Freitag, 24. Mai 2013

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Die Schlecker-Pleite und ihre Folgen
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02.04.2012 15:44 Uhr
Gast_2139481608
gelöscht
Beiträge: 976

 

Zitat von Der Fotoadlige
 

 

Bei 40000 Firmenpleiten im Jahr zeigt kein einziger Interesse an den Arbeitslosen. Hat wohl Herrt Schlecker mit dem Parteibuch gewunken, weils plötzlich so wichtig ist?

Ganz offensichtlich. Und die FDP hat geliefert.

Nun ist Schlecker um 70 Mio reicher, die zum einen der Rentenkasse fehlen und deren anderer Teil durch die Arbeitslosenversicherung aufzubringen sind, also durch die Allgemeinheit der Beitragszahler.

Im Normalfall haette das alles eben Schlecker uebernehmen muessen. Nun ist man fein raus und das Volk das das Spiel  nicht so ganz versteht klatscht noch Beifall.

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02.04.2012 16:15 Uhr
heletz
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Beiträge: 13410
Billig

Wie es aussieht, hat Seehofer in der Kabinettssitzung ebenfalls die Auffassung vertreten, Bayern sollte sich nicht an einer Transfergesellschaft beteiligen.

Öffentlich schiebt er aber alles der fdp zu.

Und die Öffentlichkeit fällt prompt drauf rein ...

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02.04.2012 16:51 Uhr
timewanderer
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Bei Schlecker hatte es sich um die finanzielle Grundlage einer aufzubauenden TRANSFERGESELLSCHAFT gehandelt. Schlecker selber hatte dazu, angeblich, kein Kapital.

Schlecker-Beschäftigte hätten dann
1. Bei Schlecker einen Aufhebungsvertrag abschließen müssen
und
2. einen befristeten (längstens 12 Monate) Arbeitsvertrag mit der Transfergesellschaft abschließen können.
wobei es
3. dem jeweiligen Mitarbeiter überlassen bleibt, ob er diesen Schritt auch geht.

Transfergesellschaften nehmen Unternehmen die Mitarbeiter und damit das Abfindungsrisiko ab.
Unternehmen suchen sich also Dienstleister, die Arbeitnehmer weiterqualifizieren, vermitteln oder auch verleihen. 

Sie erhalten vom Staat Struktur-Kurzarbeitergeld für die betroffenen Arbeitnehmer. Die Unternehmen zahlen den Dienstleistern u.U. noch einen Betrag, der die Lücke zwischen dem Struktur-Kurzarbeitergeld und dem tatsächlichen Aufwand schließt und darüber hinaus den Dienstleistern passablen Gewinn verschafft.

Dies stellt ein Outsourcing staatlicher Dienstleistungen dar, einmal mehr.

Möglicherweise kann ein Insolvenzverwalter die Transfergesellschaft erst dann bezahlen, wenn er die Vermögenswerte verwertet hat, während diese die Mittel in einem frühen Stadium des Verfahrens benötigt.

Das ist das unternehmerische Risiko der Transfergesellschaften. Oder des Staates, wenn er mit Steuermitteln bürgt.

Gerade bei bekannten Marken erleben wir immer wieder den klassischen 'Moral Hazard': Wegen der hohen Publizität eines Verfahrens wird es Insolvenzverwalter und Transfergesellschaft als potenziellen Risikoträgern leicht gemacht, das durchaus tragbare und abschätzbare Risiko auf eine höhere Instanz - den Staat - zu überwälzen.

Ein Staat, dessen Repräsentanten sich vor den Kameras drängeln, um Risiko auf sich zu nehmen.

Fehlt es schlicht an Vermögensmasse oder ist diese sehr wahrscheinlich gar nicht in der erforderlichen Höhe in verwertbarer Weise vorhanden, dann ist eine Bürgschaft nichts anderes als eine echte Subvention.

Steuergelder für einzelne, besonders öffentlichkeitswirksame Fälle bereitzustellen, nicht aber für den Mittelständler unbekannten Namens irgendwo in Deutschland wäre blanke Willkür.

Der Wechsel in die Transfergesellschaft bedeutet für den Arbeitnehmer den Verlust des Arbeitsplatzes mit all seinen sozialen Besitzständen. Er verzichtet auf den Kündigungsschutz und erhält dafür eine Arbeitsplatzgarantie für einen gewissen Zeitraum.

(Unter Mitwirkung von:  http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE83103320120402)

 

Zuletzt geändert von timewanderer, am 02.04.2012 um 16:58 Uhr
02.04.2012 18:57 Uhr
Gast_2139481608
gelöscht
Beiträge: 976

timewanderer, um das nochmal festzuhalten.

Die gekuendigten Mitarbeiter sind nun ohne das Zustandekommen der transfergesellschaft ganz gewoehnliche Arbeitslose. Nicht zuletzt raet verdi auch die ihr anvertrauten Exbeschaeftigten von jeglicher Klage ab um Ansprueche einzuklagen. Die Leute stehen auf der Strasse, ohne Abfindung, ohne Qualifizierungsmasnahmen, ohne Rentenweiterzahlung, ohne Recht niederwertige Jobangebote abzulehnen. usw.

Waere die Transfergesellschaft zustande gekommen waere auf Kosten des insolventen Schlecker und natuerlich des evtl. Nachfolgers, wie es aussieht der Kinder, maximal ein Jahr Rentenbeitrag, Qualifizierungsmasnahmen, Probearbeit bei neuen Firmen finanziert worden.

Erst dann wenn das Unternehmen Schlecker gar nicht mehr haette zahlen koennen waere der Staat mit der Buergschaft eingesprungen. Die Banken, Lieferanten und sonstigen Glaeubiger waeren erst danach gekommen mit ihren Forderungen.

Das Ganze ist eine Riesensauerei, eine Subventionierung der Schleckers, ein Raub der Ansprueche der Exmitarbeiter und eine Pluenderung der Arbeitslosenversicherung.

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02.04.2012 20:46 Uhr
timewanderer
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@Waldmann [154]:

„Die gekuendigten Mitarbeiter sind nun ohne das Zustandekommen der transfergesellschaft ganz gewoehnliche Arbeitslose.“

Ja, was erwarten Sie denn, @Waldmann, privilegierte Arbeitslose mit Sonderrechten, die Aushebelung der gesetzlich vorgesehenen Wege und statt dessen das Füllhorn der Politik?


Warum rät verd.i von Klagen ab? Weil die Gewerkschaft verd.i bei Zustandekommen einer Transfergesellschaft verdienen könnte.

 

Die Rechte der Mitarbeiter, das sind Einhaltung der Lohnzahlung, das ist Urlaub und Urlaubsgeld und das ist die Kündigungsschutzklage, die vor bundesdeutschen Gerichten meistens in eine finanzielle Zahlung an die Mitarbeiter umgewandelt wird: darauf sollen die Schlecker-Mitarbeiter verzichten? Sie wären mit dem Klammerbeutel gepudert!


Das macht eben einen Teil der Mitarbeiterrechte aus, die in einer Transfergesellschaft NICHT mehr vorhanden sind.

 

Wenn ich als Mitarbeiter einer Transfergesellschaft beitrete, verzichte ich auf sämtliche Rechte dem bisherigen Arbeitgeber gegenüber.

 

Die Mitarbeiter haben den Weg zu den ARGEN zu gehen, die genau den Job machen (dafür sind sie jedenfalls da), für den sich Transfergesellschaften zusätzlich bezahlen lassen: angebliches Fit-Machen für einen neuen Job, eben Qualifizierungsmaßnahmen, und die Vermittlung im Arbeitsmarkt selber, wobei die Schlecker-Mitarbeiter über ganz Deutschland verteilt sind, so dass, ein Überschwemmen des regionalen Arbeitsmarktes kaum zu erwarten ist.

 

Schlecker ist nach eigenen Aussagen pleite. Da ist nichts mehr an Finanzen, sonst würde ja auch keine Bürgschaft gebraucht. Der alte Schlecker ist von einem Rückkauf seiner Firma ausgeschlossen. Da läuft nichts. Und da sprechen Sie allen Ernstes davon, dass der pleite gegangene Schlecker finanziell geschröpft werden könnte? Eben NICHT!

 

Und ein eventueller Nachfolger? Der würde die Pleite-Firma Schlecker bei Installation einer Transfergesellschaft sicher liebend gern kaufen, denn mit der Transfergesellschaft hätte er nichts zu tun, gar nichts. Und er könnte sich sein Personal, das ja Beschäftigte der Transfergesellschaft wäre,frei auf dem Markt aussuchen. Der Idealfall für Arbeitgeber.

 

Sie stellen, kurz gesagt, die Gegebenheiten auf den Kopf.

11.04.2012 15:35 Uhr
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Na da steigen die Kosten für Harz IV wieder! Im Handel sind Löhne und Gehälter alles ander als üppig. Da wird vielen Mitarbeitern nur Harz IV bleiben. So kann man eine Firma auch sanieren.

11.04.2012 15:35 Uhr
Redaktion
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Schlecker-Insolvenzverwalter fordert 15 Prozent Lohnverzicht
Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz fordert nach Gewerkschaftsangaben für die Sanierung der insolventen Drogeriekette einen Lohnverzicht der Mitarbeiter von 15 Prozent.
Schlecker-Insolvenzverwalter fordert 15 Prozent Lohnverzicht

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11.04.2012 16:00 Uhr
flyingdutchman
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Mitarbeiter schon verarscht genug !

Jetzt sollen also wieder mal die Mitarbeiter die Zeche zahlen.Da hat sich ein Unternehmer verspekuliert und schon seit Jahrzehnten die Gehaltsschraube nach unten gedreht.Und wenn es dann immer noch nicht reicht weil der Unternehmer einfach zu unfähig ist sollen auch noch die gelackmeierten Arbeiter die Zeche bezahlen.Ganz schön dreist.Auch im Sinne der Marktbereinigung und der Konkurrenten wäre es sinnvoll nicht noch gutem Geld schlechtes hinterherzuwerfen.So bedauerlich es erst mal für die Mitarbeiter ist etwas besseres als Schlecker und den neuen Nachfolgespekulant finden die Mitarbeiter allemal.Wer es trotz Niedrigstlöhnen und Mitarbeiterfeindlichsten Arbeitsbedingungen am Markt nicht schafft gehört in die Tonne getreten.

11.04.2012 16:44 Uhr
cath_a_strophe
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da fehlen einem die Worte. Die sowieso schon seit Jahren als unterste Drogeriekaste abgespeisten Mitarbeiter sollen jetzt also blanko auch noch 15 Prozent weiter abmagern, ohne das die Katz im Sack auch nur Miau gemacht hat. Nur so weiter, irgendwann stürmt mal der erste Durchgedrehte in eine  Chefetage und macht Feuerwerk. "Nieten in Nadelstreifen" - Folgeband fällig: Geier ohne Flügel. Mit was wollten die Schlecker-Kids eigentlich die Firma kaufen? 

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Geiz isst Gaul 

11.04.2012 19:06 Uhr
Philogenes
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Ich kann mir nicht helfen aber das riecht für mich irgenwie wie bei Müller-Brot, stark nach darauf angelegt.

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Text  100% chlorfrei gebleicht, durch glückliche Elektronen erzeugt. Keine Lagerelektronenhaltung, kein Arbeitszwang. 

11.04.2012 19:56 Uhr
Gast_963760819
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Zitat von Redaktion
Schlecker-Insolvenzverwalter fordert 15 Prozent Lohnverzicht
Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz fordert nach Gewerkschaftsangaben für die Sanierung der insolventen Drogeriekette
einen Lohnverzicht der Mitarbeiter von 15 Prozent.
Schlecker-Insolvenzverwalter fordert 15 Prozent Lohnverzicht

Ohne Worte. CursingGeiwitz und Co. Eure Zeit ist abgelaufen. Immer mehr Menschen werden sich gegen Gier und Massenausnützung wehren. Und dann, liebe Kinder, gute Nacht Kapitalismus.

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11.04.2012 19:58 Uhr
Ernst
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Auf wieviel Prozent seiner sicherlich überüppigen Gage verzichtet der Herr Insolvenzverwalter?
Der Mann traut und erlaubt sich was, so wie es in diesem gesegneten Land Sitte ist.

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Nicht alles was er schreibt ist ernst gemeint – aber alles was er ernst meint ist so geschrieben! Zeige mir womit du prahlst und ich sage dir woran dir mangelt! Demokratie = Diktatur des Kapitals!

26.04.2012 11:13 Uhr
Redaktion
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Schlecker bietet klagenden Mitarbeitern 500 Euro Abfindung
Der Schlecker-Insolvenzverwalter will allen gekündigten Mitarbeitern eine Abfindung von 500 Euro anbieten.
Schlecker bietet klagenden Mitarbeitern 500 Euro Abfindung

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26.04.2012 11:14 Uhr
actros4975
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Äh ist das ein verspäteter Aprilscherz oder eine bewusste Verarsche. Kann ja wohl nicht angehen. Die armen Frauen!

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Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit!

26.04.2012 11:39 Uhr
Dr.Hollywood
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Zitat von actros4975

Äh ist das ein verspäteter Aprilscherz oder eine bewusste Verarsche. Kann ja wohl nicht angehen. Die armen Frauen!

 Wieso? Besser als nichts!

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Schlecker-Pleite | Schlecker


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