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#1 (permalink) | |
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Atomausstieg: Unverständnis für den deutschen Sonderweg
Deutschland steht mit seinem Ausstieg in Europa weitgehend isoliert da. Viele Nachbarn halten die Kernenergie für unverzichtbar. Der Kurs der Bundesregierung bereitet ihnen Sorgen. Atomausstieg: Unverständnis für den deutschen Sonderweg |
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#2 (permalink) | |
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Ja, so traurig die Sache auch ist, ich bin Momentan gegen den Atomausstieg! Mal ganz davon abgesehen, dass es ne 180-Grad-Drehung unserer lieben Politiker ist, die ihresgleichen sucht...und alles andere als ehrlich aussieht. Damit gewinnt man bestimmt nicht mehr Wählerstimmen, als man durch Unglaubwürdigkeit verliert. In diesem Sinne schönes Wochenende |
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#3 (permalink) | |
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Deutscher Sonderweg ?
Hat da jemand einen alten Artikel aus der Schublade gezogen ?
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#4 (permalink) | |
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Österreich ist erst gar nicht eingestiegen.
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#5 (permalink) | |
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!!!
Weil Österreich geografisch ganz andere Vorraussetzungen zur Nutzung regenerativer Energien hat! Länder kann man diesbezüglich nicht "gleich" machen. Man frägt ja auch nicht warum Bayern kein Erdöl wie in Saudi-Arabien fördert... Jeder muss das beste daraus machen was er hat. Darum hatte auch Japan keine andere Möglichkeit als auf KKW zu setzen. Es ist und bleibt nunmal eine Insel ohne all zu viele Alternativen! Ländervergleiche hinken; siehe EuroZone! |
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#6 (permalink) | |
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Beinhaltet der Atomausstieg eigentl auch das aus für die Fusion? Ich hoffe nicht - wobei Politiker halt generell nur bis zur nächsten Wahl denken. |
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#7 (permalink) | |
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Außerdem nutzt Österreich auch Strom aus Kernenergie, nur stehen die Kraftwerke halt woanders. Mit diesem Strom kann man nämlich prima die ganzen Pumpspeicherkraftwerke befüllen, und wenn was übrigbleibt, ihn teuer (als Spitzenlaststrom) wieder zurückverkaufen. |
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#8 (permalink) | |
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Österreich
Kann man für Wasserkraft vielleicht nachvollziehen. Haben Sie da auch Zahlen, was Sonne, Wind, Geothermie und Biomasse angeht ? |
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#9 (permalink) | |
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Leider nichts objektives und brauchbares... Allerdings habe ich bei meinen Reisen in Österreich und zwar im ländlichen Gebiet, relativ wenig PV-Dächer sowie Windräder gesehen... Ist aber eine rein subjektive Warnehmung meinerseits... |
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#10 (permalink) | |
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Braucht man nicht, weil keine der vier Arten der Wasserkraft in der Kombination aus günstigen Gestehungskosten und einfacher Steuerbarkeit auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Windkraft hat zwar nur die doppelten Stromgestehungskosten wie Wasserkraft, ist aber schlecht steuerbar; Sonne ist im Vergleich zur Wasserkraft schon fast kriminell teuer und ebenfalls schlecht steuerbar; Geothermie ist zwar gut steuerbar, aber z.T. noch teurer als Sonne (falls man nicht in einem geologisch begünstigten Land wie z.B. Island wohnt); und Biomasse ist zwar ebenfalls gut steuerbar, dabei aber immer noch wesentlich teurer als Strom aus Wasserkraft. Wasserkraft schlägt dort, wo sie in ausreichender Menge nutzbar ist, so ziemlich jede andere Form der Stromerzeugung um Längen. Ein Land, das ausreichend Potential für Wasserkraft hat, braucht praktisch nichts anderes (z.B. auch Kanada - 80% Strom aus Wasserkraft). Der einzige Nachteil, den Wasserkraft hat, ist daß ein Land dafür günstige geografische Gegenheiten braucht. |
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#11 (permalink) | |
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Ich denke, durch die Förderung von Windkraft und Photovoltaik ist der Blick auf die Wasserkraft total verstellt. Man könnte auch statt ein Windrad auf die Wiese ein Wasserrad in einen Fluß stellen. Aufgrund der höheren Masse von Wasser würde ich mal ganz grob schätzen, ein Wasserrad mit 1,5 m Duchmesser bringt mehr Energie als jedes Windrad. Ich habe mal einen Bericht gesehen, über den Aufbau eines Offshore-Windparks. Da wurde dann gesagt, daß der Aufbau wegen der starken Meeresströmung so besonders schwierig sei. Mein spontaner Gedanke: Warum nutzen die Pappnasen dann nicht diese starke Meeresströmung? Seit meiner Jugend habe ich da als Anschauungsobjekt die Staustufe Koblenz. Da sind 4 Kaplan-Turbinen mit je 5 m Duchmesser drin, jede kann 5,5 MW elektrisch erzeugen. Wenn man vor der Staustufe steht, sieht man die Turbinen allerdings fast kaum, so klein sind die! Ohne Landschaftsverbrauch könnte man da noch gut 10 Turbinen einbauen. Für Flüsse mit mehr kinetischer Energie (im Alpenraum) braucht es natürlich andere Turbinen. |
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#12 (permalink) | |
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Wasserkraft
Klar, wenn man genug Wasserkraft hat, braucht man natürlich sonst nichts. Ob das in Österreich der Fall ist, wird aus dem von mir zitierten Beitrag nicht klar. Der stellt ja einerseits fest, daß Österreich ganz andere Voraussetzungen für die Nutzung von EE hat, andererseits aber Pumpspeicherwerke betreibt. Letzteres entweder, weil Wasserkraft alleine nicht reicht oder um zusätzlichen Gewinn zu erzielen. Mag also Österreich bei der Wasserkraft Vorteile haben, bei anderen EE gegenüber uns wohl eher nicht. Ein Grund, daß bei uns nicht so viel wie möglich EE genutzt werden, ist das aber nicht. Bei Ihrer Aufzählung fehlt noch der Atomstrom, der bei korrekter Rechnung der teuerste ist. |
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#13 (permalink) | |
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Strömungen
Wind ist halt doch etwas verbreiteter und leichter zugänglich als ein Bach. Das mit der Meeresströmung hat aber was. Warum das nicht mehr genutzt wird, frage ich mich auch. Es gab wohl Versuche, den Wellengang zu nutzen oder Gezeitenkraftwerke, scheint aber alles keine grosse Rolle zu spielen. Allein was vor der deutschen Küste Wasser auf- und abläuft wäre sichr gut anzuzapfen und Ebbe und Flut so sicher wie das Amen in der Kirche. |
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#14 (permalink) | |
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Der Erste ist oft der Klügste
Mir ist es völlig wurscht, ob jemand (z.B. ein Journalist) Unverständnis für den "detuschen Sonderweg" hat. Als Avantgarde muss man damit leben, dass die Kleingeister den Kopf schütteln. Beispiele gibt's zuhauf: Von Ptolemaios bis zum iPhone. Zitiert habe ich Sie, weil das schlagende Argument in Ihrem Beitrag enthalten ist: Von "bestimmten Medien" bis zu Bundesnetzagentur (ich warte noch immer auf den Kollaps der Netze nach Pfingsten) lassen sich jede Menge vor den Karren der Atom-Lobby spannen. |
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#15 (permalink) | |
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Soweit ich weiß, deckt Österreich seinen Strombedarf zu ungefähr 50% aus Wasserkraft. Das ist ein wesentlich höherer Anteil, als man ihn in Deutschland je erreichen kann. Meine Aufzählung der Stromerzeugungsarten folgte ihrer Vorgabe, die nur EE-Arten einbezieht. Deswegen blieben Kohle, Gas, Öl und Kernkraft außen vor. |
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