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#511 (permalink) | |
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und ich dachte schon...
Ahh, eine Greenpeace-Studie. Dann ist ja gut. Ich dachte schon, da hat sich jemand rein sachlich und ganz ohne politische Zielsetzung mit dem Thema beschäftigt. Renneberg? Der gibt doch heute mangels ernsthafter Arbeit nur noch vom Küchentisch ("Büro für Atomsicherheit", haha) aus Interviews und hofft darauf, dass man ihn nochmal reanimiert als Chef der Atomaufsicht. Da muss er sich aber beeilen, sonst kann er sich nur noch mit den Gefahren von Temelin, Pyhäjoki oder Flamanville auseinandersetzen. Ist das nicht einer dieser grünen Spezln, die unter Trittin ins Amt gehievt wurden? Daneben gibt's noch den bis heute für die leider, leider "ungelöste" Frage der Endlagerung zuständigen Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz sowie den Präsidenten des Umweltbundesamts. Ein schöner grüner Filz ist da am Werk und liefert uns die Studien, mit denen wir über die Zukunft unserer Stromversorgung entscheiden. |
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#512 (permalink) | |
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Statt
zu quatschen einfach Studien zitieren, die mindestens gleich ernst zu nehmen sind und das Gegenteil belegen ! |
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#513 (permalink) | |
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mach ich
http://www.kernenergie.de/kernenergie/documentpool/Aug-Sept/atw2010_09_waas_lastwechselfaehigkeiten_kkw.pdf Aber klar, das ist natürlich von der Atomlobby. Greenpeace dagegen, diese ehrenhaften Spendenritter für eine bessere Welt! Denen glaub' ich alles blind. Erinnern Sie sich noch an das große Gasinferno auf der Nordsee (Anfang dieser Woche von Greenpeace angekündigt)? |
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#514 (permalink) | |
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Das wäre in dem Fall doch ein Problem des Aufstellers, denn die durch die EEG-Zwangsabgabe finanzierte garantierte Vergütung gibt's nur für tatsächlich produzierten Strom, oder auch solchen Strom, den man hätte produzieren können, aber auf Grund von Netzverstopfung nicht produziert hat. Nicht einsatzbereite Vergütungsabgreifapparate dagegen verursachen keine Differenzkosten und wirken sich so senkend auf die Höhe der Umlage aus. |
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#515 (permalink) | |
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Zuletzt geändert von Ch. aus D., am 02.04.2012 um 09:21 Uhr
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#516 (permalink) | |
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Interessant ist aber auch, was vor dem zitierten bestimmungsgemäßen Lastfolgebetrieb steht: Kernkraftwerke können nicht einfach abgeschaltet werden, wenn der von Ihnen pro-duzierte Strom zeitweise nicht gebraucht wird. Reaktorschnellabschaltungen werden in der Regel nur aus Sicherheitsgründen vorgenommen. Ein mögliches kontinuierli-ches Herunterfahren des Reaktors auf „Null-Leistung“ ist für einen Lastfolgebetrieb in der Regel auch nicht geeignet, da das Wiederhochfahren eines Reaktors bis auf volle Leistung je nach Betriebsbedingungen mindestens zwischen 2 – 3 Stunden aus unterkritisch heißem Zustand benötigt und bis zu 10 – 12 Stunden aus dem kalten Zustand9. Bei einem schnellen Herunterfahren insbesondere um 50 % der Leistung oder mehr kann die eintretende Xenonvergiftung des Spaltmaterials zu einer weite-ren deutlichen Verzögerung des Hochfahrens führen. Weiter heißt es, dass für einen Lastfolgebetrieb Kernkraftwerke in bestimmten Bereichen ihre Leistung dem Bedarf anpassen können. Woraus folgt, dass eben nicht alles gesagt ist. Warum, kommt weiter hinten: Der Lastfolgebetrieb ist sicherheitstechnisch nicht neutral. Bei einem Lastfolgebe-trieb verändern sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Leistung die Belastungen. Es ändern sich im Wesentlichen die Temperatur, der Druck und der Massestrom, d.h. die Geschwindigkeit der Strömungen in den Rohrleitungen, in den Armaturen und sonstigen Komponenten. Regelungseinrichtungen werden häufiger beansprucht. Der Neutronenfluss im Reaktor ändert sich. Damit werden die Reaktivität und damit die Steuerung der nuklearen Kettenreaktion beeinflusst. Es ändert sich die Wasser-chemie mit Auswirkungen auf die korrosiven Eigenschaften des Kühlmittels. Der Lastfolgebetrieb ist also erlaubt, ob er empfehlenswert ist, steht auf einem anderen Blatt. |
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#517 (permalink) | |
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Lastfolge
Welche dieser beiden Studien in der Sache glaubhafter ist, kann ich nicht beurteilen. Allerdings dürfte die Motivation etwas unterschiedlich sein. Bei Greenpeace sehe ich Glaubwürdigkeit als deren größtes Kapital. Das leichtfertig zu verspielen kann dort niemandens Interesse sein. Die Atombetreiber indes haben die ihrige schon ziemlich strapaziert, wobei ich nicht einmal das japanische Atomdorf meine. |
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#518 (permalink) | |
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Wenn man, wie damals sicher geträumt, ähnlich wie Frankreich auf 80% Kernenergie umgestiegen wäre, dann hätten die ganzen Kernkraftwerke auch die Lastwechsel im Tag-/Nachtzyklus mitmachen müssen. Die ganzen Nachspeicheröfen hätten diese Schwankungen lediglich verringert, aber nicht vollständig geglättet. Ach ja, hier noch eine Studie, die ich grade gefunden habe (jaja, finanziert von E.On, böse Atomlobby, ich weiss) http://www.ier.uni-stuttgart.de/publikationen/pb_pdf/Hundt_EEKE_Langfassung.pdf Laut der macht es Frankreich genau so. 40 Kernkraftwerke im Lastfolgebetrieb. Insbesondere die Siedewasserreaktoren (die Herr Kamm noch weniger mag als andere Kernreaktoren) sind sehr einfach über die Zwangsumwälzpumpen regelbar - pumpt man mehr Kühlwasser, gibt es weniger Dampfblasen, und die Reaktorleistung steigt, pumpt man weniger, gibt es mehr Dampfblasen, und die Reaktorleistung sinkt. Bei Druckwasserreaktoren ist es etwas komplizierter. |
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#519 (permalink) | |
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Da mußte ich jetzt doch mal lachen. Ich erinnere nur an die Meldungen zum Transformatorbrand in Krümmel: "Die Flammen können sich an den Kabeln entlang bis zum Reaktorgebäude vorarbeiten" (oder so ähnlich). Schade finde ich eigentlich, daß immer zwischen AKW im speziellen und thermischen Kraftwerk im Allgemeinen unterschieden wird. Im Prinzip sind aber alle (Dampf-) Kraftwerke gleich. Nur die Art des Wasserkochers ist anders. |
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#520 (permalink) | |
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Sie verwechseln
da etwas. Wenn die Glaubwuerdigkeit das groesset Kapial ist, dann heisst das noch lange nicht, dass alles stimmt, was jemand sagt. Nur, dass er vielleicht ein anderes Interesse daran haben muss als jemand, der erst einmal andere Interessen verfolgt. Weiter ist es noch lange nichts falsches, wenn vor einer Gefahr gewarnt wird und er Schaden dann doch nicht eintritt. Im Zusammenhang mit AKWs ist man es ja eher anders herum gewohnt. |
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#521 (permalink) | |
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Naja, der Wasserkocher unterscheidet sich dann doch ein bisschen, besonders, wenn sie an der Leistung herumdrehen wollen. |
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#522 (permalink) | |
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Ein Kohlefeuer bekommen Sie auch nicht so schnell aus.
Ach, ich dachte wir reden gerade über die Regelbarkeit und Teillastbetrieb von Dampfkraftwerken. Jetzt habe ich doch gerade mal nicht dran gedacht, daß Atom ja böse isr!
Das müssen Sie mir jetzt aber mal erklären :-)
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#523 (permalink) | |
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Sie pflegen einen fairen Diskussionsstil. Dafür meinen Respekt! Manch einer schert ja hier alles über einen K-a-m-m und folgt dabei einem irgendwie beängstigenden Gut-Böse-Freund-Feind-Schema.
Wie Ch. aus D. denke ich auch, dass man sich auf einen viel massiveren Ausbau der Kernenergie in Deutschland eingestellt hatte und die KKW dann die ganz normalen (Nachfrage-)Schwankungen im Netz ausgeglichen hätten. (Die heutigen Schwankungen werden ja eher durch die "Markt"-Teilnahme der Schönwetterstromquellen und die damit verbundenen Schwankungen auf der Angebotsseite nötig.) Ich habe mal gehört, dass man in Deutschland in den 70ern Pläne hatte, ähnlich viele KKW ans Netz zu bringen wie in Frankreich - Stichwort Ölkrise (Haben wir eigentlich gerade wieder eine und könnten die Scheichs mit KKW-getriebenen Elektroautos das Fürchten lehren, wenn wir nicht energiewenden müssten? ;-) Das war ja damals auch breiter Konsens zwischen den beiden großen Volksparteien Union und SPD. Die SPD hat die friedliche Nutzung der Kernenergie einst als "Hoffnung unserer Zeit" bezeichnet und erst kalte Füße bekommen, als mit der Abspaltung der Grünen das linke Wählerspektrum flöten ging und es 1986 zum GAU in Tschernobyl kam. Unter der SPD-geführten Bundesregierung fiel der Beschluss zum Bau der KKW Gundremmingen (B und C) und wurde Gorleben von den zuständigen Bundesbehörden als einziger auf Endlagertauglichkeit zu erkundender Standort ausgewählt. Das sollte sich die Günzburger Kreis-SPD mal ins Bewusstsein rufen, wenn sie wie diese Woche von der "Entmachtung" der Stromkonzerne faselt. Meines Wissens nach sind die größten Aktionäre von RWE finanziell extrem klamme (weil SPD-geführte?) Kommunen in NRW, die sich zu einer Beteiligungsgesellschaft zusammengeschlossen haben. Will die Günzburger SPD also die eigenen Genossen an Rhein und Ruhr entmachten? Was redet man nicht alles, wenn man nächstes Jahr die Landtagswahl bestreiten muss und sich populistisch an die Mehrheitsmeinung anschmiegen kann. Außerdem: KKW ist KKW, ob in Frankreich oder bei uns. Okay, die deutschen haben ein paar Sicherheitssysteme mehr und dürfen nicht 60 Jahre lang laufen. Aber die Materialien sind ja wohl die gleichen. |
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#524 (permalink) | |
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heute mal: ein ganz gewöhnlicher Tag
Nanu, heute gab es gar keine Jubelmeldung zu einem neuen PV-Produktionsrekord oder so. Liegt es daran, dass heute an der Energiewendefront trister, grauer Alltag herrschte? In der Stunde des höchstens Stromverbrauchs lieferten die deutschen Windräder 5.200 MW, die Photovoltaik schaffte es auf 8.800 MW. Und in der gleichen Stunde mussten 51.800 MW aus fossilen Quellen, Kern- oder Wasserkraft erzeugt werden. Quelle: www.transparency.eex.com Gibt es eigentlich irgendwo Echtzeit-Zahlen zum Beitrag von Biogas? Da müssen aber noch ganz schön viele Windparks und Speicherseen Akzeptanz beim Bürger finden (mehr Leitungen hätten heute wohl nichts genutzt) und ganz schön viele chinesische PV-Module vom hiesigen kleinen Mann subventioniert werden, wenn wir dieses Verhältnis bis zum 31.12.2022 umdrehen wollen. Ist Deutschland auf einem guten Weg? |
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#525 (permalink) | |
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Ist Deutschland auf einem guten Weg? |
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