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Der Streit um das Betreuungsgeld
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05.04.2012 23:05 Uhr
Calanca
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Freut mich, dass noch jemand den sozialen Aspekt erwähnt.

Auch wenn die Kinder einen halben Tag in einer Krippe sind, so haben sie doch dort andere Kinder zum Spielen. Gerade bei Einzelkindern finde ich das durchaus erstrebenswerter als eine Mutter, die nur um das Kind springt und ihm die uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenkt.

Es gibt nicht nur vernachlässigte Kinder aus den bildungsfernen Schichten, sondern manchmal auch überbehütete.

Kinder brauchen auch andere Kinder, und es gibt einige Wohngebiete, wo das schon schwierig wird.

 

Trotzdem, was ich am Betreuungsgeld nicht verstehe: dem beschriebenen Lehrer-Ehepaar mit Tagesmutter helfen 100€ pro Monat auch nicht richtig weiter, oder? Und diejenigen, die ein Kind in die KiTa geben, zahlen ja immer noch einen Beitrag? Irgendwie ist es doch eine grosse Gießkanne, wenn ich wirklich knapp bei Kasse bin, kann ich deswegen nicht zu Hause bleiben, und für die Tagesmutter reicht es auch nicht.

Also nochmal besser nachdenken und das Betreuungsgeld erstmal sein lassen

 

06.04.2012 10:08 Uhr
pkeszler
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Zitat von Calanca
 

Freut mich, dass noch jemand den sozialen Aspekt erwähnt.

Auch wenn die Kinder einen halben Tag in einer Krippe sind, so haben sie doch dort andere Kinder zum Spielen. Gerade bei Einzelkindern finde ich das durchaus erstrebenswerter als eine Mutter, die nur um das Kind springt und ihm die uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenkt.

Es gibt nicht nur vernachlässigte Kinder aus den bildungsfernen Schichten, sondern manchmal auch überbehütete.

Kinder brauchen auch andere Kinder, und es gibt einige Wohngebiete, wo das schon schwierig wird.

Trotzdem, was ich am Betreuungsgeld nicht verstehe: dem beschriebenen Lehrer-Ehepaar mit Tagesmutter helfen 100€ pro Monat auch nicht richtig weiter, oder? Und diejenigen, die ein Kind in die KiTa geben, zahlen ja immer noch einen Beitrag? Irgendwie ist es doch eine grosse Gießkanne, wenn ich wirklich knapp bei Kasse bin, kann ich deswegen nicht zu Hause bleiben, und für die Tagesmutter reicht es auch nicht.

Also nochmal besser nachdenken und das Betreuungsgeld erstmal sein lassen

Sie bringen es genau auf den Punkt. Die 1,2 Milliarden Euro jährlich sollen nach Auffassung der CSU nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden.

Das Betreuungsgeld bringt aber einem Doppelverdiener-Paar nur wenig, wenn nicht ausreichend Betreuungsplätze in Kitas angeboten werden können. Bei den überall notwendigen Sparmaßnahmen sollten nicht auch noch Familien gefördert werden, die das Geld eigentlich nicht benötigen.

Dagegen muss das Geld für neue Kita-Plätze oder den Ausbau von Ganztagsschulen und gezielt für die Förderung der wirklich bedürftigen Familien eingesetzt werden.

Die Wahlfreiheit der Familien wird damit keineswegs eingeschränkt, denn sie können auch weiterhin ohne die Herdprämie selbst entscheiden, ob sie ein Kind in einer Kita betreuen lassen oder das in der Familie organisieren.

08.04.2012 09:50 Uhr
Redaktion
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CSU pocht auf Betreuungsgeld «ohne Wenn und Aber»
Im Streit um das Betreuungsgeld pocht die CSU pocht auf die Koalitionsabsprachen und will ihr Lieblingsprojekt ohne Abstriche umsetzen. Die FDP ruft derweil zum Ende des Streits auf.
CSU pocht auf Betreuungsgeld «ohne Wenn und Aber»

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08.04.2012 09:50 Uhr
pkeszler
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Die CSU und das Betreuungsgeld

 

Die CSU will das Betreuungsgeld unbedingt noch vor der Landtagswahl 2013 durchsetzen, weil es noch eines ihrer letzten verbliebenen Kernthemen ist, nachdem ihr die Atomenergie, die Wehrpflicht und KT zu Guttenberg abhanden gekommen sind.

Frau Haderthauer ist der Meinung, dass mit der Barauszahlung des Betreuungsgeldes nach dem Gießkannenprinzip der Politikverdrossenheit der Bürger gegen gehalten werden muss. Egal ob Doppelverdiener oder Alleinerziehende, egal ob Bedürftigkeit vorliegt oder nicht. Die 1,2 Milliarden Steuergelder müssen gleichmäßig an alle verteilt werden. Damit erreicht sie genau das Gegenteil. 67 % der Bürger in Bayern sind der Meinung, dass das Betreuungsgeld ungerecht und unsozial ist und familienpolitisch das falsche Signal setzt. Da kann man nur der SPD-Vizevorsitzenden Schwesig Recht gegen, die der Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) vorwirft, in der Diskussion um das Betreuungsgeld zu lange zu schweigen. Es sei ein Skandal, dass sie "in dieser leidenschaftlichen Debatte zur Zukunft von Kindern bisher noch keinen einzigen Ton gesagt hat". In vielen Familien müssen und wollen beide Elternteile arbeiten, um die Familie gut ernähren zu können, sagte sie. "Dafür brauchen wir mehr Kita-Plätze und keine Fernhalteprämie, die Frauen vom Arbeitsmarkt und die Kinder von Bildung fernhält."

Wahrscheinlich äußert sich Frau Schröder zu dem Thema nicht, weil sie im Grunde der gleichen Meinung ist, aber Frau Merkel nicht widersprechen will.





08.04.2012 09:56 Uhr
_solon_
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Zitat von Redaktion
CSU pocht auf Betreuungsgeld «ohne Wenn und Aber»
Im Streit um das Betreuungsgeld pocht die CSU pocht auf die Koalitionsabsprachen und will ihr Lieblingsprojekt ohne Abstriche umsetzen. Die FDP ruft derweil zum Ende des Streits auf.
CSU pocht auf Betreuungsgeld «ohne Wenn und Aber»

Zuerst einmal: das Betreuungsgeld wurde vor in dieser Legislaturperiode von den Regierungskoalitionären verbindlich beschlossen. Und in wenigen Monaten ergeben sich grundsätzlich keine neuen Erkenntnisse um alle infrage zu stellen.

Bei manchen kann die CSU sowieso machen was sie will, es ist immer falsch:

- hält man an einer Vereinbarung fest - ist's nok

- hält man an einer Vereinbarung nicht fest - ist's ebenfalls nok.

Darauf kann sich jeder seinen eigenen Reim machen.

 

Persönliche Meinung:

Kita kann Familie bei weitem nich ersetzen.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

08.04.2012 10:08 Uhr
hape 49
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"Zudem setze das Betreuungsgeld falsche Anreize für Frauen, eben nicht rasch wieder in den Job einzusteigen. Das ist in der Tat ein Problem: Der verwerfliche Anreiz, sich um eigene Kinder zu kümmern, gegen die gesellschaftlich wertvolle Steigerung des Bruttosozialprodukts. Um die längst wachsende Zahl bindungsgestörter Kinder können sich ja später hauptberufliche Sozialarbeiter kümmern.

Man kann über Sozial-Mechanik und Effekte des Betreuungsgeldes in der Tat diskutieren, nur gerät in Deutschland wieder einmal der ethische Kompass unter dem Einfluss vermeintlicher Modernität absurd ins Kreiseln. In den ersten drei Lebensjahren (und nur um die geht es beim Betreuungsgeld) wächst das Urvertrauen in die Welt: Hier bin ich sicher, hier muss ich mich nicht fürchten, hier kann ich alles schaffen, Mama/Papa sind da. Zu diesem Wert gibt es keine Konkurrenz – zumindest keine, die man aktiv anstreben sollte. Alles baut auf diesen Grunderfahrungen auf.

Wie dumm und krank muss eine Gesellschaft sein, die hier die Elle individueller Entfaltung oder wirtschaftlicher Produktivität anlegt! Als bewiesen nicht täglich weltweit etwa erfolgreiche Asiaten, dass extremer Familienzusammenhalt und Leistung das Maß aller Dinge sind. Als bewiesen nicht täglich die wachsenden Nachsorge-Probleme bei Kindern von Crash-Familien den gesellschaftlichen Wert jedes einzelnen treusorgenden Vaters, jeder sich kümmernden Mutter.

Und ausgerechnet die christlich-konservativen, die all das eigentlich mit der Muttermilch eingesogen haben sollten, zerfleischen sich im Auftrag linker Lebenslügen. Deutschland, deine Reflexe." (Ralf Schuler)

 

08.04.2012 10:11 Uhr
pkeszler
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Zitat von _solon_  

Persönliche Meinung:

Kita kann Familie bei weitem nich ersetzen.

Vorausgesetzt, dass ein  Einkommen für den Lebensunterhalt der Familie ausreicht. Aber dann wäre das Betreuungsgeld (Herdprämie) überflüssig.

09.04.2012 21:48 Uhr
pkeszler
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Seehofer zum Betreuungsgeld!

Seehofer sagte: Die Mütter und Väter sollten "freiheitlich entscheiden" dürfen, ob sie ihre Kinder in eine Krippe geben oder sie zu Hause erziehen wollen, und er hat betont: "Das ist eine freie Entscheidung der jungen Leute."

Das freie Entscheidungsrecht will den jungen Leuten Niemand nehmen. Sie können sich frei entscheiden, ob sie ihre Kinder in einer Krippe (sofern eine vorhanden ist) oder in der Familie erziehen wollen.

Seehofer muss aber auch zur Kenntnis nehmen, dass nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Nachrichtenmagazin "Focus" 76 Prozent der Deutschen dafür plädieren, die für das Betreuungsgeld vorgesehenen Mittel besser in den Ausbau der Kita-Plätze fließen zu lassen. Nur 20 Prozent der Befragten befürworteten dagegen die geplante Leistung.

13.04.2012 10:56 Uhr
bbuchsky
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Die Einführung einer Prämie für die Nichtinanspruchnahme staatlich zu erbringender Leistungen ergibt die Möglichkeit, über die Antidiskriminierung auch andere Unterlassungen zu prämieren: Kinderlos-Prämie, Nichtwähler-Prämie, jährliches Ledigengeld, 10 Jahre Ungeschiedenen-Prämie, 10 Jahre Klagenfrei-Prämie, Auswanderer-Prämie.....

Wenn versucht werden sollte, die Prämien an den eingesparten Kosten zu orientieren, wäre die Nichtantrittsprämie für Politiker wohl die höchste.

Und man könnte eine Prämie dafür erhalten, sich nicht in ein öffentliches Amt wählen zu lassen!!!!

13.04.2012 10:56 Uhr
Redaktion
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Der Streit um das Betreuungsgeld
Der Streit um die Einführung des sogenannten Betreuungsgelds würde nicht so heftig geführt, wenn es dabei „nur“ um eine zusätzliche staatliche Leistung ginge.
Der Streit um das Betreuungsgeld

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16.04.2012 10:20 Uhr
pkeszler
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"Wahlfreiheit"?

Eine Mehrheit im Bundestag für das Betreuungsgeld ist fraglich. 23 Abgeordnete der CDU haben in einem Brief an Kauder angekündigt, den Beschluss bei einer Parlamentsabstimmung nicht mittragen zu wollen. Auch einige weibliche CDU-Abgeordnete lehnen das Gesetz ab. Die FDP und die Opposition sind auch dagegen.

Alle pädagogischen und sozialpolitischen Argumente sprechen gegen das Betreuungsgeld. Die Befürworter des Betreuungsgeldes, an der Spitze die CSU, führen als Argument hauptsächlich die „Wahlfreiheit“ der Eltern an , ihre Kinder entweder in einer Kita oder daheim zu betreuen.

Die „Wahlfreiheit“ wird aber durch das Betreuungsgeld kaum beeinflusst. Wer arbeiten gehen muss, weil sonst das Geld für den Haushalt nicht reicht, hat keine andere Wahl, als sein Kind in eine Kita zu geben. Und wer es sich leisten kann, Kinder zu Hause zu betreuen, kann das auch heute schon tun. Dazu braucht es aber keinen finanziellen Anreiz.



16.04.2012 16:22 Uhr
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Betreuungsgeld: Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam dagegen
Der Ärger um das Betreuungsgeld geht in die nächste Runde: Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich gegen die Einführung ausgesprochen - in einer gemeinsamen Erklärung.
Betreuungsgeld: Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam dagegen

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16.04.2012 16:22 Uhr
bbuchsky
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Ach wie gemein!

Fachleute (Pädagogen wie Soziologen), Gewerkschaften, Arbeitgeber, etwa 75% der Bürger sind alle linke Vögel und rückwärtsgewandte Chaoten. Familienfeinde!

Allein die Aufgeschlossenheit, Flexibilität und Einsichtsfähigkeit der am Herd aufgezogenen setzt wieder neue Maßstäbe. Vorbildlich nur der Starrsinn und die Verbohrtheit der CSU - Zombies.

17.04.2012 07:11 Uhr
heletz
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Koalition

 

Zitat von Redaktion
Betreuungsgeld: Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam dagegen

Ist natürlich immer eine Meldung, wenn Gewerkschaften und Arbeitgeber mal einig sind.

Aber werden die betroffenen Eltern auch mal gefragt?

 

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17.04.2012 08:55 Uhr
_solon_
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Zitat von Redaktion
Betreuungsgeld: Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam dagegen
Der Ärger um das Betreuungsgeld geht in die nächste Runde: Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich gegen die Einführung ausgesprochen - in einer gemeinsamen Erklärung.
Betreuungsgeld: Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam dagegen

Eigentlich ist mir nicht ganz klar was Gewerkschaften und Arbeitgeber zu diesem Thema zu sagen haben. Das geht sie nämlich nichts an.

Die Wahlfreiheit "Erziehung zu Hause" oder in zweifelhaften Kitas (wer weiß denn ob die Kleinst nicht schon durch extreme Erzieher falsch infiltriert werden) muß erhalten bleiben und wenn gefödert - dann beide gefördert.

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Betreuungsgeld


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