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#451 (permalink) | |
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Nein, der Bezug war durch die in # 439 vorangegangene Falschbehauptung, es würden wieder vermehrt AKW gebaut, erkenntlich. Raimund Kamm |
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#452 (permalink) | |
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Stadtwerke schreiben, dass die PV unsere Strompreise senken
Wöchentlich informieren einige Stadtwerke ihre Mitarbeiter und ihre Eigentümer wie Aufsichtsräte über das Geschehen an der Strombörse. Interessant, wie sie gestern den Nutzen der Photovoltaik beschrieben haben:
Aus dem newsletter 12/2012 der Trianel Stadtwerke Spotmarkt Strom Der durchschnittliche Spotpreis diese Woche bis einschließlich Freitag beträgt 44,42 €/MWh im Base und 48,21 €/MWh im Peak. Unter der Annahme, dass das Wochenende mit höchstens 34 €/MWh bepreist wird, wird dann der niedrigste Wochenpreis seit Mitte Januar erreicht. Der Hauptgrund für den niedrigen Preis ist die hohe PV-Erzeugung. Jeden Tag (außer Montag) diese Woche gibt es mindestens 15 GW zu Mittag. Die stündlichen Preise für die Mittagsstunden und den frühen Nachmittag waren zumeist sehr niedrig, nur für die Stunden 19-21 (kurz nach Sonnenuntergang) gab es teilweise hohe Preise. Auch die Kraftwerksverfügbarkeit ist diese Woche bearish gewesen. Die Winderzeugung war unterdurchschnittlich, das spielte angesichts der übrigen bearishen Einflussfaktoren allerdings nur eine untergeordnete Rolle. …
Raimund Kamm |
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#453 (permalink) | |
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Ich glaube, sie verwechseln da ( mal wieder!) "unsere Strompreise" mit den Strompreisen, die die Stadtwerke an der Strombörse zahlen. Denn niedrige Strompreise an der Strombörse senken nicht "unsere Strompreise", sondern erhöhen lediglich den Gewinn für diejenigen, die Strom zum Weiterverkauf an der Strombörse einkaufen. Dafür, dass die Einkäufer an der Strombörse durchschnittlich ein paar Zehntelcent pro kWh weniger zahlen müssen, werden dem Endkunden knapp 2 cent/kWh abgeknöpft. Ein wahrlich hochprofitables Geschäft ... für den Staat und die Großkunden. |
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#454 (permalink) | |
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4,27 cent/kWh (brutto, bevor jemand fragt). Warum fragen sie eigentlich nach einer "Meinung", es um eine Tatsache geht? Für den Endkunden bedeutet das, dass 15%-20% des Strompreises rein auf die EEG-Umlage zurückzuführen sind. |
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#455 (permalink) | |
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ich fühle mich nicht "runtergemacht" Nochmal Herr Kamm für Sie zum Mitschreiben: Ich habe doch nicht gesagt, dass Sie mit Tatsachen unrecht haben. Das ist doch alles richtig, dass der Solarkram bei Sonnenschein Strom erzeugt und es ist doch wahr, dass sich bei Wind die Windrädchen drehen... und es ist doch auch wahr, dass zur Zeit keine Atomkraftwerke im Bau sind... und es ist auch wahr, dass KKWs abgeschaltet werden. Lassen Sie mir doch die Meinung, dass die Tatsache, dass es so ist, der falsche energiepolitische Weg ist. Die erste Quittung kriegen wir doch schon mit unserer Stromrechnung... Und... es ist ebenfalls eine Tatsache, dass - zwar im Moment noch zaghaft - später auch wieder etwas mutiger der Ruf nach KKWs lauter werden wird. Es geht doch schon los... zaghaft... vorsichtig... aber vernünftig, weil Ihre aufgezeigten Alternativen halt net funktionieren... falsch... nicht ausreichend funktionieren (und was ausreichend heisst wissen Sie ja noch aus Ihrer Schulzeit). Wenn Sie denken, dass meine Meinung aus "Bildungsferne" herrührt... ja mei... sie glauben gar nicht, wie wurscht mir das ist |
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#456 (permalink) | |
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Das EEG bezieht sich nur auf die DE Stromversorgung. Erdgas hat einen 14 %tigen Anteil an der Stromherstellung d.h., die 700-800 TWH die DE im Jahr ungefähr produziert, 98-112 TWH sind dem Erdgas zu verdanken Die EEG bekommt 9% von dem Endstrompreis, egal in welchem Verhältnis (Atom,Kohle,Erdgas etc.) der Strom hergestellt wurde. Die Stromerzeugung in DE ist heutzutage zu 80% privatisiert. 700 bis 800 kleine Stromanbieter und 4oder 5 große Energieversorgungsunternehmer Die Zusammensetzung des Strom Preises: 2% Betriebskosten 29% Netznutzung 1% KWK Umlage 6% Konzesionsabgaben 9% EEG Umlage 9% Ökosteuer-Stromsteuer 15% Mehrwertseuer 29 % Beschaffungspreis (die Angaben sind nicht, dujour, garantiert und mögen etwas variieren) Strom wird heutzutage an den Strombörsen der Großhandelsmärkte gekauft. Kyles Firma kauft z. Zt. den Strom für ihre DE Niederlassungen in Österreich, ab und zu an der Börse in London oder Leipzig. Der Strompreis wird ausgehandelt mit einem Zeitfaktor inbegriffen. |
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#457 (permalink) | |
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Ganz zitieren ohne Schnipsel aus dem Konsens zu reißen wäre auch eine Option. |
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#458 (permalink) | |
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In etwa stimmt Ihre Aufteilung; allerdings scheint sie ein paar Jahre alt zu sein. Heute sind die Verhältnisse etwas anders: Der Anteil des EEG ist etwas höher, dafür ist der Anteil der Energiebeschaffung etwas niedriger. Die niedrigeren Energiekosten hängen mit der preisdrückenden Wirkung des zuletzt massiven Ausbaus von Wind und PV zusammen. |
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#459 (permalink) | |
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Dank deutscher Solaranlagen liegt heute Nachmittag der Börsenstrompreis bei 1 ct/kWh
Deutsche Solaranlagen drücken heute Nachmittag den Strompreis an der Strombörse auf 1 ct/kWh. www.eex.de Im Schnitt liegen die Börsenstrompreise bei 5 – 6 ct/kWh. Sonntags in der Regel etwas niedriger, da viele Fabriken dann nicht laufen und somit der Stromverbrauch in Deutschland nur bei 30 – 40 Gigawatt (GW, Millionen kW) liegt. An Werktagen hingegen verbrauchen wir 55 – 75 GW. Da heute unsere PV-Anlagen schon wieder seit 7 Uhr viel Strom erzeugen, in den Mittagstunden rund 10 – 16 GW, und bei der Börsenstrompreisberechnung der Solarstrom wegen seines Einspeisevorrangs nicht eingepreist wird (Merit Order), gehen jetzt wieder Mal die Strompreise in den Keller. RWE muss sogar seine Braunkohle- und Atomkraftwerke drosseln und kann dennoch nur geringe Erlöse an der Börse erwirtschaften. Deswegen hassen RWE & Co die Photovoltaik. Gute Stromfirmen hingegen können billig einkaufen, so Gewinne machen und mit niedrigeren Strompreisen Kunden gewinnen. Und Frankreich, das viel auf Atomstrom setzt und Solar und Wind vernachlässigt, hat wieder Mal deutlich höhere Börsenstrompreise: http://www.epexspot.com/en/market-data/intraday/intraday-table/-/DE Und der Umwelt nutzt es auch. RWE produziert zur Stunde weniger CO2 und weniger Radioaktivität. Klasse! Deutschland ist auf einem guten Weg. Raimund Kamm |
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#460 (permalink) | |
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Ganz so einfach ist es nicht: Die aktuell benötigte Energie wird von den Stromhändlern und Stadtwerken vorwiegend nicht zum Tagespreis gekauft, sondern strukturiert und langfristig. Niedrigere Börsenpreise für Energie, von denen die Verbraucher etwas haben, stellen sich nur ein, wenn die erneuerbaren Energien dauerhaft Leistungsspitzen abdecken und auch etwas zur Grundlast beitragen. |
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#461 (permalink) | |
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Stimmt, - Für Strom gibts täglich einen sog. spotpreis der mittels eines Auktion Systems festgesetzt wird. Danach gibts noch den Intraday Handel.
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#462 (permalink) | |
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Sie sind doch Ökonom, oder? Stellen sie sich mal vor, sie würden ein Unternehmen führen, das bestimmte Kosten hat und seine Produkte vermarkten muss. Und jetzt stellen sie sich mal vor, dass plötzlich ein Konkurrent auf dem Markt auftritt, der überhaupt nicht auf seine Kosten achten muss (da sie vom Staat ersetzt werden) und sein Produkt deswegen mit hohem Gewinn zu jedem beliebigen Preis (inklusive negativer Preise - dieser Konkurrent macht also selbst dann noch Gewinn, wenn er sein Produkt in die Mülltonne wirft und für die Entsorgung bezahlt) verschleudern kann. Was würden sie als Ökonom über diesen Konkurrenten denken?
Das ist natürlich falsch. Gute Stromfirmen müssen für den Großteil ihres verkauften Stroms nicht auf den Spotmarkt der Strombörse zurückgreifen, da sie ihren Bedarf gut vorhersagen (das macht eine gute Stromfirma aus) und sich dann über langfristige Verträge mit Strom zu stabilen Preisen versorgen. Eine Stromfirma, die an der Strombörse herumzockt, muss dagegen von ihren Kunden hohe Preise verlangen, da sie die Schwankungen und Kapriolen des Strommarkts mit einpreisen muss. Bleibt der Strompreis dann unter den Vorhersagen, landet das Geld natürlich in den Taschen dieser Stromfirma und nicht in den Taschen des Kunden. Und eine Stromfirma, die an der Strombörse einkauft, ist nach ihren Aussagen doch nicht gut, da eine solche Stromfirma automatisch auch Atom- und Kohlestrom verkauft. Es gibt ein paar Gründe, warum die von ihnen immer beworbenen vier Supersauberstromfirmen die Finger von der Strombörse lassen und hauptsächlich den knappen Wasserkraftstrom gewinnbringend an eine Kundschaft mit besonderen Wohlfühlbedürfnissen vermarkten, den unkalkulierbaren, irrsinnig teuren Sonnenstrom aber scheuen wie der Teufel das Weihwasser.
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Zuletzt geändert von Ch. aus D., am 26.03.2012 um 09:56 Uhr
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#463 (permalink) | |
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Nein, das ist immer noch zu einfach. Niedrige Börsenpreise bringen dem Verbraucher erst dann etwas, wenn er diesen niedrigen Börsenpreis nicht über irgendeine Umlage finanzieren muss. Den Verbraucher "kostet" eine kWh Solarstrom nämlich immer das Gleiche (im Moment nämlich knapp 30 cent). Fällt dieser Strom zu Zeiten hoher Börsenpreise an, dann teilen sich diese 30 cent eben mehr auf den Börsenpreis und weniger auf die per Umlage zu finanzierenden Differenzkosten auf. Fällt der Strom dagegen in Zeiten niedriger Börsenpreise an, dann wird für den Verbraucher eine höhere Umlagezahlung fällig, um die höheren Differenzkosten auszugleichen. Das würde natürlich nur bei einem Stromversorger gelten, der den Kunden an den günstigen Einkaufspreisen teilhaben lässt - in Wirklichkeit zahlt der Kunde aber immer das selbe, und die zusätzlichen Gewinne durch niedrigere Einkaufspreise landen vollständig in den Taschen des Stromhändlers. Und fällt der Solarstrom zu Zeiten negativer Börsenpreise an, dann wird die Perversion perfekt: Der Verbraucher zahlt eine Umlage von (30ct minus den (dann negativen) Börsenpreis), d.h. mehr Umlage pro kWh, als der Erzeuger ausbezahlt bekommt, nur damit irgendwer den Strom abnimmt und entsorgt. |
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#464 (permalink) | |
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Solarstrom kostet (noch) über das EEG - senkt aber schon die Stromeinkaufspreise
Preise werden meistens durch viele Faktoren beeinflusst. Sehr erfreulich, dass jetzt Sie, Ch. aus D., endlich einräumen, dass die Photovoltaik uns über das EEG zwar Geld kostet aber eben zugleich auch an der Börse zu einer Senkung gerade der Strompreisspitzen führt. Heute hat die Photovoltaik viele Stunden phantastisch Strom produziert. In der Spitze mit 17,4 Gigawatt. Das war ein neuer Weltrekord. Noch in keinem Land der Erde wurde zuvor so viel Solarstrom erzeugt. Dadurch wurden wieder die Börsenstrompreise gedrückt. Und das ist der Grund, warum RWE/LEW & Co den Solarstrom so bekämpfen. Er verringert die Profite von RWE/LEW & Co. Und der Strom aus neuen Anlagen, die in diesem Jahr ans Netz gingen, kostet nur noch um 20 ct/kWh. In wenigen Jahren wird der Preis Dank anhaltender technischer Fortschritte die 10 ct/kWh Marke erreichen. Solarstrom wird bald die preiswerteste Stromquelle sein. Unter Einberechnung der Folgekosten von Atom- und Kohlestrom ist heute schon der Solarstrom günstiger. Raimund Kamm |
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#465 (permalink) | |
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Die Senkung der Börsenpreise zu Zeiten, wo Solaranlagen zufällig gerade mal vermeintlich viel Strom erzeugen, führt definitiv nicht dazu, dass Strom für Verbraucher günstiger wird, im Gegenteil. Im übrigen ist es geradezu lächerlich, wie Sie mit Ihren Zahlenspielchen immer wieder die mögliche Spitzenleistung Von PV und Windanlagen lobpreisen, fast wie ein Wanderprediger. Was zählt, ist nicht die Leistung, die Sie immer so lobpreisen, sondern die effektiv erbrachte Arbeit, Einheit kWh bzw Gigawattstunden, nicht nur zur Mittagszeit, sondern rund um die Uhr 24 / 7 Std jeden Tag im Jahr. Da sieht es mit den sogenannten erneuerbaren PV und Wind nachts bei Flaute leider mau aus, De facto können Kohle und Gaskraftwerke zwar tagsüber bei Sonne und viel Wind etwas gedrosselt werden, aber die Einsparung an fossilen Brennstoffen, die CO² produzieren, verringert sich dadurch nur marginal. Gehen Sie in sich, präsentieren Sie uns als ergänzendes Gegenstück zur PV Module, die Nachts meinetwegen dunkle Energie einfangen und umwandeln, und dann können Sie auch mich vom Sinn der PV überzeugen. MfG, Frühaufsteher |
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