Ich erinnere mich an Zeiten, wo wir gejubelt haben, weil man die Studiengebühr abgeschafft hatte.

Das waren offensichtlich Zeiten, wo man sich noch an die politischen Missetaten einer ganzen Generation erinnerte und noch  - oder wieder für das Volk arbeitete?

Das waren Zeiten, wo man das Geld für die Bildung noch nicht für die Ankurbelung der Rüstungskäufe in den korrupten Ländern ausgeben musste, bzw. noch aus den Firmenkosten tätigte?

16.03.2012 10:03 Uhr
googelix
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Zitat von TomTinte

 

Für die Bildung sind die Länder zuständig.

 Leider. Die Kakophonie im Bildungswesen haben die Länder zwischenzeitlich, zumindest was das Abitur betrifft, als Problem begriffen, weshalb ab (ich meine) 2015 gemeinsame Prüfungsfragen für´s Abitur  formuliert werden.

Bildung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, deshalb ist die Zuständigkeit der Länder für dieses Schlüsselthema ein Nachteil.

Es gibt auch ganz handfeste wirtschaftliche Gründe dafür, Bildung zur Bundesaufgabe heraufzustufen, denn in vielen Ländern fehlt das Geld für ausreichende Bildungsinvestitionen. Die Idee der (partei-) politischen Einflussnahme auf Bildung muss dahinter zurückstehen, dieser Aspekt schmeckt den Länderchefs natürlich am wenigsten.

________
Die Welt ist nicht so einfach, wie sie manchen erscheint.

16.03.2012 10:17 Uhr
pro musica
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Zitat von daddbr
Ja es gab auch andere Zeiten

 

 Ich erinnere mich an Zeiten, wo man kein Büchergeld zahlen musste.

Ich erinnere mich an Zeiten, wo wir gejubelt haben, weil man die Studiengebühr abgeschafft hatte.

Das waren offensichtlich Zeiten, wo man sich noch an die politischen Missetaten einer ganzen Generation erinnerte und noch  - oder wieder für das Volk arbeitete?

Das waren Zeiten, wo man das Geld für die Bildung noch nicht für die Ankurbelung der Rüstungskäufe in den korrupten Ländern ausgeben musste, bzw. noch aus den Firmenkosten tätigte?

 Also, das Büchergeld hatte Stoiber mal eingeführt und ein Jahr später als der weg war - war das Büchergeld auch kei Thema mehr. In Bayern ködert Ude viele Stimmen weil er Studiengebühren abschaffen will. In Baden Württemberg ist das schon durch. Hier ist das Studieren ab 2012 kostenlos. Kretschmann hat nicht mal die Wahl gewonnen mit diesem Versprechen, wird seinen Posten damit aber sicher halten können. Und ich gebe hier keine Ruhe, bis auch endlich der Eigenanteil zur Schülerbeförderung abgeschafft wird! Den Eigenanteil zur Schülerbeförderung legt  nicht mal das Land fest sondern der jeweilige Regierungsbezirk. Hier in Biberacher Bezirk haben die Schwarzen den Eigenanteil verdoppelt. Die SPD will hat dagegen Einspruch eingelegt.

Diese wenigen Beispiele verdeutlichen, dass Bildung dringend entpolitisiert gehört!!!

________
„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

16.03.2012 18:11 Uhr
daddbr
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Zitat von pro musica

Diese wenigen Beispiele verdeutlichen, dass Bildung dringend entpolitisiert gehört!!!

 Es ist beängstigend mit welcher Chuzpe sich die selbsternannten Eliten von der Solidarität - nach dem Wiederaufbau eines zerstörten Landes - verabschiedet haben und nun den wiedererlangten Wohlstand schamlos für sich vereinnahmen.

23.03.2012 09:17 Uhr
Dimpfelmoserer
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Sorry, dass ich dieses ältere Thema nocheinmal hervorhole,

aber ich möchte an dieser Stelle noch mal meine Meinung sagen:

Zum Thema Pisa-Schock: Wenn Deutschland Pisa-Ergebnisse erzielen will wie z.B. Pisa-Sieger Finnland, dann müssen erst einmal die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden !

Konkret:

- Kleine Klassen. Maximal 15 Schüler ! Nur in kleinen Arbeitsgruppen können gute Ergebnisse erzielt werden. ( Fragt mal in der freien Wirtschaft nach ! )

- mindestens 3 mal so viel Lehrer wie bisher. Und zwar bestens Ausgebildete ! Wedniger Fachwissen, bessere ( praktische )Ausbildung in Psychologie und Pädagogik.

- das waren die beiden wichtigsten Punkte, aber es gäbe noch kleinere Punkte wie: Saubere Klassenräume, die auch von den Lehrern zwischendurch gelüftet werden. Sauerstoff ist wichtig. Späteren Schulbeginn ! Um 8 Uhr in der Früh sind Kinder noch nicht leistungsfähig !

Zum Thema Eltern und Chancenungleichheit:

Kinder und Jugendliche brauchen auch von Zuhause Fürsorge und Erziehung. Dafür müsste ein Elternteil daheim bleiben um sich um die Kinder zu kümmern.

Der größte Teil der Eltern kann das aber nicht, weil nicht genügend Geld verdient wird, weil die Löhne zu niedrig sind. Das ist zu tun: Der Staat muss dafür Sorgen, dass die Löhne ordentlich sind und statt Kita-Plätze auszubauen müssen Eltern finanziell besser versorgt werden um DAHEIMZUBLEIBEN und nicht belohnt werden wenn sie ARBEITEN GEHEN ! ( damit meine ich 1 Elternteil, nicht beide ! )

Der andere Teil der Eltern geht voll arbeiten um sich verwirklichen zu können: Das ist zu tun: Diese Eltern brauchen einen Tritt in den Hintern ! Wozu muss man dann Kinder haben, wenn man die dann nur in Krippen und Hort abschiebt oder daheim allein vor TV und PC setzt. Da muss man sich nicht wundern wenn es lauter hyperaktive Kinder gibt !

Kurz zusammengefasst:

- kleinere Klassen ( maximal 15 Kinder )

- 3 mal so viele, gut ausgebildete Lehrer

- bessere Löhne, damit Eltern die Möglichkeit haben sich um ihre Kinder zu kümmern.

 

 

 

23.03.2012 09:43 Uhr
finenr9  
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Die Art des Lernens entspricht immer noch der von vor 500 Jahren. Dass es sich um Individuen handelt, die unterschiedlich weit entwickelt sind, unterschiedliche Elternhäuser haben, spielt keine Rolle in der Unterrichtsgestaltung. Zum Zeitpunkt X müssen alle den Stoff Y können. Verschlimmert wurde das Ganze noch durch die Einschulung 5 Jähriger, die dann auf Wiederholer im Alter von 8 Jahren treffen.

 In der 4. Jahrgangsstufe wird dann gnadenlos sortiert. Ein Schüler mit Notenschnitt von 2,5 in allen drei Hauptfächern, kann von der Hauptschule bis zum Gymnasium überall landen. Die Leistungsbeurteilungen sind nicht nur schlecht, sondern oft auch noch falsch. Besonders erfolgreiche Lehrer werden strafversetzt, wenn die Quote für die Hauptschule nicht erreicht wird. Kinder deren Eltern nicht wollen oder können haben keine Chance. Nachmittagslernen ist zum Übertritt Pflicht, wenn man nicht auf der Hauptschule landen will. Auf der angekommen, kann man sich schon mal mit den Anmeldeformularen für Hartz IV vertraut machen. Armes Deutschland.

 

Zitat von Dimpfelmoserer
 

Sorry, dass ich dieses ältere Thema nocheinmal hervorhole,

aber ich möchte an dieser Stelle noch mal meine Meinung sagen:

Zum Thema Pisa-Schock: Wenn Deutschland Pisa-Ergebnisse erzielen will wie z.B. Pisa-Sieger Finnland, dann müssen erst einmal die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden !

Konkret:

- Kleine Klassen. Maximal 15 Schüler ! Nur in kleinen Arbeitsgruppen können gute Ergebnisse erzielt werden. ( Fragt mal in der freien Wirtschaft nach ! )

- mindestens 3 mal so viel Lehrer wie bisher. Und zwar bestens Ausgebildete ! Wedniger Fachwissen, bessere ( praktische )Ausbildung in Psychologie und Pädagogik.

- das waren die beiden wichtigsten Punkte, aber es gäbe noch kleinere Punkte wie: Saubere Klassenräume, die auch von den Lehrern zwischendurch gelüftet werden. Sauerstoff ist wichtig. Späteren Schulbeginn ! Um 8 Uhr in der Früh sind Kinder noch nicht leistungsfähig !

Zum Thema Eltern und Chancenungleichheit:

Kinder und Jugendliche brauchen auch von Zuhause Fürsorge und Erziehung. Dafür müsste ein Elternteil daheim bleiben um sich um die Kinder zu kümmern.

Der größte Teil der Eltern kann das aber nicht, weil nicht genügend Geld verdient wird, weil die Löhne zu niedrig sind. Das ist zu tun: Der Staat muss dafür Sorgen, dass die Löhne ordentlich sind und statt Kita-Plätze auszubauen müssen Eltern finanziell besser versorgt werden um DAHEIMZUBLEIBEN und nicht belohnt werden wenn sie ARBEITEN GEHEN ! ( damit meine ich 1 Elternteil, nicht beide ! )

Der andere Teil der Eltern geht voll arbeiten um sich verwirklichen zu können: Das ist zu tun: Diese Eltern brauchen einen Tritt in den Hintern ! Wozu muss man dann Kinder haben, wenn man die dann nur in Krippen und Hort abschiebt oder daheim allein vor TV und PC setzt. Da muss man sich nicht wundern wenn es lauter hyperaktive Kinder gibt !

Kurz zusammengefasst:

- kleinere Klassen ( maximal 15 Kinder )

- 3 mal so viele, gut ausgebildete Lehrer

- bessere Löhne, damit Eltern die Möglichkeit haben sich um ihre Kinder zu kümmern.

 

 

 

 

23.03.2012 10:59 Uhr
Dimpfelmoserer
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finenr9, ich stimme Ihrer Kritik zu.

Aber es hilft uns nicht weiter nur zu kritisieren was falsch läuft. Das ist doch offensichtlich.

Die Fragen sind:

- was kann man verbessern ?

- wie lassen sich Verbesserungen in der Realität umsetzen ?

- welche Möglichkeiten haben wir als Eltern, als normale Bürger die Mißstände in den Schulen abzuschaffen und Verbesserungen durchzusetzen ?

An sich wohl keine Chancen, denn das müsste die Politik machen.

Ich vermute aber, dass die Politik und die Wirtschaftslobby ( von der die Politik-Marionetten letztendlich geführt werden ) garkein Interesse haben bessere Verhältnisse zu schaffen.

Denn wenn man die Bürger arm und dumm hält fällt mehr Gewinn für die Elite ab. Und umso kleiner die Elitegruppe bleibt umso weniger müssen sie untereinander aufteilen.

Wer züchtet sich schon selber gerne Konkurrenz heran ???

 

Also was tun ??? Wie bringt man Menschen in die Politik die nicht nur Geldgeil und Machtgeil sind, sondern die ihren Job aus Idealismus machen um für die Menschen dazusein ? Für alle Menschen ? ???

ich hab keine Ahnung wie man sich in dieser Hinsicht durchsetzen kann ?

Nur soviel: Spricht man Politiker darauf an, dass es dringen nötig wäre kleinere Schulklassen zu bilden und viel mehr Lehrer einzustellen hört man nur: "Es fehlt am Geld", "Dafür ist kein Geld da", "Wer soll das bezahlen" ?

Meine Meinung: Es ist genug Geld da ! Das Geld ist da !!!!!! Und selbst wenn es nicht da wäre ... Hier handelt es sich doch um eine Investition, eine bessere Investition gibts doch nicht. Die Gewinne die man dadurch erzielen würde wären doch immens für das ganze Land. Sonst kann man doch für jeden Dreck Geld locker machen. Ob für Griechenland, für Panzer, für jeden Mist. Und für die wirklich wichtigen Dinge lässt sich kein Geld locker machen ?

Der normale Bürger versteht das nicht - es ist eben so eine Mittelalter-Sache, wo sich Adel und Klerus mit Händen und Füßen wehren, dass das Volk zu Macht und Bildung kommt. Die Elite sieht ihre Vorteile in Gefahr wenn sie teilen müsste und darum wird sich nichts ändern.

... bis es zu nem Aufstand kommt.

23.03.2012 11:56 Uhr
finenr9  
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In einem Land, in dem seit einem halben Jahrhundert die CSU regiert, sind ideologische Barrieren nur schwer zu überwinden. Was soll sich auch ändern, wenn die Mehrheit immer wieder alles bestätigt?

Als Einzelner kann man nur den Finger in die Wunde legen. Aber wie Sie schon richtig sagen: Nur kritisieren hilft nicht weiter.

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