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Energiewende in Deutschland und die Folgen
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09.06.2012 14:40 Uhr
Redaktion
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Energiewende in Deutschland und die Folgen

Ein Jahr nach dem beschlossenen Atomausstieg ist die Euphorie verflogen. Steigende Stromkosten gelten als sicher. Wir sagen, was in der Summe auf die Verbraucher zukommt.
Höhere Stromkosten: Verbrauchern droht ein böses Erwachen

Kommentar: Sonnenstrom mit Schattenseiten

Vor allem sind es die Verbraucher, die auf der Schattenseite der Energiewende stehen. Weil das Angebot die Nachfrage an vielen Tagen deutlich übersteigt, verliert Strom an Wert. Sonnenstrom mit Schattenseiten

 

Merkels Strompreis-Irrtum
So viel wie ein Milchkaffee würde die Energiewende den Bürger monatlich kosten, suggerierte die Bundesregierung 2011. Mittlerweile ist der Preis auf das Doppelte angestiegen.
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Stromkonzerne machen Druck auf Regierung
Energieunternehmen wie Eon und RWE prüfen die Stilllegung von Kohle- und Gaskraftwerken. Laut Bayerns Umweltminister wird in Bayern keine Stromnot befürchtet.
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IHK warnt: Durch Energiewende droht Jobverlust
 
Landtagswahl: "Energiewende nicht verschleppen"
Maximilian Deisenhofer aus Niederraunau ist Direktkandidat der Grünen
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Ökostrom-Umlage steigt: Strom wird noch einmal deutlich teurer
 
Grüne wollen eigenes Ministerium für Energiewende
Die Grünen wollen nach einem Pressebericht im Fall einer Regierungsbeteiligung ein eigenes Ministerium für die Energiewende schaffen. Sie erheben zugleich den Anspruch, es zu besetzen.
Grüne wollen eigenes Ministerium für Energiewende
 
Schluss mit den Befreiungen!
 
Strom wird nächstes Jahr noch teurer
 
Bericht: Industrie soll künftig auch mehr Ökostrom-Umlage zahlen

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www.augsburger-allgemeine.de - Alles was uns bewegt

Zuletzt geändert von Anonyme, am 06.11.2013 um 12:26 Uhr
09.06.2012 14:40 Uhr
k.brenner
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Zu dem im Artikel Geschriebenen bleibt von meiner Seite Folgendes zu sagen:

Herr Rösler ist trotz der vollzogenen Energiewende im Geiste immer noch ein Lobbyist der Großkonzerne und verteufelt weiter fleißig die Produktion von Sonnenstrom. Auf Folgendes weist er nicht hin:

Es mag richtig sein, dass sich der Strompreis in den kommenden zwei Jahren spürbar erhöhen wird. Allerdings hat dies durchaus auch positive Aspekte. Z.B. regt das verstärkt zum Energiesparen an, nicht nur in Bezug auf den alltäglichen Umgang mit Licht, Computern, TV etc. sondern auch in der Entwicklung bzw. im Kauf stromsparender Haushaltsgeräte. So kann allein ein Kühlschrank mit hoher Energieeffizienz pro Jahr ca. 30,- Euro bringen. Der höhere Preis amortisiert sich bereits nach ca. 8 Jahren.

Außerdem führt der höhere Strompreis dazu, dass Biogas, Windenergie und Sonne in kürzester Zeit wettbewerbsfähig gegenüber konventionellen Energieträgern werden. Langfristig wird sich der Strompreis nicht mehr erhöhen, er kann sogar aller Voraussicht nach wieder zurückgehen.

Herrn Röslers Besorgnis um die Kosten und die soziale Schieflage, die sich daraus ergeben können, ist eine üble Heuchelei. Gerade die Sonnenenergie hat erheblich dazu beigetragen, dass einzelne Gemeinden in Bayern bereits ihren Strombedarf unabhängig von EON decken durch eine geschickte Kombination von Photovoltaik, Biogasanlagen sowie Wasserkraft oder Windenergie. Herrn Rösler geht es in erster Linie darum, die Entwicklung einer dezentralen Energieversorgung auf dem Land zu torpedieren. Wenn dort kein Strom aus dem überregionalen Netz benötigt wird, ist man nicht mehr abhängig von den Energieriesen, die natürlich bestrebt sind, ihre Strommasten in die Landschaft zu pflanzen, um die Windenergie aus der Nordsee zu uns nach Bayern zu bringen.

Außerdem sollte man sich auch einmal Gedanken machen, wer an der Einspeisungsvergütung verdient. Wer gut informiert ist, weiß, dass eben nicht nur die sogenannten "Besserverdiener" sich Photovoltaikanlagen leisten können, sondern eigentlich jeder, der Interesse daran hat, soweit er ein geeignetes Dach oder eine geeignete Freifläche besitzt. Zinsgünstige Kredite können direkt über die Einnahmen aus der Vergütung oder die Einsparungen beim Stromverbrauch bei eigener Nutzung des Stroms zurückgezahlt werden (zehn Jahre Laufzeit derzeit ohne KfW-Förderung bei 2,6 % Zins!). Nach ca. 12 Jahren hat sich die Anlage amortisiert. Natürlich mag es die Stromrechung aller erhöhen; aber ist es nicht besser die Erlöse aus der Stromproduktion einem Teil der Bevölkerung oder unseren Landwirten zukommen zu lassen als EON, RWE oder Vattenfall? Da gerade Bayern neben Baden-Württemberg sonnenbegünstigt ist, profitieren vor allem wir in Süddeutschland von der solaren Vergütung.

Was wir gerade in Bayern wirklich benötigen, ist ein gutes Konzept, wie die Energiewende möglichst Ressourcen schonend vollzogen werden kann. Zum Beispiel könnte man Konzepte für geeignete Gemeindeverbünde entwickeln, in deren Rahmen die vor Ort verfügbaren Ressourcen (Biomasse, Sonne, Wind, Wasser) geschickt genutzt werden können, um den dort nötigen Strom zu erzeugen. Diese Konzepte sollten dazu führen, dass auch kein Wildwuchs stattfindet (z.B. Überkapazitäten an Photovoltaik-Freianlagen oder Maismonokulturen für Biogasanlagen). Biogasanlagen sollten so konzipiert sein und betrieben werden, dass sie auch Verbrauchs- und Produktionskurven aneinander angleichen können. Sie sollten nicht nur dem maximalen Erlös untergeordnet sein. Photovoltaikanlagen könnten auf der freien Flächen als "Bürgeranlagen" errichtet werden, sodass möglichst viele davon profitieren und auch weitgehend akzeptiert werden. Ein solches Gesamtkonzept fehlt leider bisher.

Herr Rösler sollte bei der nächsten Wahl möglichst mit seiner ganzen Partei in die Wüste geschickt werden. Er macht Stimmung gegen jede Art nachhaltiger und dezentralisierten Energieproduktion und will damit all diejenigen locken, die immer noch glauben, dass eine Zukunft ohne Atomstrom nicht möglich ist.

Zuletzt geändert von k.brenner, am 09.06.2012 um 14:48 Uhr
09.06.2012 15:26 Uhr
Circeflex
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@k-brenner

Ich habe selten so einen verblemdeten Unsinn gelesen. Glauben sie ihren Blödsinn tatsächlich selber?? ängstlich

________

09.06.2012 15:43 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von k.brenner
 

Zu dem im Artikel Geschriebenen bleibt von meiner Seite Folgendes zu sagen:

Herr Rösler ist trotz der vollzogenen Energiewende im Geiste immer noch ein Lobbyist der Großkonzerne und verteufelt weiter fleißig die Produktion von Sonnenstrom.

Die Zahlen des BDEW sprechen eine deutliche Sprache - die Fotovoltaik ist in der Tat das Schwarze Schaf unter den Erneuerbaren Energien. Sie kassiert die Hälfte der Umlage, liefert aber nur etwa ein Viertel des gesamten EE-Stroms.

An die Differenzkosten von derzeit ungefähr 30 ct/kWh kommt keine andere Art der erneuerbaren Stromerzeugung heran.

 

 

Zitat von k.brenner
 

 

Es mag richtig sein, dass sich der Strompreis in den kommenden zwei Jahren spürbar erhöhen wird. Allerdings hat dies durchaus auch positive Aspekte. Z.B. regt das verstärkt zum Energiesparen an, nicht nur in Bezug auf den alltäglichen Umgang mit Licht, Computern, TV etc. sondern auch in der Entwicklung bzw. im Kauf stromsparender Haushaltsgeräte. So kann allein ein Kühlschrank mit hoher Energieeffizienz pro Jahr ca. 30,- Euro bringen. Der höhere Preis amortisiert sich bereits nach ca. 8 Jahren.

Diesen neuen Kühlschrank muss man sich erst einmal leisten können. Sagen sie mal einem Geringverdiener oder gar einem Hartz-IV-Bezieher, dass er sich kurz mal einen neuen Kühlschrank kaufen soll. Als Antwort kriegen sie entweder Gelächter, einen Weinkrampf, oder einen Tracht Prügel.

Ihre Unkenntnis der Lebensrealität anderer spricht für einiges an Realitätsferne.

 

Zitat von k.brenner
 


Außerdem sollte man sich auch einmal Gedanken machen, wer an der Einspeisungsvergütung verdient. Wer gut informiert ist, weiß, dass eben nicht nur die sogenannten "Besserverdiener" sich Photovoltaikanlagen leisten können, sondern eigentlich jeder, der Interesse daran hat, soweit er ein geeignetes Dach oder eine geeignete Freifläche besitzt.

Also wohlhabende Immobilienbesitzer. Das EEG ist eine Förderung für Wohlhabende. Bevor sie irgendwen der üblen Heuchelei bezichtigen, ziehen sie bitte mal den Balken aus dem eigenen Auge. Danke.

 

Zitat von k.brenner
 

 aber ist es nicht besser die Erlöse aus der Stromproduktion einem Teil der Bevölkerung oder unseren Landwirten zukommen zu lassen als EON, RWE oder Vattenfall?

Sie tun ja gerade so, als ob diese Konzerne irgendwelchen unerreichbaren Dunkelmännern gehören. Die Aktien von E.ON und RWE befinden sich zu einem großen Teil im Streubesitz.

 

Zitat von k.brenner
 

 Biogasanlagen sollten so konzipiert sein und betrieben werden, dass sie auch Verbrauchs- und Produktionskurven aneinander angleichen können.

Ohje. Dafür müsste man am EE-Einspeisevorrang sägen, der gesetzlich festgelegt ist. Versuchen die das mal, dann kriegen sie genausoviel Geschrei und Geheule wie der von ihnen so verteufelte Herr Rösler.

Eine bedarfsgerechte Produktion war vom EEG nie gewünscht und wird auch nicht gefördert.

 

 

Zitat von k.brenner
 

Photovoltaikanlagen könnten auf der freien Flächen als "Bürgeranlagen" errichtet werden, sodass möglichst viele davon profitieren und auch weitgehend akzeptiert werden. Ein solches Gesamtkonzept fehlt leider bisher.

Sie sind also für mehr Flächenfraß?

09.06.2012 15:51 Uhr
Spot1978
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Warum nicht mal z.B. ein 3000-kwH-Kontingent für 15 Cent KWh Billigstpreis für alle Privatverbraucher, wer monatlich mehr verbraucht zahlt dann halt "Strafe" 40 oder 45 Cent je KWh Mehrverbrauch. Das würde motivieren Strom zu sparen. 

Für die Industrie könnte man ja dann auch wieder eine Extrawurst braten!  Teufel

09.06.2012 16:25 Uhr
k.brenner
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Lieber Ch. aus D.

Nachweislich findet Flächenfraß in Bayern seit den 70er Jahren durch das Auswuchern von Gewerbegebieten, den Ausbau des Verkehrsnetzes und den Prozess der Suburbanisierung statt. Es gibt durch diese Prozesse kaum noch zusammenhängende Ökosysteme, d.h. intakte Naturflächen, die nicht zumindest durch Straßen zerstückelt sind. Kein Bundesland ist prozentual gesehen diesbezüglich ein derart schwarzes Schaf wie Bayern. Im Vergleich dazu führen Fotovoltaikanlagen in der freien Landschaft z.B. zu keiner Beeinträchtigung der Grundwasserneubildung, d.h. zu keiner Bodenversiegelung, auch wenn ich natürlich zugebe, dass es Beispiele gibt, die man im Landschaftsbild so nicht akzeptieren kann. Deshalb meine ich ja, man sollte endlich ein sinnvolles Gesamtkonzept entwickeln.

Nicht jeder Immobilienbesitzer ist ein "Wohlhabender". In meiner Gemeinde haben auch Familien mit geringem Einkommen Photovoltaikanlagen. Warum sollen Haus- oder Wohnungsbesitzer plötzlich als Menschen dargestellt werden, die sich bereichern, während Sie offensichtlich Aktienbesitz durchaus als weniger problematisch ansehen.

Wie Sie selbst erkannt haben, bin ich ja gar nicht unkritisch gegenüber der derzeitigen Förderung eingestellt. Natürlich sollte man sich bei einer qualitativen Änderung des EEG dem Widerstand derjeniger aussetzen, die nur Geld machen wollen. Schließlich soll es der Energiewende und nicht der alleinigen Bereicherung dienen.

Und was die soziale Gerechtigkeit anbelangt - natürlich wird sich ein Hartz IV Empfänger keinen 800,- Euro Kühlschrank leisten können. Wenn ich aber daran denke, was wir alles für Elektronik- und Kommunikationsgeräte ausgeben, ist es doch für denjenigen, der es sich leisten kann, doch durchaus sinnvoll, 100,- Euro in Energieeinsparung zu investieren. Ich habe meinen Verbrauch durch derartige Maßnahmen um 500 kWh gesenkt und durch den Wechsel des Stromanbieters mir nochmals ca. 80 Euro gespart.

Interessant ist auch, dass sich Herr Rösler sich dem Thema "soziale Gerechtigkeit" gerade jetzt bei der Förderung der Erneuerbaren so annimmt. Seit der von Schröder geführten rot-grünen Regierung akzeptieren wir viel größere Ungerechtigkeiten - dass in ein und demselben Betrieb für die gleiche Arbeit deutlich unterschiedliche Löhne bezahlt werden oder dass sich die "großen" Unternehmen  zunehmend ihrer sozialen Verpflichtung entziehen. Sie haben sich sehr gerne nach der Immobilienkrise über das Kurzarbeitergeld die Lohnkosten teilfinanzieren lassen, aber jetzt auf zwei Jahre nur (!) bis zu 7 % Lohnerhöhungen bezahlt und dem Staat bei weitem nicht das zurückgegeben, was sie von der Gemeinschaft erhalten haben. Wir akzeptieren, dass bei ca. 6 Mio Erwerbstätigen bei voller Arbeitszeit das Einkommen eines Einzelnen nicht ausreicht, um eine Familie zu versorgen. Da finden Sie u.a. eher die Gründe, warum plötzlich 10,- Euro mehr an Stromkosten zu einem Problem wird.

Zuletzt geändert von k.brenner, am 09.06.2012 um 17:20 Uhr
09.06.2012 17:44 Uhr
oetzi
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Zitat von k.brenner
 

Nicht jeder Immobilienbesitzer ist ein "Wohlhabender". In meiner Gemeinde haben auch Familien mit geringem Einkommen Photovoltaikanlagen. Warum sollen Haus- oder Wohnungsbesitzer plötzlich als Menschen dargestellt werden, die sich bereichern, während Sie offensichtlich Aktienbesitz durchaus als weniger problematisch ansehen.

Na für den kleine Mann bleibt da gerade mal zweieurofünfzig über, die Solarlobby gewinnt nur bei solchen Rechenweisen.Im weiteren sollte man die Lebensdauer nicht ausser acht lassen, die Energiequelle wird nicht einmal gekauft, und ist für alle Zeiten.

 

 

 

Zitat von k.brenner
 

Und was die soziale Gerechtigkeit anbelangt - natürlich wird sich ein Hartz IV Empfänger keinen 800,- Euro Kühlschrank leisten können. Wenn ich aber daran denke, was wir alles für Elektronik- und Kommunikationsgeräte ausgeben, ist es doch für denjenigen, der es sich leisten kann, doch durchaus sinnvoll, 100,- Euro in Energieeinsparung zu investieren. Ich habe meinen Verbrauch durch derartige Maßnahmen um 500 kWh gesenkt und durch den Wechsel des Stromanbieters mir nochmals ca. 80 Euro gespart.

 

Wie hoch ist denn ihr Stromverbrauch um 500 kw/h so einfach so einzusparen?

Wenn Sie durch einen Wechsel des Stromanbieter 80 Euro sparen, dann bezieht der seine Energie jedoch nicht aus vorwiegend alternativen Stromquellen.

 

 

Zitat von k.brenner
  Seit der von Schröder geführten rot-grünen Regierung akzeptieren wir viel größere Ungerechtigkeiten - dass in ein und demselben Betrieb für die gleiche Arbeit deutlich unterschiedliche Löhne bezahlt werden oder dass sich die "großen" Unternehmen  zunehmend ihrer sozialen Verpflichtung entziehen. Sie haben sich sehr gerne nach der Immobilienkrise über das Kurzarbeitergeld die Lohnkosten teilfinanzieren lassen, aber jetzt auf zwei Jahre nur (!) bis zu 7 % Lohnerhöhungen bezahlt und dem Staat bei weitem nicht das zurückgegeben, was sie von der Gemeinschaft erhalten haben. Wir akzeptieren, dass bei ca. 6 Mio Erwerbstätigen bei voller Arbeitszeit das Einkommen eines Einzelnen nicht ausreicht, um eine Familie zu versorgen. Da finden Sie u.a. eher die Gründe, warum plötzlich 10,- Euro mehr an Stromkosten zu einem Problem wird.

Ihnen ist schon klar,m das viele Solarfirmen den größten Teil ihrer Arbeit mit Leiharbeitern durchführt?

Und sehr scheinheilig hier von 10 Euro mehr an Stromkosten zu reden, vielleicht durch Anbieterwechsel. Das kommt mir doch sehr schleierhaft vor.

In welcher Partei sind Sie? oder womit verdienen Sie ihren Lebensunterhalt?

09.06.2012 18:50 Uhr
k.brenner
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Lieber Ötzi,

mein Strombedarf wird zu 100 % aus Erneuerbarer Energie gedeckt. Mein Lieferant ist zertifiziert. Allerdings sehe ich es nicht als politisch unkorrekt an, einen Nicht-Öko-Strom-Anbieter zu wählen. Die meisten Anbieter von "rein alternativer Stromerzeugung" tricksen leider soundso.

Wenn Sie meinen, dass es unter den Photovoltaikproduzenten selbst schwarze Schafe gibt, bin ich da völlig Ihrer Meinung. Das zeigte sich vor allem bei Solar Millennium (ehemals Hersteller von Thermosolarkraftwerken z.B. in Spanien), wo meines Erachtens Anleger gezielt hinter's Licht geführt wurden, indem man das Unternehmen systematisch in die Insolvenz führte. Aber das widerspricht doch nicht dem, was ich in Bezug auf die Frage der sozialen Gerechtigkeit geschrieben habe.

Ihre Ansicht, es bliebe für den "kleinen Mann" nur "zwei Euro fünfzig" über, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe fast kein Bargeld investiert und schon nach 12 Jahren deckte sich meine Rückzahlungen inklusive Zins mit den Einnahmen. Und in drei oder vier Jahren - so schätze ich - geht die Rechnung sogar ohne versteckte Subventionen auf. Man sollte hier wirklich positiv denken.

Wie ich im Jahr 500 kwh Strom gespart habe? Ich habe viel Strom gespart mit dem Kauf eines neuen TVs, Kühl- und Gefrierschranks, Eingriffe in die Freiheiten "jüngerer" Familienmitglieder (Computer!), Abschaffung des Trockners, Ausschaltung der Stand-by Funktionen etc. Ich habe Geld ausgegeben für LEDs im Haus, was nicht gerade billig war. Zugegebenermaßen waren meine gekauften Geräte ganz schön in die Jahre gekommen, eines hatte den Geist aufgegeben. Die Kosten beliefen sich auf ca. 2400,- Euro.

Meine Einkommen? Muss ich denn jetzt ein Oberarzt an einem Krankenhaus sein (der wahrscheinlich weit über 40 Stunden in der Woche arbeitet), um mir dies leisten zu können? Da spare ich lieber Geld z.B. beim Autokauf, wo ich sehr geizig bin. Für mich bedeutet es einen größeren persönlichen Gewinn, bei meiner internen Energierechnung erfolgreich zu sein als bei der Größe meines Autos oder anderen Prestige-Sachen.

Meine Partei?? Ich würde mich nie einer Partei anschließen. Das Ziel der Energiewende ist im übrigen für mich absolut parteiübergreifend.

Zuletzt geändert von k.brenner, am 09.06.2012 um 19:07 Uhr
09.06.2012 19:26 Uhr
oetzi
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Zitat von k.brenner
 

mein Strombedarf wird zu 100 % aus Erneuerbarer Energie gedeckt. Mein Lieferant ist zertifiziert. Allerdings sehe ich es nicht als politisch unkorrekt an, einen Nicht-Öko-Strom-Anbieter zu wählen. Die meisten Anbieter von "rein alternativer Stromerzeugung" tricksen leider soundso.

Hallo dann können Sie doch bestimmt auch den Namen des Anbieter hier preisgeben, ich wechslen ja gerne, wenn ich die Umwelt schonen kann, und dann auch noch so viel Geld sparen kann.

 

 

Zitat von k.brenner
  Ich habe viel Strom gespart mit dem Kauf eines neuen TVs, Kühl- und Gefrierschranks, Eingriffe in die Freiheiten "jüngerer" Familienmitglieder (Computer!), Abschaffung des Trockners, Ausschaltung der Stand-by Funktionen etc. Ich habe Geld ausgegeben für LEDs im Haus, was nicht gerade billig war. Zugegebenermaßen waren meine gekauften Geräte ganz schön in die Jahre gekommen, eines hatte den Geist aufgegeben. Die Kosten beliefen sich auf ca. 2400,- Euro.

Nun meine Geräte sind noch nicht in die Jahre gekommen, doch real ergibt sich folgende Rechnung:

Kühlschrank ohne Gefrierfach bis 160l: (kwh pro Jahr)
Energieffizienzklasse A++: etwa 85-100 = 15-18 Euro
Energieeffizienzklasse A+: etwa 100-120 = 18-21 Euro
Energieeffizienzklasse A: etwa 120-150 = 21-27 Euro
Energieeffizienzklasse B: >150 = >27 Euro

Quelle:

http://www.clever.de/ratgeber/stromkosten-kuehlschrank_00145.php

Und jetzt rechnen wir mal weiter, die Geräte verlieren mit der Zeit an Effizienz, wie die Klima beim Auto, wobei beim Auto auch regelmässig eine Wartung durchgeführt wird. Somit ist der A++  Kühlschrank nach 6 Jahren nur noch ein A+ usw.

Mein Jahresverbrauch bei einer 4 köpfigen Familie liegt schon seit Jahren unter 3000 Kw/h, und Wäschtrockner gab es bei mir noch nie, also gibt es so gut kaum ein reales Einsparpotenzial, wie auch die Experten von der EZA mit bestätigten, also trifftt einen solche Erhöhungen voll.

 

 

Zitat von k.brenner
Da spare ich lieber Geld z.B. beim Autokauf, wo ich sehr geizig bin. Für mich bedeutet es einen größeren persönlichen Gewinn, bei meiner internen Energierechnung erfolgreich zu sein als bei der Größe meines Autos oder anderen Prestige-Sachen.

Nun auch hier gibt es sehr viel Einsparpotential, ich fahre lieber ein Auto mit Durchschnitt unter 5 liter, und das ist ein Familienauto mit 177 PS, kein großes aber es reicht aus.

Aber ist im Bereich Solar hier eine starke Lobby zu erkennen, die hier vermutlich massiv bestimmte Parteien unterstützt.
Denn Strom hat genau genommen einen großen Nachteil, es gibt keine wirtlschaftliche Möglichkeit den auf Dauer zu lagern, Kraftstoff oder Gas kann man lagern und bei Badarf abrufen. Somit sind wir auf Dauer, ohne sich irgendwelchen Mafias auszuliefern, auf kontanste Energiequellen angewiesen. Leider ist das Thema Kernfussion eingeschlafen, und die Fördermittel wurden schon lange gestrichen.

09.06.2012 20:03 Uhr
k.brenner
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Lieber Ötzi,

mein Stromanbieter ist "naturstrom". Er ist natürlich nicht der Billigste, was ich Ihnen sicher nicht sagen muss. Wenn ich Ihre Daten so ansehe, also 3000 kWh Strom bei vier Personen - das kann man nicht mehr unterbieten. Und die Rechnung mit dem Kühlschrank stimmt natürlich absolut. Mir scheint es so, als hätten Sie sowieso schon einen preiswerten Anbieter. Aber wie gesagt, bei uns machte es die Masse an Einsparungen und wir waren, zugegebenermaßen, zuvor nicht so umweltbewusst wie Sie. Das finde ich absolut spitze. Ich kann das nie erreichen, da ich zu Hause jeden Tag ca. 5 Stunden am Computer arbeiten muss. Gestern hat die Spülmaschine den Geist aufgegeben. Pro "Stern" bei A kann man im Jahr ca. 30 kWh sparen (Bosch-Gerät bei ca. 650,- Euro ohne Einbau)

Was die Speicherung anbelangt, wird sich sicher eine Möglichkeit geben, z.B. eben durch die Erzeugung von Gas, das dann wieder zur Stromerzeugung verwendet wird. Nicht weit von meiner Heimatgemeinde entfernt wird jetzt ein Pumpspeicherkraftwerk auf einer Anhöhe errichtet. Aber auch da bin ich eigentlich positiv gestimmt, dass das zu schaffen ist.

Natürlich verspricht (versprach?) die Kernfusion die unendliche Energiequelle. Allerdings erschienen mir die Ziele der Forschung hier noch weit optimistischer als bei den Erneuerbaren. In der Solarbranche werden (mit oder ohne Kürzung der Förderung) die besten überleben, da sie jetzt in eine Phase des weltweiten Wettbewerbs eingetreten ist. Sicher werden nur die besten in Deutschland überleben. Das gefällt mir nicht, aber dies vollzog sich ja auch in anderen Branchen. Deshalb sollte man die Solarenergie nicht unterschätzen. Sie hat aber nur einen Zweck in einem System der dezentralisierten Energieerzeugung, wie sie auch die Wirtschaftsexpertin Frau Kempf befürwortet. Eine Papierfabrik, die Strom in der Größenordnung einer Stadt mit 50000 Einwohner verbraucht, benötigt schon ein eigenes Wasserkraftwerk.

Trotz aller Probleme bin ich optimistisch und meine weiterhin, dass Leute wie Rösler eher dem ganzen hinderlich sind.

 

09.06.2012 20:12 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von k.brenner
 

Lieber Ötzi,

mein Stromanbieter ist "naturstrom".

Ohje. Das ist einer dieser garantiert solarstromfreien "Sauberstromdealer".

Warum schwärmen sie denn die ganze Zeit vom ach-do-dollen Fotovoltaikstrom, kaufen dann aber keine einzige kWh davon?

09.06.2012 20:21 Uhr
Gast_989792743
gelöscht
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Zitat von k.brenner
 ...
Außerdem sollte man sich auch einmal Gedanken machen, wer an der Einspeisungsvergütung verdient. Wer gut informiert ist, weiß, dass eben nicht nur die sogenannten "Besserverdiener" sich Photovoltaikanlagen leisten können, sondern eigentlich jeder, der Interesse daran hat, soweit er ein geeignetes Dach oder eine geeignete Freifläche besitzt. ..

Also, das ist jetzt so eine Art Perpetuum Mobile? Alle verdienen dran?

09.06.2012 20:36 Uhr
oetzi
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Zitat von k.brenner
 

Lieber Ötzi,

mein Stromanbieter ist "naturstrom". Er ist natürlich nicht der Billigste, was ich Ihnen sicher nicht sagen muss. Wenn ich Ihre Daten so ansehe, also 3000 kWh Strom bei vier Personen - das kann man nicht mehr unterbieten. Und die Rechnung mit dem Kühlschrank stimmt natürlich absolut. Mir scheint es so, als hätten Sie sowieso schon einen preiswerten Anbieter.

Nun günstig ist meiner auch nicht, es gäbe noch im Moment günstigere, Naturstrom 23,40 Cent +7,95€ pro Monat ist nicht der günstigste, aber noch erträglich. Nur wenn ich mir die Preis von 1990 anschaue sind jetzt schon die Energiepreise extrem gestiegen, und werden auch in Zukunft noch weirer steigen. Auch wenn man über dem Durchschnitt verdient, aber keiner Millionen auf dem Konto hat, frägt man sich einfac, können wir uns das auf Dauer leisten?

 

 

Zitat von k.brenner
  Aber wie gesagt, bei uns machte es die Masse an Einsparungen und wir waren, zugegebenermaßen, zuvor nicht so umweltbewusst wie Sie. Das finde ich absolut spitze. Ich kann das nie erreichen, da ich zu Hause jeden Tag ca. 5 Stunden am Computer arbeiten muss.

Notebooks brauchen im Verleich zu einem Stationären Rechner auch weniger Strom, ich arbeite auch sehr vielim Homeoffice, aber habe es mir angwöhnt, das ich nicht ein 19 Zoll Display brauche.

 

Zitat von k.brenner
 Was die Speicherung anbelangt, wird sich sicher eine Möglichkeit geben, z.B. eben durch die Erzeugung von Gas, das dann wieder zur Stromerzeugung verwendet wird.

Hier gibt es wieder das Problem, die Physik lässt sich leider nicht austricksen, bei jeder Umwandlung der Energie wird es Verluste geben.  Es mag ja in 50zig Jahren Energieträger geben welche dies vielleicht im erträglichen Rahmen schaffen, aber im Moment sind die max. 25% zu wenig.

 

 

Zitat von k.brenner
  Natürlich verspricht (versprach?) die Kernfusion die unendliche Energiequelle. Allerdings erschienen mir die Ziele der Forschung hier noch weit optimistischer als bei den Erneuerbaren.

Einstein war ein wirklicher Wissenschaftler, und das Problem die Energie zu bündlen, stellt mehr physikalische Hürden, als technische.  Nur leider gibt es an den normalen Schulen zu wenig Lehrer die so was unterrichten können.
Damit wäre selbst das Müllproblem keines mehr, klar das hier die Weiterentwicklung , ganze Industrien lahmlegen würde, wenn jeder seinen Mülll in Energie umwandeln würde.
http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/spezielle-relativitaetstheorie-einstein-legte-grundstein-fuer-kernfusion/2518954.html

Aber solches wäre Utopie, keine Abhängigkeit von irgendwelchen Lobbys, und das dürfte in keinem Sinn eines Politikers zu sein.

09.06.2012 20:51 Uhr
Dr.Hollywood
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@K.Brenner:

Nun ja, dumme Fragen: Leben sie noch bei der ganzen Stromsparerei? Oder habens sie sich zum Knecht des Sparens gemacht? Wegen 500 KW/h so ein Geschiss machen? Naja - muss jeder selber wissen!

09.06.2012 20:55 Uhr
Dr.Hollywood
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Zitat von oetzi

 

Notebooks brauchen im Verleich zu einem Stationären Rechner auch weniger Strom, ich arbeite auch sehr vielim Homeoffice, aber habe es mir angwöhnt, das ich nicht ein 19 Zoll Display brauche.

 Toll! Um ein paar Euro zu sparen benutzen sie ein kleines Display! Ihr Fernseher hat wahrscheinlich auch max. 19 Zoll - stimmts ? Hmmm, evtl sollten sie in der Zeitung weder bei Wohnungen unter Höhlen schauen - da ist meistens eine natürliche Klimaanlage mit enthalten....  

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