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#1096 (permalink) | |
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Strahlung
Nachdem hier schon bezweifelt wurde, daß Fukushima bisher Tote verursacht hat, hier eine interessante Zahl aus einem aktuellen ARD-Beitrag: |
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#1097 (permalink) | |
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Das entspräche, wenn man Hiroshima mit ca. 15 Kt taxiert, einer A-Waffe mit einer Sprengkraft von 300 Kilotonnen - schwer vorstellbar. |
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#1098 (permalink) | |
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ganz neu: Atomkraftwerke werden nie sicher sein, sagt ein Atomstromer
oh, das gibt sicher internen Ärger weltweit. Hat doch der japanische Atomstromer Hokkaido Electric Power ganz offiziell gegenüber dem Sapporo Distrikt Court zugegeben, daß es niemals möglich sein wird, ein Atomkraftwerk völlig sicher zu bauen. Da darf man gespannt sein, ob und wie von welcher Stelle auf diese Meldung reagiert wird. |
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#1099 (permalink) | |
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Diese Erkenntnis ist nicht neu! Außer ein paar "Grünen" verlangt das aber auch niemand. Bei der Multiplikation von vielen kleinen Zahlen (0 < X < 1) kommt halt eine sehr kleine Zahl heraus, aber niemals Null. |
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Zuletzt geändert von Hunsrücker, am 14.02.2012 um 11:41 Uhr
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#1100 (permalink) | |
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Sprengkraft
1. Fukushima war an sich schon schwer vorstellbar. |
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#1101 (permalink) | |
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Kleine Zahlen ?
Ich vermute, Sie meinen die Berechnung der Wahrscheinlichkeiten, dass etwas schief geht. Wenn Wahrscheinlichkeiten multipliziert werden, dann liegt die Annahme zu Grunde, dass diese voneinander unabhaengig sind ( ging z.B. in Forsmark schief ). Aber dann werden nicht sehr kleine Zahlen multipliziert, sondern Zahlen, die kleiner als 1, aber moeglichst nahe bei 1 liegen. Wenn also die Zahl 0.999 ein Promille Ausfallwahrscheinlichkeit bedeutet, hat man bei 100 Einflussfaktoren bereits die Ausfallwahrscheinlichkeit von 10% ( dass mind. einer davon zuschlaegt ). |
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#1102 (permalink) | |
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zu 2. Es geht wohl hier um den Fallout, also um den radiaktiven Niederschlag. Und der häng wohl von der Menge spaltbaren Materials ab. zu 3. Ja - aber der Reaktor ist ja auch nicht in Form einer A-Waffe explodiert - sonst hätte es da ein wenig anders ausgesehen. |
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#1103 (permalink) | |
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Wo es bei den Raktoren gerummst hat, war es natürlich keine Atomexplosion. Trotz "nur" Knallgasexplosion war es aber heftig genug. Vorteil und Nachteil zugleich. Nachteil für die Provinz Fukushima, da die Radioaktivität sich weniger über die ganze Atmosphäre verteilte, Vorteil für den Rest der Welt. |
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#1104 (permalink) | |
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Der Reisebericht ist wirklich lesenswert - Auszüge
Tagebuch einer Japan-Reise: War da was...? Fukushima und die Folgen ... Nicht einmal ein Jahr ist es her, als das ganze Land nach dem Erdbeben vom 11. März unter Schock stand, als sich auch in Tokio nach der dreifachen Kernschmelze in Fukushima die Angst vor einer radioaktiven Verseuchung breit machte, als in Hinterzimmern Pläne entworfen wurden, die Millionen-Metropole zu evakuieren. ... Wir begleiten ihn heute zu einer Grundschule im Süden der Stadt. Sie war nach dem Reaktorunfall wegen zu hoher Strahlung geschlossen worden. Nun will die Stadt die Schule ab Ende Februar wieder öffnen. Alles sei dekontaminiert worden, sagt der Bürgermeister. Doch Bansho zweifelt. Auf dem Schulweg schlägt der Geigerzähler Alarm Er nimmt uns mit zu Messungen, die er entlang des Schulweges machen will. Und es dauert nicht lange, bis die beiden Geigerzähler Alarm schlagen. Bis zu 6 MikroSV/Stunde misst Bansho am Straßenrand – das sind rund 53 mSV/Jahr, also mehr als das 50fache des zulässigen Grenzwertes. „Verbrecher“ nennt Bansho die Verantwortlichen der Stadtverwaltung. Die Schule dürfe auf keinen Fall wieder geöffnet werden! Im Gegenteil: die ganze Stadt müsste eigentlich evakuiert werden. Doch die Politiker spielten die Gefahr herunter, spiegelten ein Jahr nach der Katastrophe Normalität vor. Und die meisten Bürger glauben es - weil sie es glauben wollen. ... Mit dieser wenig hoffnungsvollen Erkenntnis setzen wir unsere Reise fort. Das nächste Ziel ist die kleine Stadt Iitate. Sie war, obwohl rund 30 km vom AKW Fukushima entfernt, von der radioaktiven Wolke bereits in den ersten Tagen der Katastrophe getroffen worden. Doch lange wurde dies von den Behörden ignoriert. Erst im Mai 2011 wurde die Stadt evakuiert – nach Messungen von Greenpeace! Schon auf unserer Fahrt dorthin messen wir 6 MikroSV/Stunde, also über 53 mSV/Jahr. Unser erster Eindruck, als wir in den Ort kommen: Iitate ist eine Geisterstadt. Die örtliche Schule steht leer. Sämtliche Geschäfte geschlossen, die meisten Häuser verlassen. Doch Iitate ist kein Sperrgebiet, wer will kann hierher kommen. ...
Raimund Kamm |
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Zuletzt geändert von RaimundKamm, am 14.02.2012 um 14:27 Uhr
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#1105 (permalink) | |
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zu 2.) nein, es geht nicht um den FallOut, es geht primär um die freiwerdenden radioaktiven Elemente von Plutonium bis Tritium sind das eine ganze Reihe. FallOut ist wetterabhängig nur eine von vielen Immissionen, denen Land- und Wasserflächen hinterher ausgesetzt werden. Fukushima Daiichi emittiert radioaktiv verseuchtes Wasser in unvorstellbaren Mengen durch seine direkte Lage am Pazifik, die Konstruktion und die immer noch bestehenden Mängel bei der Bewältigung direkt ins Meer. Darüber hinaus wird durch Undichtigkeiten im Basement die Brühe direkt auch in grundwasserführende Schichten abgeleitet. zu 3.) ein Reaktor kann nicht in Form einer militärischen A-Waffe explodieren. Das dürfte nicht weiterführend sein? Dessen ungeachtet ist der Zusammenhang zwischen Kernkraft und Kernwaffen durchaus gegeben, denn das bei der Kernkraft entstehende Plutonium wird gern zur Herstellung von Kernwaffen verwendet. Nachdem durch die Kernkraft allerdings weit mehr PU erzeugt wird, als für Waffen überhaupt je benötigt würde und es darüber hinaus auch in keiner Weise entsorgbar ist, kam man auf die Idee mit den MOX-Brennelementen. Andere Möglichkeiten gibt es für das Zeug nicht. Und damit schließt sich wieder der Kreis zu Fu1: das nur notdürftig vor dem endgültigen Absturz gesicherte Brennelementebecken ist knallvoll mit MOX-Elementen. |
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#1106 (permalink) | |
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Nein, das geht mit den meisten im Westen üblichen Reaktortypen eben nicht. Die erzeugen nur Plutonium mit einem für Kernwaffen völlig unbrauchbaren Isotopenverhältnis, und die Plutoniumisotope 239 und 240 lassen sich wegen des geringen Massenunterschieds auch nicht mit vertetbarem Aufwand trennen. Bein einem Abklingbecken mit abgebrannten Brennelementen ist es außerdem ziemlich egal, ob die vorher mal MOX waren oder nicht - nach dem Einsatz im Reaktor enthält jedes Brennelement auch Plutonium.
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#1107 (permalink) | |
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Also hier liegen Sie falsch. Fallout ist was die Verbreitung der radioaktiven Teilchen angeht wetterabhängig und zwar insofern als die Konzentration, die dann am Boden ankommt, übrigens auch im Wasser., stärker oder schwächer ist. Warum sind Teile unserer Schwammerl immer noch z.T. ganz schön radiaktiv belastet, i.e. verstrahlt -> Folge des "radioaktiven Regens" von Tschernobyl. |
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#1108 (permalink) | |
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Sie können lesen? |
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#1109 (permalink) | |
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'solid earth' zweifelt Sicherheit AKW Standort für weitere Erdbeben an
das anerkannte "solid earth" (Open Access Journal of the European Geosciences Union) hat eine Untersuchung japanischer Geiwissenschaftler veröffentlicht, die sich mit dem Beben vom 11.3. sowie den Vorbeben eingehend befasst haben und die Folgen für die nahezu unmittelbar am AKW-Standort liegende tektonische Verwerfung untersucht. Sie kommen zu dem Ergebnis, daß es dort weitgehender Verstärkungsmaßnahmen am AKW bedürfte, um den Beanspruchungen kommender, erwarteter schwerer Erdbeben standhalten zu können. KurzLINK Unterhalb finden sich dazu Links zu den ausführlichen Unterlagen und dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Diskussion. Die Erstveröffentlichung stammt vom 22.12.2011. Der Endbericht liegt vor und enthält beeindruckende Grafiken über die Erdbebengefährdung genau am AKW-Standort. Dazu der Hinweis, daß die japanische Messung der Erdbebenstärke von der hier bekannten Richter abweicht - wird im Bericht 7.0 genannt, entspricht dies den Richter 9.1 die bei uns zu dem Beben bekannt sind. Wir beobachten regelmäßig über das Jap. Meteolog. die Erdbebentätigkeit vor Fukushima Daiichi - es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht mindestens 1x die Erde dort bebt, Beben Richter 1-4 wirken dabei fast beruhigend, die Zahl von Beben Richter 5+ muss aus europäischer Sicht erschrecken. |
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#1110 (permalink) | |
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