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Griechenlandkrise: Droht ein Auseinanderbrechen der Währungsunion?
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14.02.2012 18:24 Uhr
volksdemokrat
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Zitat von PETEGE

 

Hier geht es nur um die allgemeine Aussage, damit man diese Haltung, der Schwache hilft dem Starken, nicht überstrapazieren soll.

 Da haben Sie recht. Heute siehts doch eher so aus, dass der Starke den Schwachen unterdrückt und ihm nicht hilft.

________
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ - Voltaire

14.02.2012 18:37 Uhr
PETEGE
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Beiträge: 1918

 

Zitat von volksdemokrat

 

 Da haben Sie recht. Heute siehts doch eher so aus, dass der Starke den Schwachen unterdrückt und ihm nicht hilft.

Das war früher alles kein Thema, aber die Politiker verlangten eine Selbstverantwortung des Bürgers, der Anfang von allem Übel. Das hört sich harmlos an, entspricht aber den sozialen Gepflogenheiten in den USA, was für manche unserer Politiker das große Vorbild ist.

14.02.2012 19:09 Uhr
cato
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Zitat von _solon_
 

 

Da setze ich viele ?????????????????????????????????? dahinter.

Was soll Gemeinschaft dann sein? Aller für einen, einer für alle, das könnte in der Flagge mit den Sternen stehen. Möglich, ja wahrscheinlich ist es so, daß die EU unüberlegt Mitglieder aufgenommen hat und immer noch aufnimmt (Ungarn, Serbien, Montenegro, Kroatien). Um dahinein zu kommen, liefern diese nationalistischen Staaten sogar mutmaßliche Kriegsverbrecher aus, was Deutschland nie getan hätte. Alle diese Länder rechnen mit Unterstützung, vor allem aus Germanistan. Das ist halt nun einmal das wirtschaftstärkste Land.

14.02.2012 19:21 Uhr
leopold
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Zitat von cato

Das kann ja gar nicht anders sein. Die Sparmaßnahmen erdrücken das Wirtschaftsleben doch. Sind unsere Politiker so doof, weil sie dies forcieren? Man möchte es nicht glauben, aber es ist so.

Allerdings, den Königsweg aus der Misere weiß keiner. Griechenland  pleitegehen zu lassen, aus der Euro-Zone und der EU hinauswerfen sind die Rezepte der Populisten und Stammtische.

Eine Besserung ist nur langfristig möglich und nur in Verbindung mit den anderen Südländern. Steht nicht heute ein Bericht in der AZ über die Situation in Spanien?

Da wird aus D. noch viel Geld fließen müssen, da hilft alles  nichts. Wer profitiert, muß auch zahlen.

 

Die Sparmaßnahmen sind aber trotzdem notwendig. Oder wollen Sie, dass unsere Politiker akzeptieren, dass in Griechenland relativ gesehen weiterhin siebenmal so viel Beamte arbeiten wie in Deutschland? Auch die Löhne müssen runter, weil sie in den letzten Jahren viel zu schnell gestiegen sind: Die Lohnstückkosten sind in Griechenland in den letzten 10 Jahren um über 60% gestiegen, während sie hier gefallen sind. Die Griechen würden die Sparmaßnahmen wohl auch akzeptieren, wenn sie den Eindruck hätten, dass die Reichen im Land auch zur Kasse gebeten würden. Daran fehlt es aber offensichtlich.

Ich frage mich auch, warum ganz Europa auf eine Handvoll Chaoten schaut, die Häuser und Autos in Brand setzen. Einige User hier scheinen vom schwarzen Block regelrecht begeistert zu sein.

Die Griechen brauchen nun in erster Linie Hoffnung: Investitionen, Hilfe beim Aufbau einer funktionierenden Bürokratie und die Zusage, dass man sie nicht fallenlässt, wenn sie bereit sind anzupacken.

14.02.2012 19:29 Uhr
volksdemokrat
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Faul Ouzo schlürfende, Olivenkern-spuckende Griechen
Hier ist, was man uns erzählt:
Griechenlands Wirtschaft sei zusammengebrochen wegen eines Haufens Oliven spuckender, Ouzo saufender, lahmarschiger Griechen, die sich weigern, ganze Tage zu arbeiten, schon als Teenager in den Ruhestand gehen, die Pensionen wie orientalische Herrscher erhalten; die mit geliehenem Geld auf Sozialhilfekosten Einkaufsorgien veranstalten. Jetzt, wo die Gesetze verabschiedet wurden und die Griechen mit höheren Steuern ebenso wie mit Einschnitten in ihre soziale Hängematte bezahlen müssen, laufen sie Amok, kreischen sie in den Straßen, machen Fenster kaputt und zünden Banken an.

 

Und die Propaganda funktioniert, wie man sieht. Nein!

 

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15.02.2012 06:27 Uhr
schienenfreund
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Propaganda?


Zuerst gehört der griechische Militarismus zerschlagen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,791010,00.html

Militärhaushalt 2011 um stolze 12,6% gesenkt  laut lachend

Und erst der tolle Graben...

http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/der-graben-am-evros,10917074,10928986.html

Die Regierung in Athen hat den Grabenbau "aus Gründen der Verteidigung" inzwischen bestätigt, gibt aber keine Einzelheiten bekannt, weil es sich um ein Militärprojekt und die nationale Sicherheit handele.
Ein Blogger schrieb: "Wenn sie den Graben fertig haben, sind sie so pleite, dass wir das Land einfach kaufen können. Aber wollen wir das ?"


Ich glaube nicht wirklich...

Bereits im Frühjahr 2010 hat die OECD darauf hingewiesen:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-oecd-griechenland-koennte-beim-militaer-sparen-1970242.html

Mit Bezug auf Zahlen des amerikanischen Geheimdienstes CIA berichtete Giorno, dass Griechenland 4,3 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Militärausgaben aufwende, während es im Durchschnitt der OECD-Länder nur 1,7 Prozent seien.


Und es geht auch in 2012 weiter:

http://www.zeit.de/2012/02/Ruestung-Griechenland

Das griechische Parlament hat diese Freiheit prompt genutzt. Im Etat für 2012 ist vorgesehen, dass der Sozialhaushalt um weitere neun Prozent schrumpfen soll, also um zwei Milliarden Euro. Die Beiträge zur Nato hingegen sollen um 50 Prozent auf dann 60 Millionen Euro steigen, die laufenden Ausgaben für den Verteidigungshaushalt gar um 200 Millionen auf dann 1,3 Milliarden Euro: ein Plus von 18,2 Prozent.
Zuletzt geändert von schienenfreund, am 15.02.2012 um 06:35 Uhr
15.02.2012 07:47 Uhr
_solon_
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Zitat von cato
 

 

Was soll Gemeinschaft dann sein?

...

Was eine Gemeinschaft ist wissen wir -> ein Zusammenschluß von Menschen/Individuen usw. usw..

Wichtig sind aber die Ziele, die gelebten Realitäten einer Gemeischaft. Ich glaube nicht, daß ich einige Gemeisnchaften, auch Staatengemeinschaften aufzählen muß die besagtes Ziel nicht unbeding in ihren Statuten haben.

 

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

15.02.2012 09:35 Uhr
volksdemokrat
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Zitat von schienenfreund
Propaganda?


Zuerst gehört der griechische Militarismus zerschlagen.

 

 Grundsätzlich haben Sie ja recht, das ist jedoch nur ein kleines Puzzleteil in einem großen, komplexen Spiel.

In einem offenen Brief an die internationale öffentliche Meinung bezichtigt Mikis Theodorakis Politiker und Banken der Verschwörung gegen das griechische Volk.

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„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ - Voltaire

15.02.2012 11:38 Uhr
cato
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Zitat von leopold
 

 

 

Die Sparmaßnahmen sind aber trotzdem notwendig. Oder wollen Sie, dass unsere Politiker akzeptieren, dass in Griechenland relativ gesehen weiterhin siebenmal so viel Beamte arbeiten wie in Deutschland? Auch die Löhne müssen runter, weil sie in den letzten Jahren viel zu schnell gestiegen sind: Die Lohnstückkosten sind in Griechenland in den letzten 10 Jahren um über 60% gestiegen, während sie hier gefallen sind. Die Griechen würden die Sparmaßnahmen wohl auch akzeptieren, wenn sie den Eindruck hätten, dass die Reichen im Land auch zur Kasse gebeten würden. Daran fehlt es aber offensichtlich.

Ich frage mich auch, warum ganz Europa auf eine Handvoll Chaoten schaut, die Häuser und Autos in Brand setzen. Einige User hier scheinen vom schwarzen Block regelrecht begeistert zu sein.

Die Griechen brauchen nun in erster Linie Hoffnung: Investitionen, Hilfe beim Aufbau einer funktionierenden Bürokratie und die Zusage, dass man sie nicht fallenlässt, wenn sie bereit sind anzupacken.

Griechenland muß/müßte grundsätzlich umgestaltet werden - Geld allein hineinzupumpen, da gehe ich mit allen einig, reicht nicht. Die Staatsverwaltung, die Militärausgaben, Investitionen, Steuerehrlichkeit, die Volksmentalität ... Aber das wissen wir "vom realexistierenden Sozialismus" her - Mentalitäten zu ändern ist schier aussichtslos. Chaoten jedoch, die z.Z. das Bild von G. bestimmen, gibt es überall.

Die Löhne zu senken, weil sie stückkostenverglichen zu hoch seien, hört sich zynisch an angesichts der Preise, die so hoch sind wie die unsern.

G., das ist richtig, hat vergleichbaren Lebensstandard mit Schulden erkauft. Allerdings war der Nachkriegslebensstandard des Normalgriechen schon europaweit ganz unten; die Leute hausten z.T. wie in Höhlen oder Ziegenställen. (Vor Jahren war in der AZ der Bericht einer Augsburgerin zu lesen, die einen US-Soldaten griechischer Herkunft geheiratet hatte, dem seine Frau nach G. folgte. Sie glaubte, das seien tatsächlich Ziegenställe, worin sie zukünfig wohnen sollte.)

Betrachtet man das Vorstehende, ist G. eher ein afrikanisches als ein europäisches Land.

Der Plan B, Griechenland pleitegehen zu lassen, die Drachme wieder einzuführen, wie es an Stammtischen wie in Redaktionen umgeht: Ganz abgesehen von den technischen Problemen, was wäre dann gewonnen? Und ante portas stehen Portugal, Spanien und?

Zuletzt geändert von cato, am 15.02.2012 um 11:49 Uhr
15.02.2012 11:48 Uhr
jerose
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Zitat von PETEGE
 

 

Wir könnten und das leisten, aus der EU auszutreten, aber ob sich die anderen Staaten das leisten könnten, dass wir austreten?

Das ist die Frage. Kann sich der Export- Vizeweltmeister einen Exporteinbruch leisten?

15.02.2012 11:50 Uhr
jerose
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Zitat von cato
 

Griechenland muß/müßte grundsätzlich umgestaltet werden - Geld allein hineinzupumpen, da gehe ich mit allen einig, reicht nicht.

Wer hat denn überhaupt etwas von dem reingepumpten Geld?

15.02.2012 12:25 Uhr
_solon_
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Zitat von jerose
 

 

Das ist die Frage. Kann sich der Export- Vizeweltmeister einen Exporteinbruch leisten?

Hängt von der Höhe ab.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

15.02.2012 16:44 Uhr
cato
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Zitat von jerose
 

 

Wer hat denn überhaupt etwas von dem reingepumpten Geld?

Die Banken. Die bekommen es auf jeden Fall, vielleicht mit etwas Abschlag. G. zahlt ja 17 % Wucherzinsen; das allein ist schon sittenwidrig.. Geht G. pleite, d.h. ist zahlungsunfähig, zahlen's wir. S. Hypo Real Estate.

15.02.2012 18:20 Uhr
Lukas
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Finanzhilfe wurde auf April verschoben.

Vermutlich konnten die Banken ihre griechischen Staatsanleihen,nur teilweise abstossen.

15.02.2012 18:51 Uhr
leopold
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Zitat von cato

 

Griechenland muß/müßte grundsätzlich umgestaltet werden - Geld allein hineinzupumpen, da gehe ich mit allen einig, reicht nicht. Die Staatsverwaltung, die Militärausgaben, Investitionen, Steuerehrlichkeit, die Volksmentalität ... Aber das wissen wir "vom realexistierenden Sozialismus" her - Mentalitäten zu ändern ist schier aussichtslos. Chaoten jedoch, die z.Z. das Bild von G. bestimmen, gibt es überall.

Die Löhne zu senken, weil sie stückkostenverglichen zu hoch seien, hört sich zynisch an angesichts der Preise, die so hoch sind wie die unsern.

G., das ist richtig, hat vergleichbaren Lebensstandard mit Schulden erkauft. Allerdings war der Nachkriegslebensstandard des Normalgriechen schon europaweit ganz unten; die Leute hausten z.T. wie in Höhlen oder Ziegenställen. (Vor Jahren war in der AZ der Bericht einer Augsburgerin zu lesen, die einen US-Soldaten griechischer Herkunft geheiratet hatte, dem seine Frau nach G. folgte. Sie glaubte, das seien tatsächlich Ziegenställe, worin sie zukünfig wohnen sollte.)

Betrachtet man das Vorstehende, ist G. eher ein afrikanisches als ein europäisches Land.

Der Plan B, Griechenland pleitegehen zu lassen, die Drachme wieder einzuführen, wie es an Stammtischen wie in Redaktionen umgeht: Ganz abgesehen von den technischen Problemen, was wäre dann gewonnen? Und ante portas stehen Portugal, Spanien und?

 

Ich habe schon vor 30 Jahren als Rucksacktourist mit low budget in Griechenland Urlaub gemacht. In Ziegenställen habe ich damals aber nicht geschlafen.

Schlagworte

Griechenland | Hilfspaket | ESM | Grexit


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