Sonntag, 19. Mai 2013

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Atomausstieg: Unverständnis für den deutschen Sonderweg
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20.04.2012 13:10 Uhr
Sensus Communis
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ein Bild sagt mehr als tausend Worte :-)

Wer doch Worte mag... hier steht die Wahrheit... bissl viel Text... aber durchaus horizonterweiternd...

 

wenn es nicht so traurig wäre...

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What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

20.04.2012 13:14 Uhr
james16
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Umsonst

 

Zitat von DerMichel
 

 

Die Folgekosten scheinen bei der Solarenergie aber auch noch nicht geklärt zu sein.

ist nichts, klar. Aber was wird das groesste Problem sein, die in dem Link genannten 4000 Zuege zu betreiben,
mit
- Solarstrom
- Wind
- Kohle/Oel/Gas
- Atom
?

Solar- und Wind sind es sicher nicht. Dann nehmen wir halt das kleinste Uebel, und wenn es mal was besseres gibt, dann eben das. Oder sind Solar- und Wind ein Problem, weil sie nicht perfekt, aber dennoch um Laengen besser sind als die Alternativen ?

________
Giovanni, nimm Dich nicht so wichtig ( A.G.Roncalli Papst Johannes XXIII )

20.04.2012 13:30 Uhr
james16
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Ein Bild

 

Zitat von Sensus Communis
 

ein Bild sagt mehr als tausend Worte :-)

Wer doch Worte mag... hier steht die Wahrheit... bissl viel Text... aber durchaus horizonterweiternd...

 

wenn es nicht so traurig wäre...

luegt dann auch besser als tausend Worte. An der Powerstation duerften dann nichr mehr zwei, sondern hoechstens ein Schornstein qualmen. Ansonsten ist der Artikel, soweit mal adhoc nachpruefbar, die uebliche Leier der Atomlobby.
Die Aussage ueber den Stromhandel zwischen Deutschland und Frankreich ist schlichtweg falsch. Deutschland hat diesen Winter nach Frankreich exportiert. DAS ist Fakt. Da sind die Hellsehereien dieser "Experten" ziemlich Makulatur.
Und wirkliche Alternativen haben Sie auch nicht anzubieten: Kohle, Gas, Alte Atomtechnik und neue Reaktortypen ?

Das Bild am Anfang des Artikels macht ja auch maechtig Angst. Vielleicht haette man zum Vergleich mal eins von Fukushima daneben legen sollen.

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Giovanni, nimm Dich nicht so wichtig ( A.G.Roncalli Papst Johannes XXIII )

20.04.2012 13:40 Uhr
RaimundKamm
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Eigentlich falscher Diskussionsstrang

 

Zitat von DerMichelDie Folgekosten scheinen bei der Solarenergie aber auch noch nicht geklärt zu sein.

 

Die WELT schreibt hier leider unqualifiziert. Wo ist denn der Entsorgungs-Unterschied zwischen Wasser- und Windkraftwerken? Bezeichnend, dass der angegebene Experte aus dem KIT kommt, das aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe entstanden ist.  

Wer übrigens die Entsorgungsprobleme von PV- oder Windkraftanlagen mit denen der Atomkraftwerke auf eine Stufe stellt, versteht nichts von Chemie und Physik!

Photovoltaikanlagen sind Elektroanlagen. Rund 90 Prozent der PV-Zellen werden aus Silizium (also Sand!) hergestellt. Das ist quasi der gleiche Rohstoff wie für die Glasherstellung. Einige Hersteller verwenden Cadmiumtellurid. Einen schwermetallhaltigen Problemstoff. Wenn dieser Stoff in unsere Lebensmittel käme, würde er Nieren schädigen. Ich würde deshalb solche PV-Zellen – wie z. B. auch quecksilberhaltige Knopfzellen - nur als Pfandanlagen zulassen. Der Hersteller sollte also nach Verwendung die PV-Zellen zurücknehmen und sachgerecht entsorgen müssen. Und das müßte über ein beim Verkauf zu zahlendes Pfand erzwungen werden.

Ansonsten gehören zu PV-Anlagen noch Metallrahmen, elektronische Wechselrichter, Glasabdeckungen und Kabel. Alles nicht problemträchtiger als Kühlschränke, Computer etc.

Ich halte die Forderung, dass Entsorgungskonzepte für die PV von den Anbietern gemacht und realisiert werden müssen, für richtig. Das sollte im Grunde für alle in den Markt und somit in die Umwelt gebrachten Produkte gelten! Gerade auch für PVC, PS, PCP, PCB und alle mit Schwermetallen oder Weichmachern versetzten Kunststoffe.

Heute haben unsere PV-Anlagen schon seit etwa 10 Uhr mehr Strom produziert als unsere Atomanlagen. Und dabei erzeugen sie kein tödliches Plutonium, kein tödliches Cäsium usw.

 

Raimund Kamm

20.04.2012 17:51 Uhr
Hunsrücker
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Und wer so einen Satz schreibt

.. Rund 90 Prozent der PV-Zellen werden aus Silizium (also Sand!) hergestellt. ..

hat seine Unkenntnis in Physik und Chemie auch eindrucksvoll bewiesen!

Genauso könnten Sie auch behaupten: Das Meer ist voller Wasserstoff, man muß ihn nur pflücken.

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25.04.2012 23:16 Uhr
james16
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Natürlich

 

Zitat von Hunsrücker
 

Und wer so einen Satz schreibt

.. Rund 90 Prozent der PV-Zellen werden aus Silizium (also Sand!) hergestellt. ..

hat seine Unkenntnis in Physik und Chemie auch eindrucksvoll bewiesen!

Genauso könnten Sie auch behaupten: Das Meer ist voller Wasserstoff, man muß ihn nur pflücken.

muß man das differenzierter sehen. Entscheidend ist, wie es aussieht beim
- Herstellungsprozeß ( eine Darstellung ist hier )
- im Betrieb ( keine Abgabe von Giftstoffen )
- Entsorgung ( ordungsgemäße wird vorausgesetzt )

Wo ist also das Problem, wenn PV-Module wie andere Geräte, die nicht in der Diskussion stehen, wie z.B. Hausgeräte, Autos, Elektronik jeglicher Art, ordungsgemäß entsorgt werden ?
Wenn es eine sauberere Art der Energiegewinnung gibt, nur zu, bin ich dabei. Wenn Sie sogar eine kennen sollten, Karten auf den Tisch !

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Giovanni, nimm Dich nicht so wichtig ( A.G.Roncalli Papst Johannes XXIII )

26.04.2012 10:29 Uhr
Hunsrücker
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Zitat von james16
Natürlich

 

muß man das differenzierter sehen. Entscheidend ist, wie es aussieht beim
- Herstellungsprozeß ( eine Darstellung ist hier )
- im Betrieb ( keine Abgabe von Giftstoffen )
- Entsorgung ( ordungsgemäße wird vorausgesetzt )

Wo ist also das Problem, wenn PV-Module wie andere Geräte, die nicht in der Diskussion stehen, wie z.B. Hausgeräte, Autos, Elektronik jeglicher Art, ordungsgemäß entsorgt werden ?
Wenn es eine sauberere Art der Energiegewinnung gibt, nur zu, bin ich dabei. Wenn Sie sogar eine kennen sollten, Karten auf den Tisch !

Mein Einwand richtete sich gegen

Silizium (also Sand!)

Sand ist kein Silizium! Wasser ist kein Wasserstoff! Und Kochsalz ist kein Chlor. Ich gehe aber mal davon aus. daß Herr Kamm das auch weiß und mal wieder versucht, das Puplikum zu täuschen.

Werfen Sie doch einfach mal eine Schippe Sand aufs Dach und beobachten Sie die Stromproduktion.

Wahrscheinlich werden Sie auch Quellen finden, die sich mit der energetischen Seite der Produktion von (Halbleiter)Silizium beschäftigen.

 

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26.04.2012 10:40 Uhr
Ch. aus D.
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Zitat von Hunsrücker

 

Mein Einwand richtete sich gegen

Silizium (also Sand!)

Sand ist kein Silizium!

 Ja. Sand und Silizium verhalten sich ungefähr so zueinander wie Kohlendioxid und Kohle.

27.04.2012 14:43 Uhr
RaimundKamm
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Wider die begriffliche Verwirrung

 

Zitat von Ch. aus D. Ja. Sand und Silizium verhalten sich ungefähr so zueinander wie Kohlendioxid und Kohle.

 

Oh je!

http://www.augsburger-allgemeine.de/community/profile/RaimundKamm/article19800056.ece#n19800056

Raimund Kamm

27.04.2012 14:58 Uhr
Ch. aus D.
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Ja ... und?

Was verleitet sie denn zu solchen sprachlichen Verzweifelungsäußerungen?

Fakt ist: Um aus Siliziumdioxid ("Quarzsand") das Silizium zu mache, aus dem man dann Computerchips oder Solarmodule herstellt, muss man Energie in den Prozess hineinstecken. Sehr, sehr viel Energie.

Das gleiche gilt für Kohlendioxid und Kohlenstoff. Aus dem, was sie ausatmen, wird auch nicht spontan eine Bleistiftmine oder gar ein Diamant. Dafür müssten sie auch erstmal kräftig Energie hineinstecken.

Deswegen ist es auch ziemlich irrelevant, wie häufig Silizium auf der Erde ist. Die Energiemenge, die man aufwenden muss, um aus den vielfältigen Siliziumverbindungen erstmal reines Silizium zu machen, ist in jedem Fall sehr groß, auch wenn der Ausgangsstoff einfach zu beschaffen ist.

 

30.04.2012 00:00 Uhr
james16
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Was denn

 

Zitat von Ch. aus D.
 

 

war der Ausgangspunkt ? Es ging doch in #469 um Entsorgungsprobleme der PV-Module. Wollen Sie jetzt die Energiebilanz von PV-Modulen anzweifeln ? Die dürfte heute aber doch eher unbestritten sein:

Zu finden hier ( und natürlich in ähnlicher Form an vielen Stellen ):
Der gesamte Herstellprozess für hochreines Silizium ist zwar sehr energieaufwendig, aber dennoch können die heute verwendeten Solarzellen die für ihre Produktion erforderliche Energiemenge – je nach Bauart – innerhalb von 1,5 bis 5 Jahren wieder kompensieren. Sie haben also eine positive Energiebilanz.

Heißt doch, daß die Dinger über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren so ganz grob das 6-20-fache an Energie liefern, was zu ihrer Herstellung aufgewendet wurde. Entsorgung ist noch nicht eingerechnet, aber wer macht sich im AKW-Zeitalter schon Gedanken um Entsorgung Whistling ?

 

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Giovanni, nimm Dich nicht so wichtig ( A.G.Roncalli Papst Johannes XXIII )

10.05.2012 23:14 Uhr
RaimundKamm
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Börsenstrom in Deutschland seit Monaten billiger als in Frankreich

 

Viel Atomstrom im Netz kostet extra

Strom in Deutschland ist billiger geworden als in Frankreich ...

Auch im April 2012 war Strom in Deutschland an der Börse wieder billiger als in Frankreich [1]. Der durchschnittliche Tagespreis (Base-Load) kostete in Deutschland 4,357 Cent pro Kilowattstunde (kWh), in Frankreich aber 4,492 Cent pro kWh, also 3,1 Prozent mehr. Der Preisabstand ist bei Spitzenlaststrom noch größer. Während die kWh in Deutschland 5.139 Cent kostete, waren es in Frankreich 5.441 Cent, also knapp sechs Prozent mehr.

Bei uns ist nach dem Atommoratorium auch im Jahresvergleich der Preis für Börsenstrom billiger geworden. Lag er April 2011 noch bei durchschnittlich 5,158 Cent, so sank er zum April 2012 um mehr als 15 Prozent. Mit den günstigeren Preisen könnten aber auch die Pläne einiger Politiker ausfallen, Kohlekraftwerke durch besser regelbare neue Gaskraftwerke zu ersetzen. ...  

 

Der Preis an der Strombörse ist natürlich nur einer von vielen Preisen. Viele Kunden haben langfristige Stromlieferverträge. Aber die Preisentwicklung an der Börse beeinflusst mittelfristig das gesamte Preisniveau.

Sehr bemerkenswert, dass im EE-Land Deutschland die Strompreise runter gehen und im Atomland Frankreich steigen.

Raimund Kamm

16.05.2012 12:42 Uhr
RaimundKamm
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Ratingagentur warnt Litauen vor AKW-Bau

 

Moody's mischt sich in baltische AKW-Pläne ein
Die Rating-Agentur Moody's hat in einem ungewöhnlichen Schritt die staatlichen Energiegesellschaften Estlands und Lettlands vor einem Engagement bei dem von Litauen geplanten AKW-Neubau am Standort Ignalina/Visaginas gewarnt.
Moody's veröffentlichte zu Wochenbeginn ein Statement, wonach die zu erwartenden hohen Kosten des von der Regierung in Vilnius vorangetriebenen Projekts die Ratings von Eesti Energia und Latvenergo unter Druck setzen würde. ...

 

Ein erneutes Beispiel, dass Atomkraftwerke sich nur rechnen, wenn der Bau subventioniert wird, wenn dem Betrieb die Haftungskosten für Großunfälle abgenommen werden und wenn die Atommüll-Lagerung den Nachkommen überlassen wird.

Raimund Kamm

16.05.2012 13:40 Uhr
volksdemokrat
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Zitat von RaimundKamm
 

Ein erneutes Beispiel, dass Atomkraftwerke sich nur rechnen, wenn der Bau subventioniert wird, wenn dem Betrieb die Haftungskosten für Großunfälle abgenommen werden und wenn die Atommüll-Lagerung den Nachkommen überlassen wird.

Raimund Kamm

Ein erneutes Beispiel, dass Betriebe, die Solarmodule herstellen, sich nur rechnen, wenn der Betrieb subventioniert wird.

 

Sachsen-Anhalt: Nach der Insolvenz von Q-Cells droht in Bitterfeld-Wolfen die nächste Pleite. Sovello drosselt Produktion und setzt auf Kurzarbeit. 1200 Arbeitsplätze in Gefahr.

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„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ - Voltaire

16.05.2012 15:28 Uhr
RaimundKamm
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Der Vergleich hinkt

 

Zitat von volksdemokratEin erneutes Beispiel, ...

 

Der Vergleich hinkt, denn die Kraftwerksbauer wie Q-Cells usw. wurden nicht gefördert, es sei denn im Rahmen der allen Betrieben im Osten zeitweise angebotenen Investitionshilfen. Der Betrieb von Solarkraftwerken hingegen wird durch das EEG und dem darin geregelten Einspeisevorrang sowie die garantierten Vergütungssätze gefördert, um so einen Umbau unserer Stromversorgung auf nachhaltige Produktionsverfahren durch eine Umlage zu finanzieren. 

Insbesondere bedrohen Atomkraftwerke mit den Unfallfolgekosten (tepco ist pleite) sowie den Kosten für die bis heute noch nicht verfügbare Atommüll-Lagerung (wer zahlt die Atommüllsicherung in der Asse?) nicht nur die Gesundheit sondern auch den Wohlstand unzähliger Generationen von Nachkommen.

Raimund Kamm

Schlagworte

Atomausstieg


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