Mittwoch, 22. Oktober 2014

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Claudia Roth: "Schusswaffen müssen aus Privathaushalten verschwinden"
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22.12.2012 19:19 Uhr
Kalle
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Zitat von Remarc

 

Danke, das genügt, don't call us, we call you... der nächste Bewerber für die Hauptrolle in "The Lobbyist", bitte!

Warum die Aufregung?

Libelle liegt doch eigentlich ganz richtig, was das Thema anbelangt. Oder nicht?

 

22.12.2012 19:25 Uhr
oetzi
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Zitat von Remarc

 

Danke, das genügt, don't call us, we call you... der nächste Bewerber für die Hauptrolle in "The Lobbyist", bitte!

Was ich mich frage, wo gibt es denn diese böse Waffenlobby in Deutschland. Haben Sie vielleicht eine Adresse mal zur Hand?
Oder ist es wohl doch auch wieder mal nur so eine These. das es die geben müsste. Schön wäre es da einen Ansprechpartner zur Hand zu haben, den bei all den Ideologien härtte ich doch ein paar Euro (na mehr als 1000€ sollten es im Jahr nicht sein) übrig, um für Aufklärung zu sorgen.

22.12.2012 20:00 Uhr
Libelle
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Waffenlobby

Eine Waffenlobby gibt es tatsächlich. Das sind rechtstreue Bürger, die sich um Demokratie und Bürgerrechte sorgen, sobald jemand versucht ihnen diese Werte zu nehmen. Das ist nunmal keine Organistion, das mit Betroffenheit oder ideologisch genutzten Schockerlebnissen argumentiert. Das ist keine Vereinigung von einseitig gesteuerten oder ideologisch verbundenen Narren.

Diese Waffenlobby argumentiert mit Zahlen, Daten und Fakten. Deshalb erscheint diesen Verbotsfaschisten gerade diese Lobby so mächtig.

________
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein

22.12.2012 20:18 Uhr
oetzi
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Zitat von Libelle
Waffenlobby

Eine Waffenlobby gibt es tatsächlich. Das sind rechtstreue Bürger, die sich um Demokratie und Bürgerrechte sorgen, sobald jemand versucht ihnen diese Werte zu nehmen. Das ist nunmal keine Organistion, das mit Betroffenheit oder ideologisch genutzten Schockerlebnissen argumentiert. Das ist keine Vereinigung von einseitig gesteuerten oder ideologisch verbundenen Narren.

Diese Waffenlobby argumentiert mit Zahlen, Daten und Fakten. Deshalb erscheint diesen Verbotsfaschisten gerade diese Lobby so mächtig.

Na also keine Lobby wie man sich Scheiber und co vorstellen kann.
Rechtstreue Bürger, und Aufklärung ist schon mal gut, Fakten statt Lügen finde ich auch gut, Dialog für Deutschland war ja auch so ein Erfolg. 

Aber so eine richtige Lobby bräuchten wir doch auch mal, denn auch Messer fallen und das Waffengesetz und wie viel wissen nicht, das sie unter Umständen da schon Ärger bekommen könnten, wenn sie im Sommer mal Grillen.  So gesehen betrifft es ja fast jeden, 30 Mio Mitglieder können so schon zusammen kommen. Und damit wäre schon mal die nächste Bundestagswahl entschieden. Es soll ja schon 2009 eine gewisse Empfehlung im Spiel gewesen sein, nurauf  verstehe ich nicht, wie es sich eine Randpartei leisten kann, auf solche Stimmen zu verzichten. 
Wie hat es wohl die FDP geschafft, das die FDP so einen Erfolg hatte? Verwirrt

22.12.2012 21:01 Uhr
Libelle
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Waffengesetz

Hier treffen Sie einen Nagel auf den Kopf. Dieser Dialog zur Zukunft unserer Gesellschaft scheitert einmal mehr an dem Unwillen einiger Berufstrittbrettfahrer. Naiv ausgedrückt sollte Politik immer dem Volkeswohle dienen und nicht umgekehrt. In Zeiten in denen es derart unaufgeklärte Wähler gibt, kann deartes Einlassen nur gefährlich sein.

Der Ausgang zur nächsten Bundestagswahl steht natürlich schon fest. Ich freue mich über Diskussionspartner, welche diese Entwicklung ähnlich beurteilen. Weiter freue ich mich über PN zu diesem Thema. ;)

Hier gibt es wie immer grosse Aufregung und mitunter sehr deutliche Anfeindung, sobald man den geneigten Wähler mit Fakten konfrontiert. Das Unvermögen zwischen tatsächlichen Opfern und potenziellen Tätern zu unterscheiden wird wohl gewinnen. Leider kann ich niemanden medial oder politisch davon überzeugen, dass mit meinen Schusswaffen kein Schoolshooting stattfinden wird. Nicht mit Zahlen, Daten und nicht mit Fakten.

Opfer sollen weiter entwaffnet oder zumindest schikaniert werden, scheint der Tenor.

Neu ist allerdings, dass ein Waffengegner die PKS zu seiner Argumentation heranzieht. Bislang lesen diese Leute dieses Werk aus Prinzip nicht, da hier dem ideologischen, ignoranten und hophophobieveranlagtem Bürger die Augen aufgehen müssen.

 

________
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein

22.12.2012 21:31 Uhr
oetzi
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Zitat von Libelle

Neu ist allerdings, dass ein Waffengegner die PKS zu seiner Argumentation heranzieht. Bislang lesen diese Leute dieses Werk aus Prinzip nicht, da hier dem ideologischen, ignoranten und hophophobieveranlagtem Bürger die Augen aufgehen müssen.

 

Zu ihrem Wunschgedanken auslegt, ohne die Fakten richtig zu vestehen. Aber wie schon vorher erwähnt, es gibt Ideologen welchen Fakten ignorieren, und alles versuchen dies für sich auszulegen.

 

 

Zitat von Libelle

Der Ausgang zur nächsten Bundestagswahl steht natürlich schon fest. Ich freue mich über Diskussionspartner, welche diese Entwicklung ähnlich beurteilen. Weiter freue ich mich über PN zu diesem Thema. ;)

Ja das ist gewiss, nur frage ich mich, warum ist diese Partei nicht lernfähig?
Schon 2009 gab es die Diskussion, eine an der 5% Marke krattelnde Partei zum Erfolg zu bringen, sind denn 7 Mio Sportschützen, Jäger  und Sammler mit Familien und Bekannten eine Minderheit?
Wenn ich es zusammen rechnen sind das immerhin gute 20 Mio Wähler, die verprellt werden, nur durch irrationale Forderungen?

23.12.2012 01:47 Uhr
DerMichel
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Zitat von Libelle
Verhältnis

In welchem Verhältnis sind also Straftaten mit Schusswaffen zu bemessen. In der, von Ihnen angeführten PKS2011 ist es nahezu irrelevant in welches Verhältnis derarte Straftaten gesetzt werden.Sie spielen insgesamt eine stark untergeordnete Rolle bei Straftaten. Man regt sich aktuell darüber auf, dass geschätzt 35Mio Schusswaffen in Privathaushalten existent sind. Die Gesamtzahl aller Verbrechen ist tatsächlich als Gefahrendarstellung nicht geeignet.

Sie werden mir wahrscheinlich nicht verzeihen- aber was Sie als "untergeordnete Rolle" sehen und was ich darunter verstehe liegt Meilenweit auseinander. Und von Ihrer Sicht der dinge können Sie mich mit solch platten Argumenten auch nicht überzeugen.

________
    "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr." (Laotse, Kapitel 81)

23.12.2012 02:54 Uhr
DerMichel
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Teil 1

 

Zitat von oetzi

Auch wenn es User wie der Michel meint wie weise er ist, die Experten im Bundestag widersprechen seinen Thesen gewaltig, aber ich nehme an das besagter User ja auch über Gott und allen steht. Es gibt...

Ja, dieser "Bericht" ist in meinen Augen das ganz große Kino. Ich habe den Bericht gelesen und ich glaube zu wissen wieso unsere Gesetze so schlecht sind. Wenn alle Gutachter diese Qualität aufweisen wundert mich persönlich nichts mehr. Aber im einzelnen:

"(1) Die Stellungnahme beruht auf meiner langjährigen Erfahrung bei der Verfolgung von Verstößen gegen das Waffengesetz als Dezernent und als Abteilungsleiter in der staatsanwaltschaftlichen Praxis, insbesondere nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung des Waffenrechts am 1. April 2003. Des Weiteren bin ich seit Jahren als Waffenbeauftragter und Schießausbilder der Landesjustizverwaltung Rheinland-Pfalz tätig."

Aha, der Mann ist Schütze. Lobbyarbeit nennt man das in sonstigen Fällen!

"(2) Wie bereits von mir anlässlich der Anhörung zu einer Änderung des Waffenrechts am 15.06.2009 vorgetragen, sind mir trotz der beachtlichen Zahl von wahrscheinlich drei bis fünf Millionen sog. Legalwaffenbesitzer in Deutschland nur sehr wenige Strafverfahren wegen Verstöße gegen das Waffenrecht erinnerlich, die sich gegen Beschuldigte richteten, die Inhaber einer gültigen waffenrechtlichen Erlaubnis waren. Diese wenigen Verfahren wurden fast durchweg wegen des Verdachts „leichterer“ Verstöße geführt, die nicht selten in der Komplexität des Waffengesetzes begründet waren (z.B. weil die Beschuldigten die Ausnahmetatbestände des § 12 WaffG falsch anwandten)."

Mein Meinung dazu: Wen ich das Wort " erinnerlich" schon höre. Der Herr hat also keine Statistik zur Hand genommen und schwafelt rein aus dem hohlen Bauch.

"Auch wenn aufsehenerregende und medial intensiv vermarktete Einzelfälle dem oberflächlichen Beobachter ein anderes Bild vermitteln sollten, tatsächlich standen und stehen seit jeher im Zentrum der Strafverfolgungsbehörden Delikte mit Schusswaffen, die von den jeweiligen Beschuldigten illegal erlangt wurden. Neben dem Personenkreis, der
sich mit dem Ziel bewaffnet, unter Mitführung von Pistolen oder Revolvern Straftaten zu begehen, stellen nach meiner Überzeugung auch die übrigen Besitzer illegaler Schusswaffen ein nicht sicher einschätzbares Risiko für die öffentliche Sicherheit dar. Daher wäre es aus meiner Sicht wünschenswert gewesen, wenn das Thema der Anhörung
überschrieben wäre mit dem Satz „Mehr öffentliche Sicherheit durch weniger private illegale Waffen“ und hierzu Lösungsansätze erörtert würden."

Aha, seine Überzeugung. Und worauf baut die auf? Hat der gnädige Herr keine Daten zur Hand? will er nicht oder kann er nicht?

"Es dürfte kaum ein Gesetz häufiger missachtet werden als das Waffengesetz. Bei einer so geringen Akzeptanz beim Normadressaten sollte sich der Normgeber fragen, ob das Gesetz jetzt schon an der Wirklichkeit vorbeigeht."

So sieht Lobbyarbeit aus! Da kann mancher noch was lernen! Wenn also ein Gesetz nicht eingehalten wird sollten wir es sofort abschaffen. Zukünftig gibt es auch keine Geschwindigkeitsbegrenzungen mehr auf den Straßen. Die akzeptanz fehlt ja in großen Kreisen.

"Die dabei entwickelten Ideen müssen aber auch frei von emotional beeinflussten Bewertungen einer Tauglichkeitsprüfung Stand halten. Als interessierter Beobachter kann man in den vergangenen Jahren den......."

Da könnte der Herr doch gleich mit dem emotionslosen beginnen und sich auf Fakten, sprich verifizierbare Statistiken, beziehen und nicht auf das was er erinnert oder im hohlen Bauch hat.

"Der immer wieder suggerierte angebliche stringente Zusammenhang zwischen einem „einfachen“ Zugang zu legalen Schusswaffen und der Zahl sog. Amokläufe oder anderen schweren Straftaten mit vielen Opfern, kann jedermann durch einfache Recherche im Internet widerlegen. Die sicher durchweg nicht vollständigen Listen im Netz zeigen aber unter Beachtung der dort jeweils geltenden Regelungen über den Zugang zu legalen Schusswaffen, dass der behauptete Zusammenhang nicht darstellbar ist......"

Wieso will der Herr googeln? Gibt es in seiner Behörde keine offiziellen Statistiken? Soll die Gesetzgebung jetzt nach der Anzahl Treffer in Google gestaltet werden? Wie wäre es mit belastbaren Zahlen und Auswertungen Herr Hofius, für was gekommen Sieeigentlich ihren monatlichen Zahltag?

"...... Großbritannien. Im Rahmen der Anhörung vor drei Jahren wurde das dortige Waffenrecht von zwei Sachverständigen noch als vorbildlich im Schutz vor Amokläufen gepriesen, für alle, die aus Einzelfällen gerne Schlussfolgerungen
ziehen, dürfte seit dem 02.06.2010 diese Auffassung widerlegt sein. In der englischen Grafschaft Cumbria erschoss ein Mann erst 12 Menschen und dann sich selbst. Zudem verletzte er weiter mehr als 20 Menschen mit seiner Schusswaffe zum Teil schwer."

und genau wenn man eben nicht aus Einzelfällen sich eine Meinunjg bildet, schaut man sich in diesem Fall die Zahl der Tötungsdelikte mit Schusswaffen in England pro 100.000 Einwohner an und siehe da, in England ist das Ergebnis besser wie in Deutschland.

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    "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr." (Laotse, Kapitel 81)

23.12.2012 03:18 Uhr
DerMichel
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Teil 2 vom großen Kino

"(5) Ich möchte auch darauf hinweisen, dass im Juni 2009 von der damaligen großen Koalition eine Reihe von Änderungen am Waffengesetz vorgenommen wurden, die – jedenfalls soweit sie mit Augenmaß von den Behörden angewendet werden – durchaus einen Gewinn für die öffentliche Sicherheit gebracht haben. Voran die Änderung der Aufbewahrungsvorschriften hat in der Praxis erhebliche Auswirkungen. So mancher Waffenbesitzer, der erst durch ein Anschreiben der Waffenbehörde auf eine langjährig besessene Schusswaffe hingewiesen wurde, hat diese dann entweder ordnungsgemäß in einem geeigneten Behältnis untergebracht oder bei der Waffenbehörde abgegeben. Auch wurde das nationale Waffenregister bereits auf den Weg gebracht, an der Einrichtung wird gegenwärtig intensiv gearbeitet."

Und woher nimmt der Herr diesmal die Zahlen die in zu folgendem Zitat führen: "jedenfalls soweit sie mit Augenmaß von den Behörden angewendet werden – durchaus einen Gewinn für die öffentliche Sicherheit gebracht haben".? Belege? Statistiken?

Das Einzige was ich aus seiner obigen Aussage herauslesen kann ist die Tatsache, dass viele "Legalwaffenbesitzer" die nötige Zuverlässigkeit ermangeln lassen denn sonst gäbe es in ihren Beständen keine unangemeldeten Waffen!

"Das Ziel des Gesetzentwurfes ist faktisch die Wiedereinführung von Teilen des im Zuge des Waffenrechtsneuregelungsgesetzes 2002 abgeschafften § 37 WaffG-1977. Die damalige rot-güne Bundesregierung hat seinerzeit zweifellos bewusst eine nicht praktikable und für die öffentliche Sicherheit bedeutungslose Norm abgeschafft."

Hätte der gnädige Herr hierzu eine nachvollziehbare Begründung? Oder ist das wieder nur eine Aussage aus dem hohlen Bauch?

".....Die Gefahren, die durch
eine Verwechselung der oft sehr echt wirkenden Nachbauten mit funktionsfähigen Kriegswaffen war für die damalige große Koalition Anlass zum Handeln. Seit dieser Zeit habe ich von keiner der im Gesetzesentwurf geschilderten Vorfälle im Zusammenhang mit spielenden Kindern mehr Kenntnis erlangt. Weiterer Handlungsbedarf besteht daher nicht."

Hat sich der gute Herr um Info bemüht oder trifft er diese Aussage weil er nichts mehr auf seinen Schreibtisch bekommen hat. Auch hier würde Markwort sagen: "Fakten, Fakten, Fakten......"

"Das voran für seine schrecklichen Taten eingesetzte halbautomatische Selbstladegewehr der Marke Ruger Modell Mini-14 gibt es wohl in einer zivilen als auch in einer Behördenausführung. Die Tatwaffe war offenkundig die Behördenausführung, für die er 30- Schuss-Magazine benutzte."

Ja weiss er es oder vermutet er es?

"Im Bereich der Jagd werden nach meinem Kenntnistand in Deutschland nur halbautomatische Selbstladewaffen mit einer Magazinkapazität von drei Patronen verwendet. In der Tat hat das Bundesverwaltungsamt aber auch Schießsportordnungen mit Disziplinen genehmigt, die eine Magazinkapazität für Langwaffen von bis zu 10 Schuss vorsehen. Eine Beurteilung, ob dies zwingend erforderlich ist, kommt mir nicht zu. Nachteilige Folgen für die öffentliche Sicherheit, die sich in Missbräuchen dieser Waffen bei kriminellen Taten oder als Drohpotential zeigen müssten, sind mir keine bekannt."

Ein Sachverständiger könnte hier die einschlägigen Gesetz und Vorschriften nennen oder zitieren. Hat er überhaupt nach den "nachteiligen Folgen ..." gefragt bzw. sich nformiert? Ich vermute nicht.

Im ganzen Berich wird auf keine einzige Statistik abgehoben und es werden auch keine nachprüfbaren Zahlen mit den entsprechenden Quellen genannt. Wäre dieser Herr mein Angestellter müsste er sein Gehalt zurückzahlen und ich würde ihn rausschmeissen! Der Mann ist sein Geld nicht Wert! Der Bericht kann keine Grundlage für eine politische entscheidung sein.

 

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    "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr." (Laotse, Kapitel 81)

23.12.2012 03:20 Uhr
DerMichel
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Zitat von oetzi

 

Zu ihrem Wunschgedanken auslegt, ohne die Fakten richtig zu vestehen. Aber wie schon vorher erwähnt, es gibt Ideologen welchen Fakten ignorieren, und alles versuchen dies für sich auszulegen.

 

 

Ja das ist gewiss, nur frage ich mich, warum ist diese Partei nicht lernfähig?
Schon 2009 gab es die Diskussion, eine an der 5% Marke krattelnde Partei zum Erfolg zu bringen, sind denn 7 Mio Sportschützen, Jäger  und Sammler mit Familien und Bekannten eine Minderheit?
Wenn ich es zusammen rechnen sind das immerhin gute 20 Mio Wähler, die verprellt werden, nur durch irrationale Forderungen?

Aha- spielt ihr jetzt Ping-Pong damit ihr euch wenigstens gegenseitig loben könnt?

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    "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr." (Laotse, Kapitel 81)

23.12.2012 08:28 Uhr
oetzi
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Zitat von DerMichel

"(1) Die Stellungnahme beruht auf meiner langjährigen Erfahrung bei der Verfolgung von Verstößen gegen das Waffengesetz als Dezernent und als Abteilungsleiter in der staatsanwaltschaftlichen Praxis, insbesondere nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung des Waffenrechts am 1. April 2003. Des Weiteren bin ich seit Jahren als Waffenbeauftragter und Schießausbilder der Landesjustizverwaltung Rheinland-Pfalz tätig."

Aha, der Mann ist Schütze. Lobbyarbeit nennt man das in sonstigen Fällen!

 

Man sieht, Sie versuchen gleich wieder die Tatsachen zu verdrehen, den Mann als Lobbyisten hin zustellen ist schon mehr als unverschämt, der Mann bildet Justitzbeamte aus, das hat gar nichts mit Sportschützen und Jägern zu tun! 
Ein Experte sollte sich auch mit der Materie auskennen, aber das was Sie versuchen ist Verleumdung /Verunglimfung (die Parteien im Bundestag haben diese Sachverständigen alle aktzeptiert), ich habe dies hier per Screnshoot gesichert, und die Mail an Herrn Sta Hoffius geht vielleicht demnächst raus, was die damit machen bleibt dem Herrn Hoffius dann selbst überlassen. Wenn Sie der Meinung sind, das Internet ist rechtsfreier Raum, dann täuschen Sie sich gewaltig, ihre IP ist gespeichert. 

Zu dem Vorfall in Norwegen, ja jeder kann nur raten, was es für eine Waffe war, behördlich oder zuivil, da die Norwegischen Behörden in keinem Bericht hierzu Stellung nehmen, und die Bilder zeigen ein 30 Schuss Magazin, was auch bei uns nicht zum Sport zugelassen ist. 

Zuletzt geändert von oetzi, am 23.12.2012 um 08:33 Uhr
23.12.2012 09:32 Uhr
Libelle
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Kino?

 

Zitat von DerMichel

 

Sie werden mir wahrscheinlich nicht verzeihen- aber was Sie als "untergeordnete Rolle" sehen und was ich darunter verstehe liegt Meilenweit auseinander. Und von Ihrer Sicht der dinge können Sie mich mit solch platten Argumenten auch nicht überzeugen.

Es geht tatsächlich bei einem vernünftigen Dialog nicht darum, irgend jemanden von irgendetwas zu überzeugen. Wenn man genannte Zahlen unbedingt als Gefahr für die innere Sicherheit sehen möchte, ist das sehr eigenwillig interpretiert. Dennoch respektiere ich Ihre Meinung dazu. Mit ca. 35.000.000 Schusswaffen wurden 2011 in Gesamtzahl 1902 straftatrelevante Fälle bekannt, was einer Missbrauchsgefahr von 0,0054% entspricht.
Insgesamt wurden 132 Straftaten gegen das Leben verübt, was für Sie oder mich einer Wahrscheinlichkeit von 0,00016% entspricht,  Mittels einer der 35Mio Schusswaffen in D ums Leben zu kommen.

Einigen wir uns darauf, dass Mein Glas zu 99,999839% voll ist und Ihres halt zu 0,00016% leer?

Gerne kann man das Pferd auch anders satteln. 2174 mal wurde 2011 gemordet. 132 mal davon mit Schusswaffe als Tatmittel. Sollte ich also zu den bedauernswerten 0,0027% der Bevölkerung gehören, die gewaltsam aus dem Leben scheidet, habe ich eine 6,026%ige Chance, dass dies mit Schusswaffe als Tatmittel geschieht. 93,97% der rechtswiedrigen Tötungen werden nämlich mit anderen Tatmitteln verübt.

Man könnte auch darüber nachdenken, warum diese 2174 Mitbürger keine adäquate Chance hatten sich zu wehren.

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Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein

Zuletzt geändert von Libelle, am 23.12.2012 um 09:56 Uhr
23.12.2012 09:55 Uhr
Libelle
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Norwegen

Bei aller Betroffenheit und Mitgefühl für die Opfer und den Hinterbliebenen war auch hier der Versuch sehr dreist, eine besondere Gefahr  in D zu propagandieren.

Also war die Tat des Herrn Anders Behring Breivik zunächst ein Terroranschlag mit Bombe. Auch hier können wir uns noch darauf einigen, dass dies ein besonders feiger Anschlag war? Der Täter lief hier nicht Gefahr bei seiner Tötungsabsicht ums Leben zu kommen. Im Folgegeschehen der Tat, wird hier plötzlich ein "Amoklauf" generiert.

Jetzt könnte man sich Gedanken über den Tatort machen. Eine Insel mit vielen wehrlosen Opfern. Nicht eine Schusswaffe weit und breit.Ideal für den Täter, fatal für die Opfer. Oder etwa nicht?

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Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein

Zuletzt geändert von Libelle, am 23.12.2012 um 10:19 Uhr
23.12.2012 10:34 Uhr
schienenfreund
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Zitat von Libelle

Jetzt könnte man sich Gedanken über den Tatort machen. Eine Insel mit vielen wehrlosen Opfern. Nicht eine Schusswaffe weit und breit.Ideal für den Täter, fatal für die Opfer. Oder etwa nicht?

Es fehlte nicht die Waffe für Jedermann, sondern der Heli oder die V22 für die Speerspitze des staatlichen Gewaltmonopols.

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Wir müssen endlich aufhören, Wirtschaftswissenschaftlern die Deutungshoheit über die Wirksamkeit von Familienleistungen zu überlassen.

23.12.2012 10:36 Uhr
Libelle
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DerMichel

 

Zitat von DerMichel

 

Sie werden mir wahrscheinlich nicht verzeihen- aber was Sie als "untergeordnete Rolle" sehen und was ich darunter verstehe liegt Meilenweit auseinander. Und von Ihrer Sicht der dinge können Sie mich mit solch platten Argumenten auch nicht überzeugen.

Ich muss Ihnen nichts verzeihen, was mich persönlich nicht betrifft. Es verhält sich mehr, wie mit einem Fernglas. Wenn man in das falsche Ende schaut, hat dieses Mittel nunmal einen gegenteiligen Effekt. Man könnte nun mit dem Nutzer dieses Gegenstandes diskutieren, oder es unterlassen. Wenn dieser Glasnutzer allerdings versucht, öffentlich zu propagandieren, man müsse  diese Nutzungsweise in einer Bedienungsanleitung beschreiben, mische ich mich schonmal ein und diskutiere. Wenn nun allerdings zur Argumentation die Technischen Daten herangezogen werden, klink ich mich auch gerne mal aus Zwinkernd

Beim Thema Waffengesetz verhält sich das anders. Wenn mir jemand Zahlen unter die Nase hält, die er in keinster Weise zu interpretieren vermag um damit seine Nahsichtigkeit zu untermauern bleibe ich dabei. Hier werden Menschenleben gefährdet.

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Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein

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Waffengesetz | Claudia Roth


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