Donnerstag, 23. Mai 2013

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Der Kraftstoffpreis
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02.04.2012 13:28 Uhr
Ch. aus D.
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Beiträge: 4928

 

Zitat von hml

 

 Hmm, also ich kenne keine Klimanlage die bei Frost funktioniert,

 Das nennt sich dann "Wärmepumpe" und funktioniert problemlos auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (je nach Auslegung der Anlage mehr oder weniger weit drunter).

Aber vermutlich ist bei dem angesprochenen Akkupack einfach ein Heizelement mit dabei.

Wunderbar, ein Auto mit Standbyverbrauch. ;)

02.04.2012 13:29 Uhr
montebaldo
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Zitat von googelix
Den Knall nicht gehört

 

 Die, wie Sie es nennen, Bequemlichkeit wird absehbar zwangsläufig zu einer Neuorganisation vieler Lebensmodelle führen (müssen). Der zwischenzeitlich zum Unwort gewordene Begriff der Mobilität, die Trennung von Wohnen und Arbeiten, das dezentralisierte Leben auf dem Land, all diese Aspekte gehören auf den Prüfstand. Der Trend zur Urbanisierung ist weltweit auf dem Vormarsch und trägt dem vielfach bereits Rechnung. Das Doktern an den Symptomen (Spritpreis) wird sich zu einer Operation an den Ursachen (Dezentralisierung, uneingeschränkte Mobilität) wandeln müssen. Dass dabei viele bisher noch gewählte und als normal empfundene Lebensmodelle über die Wupper gehen werden, ist unausweichlich. Der Knall war schon längst zu vernehmen, die Masse hat ihn nur leider nicht gehört.

Die Begeisterung einiger Zukunftsforscher für den Trend zu größerer Urbanisierung kann ich nicht nachvollziehen und auch nicht, dass Sie dieses Pferdchen reiten, googelix.

Deutschland wird in absehbarer Zukunft an Einwohnerzahlen verlieren, es steht also nicht zu befürchten, dass man in großem Stil zusätzlich Boden versiegeln muss, um Leuten das Leben etwas abseits der großen Städte mit eigenem Haus und eigenem Garten zu ermöglichen. Vielmehr müsste man Bedenken haben, dass Dörfer, die ohnehin vielfach in erster Linie aus Ansiedlungen von Stadtflüchtern bestehen, künftig nach und nach leer stehen und verfallen würden. Wir beklagen diese Entwicklung im Osten und sehnen Sie für unsere westlichen dörflichen Gegenden herbei?

Ich habe es leopold schon mal geschrieben, dass ich diese Retro-Sehnsucht nicht verstehen kann und will. Mobilität vor allem individuelle Mobilität ist ein hohes Gut, für denjenigen, der sie schätzt und bewahrt sehen will, auch wenn andere sie nicht brauchen. Dieses erzieherische Denken, wir müssen zurück zu, erachte ich als falsch. Warum müssen wir - und warum denken die, die meinen, dass WIR müssen, nicht an jene, die sich Haus und Garten in einer Großstadt, in die verstärkt zugezogen wird, auf keinen Fall mehr werden leisten können? Ich verweise auch auf die dazu getätigten Ausführungen von hml.

Bislang wird der Druck zur Urbanisierung mit der Endlichkeit der Ölreserven und dem dadurch ins unermessliche ansteigenden Kraftstoffpreisen begründet. Diese nimmt man begeistert hin, ist noch begeisterter, dass sich die eigenen Prognosen bestätigen und verschwendet keinen Gedanken daran, dass die Forschung eben dahin getrieben werden muss, dass die Mobilität aus ohnehin vorhandenen Energiequellen, die weder auf kostbaren Bodenflächen künstlich gezüchtet werden müssen noch endlich sind, möglich sein wird.

Man kann sich doch nicht damit zufrieden geben, eine gewaltige Errungenschaft der Menschheit nicht zu nutzen, weil man zu bequem und uninteressiert ist, sich mit wirklich visionären Lösungen zu befassen. Die Batterien der E-Autos seien zu groß und schwer. Ja, was! Wie groß war denn der Z1 - Computer von Herrn Zuse? Und wie groß sind die Meisterwerke der Computertechnik heute? Es kann mir keiner erzählen, dass es da keine Lösungen gäbe, wenn man denn nur wirklich wollte.

Stattdessen (selbst)zufriedene Innenstadtbewohner: Wir müssen zurück zur Urbanisierung. Ja, warum denn, bitte? Wem's gefällt gerne, aber lassen Sie doch bitte die anderen Menschen nach ihrer Facon und ihrem Geldbeutel glücklich werden und unterstützen Sie die Suche nach einer Mobilität jenseits verbrennbarer Rohstoffe.

Das ist im Hinblick auf die Endlichkeit derselben nämlich in unser aller - auch in Ihrem Interesse. Denn auch wenn der Sprit teuer wird - wird er weiter verfahren. Dazu ist er eigentlich zu wertvoll - in Anbetracht dessen, was an Energie täglich auf unserer Erde ankommt und ungenutzt bleibt.

02.04.2012 13:34 Uhr
hml
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Zitat von Ch. aus D.

 

 Das nennt sich dann "Wärmepumpe" und funktioniert problemlos auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (je nach Auslegung der Anlage mehr oder weniger weit drunter).

Aber vermutlich ist bei dem angesprochenen Akkupack einfach ein Heizelement mit dabei.

Wunderbar, ein Auto mit Standbyverbrauch. ;)

 So ein System könnte also somit eigentlich nur dann zuverlässig funktionieren wenn es (über Nacht und gerade im Winter) grundsätzlich an ein Stromnetz angeschlossen ist um hier die "Heizung" mit Energie zu versorgen. Aber da kommt dann wieder die Infrastruktur ins Spiel, - welcher Laternenparker der z.b. in Miete wohnt hat (oder bekommt) bei sich schon einen (absperrbaren) Stromanschluss am Stellplatz.

02.04.2012 13:39 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von hml

 

 So ein System könnte also somit eigentlich nur dann zuverlässig funktionieren wenn es (über Nacht und gerade im Winter) grundsätzlich an ein Stromnetz angeschlossen ist um hier die "Heizung" mit Energie zu versorgen. 

 Eine Nacht sollte das Auto auch nur mit dem Akku überleben. Ich schätze mal, dass man höchstens 100W Heizleistung braucht, um den Akku auch in kalten Nächten vor dem Kältetod zu bewahren. Bei 20 kWh Akkukapazität ist sind nach zehn Stunden dann also 5% weg.

/edit: Ich war von "üblichen" Elektroautos ausgegangen, der Tesla Roadster hat aber 56 kWh Akkukapazität. Davon lässt sich natürlich länger heizen, bzw. auch eine höhere Heizleistung bereitstellen, falls notwendig.

Aber auch "nur" 50-100W sind schon eine Menge Holz. Damit werden sämtliche "Standbyeinsparmaßnahmen" durch ausgesteckte Computer, Fernseher und Handyladegeräte wieder aufgefressen.

Zuletzt geändert von Ch. aus D., am 02.04.2012 um 13:42 Uhr
02.04.2012 13:43 Uhr
Martin
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Zitat von Ch. aus D.
 

Eine Nacht sollte das Auto auch nur mit dem Akku überleben. Ich schätze mal, dass man höchstens 100W Heizleistung braucht, um den Akku auch in kalten Nächten vor dem Kältetod zu bewahren. Bei 20 kWh Akkukapazität ist sind nach zehn Stunden dann also 5% weg.


Eines unserer Autos hängt am Dauerladegerät in der Garage, weil wir es selten fahren. Das Teil verbrät - wenn ich es recht im Kopf habe - 600 mWh. Also vernachlässigbare Größen, selbst wenn ein reines E-KFZ das 10 oder gar 100fache benötigen sollte.

Martin

02.04.2012 13:50 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von Martin

 


Eines unserer Autos hängt am Dauerladegerät in der Garage, weil wir es selten fahren. Das Teil verbrät - wenn ich es recht im Kopf habe - 600 mWh.

 600 Milliwattstunden? Und in welchem Zeitraum verbrät es die?

Ein E-Auto, das seinen Akku in eiskalten Nächten mit 100W wärmen muss, verbrät pro Nacht ungefähr eine Kilowattstunde. Und jetzt rechnen sie mal mit einer Million oder mit zehn Millionen davon. Zehn GWh in einer kalten Winternacht, nur um arme Akkus vor dem Erfrieren zu retten.

02.04.2012 14:18 Uhr
Martin
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Zitat von Ch. aus D.
 
600 Milliwattstunden? Und in welchem Zeitraum verbrät es die?


Sie stellen Fragen. Keine Ahnung, habs noch nicht gemessen. Das Ding läuft auch nicht durchgehend, sondern lädt und entlädt wechselweise die Batterie, da das für den Bleiakku angeblich besser ist. Zumindest ist unser Stromverbrauch nicht gestiegen, seit wir das Teil vor einigen Jahren angeschafft haben. Also kann der Verbrauch auch nicht so fürchterlich hoch sein.

 

Zitat von Ch. aus D.
 
Ein E-Auto, das seinen Akku in eiskalten Nächten mit 100W wärmen muss, verbrät pro Nacht ungefähr eine Kilowattstunde. Und jetzt rechnen sie mal mit einer Million oder mit zehn Millionen davon. Zehn GWh in einer kalten Winternacht, nur um arme Akkus vor dem Erfrieren zu retten.

 
Wie viele Heizdecken und Radiatoren laufen in einer kalten Winternacht? Zudem sind ja nicht alle Laternenparker, in den meisten Garagen wird es bei weitem nicht so kalt wie draußen. Außerdem ist Stand heute nicht zu befürchten, dass alle am gleichen Tag auf ein E-KFZ umsteigen.

Martin

02.04.2012 15:07 Uhr
Redaktion
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Immer mehr Politiker wollen Pendlerpauschale erhöhen
Steigt bald die Pendlerpauschale? Angesichts der hohen Benzinpreise können sich immer mehr Politiker eine Erhöhung der steuerlichen Pauschale vorstellen.
Immer mehr Politiker wollen Pendlerpauschale erhöhen

________
www.augsburger-allgemeine.de - Alles was uns bewegt

02.04.2012 15:07 Uhr
tom1212
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tja . . .

und schon grenzen unsere "intelligenten" Politiker schon wieder die Nutznießer für mögliche Einsparungen ein und "fordern" noch mehr Bürokratie . . .

. . . anstatt einfach die Steuern und Steuern auf Benzin zu reduzieren und damit ALLEN Verbrauchern einen Vorteil zu ermöglichen! 

02.04.2012 17:04 Uhr
hml
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Zitat von tom1212
tja . . .

und schon grenzen unsere "intelligenten" Politiker schon wieder die Nutznießer für mögliche Einsparungen ein und "fordern" noch mehr Bürokratie . . .

. . . anstatt einfach die Steuern und Steuern auf Benzin zu reduzieren und damit ALLEN Verbrauchern einen Vorteil zu ermöglichen! 

Erhöhung der Pendlerpauschale, ....das wurde doch von Merkel schon wieder abgelehnt, was anders braucht man doch von dieser Regierung eh nicht erwarten....also keine Sorge, für uns wird es schon nicht billiger

02.04.2012 18:09 Uhr
Gast_963760819
gelöscht
Beiträge: 8106
Der Knall war schon längst zu vernehmen, die Masse hat ihn nur leider nicht gehört.

 

Zitat von googelix
Den Knall nicht gehört

 

 Die, wie Sie es nennen, Bequemlichkeit wird absehbar zwangsläufig zu einer Neuorganisation vieler Lebensmodelle führen (müssen).

Der zwischenzeitlich zum Unwort gewordene Begriff der Mobilität, die Trennung von Wohnen und Arbeiten, das dezentralisierte Leben auf dem Land, all diese Aspekte gehören auf den Prüfstand. Der Trend zur Urbanisierung ist weltweit auf dem Vormarsch und trägt dem vielfach bereits Rechnung.

Das Doktern an den Symptomen (Spritpreis) wird sich zu einer Operation an den Ursachen (Dezentralisierung, uneingeschränkte Mobilität) wandeln müssen.

Dass dabei viele bisher noch gewählte und als normal empfundene Lebensmodelle über die Wupper gehen werden, ist unausweichlich.

Der Knall war schon längst zu vernehmen, die Masse hat ihn nur leider nicht gehört. Daumen rauf

Daumen rauf TOP! So sieht die Zukunft aus. Wir müssen nur ALLE wollen!

________

02.04.2012 18:09 Uhr
cato
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Zitat von hml
 

 

Erhöhung der Pendlerpauschale, ....das wurde doch von Merkel schon wieder abgelehnt, was anders braucht man doch von dieser Regierung eh nicht erwarten....also keine Sorge, für uns wird es schon nicht billiger

Bringt alles nichts, weil die Treibstoffpreise so lange steigen, solange so gefahren, d.h. Sprit gekauft wird. Da haben Öler ihre (durchaus durchschaubaren) Tricks.

Wenn einmal eine Woche nur diejenigen tanken würden, die unbedingt müssen, d.h. der Verbrauch um ein Drittel oder gar die Hälfte sinken würde, wären die Preise gleich moderat.

02.04.2012 18:14 Uhr
pkeszler
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Wem nutzt die Erhöhung der Pendpauschale?

Eine höhere Pendlerpauschale führt nicht zu niedrigeren Preisen an den Zapfsäulen. Nach Ansicht der Grünen würde eine Erhöhung der Pendlerpauschale um 5 oder 10 Cent nur in die Taschen der Mineralölkonzerne fließen. Die Pendlerpauschale fördert außerdem die weitere Zersiedlung rund um die Ballungsgebiete und nützt nicht in erster Linie denen, die wenig verdienen. Die haben unter dem Strich auch nur wenig von einer höheren Pendlerpauschale. Nutznießer sind dagegen Gutverdiener, denn sie können mit deutlichen Steuererstattungen rechnen. Je mehr ich verdiene, desto mehr kann ich auch bei der Steuererklärung absetzen - womit sich wieder der Kreis zur FDP schließt. Für ihre gut ausgestattete Klientel, die vorwiegend mit großen spritfressenden Autos fahren, wäre es tatsächlich ein Segen im Portemonnaie. Für die FDP, die am Ertrinken ist, soll die Erhöhung der Pendlerpauschale der dringend benötigte Rettungsring sein.

02.04.2012 18:50 Uhr
Freigeist01
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Ganz vergessen?

Habt Ihr den genz vergessen, das unser Staat bei den Spritpreisorgien ebenfalls recht kräftig mitverdient.

Das erklärt vielleicht die Unlust etwas gegen die Preise zu tun.

Wer sägt schon an dem ast auf dem er sitzt.

02.04.2012 18:51 Uhr
Gast_963760819
gelöscht
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Zitat von cato
 

 

Bringt alles nichts, weil die Treibstoffpreise so lange steigen, solange so gefahren, d.h. Sprit gekauft wird. Da haben Öler ihre (durchaus durchschaubaren) Tricks.

Wenn einmal eine Woche nur diejenigen tanken würden, die unbedingt müssen, d.h. der Verbrauch um ein Drittel oder gar die Hälfte sinken würde, wären die Preise gleich moderat.

WÄREN! Breites Grinsen

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