Samstag, 25. Mai 2013

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Ja zur ICE-Strecke, Nein zu Stuttgart 21
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28.10.2010 13:48 Uhr
UncleWilliam
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Zitat von Klartexter
Oft waren Sie noch nicht am Hauptbahnhof. Beispielsweise endet die BRB aus Friedberg an Gleis 2, und damit ist das Gleis bis zur Rückfahrt nach Friedberg wenigstens 20 Minuten blockiert...
Ich bin fast jeden Arbeitstag am Hbf, aber sehr wahrscheinlich zu Arbeitszeiten, wo Sie noch im Bett liegen. Außerdem ist nicht das ganze gleis 2 blockiert. Hier könnten, wenn gewünscht und notwendig, durchaus Fahrten in die andere Richtung stattfinden, bzw. Züge von dort einfahren.
28.10.2010 14:06 Uhr
UncleWilliam
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Zitat von SüdMensch
Lieber Uncle, wenn man Ihre Beoträge liest, dann fragt man sich schon, warum Sie -bei diesem glänzenden Fachwissen, welches Sie hier so gekonnt zur Schau stellen- nicht im strategischen Planungsstab der DB Netz AG arbeiten. :blink: Die Betriebsführung am Stuttgarter Hauptbahnhof würde nur dann zum Glücksspiel, wenn man Leute wie Sie ranließe, die aus jeder Richtung die 16 Bahnsteiggleise anfahren wollen. Wenn man sich aber an die von der Technik und der Logik gesetzte Regeln hält, geht auch kein Zug verloren. Nur darf man halt nicht von aktuell 16 stets verfügbaren Gleisen im status quo ausgehen, was aber gerne von den S21-Gegnern (wie auch von Ihnen) behauptet wird. Auch die von Ihnen gerühmte Betriebsführung in Augsburg Hbf hat zwar tatsächlich 10 Zufahrtsgleise (übrigens sind's sogar 12, wenn man die am ehemaligen Haltepunkt Hirblinger Straße ausfädelnden Gütergleise noch mitrechnet), aber die Gleise sind bei der Zuführung nicht höhenfrei, sondern kreuzen sich ebenerdig, was die tatsächliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Ebenso wird in Augsburg "auf Signale" gefahren, was zusätzlich die Leistung begrenzt, da die Kreuzungsnotwendigkeit zusammen mit dem festen Raumabstand von mindestens 2.300 m (um den nachfolgenden Zug nicht zum vorzeitigen Anhalten zu zwingen) lange Zugabstandszeiten mit sich bringt. Nebenbei werden in Augsburg auch -wie bereits mehrfach geschildert- die Gleise für die beginnenden oder endenden Züge benötigt, da für die Betriebsfahrten vom und zum Betriebswerk Rangierfahrten notwendig sind, bzw. die Züge sogar am Bahnsteig "behandelt" werden (oder schlicht auf die nächste "Leistung" warten). All das entfällt in S21. In Stuttgart 21 erfolgt zudem die Zuführung im Regelbetrieb höhenfrei (das bedeuten nämlich die gestrichelten Kreuzungen), was die Anzahl der Fahrstraßenausschlüsse reduziert und in der Regel Paralleleinfahrten aus allen vier Richtungen gleichzeitig bei gleichzeitigen vier Ausfahrten zulässt. Dazu kommt dann noch eine Betriebsführung mit ETCS und Hochleistungsblock sowie das Fahren im Teilblockmodus, was das Nachfahren auf bereits geräumte Fahrwegabschnitte zulässt und damit den räumlichen Abstand (und die zeitliche Abfolge) der Züge deutlich verkürzen hilft. Als Lektüre für die Leistungsfähigkeit und die tatsächlich erforderlichen Aufenthaltszeiten von Zügen empfehle ich einen Blick in eine Präsentation der DB Netz AG zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der S-Bahn München. Besonders anschaulich ist die Darstellung des erzielbaren Effekts auf den Seiten 27 und 28. In der Spitzenzeit werden heute in München auf der Stammstrecke so Zugfolgezeiten von 90 Sekunden realisiert, die das Anrücken des Zuges, den Fahrgastwechsel und das Räumen des Bahnsteigbereiches beinhalten. (Bevor jetzt wieder einschlägige Vermutungen aufkommen: Ich bin nicht der Autor der Präsentation. Diese stammt aus einem Alumni-Seminar an der TUM von 2005: TUM - Vortraege ) Ach ja. Wegen des zusätzlichen, noch zu bauenden Bahnsteigs in Ihrem Vergleich mit Augsburgs Hauptbahnhof: Da Sie ja -als Augsburger- gemäß Ihrer Fußzeile alles besser wissen, wissen Sie bestimmt auch, dass der zusätzliche Bahnsteig in Augsburg für die Einführung der Augsburger Regional-S-Bahn benötigt wird. Dafür braucht man aber in Stuttgart keinen zusätzlichen Bahnsteig mehr, da's den ja schon im bereits vorhandenen Tiefbahnhof mit zwei Bahnsteiggleisen und sechs Zufahrtsgleisen gibt (2 aus der Innenstadt, 2 aus Bad Cannstatt und 2 vom Nordbahnhof). Das macht dann bei Einbeziehung der S-Bahn 10 Bahnsteiggleise mit 14 Zufahrtsgleisen. Ist jetzt zugegebenermaßen eine schräge Argumentation, aber wenn Sie jetzt schon selbst mit der S-Bahn anfangen, bitte... Nix für ungut, aber sie sollten endlich das Nuckeln am Williams aufhören. Dann haben Sie auch wieder einen klaren Blick auf die Tatsachen. :yes
So weit der (inoffizielle) Pressesprecher der Bahn. Da hat also S21 in Zukunft keine endenden bzw. beginnenden Züge mehr. Interessant was Sie da behaupten. Ist ähnlich nachvollziehbar wie die Aussage der S21 Befürworter, daß K21 bestenfalls 28 - 32 Züge pro h verkraftet. Die sollen mal in den offiziellen Ankunfts-/Abfahrtsplan für Stuttgart Hbf schauen, der für alle im Internet zugänglich ist. Da gibts viele Stunden, wo mehr als 32 Züge abgefertigt werden. Dabei habe ich die S-Bahnen gar nicht mitgezählt und durchgehende Züge nur einmal, zB Zuglauf München - Frankfurt. Mir ist vollkommen klar, daß wir in Augsburg Bahnsteig F brauchen, um S-Bahnverkehr zu realisieren. Trotzdem halte ich die Kapazität von S21 nach wie vor zu gering und jede Erweiterung kostet unterirdisch ne Menge Geld. Ich bin kein Verfechter von K21, bin auch für einen Durchgangsbahnhof, aber der braucht doch hirnrissigerweise nicht als U-Bahnhof gebaut werden. Über Fahren im Teilblockmodus und ähnliche Sicherheitseinrichtungen der Bahn bin ich bestens aus erster Hand informiert, da ich in der Familie genügend "Eisenbahner" habe, wovon einige sogar im Betriebsdienst sprich Stellwerk arbeiten. Außerdem trinke ich keinen Williams, da haben Sie meinen Usernamen vollkommen falsch verstanden. Ich unterstelle Ihnen ja aufgrund Ihres Namens hier auch nicht, Sie kämen aus Afrika.
28.10.2010 15:10 Uhr
SüdMensch
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Zitat von UncleWilliam
So weit der (inoffizielle) Pressesprecher der Bahn. Da hat also S21 in Zukunft keine endenden bzw. beginnenden Züge mehr. Interessant was Sie da behaupten. Ist ähnlich nachvollziehbar wie die Aussage der S21 Befürworter, daß K21 bestenfalls 28 - 32 Züge pro h verkraftet. Die sollen mal in den offiziellen Ankunfts-/Abfahrtsplan für Stuttgart Hbf schauen, der für alle im Internet zugänglich ist. Da gibts viele Stunden, wo mehr als 32 Züge abgefertigt werden. Dabei habe ich die S-Bahnen gar nicht mitgezählt und durchgehende Züge nur einmal, zB Zuglauf München - Frankfurt. Mir ist vollkommen klar, daß wir in Augsburg Bahnsteig F brauchen, um S-Bahnverkehr zu realisieren. Trotzdem halte ich die Kapazität von S21 nach wie vor zu gering und jede Erweiterung kostet unterirdisch ne Menge Geld. Ich bin kein Verfechter von K21, bin auch für einen Durchgangsbahnhof, aber der braucht doch hirnrissigerweise nicht als U-Bahnhof gebaut werden. Über Fahren im Teilblockmodus und ähnliche Sicherheitseinrichtungen der Bahn bin ich bestens aus erster Hand informiert, da ich in der Familie genügend "Eisenbahner" habe, wovon einige sogar im Betriebsdienst sprich Stellwerk arbeiten.
Wenn Sie schon so tolle Informationen aus erster Hand in der Familie haben, dann können Sie sich ja mal über den Unterschied zwischen Zug- und Rangierfahrten austauschen. In Stuttgart 21 beginnende und endende Züge werden als Zugfahrt mit vsl. "normaler" Haltezeit rein- oder rausgefahren. Die Zugfahrt endet erst im (dann neuen) Abstellbahnhof Obertürkheim. Daher enden oder beginnen (betrieblich gesehen) eben keine Züge in S21. Dass Sie die Kapazität von S21 für zu gering halten, beruht auf welcher Erkenntnis? Dass es die Befürworter von K21 oder die selbsternannten Parkschützer behaupten?

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28.10.2010 15:25 Uhr
UncleWilliam
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Zitat von SüdMensch
Wenn Sie schon so tolle Informationen aus erster Hand in der Familie haben, dann können Sie sich ja mal über den Unterschied zwischen Zug- und Rangierfahrten austauschen. In Stuttgart 21 beginnende und endende Züge werden als Zugfahrt mit vsl. "normaler" Haltezeit rein- oder rausgefahren. Die Zugfahrt endet erst im (dann neuen) Abstellbahnhof Obertürkheim. Daher enden oder beginnen (betrieblich gesehen) eben keine Züge in S21. Dass Sie die Kapazität von S21 für zu gering halten, beruht auf welcher Erkenntnis? Dass es die Befürworter von K21 oder die selbsternannten Parkschützer behaupten?
So reden Oberlehrer und Besserwisser. lesens doch meine Einträge von Anfang an, dann wissens, warum ich skeptisch wegen der Kapazität bin.
28.10.2010 15:29 Uhr
SüdMensch
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Zitat von observer
Interessant ist auch die Stellungnahme des MVV zum Ausbau der S-Bahn Stammstrecke:
Zitat von MVV-München Die hohe Auslastung fördert Verspätungsübertragung

Quelle: http://www.mvv-muenchen.de/web4archiv/objects/download/1/folder_2_s-bahn-tunnel_download.pdf

Stimmt schon. Aber da Sie mir bereits früher eine selektive Darstellung der Fakten vorgeworfen haben, darf ich Ihre hier vorgenommene Selektion sicher ergänzen: Die von Ihnen genannte Kapitelüberschrift findet sich unter der Schlagzeile: "Die vorhandene Stammstrecke reicht nicht mehr" aus der Broschüre "2. S-Bahn-Tunnel - Eine Investition für die Zukunft der S-Bahn München" Die Überschrift spiegelt einfach wider, dass bei Ausreizung der technischen Grenzen einer Bahnstrecke Störungen selbstverständlich -allein aufgrund der höheren Anzahl von betroffenen Zügen- eine höhere Relevanz für das Verbundsystem haben als auf "normal" betriebenen Strecken und Bahnhöfen mit höheren Pufferzeiten. Bei der 90-Sekunden-Folgezeit in der HVZ in München hat man das technisch machbare aus dem Tunnel herausgeholt. Ein "Mehr" an Leistungsfähigkeit gibt's nur durch einen (hier zusätzlichen) Neubau. Ähnlich verhält es sich bei K21. Es soll aus einem bestehenden Nadelöhr das technisch machbare herausgeholt werden. Würde man dies tun, hätte man zwar zunächst einen gewissen leistungsmäßigen Zugewinn (ggf. auf Kosten der Fahrplanstabilität), würde aber dann trotzdem irgendwann an eine technische Leistungsgrenze stoßen, die bei einem Kopfbahnhof einfach -technisch bedingt- niedriger liegt als bei einem Durchgangsbahnhof. Für das Herausholen des technisch Machbaren würde man vsl. einen ähnlichen Betrag wie für S21 benötigen und müsste trotzdem noch (bisher aufgeschobene) Sanierungskosten zuzüglich der Auflösungskosten des laufenden Projekts S21 irgendwie "stemmen".

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28.10.2010 19:56 Uhr
observer
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Optimale Störungen
Zitat von SüdMensch
Stimmt schon. Aber da Sie mir bereits früher eine selektive Darstellung der Fakten vorgeworfen haben, darf ich Ihre hier vorgenommene Selektion sicher ergänzen:
Natürlich! Das mit der "selektiven Faktenauswahl" war übrigens kein Vorwurf sondern eine Feststellung. Ich stelle diese Neigung auch bei den S21 Gegnern fest. Zum Thema: Meine Einlassung war so aufzufassen das eine Optimierung der Gleiskapazitäten offensichtlich auch mit Problemen bei der Auswirkung von Störungen einhergeht. Im - von Ihnen aufgeführten - Beispiel mit der Münchner S-Bahn wurde das vom MVV ja auch so dargestellt und damit die Notwendigkeit einer Kapazitätserweiterung durch die zweite Stammstrecke teilweise begründet. Im Falle von S21 mit seiner - wie von Ihnen angeführten - vergleichbaren Optimierung müssen die folglich resultierenden Risiken und deren Management dann ebenfalls diskutiert werden. +Privat+Privat+Privat+

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Man kann über alles schreiben aber nicht über mehr als 50 Zeilen.

28.10.2010 20:54 Uhr
666
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hatten wir den schon?
28.10.2010 20:58 Uhr
Bullinger
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28.10.2010 21:54 Uhr
rfederle
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Was wird aus uns Menschen, wenn der Liebe Kraft in unserem Herzen nachlässt und vergeht? (Veronika Raila 2003)

28.10.2010 23:18 Uhr
Herr Schaftszeiten
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Zitat von Bullinger
Aha...;) Jetzt beginnt die Märchenstunde.:)
Weil, es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Der Pfeffersprayer in dem Polizeivideo muss ein Agent Provocateur gewesen sein, andernfalls wären die betroffenen Polizisten eingeschritten. Er hat ja auch professionell nach unten gezielt, um bloss keinen Kollegen zu verletzen. So einfach ist das. Wie lange wollt ihr Untertanen euch noch verarschen lassen?

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Nur in Deutschland können Kommunisten ungestraft Artikel in Zeitungen schreiben, können in unseren Parlamenten das große Wort schwingen oder, wie auf vielen Internetseiten bezeugt, Drogen in unser...

29.10.2010 06:11 Uhr
Bullinger
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Weil, es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Der Pfeffersprayer in dem Polizeivideo muss ein Agent Provocateur gewesen sein, andernfalls wären die betroffenen Polizisten eingeschritten. Er hat ja auch professionell nach unten gezielt, um bloss keinen Kollegen zu verletzen. So einfach ist das. Wie lange wollt ihr Untertanen euch noch verarschen lassen?
Ich bin nicht nur Untertan sondern auch noch ausführendes Werkzeug meines Heimatlandes...:) Das ist mein Job und damit verdiene ich mein Geld Sie kleiner Mosaikstein Deutschlands. Außerdem ich bin schon seit über 36 Jahren Untertan unter verschiedenen Regierungen. Ob Rot ,Grün oder Schwarz. Jeder hat seine Spinner... Man stellt sich bloß immer alles so leicht vor.Manche Dinge wiederholen sich...
29.10.2010 08:20 Uhr
SüdMensch
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Zur Leistungsfähigkeit von Tunnelbahnhöfen...
Zitat von UncleWilliam
So reden Oberlehrer und Besserwisser. lesens doch meine Einträge von Anfang an, dann wissens, warum ich skeptisch wegen der Kapazität bin.
Dann gebe ich Ihnen gerne mal Nachhilfe in möglichen Kapazitäten von Tunnelbahnhöfen: Mehr als 1.500 Züge am Tag, 520.000 Bahn-Reisende täglich bei nur 7 (!) Bahnsteiggleisen. Und das als zentraler Regionalbahn-Knotenpunkt mitten in der 12-Millionen-Metropole der Île de France. Kann das funktionieren? Ja, in Paris: Gare de Châtelet - Les Halles - Wikipédia Auf deutsch: Châtelet Les Halles ? Wikipedia Gleisplan: http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Gare_de_Chatelet_Les_Halles_track_map.svg Haben Sie einen nachvollziehbaren Grund dafür, warum das in Paris seit 1977 klappt, aber in Stuttgart 21 bei geringeren Reisenden- und Zugzahlen nicht funktionieren soll?

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29.10.2010 09:53 Uhr
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Zitat von SüdMensch
Dann gebe ich Ihnen gerne mal Nachhilfe in möglichen Kapazitäten von Tunnelbahnhöfen: Mehr als 1.500 Züge am Tag, 520.000 Bahn-Reisende täglich bei nur 7 (!) Bahnsteiggleisen. Und das als zentraler Regionalbahn-Knotenpunkt mitten in der 12-Millionen-Metropole der Île de France. Kann das funktionieren? Ja, in Paris: Gare de Châtelet - Les Halles - Wikipédia Auf deutsch: Châtelet Les Halles ? Wikipedia Gleisplan: Fichier:Gare de Chatelet Les Halles track map.svg - Wikipédia Haben Sie einen nachvollziehbaren Grund dafür, warum das in Paris seit 1977 klappt, aber in Stuttgart 21 bei geringeren Reisenden- und Zugzahlen nicht funktionieren soll?
Bei dem aufgeführtem Bahnhof handelt es sich um eine Anlage für den Nahverkehr, vergleichbar mit der hiesigen S-Bahn die - typisch für Paris - über ein Tunnelsystem mit der Metro (U-Bahn) verbunden ist. Die anderen Pariser Bahnhöfe mit Fernverkehr, die mit Stuttgart vergleichbar wären, sind - soweit mir bekannt - Kopfbahnhöfe. Anekdote: Die Umsteigezeiten sind dort auch deshalb kurz weil der gemeine Pariser zu diesem Zwecke einfach die Gleise überquert:). (ich habe mich nicht getraut:no:). Insgesamt fehlt mir eine objektiver Vergleich zwischen S21 und einem neu konzpierten K21 und eine Diskussion über weitere alternative Konzepte Wo ist der Kompromiss bei Stuttgart 21? (International, NZZ Online). +Privat+Privat+Privat+

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29.10.2010 10:14 Uhr
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Zitat von observer
Bei dem aufgeführtem Bahnhof handelt es sich um eine Anlage für den Nahverkehr, vergleichbar mit der hiesigen S-Bahn die - typisch für Paris - über ein Tunnelsystem mit der Metro (U-Bahn) verbunden ist. Die anderen Pariser Bahnhöfe mit Fernverkehr, die mit Stuttgart vergleichbar wären, sind - soweit mir bekannt - Kopfbahnhöfe. Anekdote: Die Umsteigezeiten sind dort auch deshalb kurz weil der gemeine Pariser zu diesem Zwecke einfach die Gleise überquert:). (ich habe mich nicht getraut:no:). Insgesamt fehlt mir eine objektiver Vergleich zwischen S21 und einem neu konzpierten K21 und eine Diskussion über weitere alternative Konzepte Wo ist der Kompromiss bei Stuttgart 21? (International, NZZ Online). +Privat+Privat+Privat+
Ob der Bahnhof nun "im Nahverkehr" oder "im Fernverkehr" betrieben wird hat auf die technische Betriebsführung (und nur um die geht es bei der Beurteilung der Kapazität) keine Auswirkungen. Der von mir verlinkte RER-Bahnhof wird mit einer der Münchener S-Bahn vergleichbaren Leit- und Sicherungstechnik betrieben, die Außenäste der Linien werden (wie bei der Münchener S-Bahn) über normale Streckengleise (und damit Signalanlagen) der SNCF betrieben. Die Münchener S-Bahn wird auf den Außenstrecken mittels normaler Streckensignalisierung und auf der Stammstrecke via LZB geleitet. Daher darf wegen der gleichwertigen Voraussetzungen der Vergleich in der Betriebsführung zwischen dem Bahnhof Châtelet und S21 durchaus gemacht werden. Laut Wikipedia sind für S21 unter 900 Züge am Tag geplant. In Châtelet werden pro Tag mehr als 1.500 Züge bei einem Bahnsteiggleis weniger durchgeführt. Ich sehe daher keinen Grund, warum S21 betriebstechnisch "unmöglich" oder gar "unsinnig" sein soll, wenn in Paris viel mehr Züge pro Tag auf einer um 12,5 % kleineren Infrastruktur durchgeführt werden können.

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29.10.2010 10:58 Uhr
SüdMensch
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Zitat von observer
(...) Die anderen Pariser Bahnhöfe mit Fernverkehr, die mit Stuttgart vergleichbar wären, sind - soweit mir bekannt - Kopfbahnhöfe.
Ja. Das liegt aber ganz wesentlich daran, dass der "gemeine Franzose" (um Ihre ormulierung aufzugreifen) -zumindest bisher- nach Paris wollte. Dort angekommen war er am monozentrischen Ziel seiner Wünsche. :D "Umsteigen" heißt in Paris die Verwendung von Taxis oder Metro, da die Verbindungen zu den Kopfbahnhöfen nach den Regionen sortiert sind. Möchte man also von Strasbourg nach Bordeaux kein Flugzueg sondern den TGV verwenden, muss man am Gare de l'Est aussteigen und dann mit Taxi oder Metro ca. 30 min zum Gare Montparnasse kutschen um dann dort in den TGV Atlantique einzusteigen. Oder man findet einen der seltenen direkten Züge, die über die Interconnexion Est nur fast bis Paris fahren und dann an Paris vorbeirauschen. Daher sind die Pariser Kopfbahnhöfe nicht gut mit den Verhältnissen in Stuttgart oder Deutschland vergleichbar.
Zitat von observer
Anekdote: Die Umsteigezeiten sind dort auch deshalb kurz weil der gemeine Pariser zu diesem Zwecke einfach die Gleise überquert:). (ich habe mich nicht getraut:no:).
Gut so. Ansonsten hätte ich gefragt, ob die Moderation gar so auf's Gemüt schlägt, dass man Todessehnsucht bekommt... ;)
Zitat von observer
Insgesamt fehlt mir eine objektiver Vergleich zwischen S21 und einem neu konzpierten K21 und eine Diskussion über weitere alternative Konzepte Wo ist der Kompromiss bei Stuttgart 21? (International, NZZ Online).
Das Problem bei "Kompromiss-"Lösungen z.B. "Fernverkehr im Tunnel unten, Nahverkehr im Kopfbahnhof oben" haben in diesemFalle stets das Problem, dass man sich auch die Nachteil von beiden Varianten "einkauft". Im geschilderten Fall: der Tunnelbau und die temporäre Belastung im Schlossgarten müssen trotzdem erfolgen, während man für den verbleibenen Kopfbahnhof weiterhin den hohen innerstädtischen Landverbrauch hat. Die einzig sinnvolle tatsächliche Alternative wäre ein Durchangsbahnhof außerhalb des Talkessels, irgendwo zwischen Kornwestheim und Obertürkheim. Allerdings wurden ähnliche Ideen bereits im Vorfeld von der Politik abgelehnt und ebenso würde der Platz dafür fehlen und die Anbindung des Flughafens wäre auch offen. S21 erledigt einfach die meisten Aufgabenstellungen in diesem Projekt am besten.

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