Montag, 20. Mai 2013

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Fortschritte bei und mit Ökotechnik
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01.04.2012 23:31 Uhr
DonPromillo
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und ich dachte schon...

 

Zitat von james16
Wird zumindest

 

hier grundsätzlich in dieser Greenpeace-Studie bestätigt. Autor Renneberg war ehedem Chef der deutschen Atomaufsicht.

Ahh, eine Greenpeace-Studie. Dann ist ja gut. Ich dachte schon, da hat sich jemand rein sachlich und ganz ohne politische Zielsetzung mit dem Thema beschäftigt.

Renneberg? Der gibt doch heute mangels ernsthafter Arbeit nur noch vom Küchentisch ("Büro für Atomsicherheit", haha) aus Interviews und hofft darauf, dass man ihn nochmal reanimiert als Chef der Atomaufsicht. Da muss er sich aber beeilen, sonst kann er sich nur noch mit den Gefahren von Temelin, Pyhäjoki oder Flamanville auseinandersetzen.

Ist das nicht einer dieser grünen Spezln, die unter Trittin ins Amt gehievt wurden? Daneben gibt's noch den bis heute für die leider, leider "ungelöste" Frage der Endlagerung zuständigen Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz sowie den Präsidenten des Umweltbundesamts. Ein schöner grüner Filz ist da am Werk und liefert uns die Studien, mit denen wir über die Zukunft unserer Stromversorgung entscheiden.

01.04.2012 23:52 Uhr
james16
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Statt

 

Zitat von DonPromillo
und ich dachte schon...

 

Ahh, eine Greenpeace-Studie. Dann ist ja gut. Ich dachte schon, da hat sich jemand rein sachlich und ganz ohne politische Zielsetzung mit dem Thema beschäftigt.

Renneberg? Der gibt doch heute mangels ernsthafter Arbeit nur noch vom Küchentisch ("Büro für Atomsicherheit", haha) aus Interviews und hofft darauf, dass man ihn nochmal reanimiert als Chef der Atomaufsicht. Da muss er sich aber beeilen, sonst kann er sich nur noch mit den Gefahren von Temelin, Pyhäjoki oder Flamanville auseinandersetzen.

Ist das nicht einer dieser grünen Spezln, die unter Trittin ins Amt gehievt wurden? Daneben gibt's noch den bis heute für die leider, leider "ungelöste" Frage der Endlagerung zuständigen Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz sowie den Präsidenten des Umweltbundesamts. Ein schöner grüner Filz ist da am Werk und liefert uns die Studien, mit denen wir über die Zukunft unserer Stromversorgung entscheiden.

zu quatschen einfach Studien zitieren, die mindestens gleich ernst zu nehmen sind und das Gegenteil belegen !

________
Giovanni, nimm Dich nicht so wichtig ( A.G.Roncalli Papst Johannes XXIII )

01.04.2012 23:59 Uhr
DonPromillo
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mach ich

 

Zitat von james16
Statt

 

zu quatschen einfach Studien zitieren, die mindestens gleich ernst zu nehmen sind und das Gegenteil belegen !

http://www.kernenergie.de/kernenergie/documentpool/Aug-Sept/atw2010_09_waas_lastwechselfaehigkeiten_kkw.pdf

Aber klar, das ist natürlich von der Atomlobby. Greenpeace dagegen, diese ehrenhaften Spendenritter für eine bessere Welt! Denen glaub' ich alles blind. Erinnern Sie sich noch an das große Gasinferno auf der Nordsee (Anfang dieser Woche von Greenpeace angekündigt)?

02.04.2012 08:58 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von DonPromillo

Eine andere Frage an Technikversierte: Wie vertragen eigentlich Solarzellen und Windräder langfristig die in unseren Breiten doch ziemlich heftigen Temperaturschwankungen von -20 bis +30 Grad? Nicht, dass meine ganze schöne EEG-Zwangsabgabe in ein paar Jahren als Schrotthaufen dasteht und nicht mehr den Investor, sondern nur noch das Landschaftsbild bereichert ;-)

 Das wäre in dem Fall doch ein Problem des Aufstellers, denn die durch die EEG-Zwangsabgabe finanzierte garantierte Vergütung gibt's nur für tatsächlich produzierten Strom, oder auch solchen Strom, den man hätte produzieren können, aber auf Grund von Netzverstopfung nicht produziert hat.

Nicht einsatzbereite Vergütungsabgreifapparate dagegen verursachen keine Differenzkosten und wirken sich so senkend auf die Höhe der Umlage aus.

02.04.2012 09:13 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von james16
Wird zumindest

 

hier grundsätzlich in dieser Greenpeace-Studie bestätigt. Autor Renneberg war ehedem Chef der deutschen Atomaufsicht.

 

Aus dieser Studie:

"Der Lastfolgebetrieb von Kernkraftwerken gehört zum bestimmungsgemäßen Betrieb der Anlagen."

Damit ist eigentlich alles gesagt. Wenn eine Anlage im "bestimmungsgemäßen Betrieb" Gefahr läuft, kaputtzugehen, dann ist die Anlage insgesamt kaputt und muss instandgesetzt oder verschrottet werden. Das wäre ungefähr so, wie wenn man sagt, dass es erhöhte Risiken bringt, mit einem Auto um Kurven zu fahren, und man deswegen nur geradeaus fahren darf. Das ist natürlich Blödsinn - ein Auto, das droht, in einer normalen Kurve kaputtzugehen, muss in die Werkstatt (neue Reifen, neue Bremsen, neue Stossdämpfer, etc).

Noch dazu hat man insbesondere bei der Windkraft mehr als genug Vorwarnzeit und muss an der Kraftwerksleistung nicht mit einem Prozent pro Minute herumdrehen, wenn der Wind schon bläst und man merkt, dass die Netzfrequenz steigt.

Außerdem zitiert der Autor mal wieder die bösen Energiekonzerne falsch, wenn es um das Nischendasein der EE-Stromerzeugungsarten geht. Auch er mach mal wieder aus "langfristig nicht" ein "nie", was natürlich vollkommen sinnentstellend ist und lediglich dem Ziel der Propaganda dient. 

Zuletzt geändert von Ch. aus D., am 02.04.2012 um 09:21 Uhr
02.04.2012 12:14 Uhr
vecchio
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Zitat von Ch. aus D.

Aus dieser Studie:

"Der Lastfolgebetrieb von Kernkraftwerken gehört zum bestimmungsgemäßen Betrieb der Anlagen."

Damit ist eigentlich alles gesagt. Wenn eine Anlage im "bestimmungsgemäßen Betrieb" Gefahr läuft, kaputtzugehen, dann ist die Anlage insgesamt kaputt und muss instandgesetzt oder verschrottet werden. Das wäre ungefähr so, wie wenn man sagt, dass es erhöhte Risiken bringt, mit einem Auto um Kurven zu fahren, und man deswegen nur geradeaus fahren darf. Das ist natürlich Blödsinn - ein Auto, das droht, in einer normalen Kurve kaputtzugehen, muss in die Werkstatt (neue Reifen, neue Bremsen, neue Stossdämpfer, etc).

Noch dazu hat man insbesondere bei der Windkraft mehr als genug Vorwarnzeit und muss an der Kraftwerksleistung nicht mit einem Prozent pro Minute herumdrehen, wenn der Wind schon bläst und man merkt, dass die Netzfrequenz steigt.

(sorry für schräges Zitat, der Zitierbutton zickt..:-(...)

Interessant ist aber auch, was vor dem zitierten bestimmungsgemäßen Lastfolgebetrieb steht:

Kernkraftwerke können nicht einfach abgeschaltet werden, wenn der von Ihnen pro-duzierte Strom zeitweise nicht gebraucht wird. Reaktorschnellabschaltungen werden in der Regel nur aus Sicherheitsgründen vorgenommen. Ein mögliches kontinuierli-ches Herunterfahren des Reaktors auf „Null-Leistung“ ist für einen Lastfolgebetrieb in der Regel auch nicht geeignet, da das Wiederhochfahren eines Reaktors bis auf volle Leistung je nach Betriebsbedingungen mindestens zwischen 2 – 3 Stunden aus unterkritisch heißem Zustand benötigt und bis zu 10 – 12 Stunden aus dem kalten Zustand9. Bei einem schnellen Herunterfahren insbesondere um 50 % der Leistung oder mehr kann die eintretende Xenonvergiftung des Spaltmaterials zu einer weite-ren deutlichen Verzögerung des Hochfahrens führen.

Weiter heißt es, dass für einen Lastfolgebetrieb Kernkraftwerke in bestimmten Bereichen ihre Leistung dem Bedarf anpassen können. Woraus folgt, dass eben nicht alles gesagt ist. Warum, kommt weiter hinten:

Der Lastfolgebetrieb ist sicherheitstechnisch nicht neutral. Bei einem Lastfolgebe-trieb verändern sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Leistung die Belastungen. Es ändern sich im Wesentlichen die Temperatur, der Druck und der Massestrom, d.h. die Geschwindigkeit der Strömungen in den Rohrleitungen, in den Armaturen und sonstigen Komponenten. Regelungseinrichtungen werden häufiger beansprucht. Der Neutronenfluss im Reaktor ändert sich. Damit werden die Reaktivität und damit die Steuerung der nuklearen Kettenreaktion beeinflusst. Es ändert sich die Wasser-chemie mit Auswirkungen auf die korrosiven Eigenschaften des Kühlmittels.

Der Lastfolgebetrieb ist also erlaubt, ob er empfehlenswert ist, steht auf einem anderen Blatt.
Was mich nun auch wundert, ist der Umstand, weshalb in AKW etwas ein Klacks sein soll, was vor ein paar Wochen in Braunkohlekraftwerken unmöglich war.

Ein Fernsehbericht letztes Jahr in report >hier<.  Fußend auf der Studie.

________
Der heilige Stuhl ist nicht das Wichtige, das beim Pabst hinten 'raus kommt!

03.04.2012 22:22 Uhr
james16
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Lastfolge

 

Zitat von DonPromillo
mach ich

 

http://www.kernenergie.de/kernenergie/documentpool/Aug-Sept/atw2010_09_waas_lastwechselfaehigkeiten_kkw.pdf

Aber klar, das ist natürlich von der Atomlobby. Greenpeace dagegen, diese ehrenhaften Spendenritter für eine bessere Welt! Denen glaub' ich alles blind. Erinnern Sie sich noch an das große Gasinferno auf der Nordsee (Anfang dieser Woche von Greenpeace angekündigt)?

Welche dieser beiden Studien in der Sache glaubhafter ist, kann ich nicht beurteilen. Allerdings dürfte die Motivation etwas unterschiedlich sein. Bei Greenpeace sehe ich Glaubwürdigkeit als deren größtes Kapital. Das leichtfertig zu verspielen kann dort niemandens Interesse sein.  Die Atombetreiber indes haben die ihrige schon ziemlich strapaziert, wobei ich nicht einmal das japanische Atomdorf meine.

Was mich auch wundert: In der von Ihnen genannten Studie wird erwähnt, daß die Lastfolge bereits bei der Konstruktion der AKWs ( von welchen genau ? ) berücksicht wurde ( in welcher Ausprägung genau ? ). Welchen Grund aber soll es damals dafür gegeben haben ? Gundremmingen dürfte so Anfang der siebziger Jahre geplant sein. Damals wurde uns ein grenzenloser Anstieg des Strombedarfs verkündet und wohl auch in der Annahme kalkuliert, daß der gesamte produzierbare Strom verkauft werden kann. Von den heutigen Anforderungen an Lastwechsel kann eigentlich nicht viel eingeflossen sein.

Was ist übrigens dem H.Renneberg vorzuwerfen ? Sie machen ihn etwas nieder ohne Begründung, was Ihren Standpunkt nicht unbedingt glaubhafter macht.

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03.04.2012 22:39 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von james16
  


Was mich auch wundert: In der von Ihnen genannten Studie wird erwähnt, daß die Lastfolge bereits bei der Konstruktion der AKWs ( von welchen genau ? ) berücksicht wurde ( in welcher Ausprägung genau ? ). Welchen Grund aber soll es damals dafür gegeben haben ? 

Wenn man, wie damals sicher geträumt, ähnlich wie Frankreich auf 80% Kernenergie umgestiegen wäre, dann hätten die ganzen Kernkraftwerke auch die Lastwechsel im Tag-/Nachtzyklus mitmachen müssen. Die ganzen Nachspeicheröfen hätten diese Schwankungen lediglich verringert, aber nicht vollständig geglättet.

Ach ja, hier noch eine Studie, die ich grade gefunden habe (jaja, finanziert von E.On, böse Atomlobby, ich weiss)

http://www.ier.uni-stuttgart.de/publikationen/pb_pdf/Hundt_EEKE_Langfassung.pdf

Laut der macht es Frankreich genau so. 40 Kernkraftwerke im Lastfolgebetrieb.

Insbesondere die Siedewasserreaktoren (die Herr Kamm noch weniger mag als andere Kernreaktoren) sind sehr einfach über die Zwangsumwälzpumpen regelbar - pumpt man mehr Kühlwasser, gibt es weniger Dampfblasen, und die Reaktorleistung steigt, pumpt man weniger, gibt es mehr Dampfblasen, und die Reaktorleistung sinkt. Bei Druckwasserreaktoren ist es etwas komplizierter.

04.04.2012 10:33 Uhr
Hunsrücker
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Zitat von james16
Lastfolge

 

Bei Greenpeace sehe ich Glaubwürdigkeit als deren größtes Kapital.

Da mußte ich jetzt doch mal lachen. Ich erinnere nur an die Meldungen zum Transformatorbrand in Krümmel: "Die Flammen können sich an den Kabeln entlang bis zum Reaktorgebäude vorarbeiten" (oder so ähnlich).

Schade finde ich eigentlich, daß immer zwischen AKW im speziellen und thermischen Kraftwerk im Allgemeinen unterschieden wird. Im Prinzip sind aber alle (Dampf-) Kraftwerke gleich. Nur die Art des Wasserkochers ist anders.

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04.04.2012 11:28 Uhr
james16
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Sie verwechseln

 

Zitat von Hunsrücker
 

 

Da mußte ich jetzt doch mal lachen. Ich erinnere nur an die Meldungen zum Transformatorbrand in Krümmel: "Die Flammen können sich an den Kabeln entlang bis zum Reaktorgebäude vorarbeiten" (oder so ähnlich).

Schade finde ich eigentlich, daß immer zwischen AKW im speziellen und thermischen Kraftwerk im Allgemeinen unterschieden wird. Im Prinzip sind aber alle (Dampf-) Kraftwerke gleich. Nur die Art des Wasserkochers ist anders.

da etwas. Wenn die Glaubwuerdigkeit das groesset Kapial ist, dann heisst das noch lange nicht, dass alles stimmt, was jemand sagt. Nur, dass er vielleicht ein anderes Interesse daran haben muss als jemand, der erst einmal andere Interessen verfolgt. Weiter ist es noch lange nichts falsches, wenn vor einer Gefahr gewarnt wird und er Schaden dann doch nicht eintritt. Im Zusammenhang mit AKWs ist man es ja eher anders herum gewohnt.

Und warum sollte die Unterscheidung AKWs und anderen thermischen Kraftwerken unnoetig sein ? Es geht ja meistens nicht um die Dampfturbine, sondern um die Gefahren des doch etwas anderen Wasserkochers selbst oder dessen Hinterlassenschaft.

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04.04.2012 12:48 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von Hunsrücker
 

Schade finde ich eigentlich, daß immer zwischen AKW im speziellen und thermischen Kraftwerk im Allgemeinen unterschieden wird. Im Prinzip sind aber alle (Dampf-) Kraftwerke gleich. Nur die Art des Wasserkochers ist anders.

Naja, der Wasserkocher unterscheidet sich dann doch ein bisschen, besonders, wenn sie an der Leistung herumdrehen wollen.

04.04.2012 18:33 Uhr
Hunsrücker
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Zitat von Ch. aus D.
 

 

Naja, der Wasserkocher unterscheidet sich dann doch ein bisschen, besonders, wenn sie an der Leistung herumdrehen wollen.

Ein Kohlefeuer bekommen Sie auch nicht so schnell aus.

 

Zitat von james16
 Und warum sollte die Unterscheidung AKWs und anderen thermischen Kraftwerken unnoetig sein ? Es geht ja meistens nicht um die Dampfturbine, sondern um die Gefahren des doch etwas anderen Wasserkochers selbst oder dessen Hinterlassenschaft.

Ach, ich dachte wir reden gerade über die Regelbarkeit und Teillastbetrieb von Dampfkraftwerken. Jetzt habe ich doch gerade mal nicht dran gedacht, daß Atom ja böse isr!

 

Zitat von james16
 Wenn die Glaubwuerdigkeit das groesset Kapial ist, dann heisst das noch lange nicht, dass alles stimmt, was jemand sagt.

 Das müssen Sie mir jetzt aber mal erklären :-)

 

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04.04.2012 19:03 Uhr
DonPromillo
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Zitat von james16
Lastfolge

 

Welche dieser beiden Studien in der Sache glaubhafter ist, kann ich nicht beurteilen.

Sie pflegen einen fairen Diskussionsstil. Dafür meinen Respekt! Manch einer schert ja hier alles über einen K-a-m-m und folgt dabei einem irgendwie beängstigenden Gut-Böse-Freund-Feind-Schema.

Was mich auch wundert: In der von Ihnen genannten Studie wird erwähnt, daß die Lastfolge bereits bei der Konstruktion der AKWs ( von welchen genau ? ) berücksicht wurde ( in welcher Ausprägung genau ? ). Welchen Grund aber soll es damals dafür gegeben haben ? Gundremmingen dürfte so Anfang der siebziger Jahre geplant sein.

Wie Ch. aus D. denke ich auch, dass man sich auf einen viel massiveren Ausbau der Kernenergie in Deutschland eingestellt hatte und die KKW dann die ganz normalen (Nachfrage-)Schwankungen im Netz ausgeglichen hätten. (Die heutigen Schwankungen werden ja eher durch die "Markt"-Teilnahme der Schönwetterstromquellen und die damit verbundenen Schwankungen auf der Angebotsseite nötig.) Ich habe mal gehört, dass man in Deutschland in den 70ern Pläne hatte, ähnlich viele KKW ans Netz zu bringen wie in Frankreich - Stichwort Ölkrise (Haben wir eigentlich gerade wieder eine und könnten die Scheichs mit KKW-getriebenen Elektroautos das Fürchten lehren, wenn wir nicht energiewenden müssten? ;-)

Das war ja damals auch breiter Konsens zwischen den beiden großen Volksparteien Union und SPD. Die SPD hat die friedliche Nutzung der Kernenergie einst als "Hoffnung unserer Zeit" bezeichnet und erst kalte Füße bekommen, als mit der Abspaltung der Grünen das linke Wählerspektrum flöten ging und es 1986 zum GAU in Tschernobyl kam. Unter der SPD-geführten Bundesregierung fiel der Beschluss zum Bau der KKW Gundremmingen (B und C) und wurde Gorleben von den zuständigen Bundesbehörden als einziger auf Endlagertauglichkeit zu erkundender Standort ausgewählt.

Das sollte sich die Günzburger Kreis-SPD mal ins Bewusstsein rufen, wenn sie wie diese Woche von der "Entmachtung" der Stromkonzerne faselt. Meines Wissens nach sind die größten Aktionäre von RWE finanziell extrem klamme (weil SPD-geführte?) Kommunen in NRW, die sich zu einer Beteiligungsgesellschaft zusammengeschlossen haben. Will die Günzburger SPD also die eigenen Genossen an Rhein und Ruhr entmachten? Was redet man nicht alles, wenn man nächstes Jahr die Landtagswahl bestreiten muss und sich populistisch an die Mehrheitsmeinung anschmiegen kann.

Außerdem: KKW ist KKW, ob in Frankreich oder bei uns. Okay, die deutschen haben ein paar Sicherheitssysteme mehr und dürfen nicht 60 Jahre lang laufen. Aber die Materialien sind ja wohl die gleichen.

04.04.2012 19:22 Uhr
DonPromillo
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heute mal: ein ganz gewöhnlicher Tag

Nanu, heute gab es gar keine Jubelmeldung zu einem neuen PV-Produktionsrekord oder so. Liegt es daran, dass heute an der Energiewendefront trister, grauer Alltag herrschte?

In der Stunde des höchstens Stromverbrauchs lieferten die deutschen Windräder 5.200 MW, die Photovoltaik schaffte es auf 8.800 MW. Und in der gleichen Stunde mussten 51.800 MW aus fossilen Quellen, Kern- oder Wasserkraft erzeugt werden.

Quelle: www.transparency.eex.com

Gibt es eigentlich irgendwo Echtzeit-Zahlen zum Beitrag von Biogas?

Da müssen aber noch ganz schön viele Windparks und Speicherseen Akzeptanz beim Bürger finden (mehr Leitungen hätten heute wohl nichts genutzt) und ganz schön viele chinesische PV-Module vom hiesigen kleinen Mann subventioniert werden, wenn wir dieses Verhältnis bis zum 31.12.2022 umdrehen wollen.

Ist Deutschland auf einem guten Weg?

05.04.2012 08:48 Uhr
vecchio
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Zitat von DonPromillo
heute mal: ein ganz gewöhnlicher Tag

Nanu, heute gab es gar keine Jubelmeldung zu einem neuen PV-Produktionsrekord oder so. Liegt es daran, dass heute an der Energiewendefront trister, grauer Alltag herrschte?

In der Stunde des höchstens Stromverbrauchs lieferten die deutschen Windräder 5.200 MW, die Photovoltaik schaffte es auf 8.800 MW. Und in der gleichen Stunde mussten 51.800 MW aus fossilen Quellen, Kern- oder Wasserkraft erzeugt werden.

Quelle: www.transparency.eex.com

Gibt es eigentlich irgendwo Echtzeit-Zahlen zum Beitrag von Biogas?

Da müssen aber noch ganz schön viele Windparks und Speicherseen Akzeptanz beim Bürger finden (mehr Leitungen hätten heute wohl nichts genutzt) und ganz schön viele chinesische PV-Module vom hiesigen kleinen Mann subventioniert werden, wenn wir dieses Verhältnis bis zum 31.12.2022 umdrehen wollen.

Ist Deutschland auf einem guten Weg?

Ist Deutschland auf einem guten Weg?
Das letzte Jahr seit dem Abschalten mehrerer Atommeiler, ohne gründliche Vorbereitung, wurde ohne große Probleme geschafft. Genaueres >hier< und in der Zeitung von gestern (ohne den alten Witz mit dem Alter einer Zeitung).

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