Registrieren | Neueste Einträge | Aktuellste Themen | Forum | Benutzerliste | Suche | Regeln | Hilfe
|
|
||
|---|---|---|
|
|
#451 (permalink) | |
|
Preise
Ihre immer wiederkehrenden Preisbetrachtungen hinken auf allen Fuessen. So lange die Folgekosten der fossilen Energiegewinnung und erst recht der Atom-Endlagerung noch in den Sternen stehen, ist das einfach Aepfel mit Pferdeaepfeln vergleichen. |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#452 (permalink) | |
|
Was tun dann Herr Kamms gebetsmühlenartig wiederholte Aussagen über den für den Verbraucher völlig bedeutungslosen Strompreis am Spotmarkt der Strombörse? Kann ich zu denen auch eine qualifizierte Bewertung von ihrer Seite haben? Fakt ist: Man könnte die gleiche "Reduzierung der Folgekosten" auch zu wesentlich geringeren Zusatzkosten für den Endverbraucher haben. Denn für die Preisexplosion für den Verbraucher durch den EE-Strom gibt es genau einen einzelnen Grund, ein einzelnes schwarzes Schaf in der ansonsten grau-weissen EE-Herde, das mit seinem Blöken zwar die Herde übertönt, aber für eine minimale Menge an Wolle gleich viermal soviel Gras futtern muss wie der Rest. |
||
|
|
||
|
|
#453 (permalink) | |
|
Mag sein
, dass man den Preisanstieg durch Aenderung an den EE geringer halten kann ( im Moment ). Nur bin ich auch kein Freund von exzessiver Windkraft im Meer. Das sollte nur soweit unbedingt noetig gemacht werden. Denn die Vergangeheit zeigt ja, dass die Strompreise auch ohne EE kraeftig gestiegen sind. Und solche Anlagen sind eben bevorzugt in der Hand von Konzernen, die dann wieder dieselbe Preispolitik machen koennen wie vor den EE. |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#454 (permalink) | |
|
Unsere Strompreise müssen nicht steigen!!!
Nein. Die Preisentwicklung an der Börse zeigt, dass wir niedrigere Strompreise haben könnten. Aber der Wettbewerb am Strommarkt funktioniert in unserem Land noch nicht. Bisher schaffen es die Stromgroßkonzerne die Transparenz am Markt zu vernebeln und zu wenige Kunden trauen sich, den Lieferanten zu wechseln. Ch. versteht offenbar zu wenig vom Börsengeschehen. Noch Mal: Die Preisentwicklung am Rotterdamer Ölmarkt ist auch ein erheblicher Einflussfaktor auf unseren Heizöl- und Benzinpreis. Und beim Strom leiden wir darunter, dass die RWE/LEW & Co und leider auch die Augsburger Stadtwerke viel Geld außerhalb verschwenden und dann die Erneuerbaren Energien zu Sündenböcken machen. Schon allein die Netzentgelte sind bei uns zu hoch. Die Schweiz zeigt es:
Schweiz kürzt Rendite der Netzbetreiber auf 3,83 Prozent Wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am 3. März mitteilte, hat es den kalkulatorischen Zinssatz WACC für das Tarifjahr 2013 von bisher 4,14 auf 3,83 Prozent gesenkt. März 2012 120312 ENERGIE-CHRONIK www.udo-leuschner.de/energie-chronik/chframe.htm
In Deutschland haben Bundestagsabgeordnete von CSU und FDP dafür gestritten, dass die Rendite dieser Netzbetreiber bei etwa 9 Prozent liegt. Das macht unseren Strom teuer! Raimund Kamm |
||
|
|
||
|
|
#455 (permalink) | |
|
Und das von ihnen ... sie sind doch Ökonom, oder? Fangen wir mal an, warum diese Aussage unhaltbar ist. Erstens wird dem Kunden für eine durchschnittliche Senkung des Börsenstrompreises um 0.2 cent/kWh der Betrag von 2.2 cent/kWh als EEG-Umlage (Anteil der Fotovoltaik-Differenzkosten, brutto) auf der Stromrechnung wieder aus der Tasche gezogen. Selbst wenn die Stromkonzerne so großzügig sind, die Vorteile beim Einkauf vollständig an den Kunden weiterzugeben, bleibt für diesen immer noch eine Verteuerung des Stroms von 2.0 cent/kWh übrig. Der Strom wird für den Kunden nicht billiger, sondern teurer. Durch diesen Umstand ist der Strom in Deutschland für den Kleinverbraucher so teuer wie in keinem anderen Land Europas, mit Ausnahme von Dänemark. Zweitens wird überhaupt nur ein kleiner Teil des Stroms überhaupt am Spotmarkt der Strombörse gehandelt. Ein gut rechnender Stromanbieter muss nur dann auf die Strombörse zurückgreifen, wenn er sich bei der Bedarfsschätzung verrechnet hat. Ansonsten ist es günstiger (nicht zuletzt deswegen, weil die Preise besser vorhersagbar sind), sich über längerfristige Verträge mit Strom zu versorgen. Langfristige Verträge können aber nur Stromlieferanten anbieten, die zuverlässig liefern können (z.B. Wasserkraftwerke) oder solche, die zusätzlich zu ihrem EE-Park auch noch Reservekraftwerke haben, um Unterproduktionen kompensieren zu können. Drittens ist die Zockerei an der Strombörse auch ein Unsicherheitsfaktor, der mit eingepreist werden muss. Ein Stromanbieter, der plant, sich an der Strombörse mit Strom zu versorgen, kann nicht einfach über einen längeren Zeitraum den Durchschnittspreis annehmen - sonst geht er nämlich in dem Augenblick pleite, in dem der tatsächliche Durchschnittspreis auf Grund der noch vorhandenen Schwankungsbreite über dem angenommenen lag. Der Stromanbietet muss also einen höheren Preis als den Durchschnittspreis bei seiner Kalulation annehmen, und dem Kunden das auch über den Strompreis in Rechnung stellen. Die Strompreise am Spotmarkt der Strombörse sind für den Preis, den der Endkunde zu zahlen hat, ziemlich unbedeutend. Von irgendwelchen Entwicklungen dort profitieren lediglich Zocker. Haben sie sich schon einmal den erlauchten Kundenkreis der EEX angesehen? Ich glaube kaum, dass die ganzen Banken dort sind, weil sie soviel Strom brauchen, oder irgendwelchen Strom liefern können. (Ach ja, wenn sie die Strombörsenpreise immer noch für so toll halten, dann habe ich für sie ein Rezept zum Gelddrucken: Machen sie doch einen Stromversorger auf, der seinen Strom hauptsächlich an der Strombörse einkauft. Damit liefern sie dann den Kunden günstigen Strom, sorgen für eine Abnahme des erzeugen EE-Stroms, zeigen den Energieriesen so richtig den Stinkefinger und verdienen dabei noch kräftig. So ähnlich wie die Energen eG, nur halt ohne Pleite. Wäre das nichts?) |
||
|
Zuletzt geändert von Ch. aus D., am 03.04.2012 um 10:19 Uhr
|
||
|
|
#456 (permalink) | |
|
Allen Unkenrufen zum Trotz
Viele haben Kassandra gespielt oder das Menetekel an die Wand gemalt. |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#457 (permalink) | |
|
Kuwait gibt den Plan auf, vier AKW zu bauen
So verabschiedete sich im Februar dieses Jahres Kuwait von seinen Plänen, bis 2022 vier Atomreaktoren zu bauen. Und auch Tschechien gab seine hochtrabenden Pläne zum Neubau von bis zu 18 AKW auf. - Dabei waren nicht Sicherheitsbedenken das Hauptmotiv, sondern Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Projekte.
Gut so! Raimund Kamm |
||
|
|
||
|
|
#458 (permalink) | |
|
I. Quartal 2012: Auch keine Atomrenaissance
Im I. Quartal 2012 begannen zwei AKW ihren Betrieb. Eins wurde endgültig abgeschaltet. Keine AKW-Baustelle wurde begonnen. Zwei AKW-Baustellen (Belene in Bulgarien aus 1986/87) wurden endgültig geschlossen. Quelle: http://pris.iaea.org/public/ Seit Jahren schrumpfen die Kapazitäten der Atomkraft
Weltweit: Mehr Windkraft – weniger Atomkraft Im Jahr 2008 wurden 27 Gigawatt Windkraft neu in Betrieb genommen und 0 GW Atomkraft. Im Jahr 2009 wurden schon 37,5 GW Windkraft neu eingeschaltet. Bei der Atomkraft sank hingegen sogar die Leistung weltweit um 1,4 GW. 2010 nahm die Atomkraft um 3,6 GW zu – die Windkraft um 38,3 GW. Im Jahr 2011 schrumpfte die Atomkraft um 7,4 GW. Die Windkraft wuchs um 41 GW und der neue Star Solarkraft nahm um 28 GW zu. Raimund Kamm |
||
|
|
||
|
|
#459 (permalink) | |
|
RWE (LEW) droht wegen seiner Atomrisiken die Abstufung
Greenpeace-Vorwurf : Versorger haben zu geringe Atom-Rücklagen Wieder Ärger für Deutschlands Atomkonzerne: Greenpeace sieht die Rücklagen der Kernkraftwerksbetreiber nicht gesichert. 30 Milliarden Euro sollen in einen Staatsfonds. Und die Argumente der Naturschützer sind nicht ohne. ... Atom bietet keine sichere Rendite, wie die Wende der Bundesregierung von pro auf contra Kernenergie zeigte. Neue Atomkraftwerke können sie sich auch im Ausland nicht mehr leisten. Vor zwei Wochen stoppten RWE und Eon ihre Pläne, in Großbritannien 17 Milliarden Euro in den Bau neuer Atommeiler zu investieren. Der Grund dafür ist keineswegs nur in der ökologischen Vernunft der Konzerne zu sehen. Zum einen, so versichern hochrangige Manager der Konzerne, haben die Ratingagenturen klar zu verstehen gegeben, dass im Falle weiterer nuklearer Risiken eine Abstufung der Kreditwürdigkeit droht. Gerade für RWE, deren Einstufung Moody's und Standard & Poor's gerade überprüfen, hätte dies gravierende Auswirkungen. Denn viele Energiehändler dürfen mit B-Adressen - die nächste Stufe wäre bei RWE "Baa1" (Moody's) und "BBB+" (S&P) - keine Geschäfte machen. Die Handelssparte des Konzerns würde damit stark eingeschränkt. Der Grund dafür ist keineswegs nur in der ökologischen Vernunft der Konzerne zu sehen. Zum einen, so versichern hochrangige Manager der Konzerne, haben die Ratingagenturen klar zu verstehen gegeben, dass im Falle weiterer nuklearer Risiken eine Abstufung der Kreditwürdigkeit droht. Gerade für RWE, deren Einstufung Moody's und Standard & Poor's gerade überprüfen, hätte dies gravierende Auswirkungen. Denn viele Energiehändler dürfen mit B-Adressen - die nächste Stufe wäre bei RWE "Baa1" (Moody's) und "BBB+" (S&P) - keine Geschäfte machen. Die Handelssparte des Konzerns würde damit stark eingeschränkt .
Langsam werden die technischen und ökologischen Risiken der Atomkraftwerke auch zu Finanzrisiken der skrupellosen Eigentümer. Gut so! Raimund Kamm |
||
|
|
||
|
|
#460 (permalink) | |
|
Die Abstufung hätte längst durchgezogen werden müssen, denn das nukleare Risiko bestand von Anfang an und besteht auch weiterhin.... Aber man soll ja nicht undankbar sein.... wenigsten wird jetzt zumindest mit der Abstufung "gedroht".... PS: Die Entwicklung in Kuwait freut mich.... |
||
|
Zuletzt geändert von Mondschnuppe, am 16.04.2012 um 16:23 Uhr
|
||
|
|
#461 (permalink) | |
|
Vorbild Österreich
18.4.12 www.iwr.de Österreich will keinen Atomstrom mehr aus Deutschland und Tschechien Wien - Österreich hat zwar keine eigenen Atomkraftwerke, will ab 2015 aber auch keinen Atomstrom mehr importieren. … Zunächst wurden drei wichtige Punkte auf dem Weg zum atomstrom-freien Land beschlossen. Dazu gehören gesetzliche Regelungen wie eine vollständige Stromkennzeichnung, der Verzicht auf den Bezug von Atomstromzertifikaten und auch ein Atomstromfrei-Gütesiegel. Die Versorgung mit Strom unbekannter Herkunft (Graustrom) wird untersagt. Die gesetzliche Regelung soll für die Industrie 2015 in Kraft treten, für die Haushaltskunden bereits 2013.
Das ist ein Vorbild. Auch wir brauchen ein Importverbot für Atomstrom! Raimund Kamm |
||
|
|
||
|
|
#462 (permalink) | |
|
Nein, brauchen wir nicht. |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#463 (permalink) | |
|
Japan: Mehrheit der Unternehmer ist Sicherheit wichtiger als bald wieder Atomstrom
Atomkraft: Japans Firmen wollen Sicherheit statt schnellen AtomstromWegen Stresstests ist derzeit nur ein einziges japanisches Atomkraftwerk am Netz, die 53 anderen sollen erst wieder Atomstrom liefern, wenn die Sicherheit der Kernkraftwerke garantiert werden kann. Der fehlende Atomstrom schwächt die japanische Wirtschaft, da das Land teurere Energie aus dem Ausland importieren muss. Dennoch möchte eine klare Mehrheit der japanischen Firmen erst dann wieder Atomstrom, wenn die Sicherheitsfrage geklärt ist. Nach 40 Jahren erstmals atomstromfrei? Einer Umfrage von Reuters Tankan zufolge wollen nahezu dreiviertel der japanischen Unternehmen eine Sicherheitsgarantie anstatt eines schnellen Neustarts der abgeschalteten Atomreaktoren. Die Mehrheit der Firmen sieht keinen Grund die Atomkraftwerke überhastet wieder ans Netz zu nehmen, nur 15 Prozent der befragten Großunternehmen wollen, dass die Atomkraftwerke, die den Stresstest bestanden haben, möglichst schnell wieder angeschaltet werden. ...
Gut nachvollziehbar. Die Katastrophe in Fukushima hat mit der anschließenden Evakuierung im 30-Kilometer Umkreis hunderten Unternehmen den Betrieb gekostet. Und viele Unternehmen können ihre radioaktivitätsverdächtigen Produkte im Inland nur noch schlecht verkaufen - und im Export so gut wie gar nicht. AKW können weltweit nur betrieben werden, wenn ihnen der Staat die Pflicht abnimmt, eine risikogerechte Haftpflichtversicherung abzuschließen. Denn die ist angesichts der Größe des Risikos unbezahlbar. Raimund Kamm |
||
|
|
||
|
|
#464 (permalink) | |
|
Die Folgekosten scheinen bei der Solarenergie aber auch noch nicht geklärt zu sein. |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#465 (permalink) | |
|
Die Folgekosten der Solarenergie seh ich nicht als Problem an. Aber es wäre schön wenn man sich über eine Sachgerechte Entsorgung Gedanken macht. Klar enthalten diese Giftige oder Umweltbelastende Stoffe. Wer sagt uns aber wie die Entwicklung der nächsten Jahre aussieht? Noch ein kaputtes Atomkraftwerk und andere Länder schwenken vielleicht auch auf erneuerbare um. Vielleicht werden die Stoffe seltener teurer durch gestiegene Nachfrage. Dasselbe passiert doch aktuell mit z.B Kupfer lag der Preis 2008 noch bei ca.3000 Euro/t sind wir inzwischen bald bei 10.000 Euro/t angekommen. Ich kenne Windkraftanlagen in denen sind bis zu 30t Kupfer enthalten. In 20 Jahren gibt es auch hier vielleicht andere Materialien und man kann das Schrottkupfer zu einem Preis verkaufen der zumindest einen Teil des Rückbaus der Windräder deckt.
Alles in allem bin ich überzeugt das man sich durch Vorbereitung auf den Tag X und aktuelle Entwicklungen nicht viele Sorgen machen muss.
|
||
|
|
||
Alle Zeitangaben in MEZ. Es ist jetzt 9:51 PM Uhr.