Mittwoch, 19. Juni 2013

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Der Streit um das Betreuungsgeld
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24.04.2012 12:14 Uhr
pro musica
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Zitat von pkeszler

 

Genau so ist es, auch wenn Sie hier etwas zuspitzen. Das Geld sollte viel lieber in bessere Betreuungseinrichtungen und eine bessere Schulausbildung  investiert werden, als immer nur falsche Prioritäten zu setzen. In Betreuungseinrichtungen und Schulen werden die Grundlagen für die spätere Facharbeiterausbildung gelegt, die unser Land dringend benötigt. Das gilt für deutsche Kinder, aber insbesondere auch für Kinder der Migranten, die sich dafür entschieden haben, in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Wie wollen schließlich nicht eine Generation von zukünftigen Hartz IV-Empfängern heran ziehen.

 Facharbeiter, die unser Land so dringend benötigt, werden weder von Betreuungseinrichtungen noch von den Schulen gestellt, sondern in Betrieben ausgebildet.  Wer dann studieren will oder Technikerschule besuchen will, zahlt das aus eigener Tasche.

 pkezler, Sie kommen immer wieder auf Migranten. Ich kenne  genügend Facharbeiter, deutscher Abstammung, fleissig und pünktlich - dem Betrieb loyal ergeben - bis dieser ausstellen musste oder schloss. Nuin sitzen die da,unsere Facharbeiter, mit über 50 Jahren zu alt für die deusche Wirtschaft. Heute sind alleine drei  mir persönlich bekannten Facharbeiter ( Siemens ICN, Weka-Druckhaus, BMW) über 50 und H4-Empfänger.  Anstatt ihnen zu helfen werden wieder Milliarden in sinnfreie Projekte gewürgt. Nicht mal schnell Kinder machen um Geld zu bekommen ist mit 50zig möglich... Whistling

________
„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

24.04.2012 12:31 Uhr
pkeszler
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Zitat von pro musica  

 Facharbeiter, die unser Land so dringend benötigt, werden weder von Betreuungseinrichtungen noch von den Schulen gestellt, sondern in Betrieben ausgebildet.  Wer dann studieren will oder Technikerschule besuchen will, zahlt das aus eigener Tasche.

 pkezler, Sie kommen immer wieder auf Migranten. Ich kenne  genügend Facharbeiter, deutscher Abstammung, fleissig und pünktlich - dem Betrieb loyal ergeben - bis dieser ausstellen musste oder schloss. Nuin sitzen die da,unsere Facharbeiter, mit über 50 Jahren zu alt für die deusche Wirtschaft. Heute sind alleine drei  mir persönlich bekannten Facharbeiter ( Siemens ICN, Weka-Druckhaus, BMW) über 50 und H4-Empfänger.  Anstatt ihnen zu helfen werden wieder Milliarden in sinnfreie Projekte gewürgt. Nicht mal schnell Kinder machen um Geld zu bekommen ist mit 50zig möglich... Whistling

Im zweiten Punkt haben Sie natürlich vollkommen Recht. Im ersten Punkt bin ich als Pädagoge der Meinung, dass die Grundlagen für eine spätere berufliche Ausbildung natürlich schon in qualifizierten  Betreuungseinrichtungen und den Schulen gelegt werden müssen. Ich kenne die Meinung vieler Ausbildungsfirmen, die immer wieder feststellen müssen, dass viele Bewerber keine entsprechenden Voraussetzungen mitbringen. Oft fehlen Grundlagen der deutschen Sprache, der Grundrechenarten, der Prozentrechnung usw. Es kann nicht von den Ausbildungsbetrieben erwartet werden, dass sie Fehler, die im Sozialverhalten und der Bildung der Jugendlichen bestehen, von den Betrieben aufgearbeitet werden.

24.04.2012 12:45 Uhr
Sunshine-74
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 Ich bin dafür, dass jede Familie das Recht hat, ihr Kinderbetreuungsmodel selbst zu gestalten. Und zwar frei von ideologischen Hausfrauenidealträumereien.

Unabhängig davon gibt es genug "Nur-Hausfrauen", die ihre Kinder vom Fernsehen und Computerspielen "betreuen" lassen ---- die Fantasie, dass zuhause betreute Kinder immer auch besser betreut sind, ist ideologisch verbort und hat wenig mit der Realität zu tun.

Zitat von Ichbins
Betreuungsgeld

Ich bin für das Betreuungsgeld, da ich finde dass ein Kind bis drei Jahre bei der Mutter besser aufgehoben ist. Auch die Bindung bildet sich in den ersten drei Jahren sehr stark. Das Kind wir in seinem Urvertrauen gestärkt. Wie sollen denn die abegegeben Kinder in der Kita Liebe geben können wenn sie sie als Kind nicht erfahren durften. Zwei Erwachsene für ca. 12 Kinder. Die meiste Zeit ist eine mit Wickeln beschäftigt. Bestes Beispiel sind die sehr unterkühlten Mütter von den neuen Bundesländern.

Kinder brauchen einen festen Hafen. Eine Mutter kann ihrem Kind auch alles notwendige fürs Leben mitgeben, da bracht man Keine Kita dafür. Ich haben langsam das Gefühl der Staat möchte alle regeln sogar die Erzierhung unserer Kinder. Haben wir bald Ostzustände. Ich hoffe die Regierung wacht endlich auf und stärkt die Familien.

 

 

 

Zuletzt geändert von Sunshine-74, am 24.04.2012 um 14:15 Uhr
24.04.2012 12:47 Uhr
Sunshine-74
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 Was hat das mit der Kinderbetreuung in den ersten Lebensjahren zu tun?

Zitat von pro musica

 pkezler, Sie kommen immer wieder auf Migranten. Ich kenne  genügend Facharbeiter, deutscher Abstammung, fleissig und pünktlich - dem Betrieb loyal ergeben - bis dieser ausstellen musste oder schloss. Nuin sitzen die da,unsere Facharbeiter, mit über 50 Jahren zu alt für die deusche Wirtschaft. Heute sind alleine drei  mir persönlich bekannten Facharbeiter ( Siemens ICN, Weka-Druckhaus, BMW) über 50 und H4-Empfänger.  Anstatt ihnen zu helfen werden wieder Milliarden in sinnfreie Projekte gewürgt. Nicht mal schnell Kinder machen um Geld zu bekommen ist mit 50zig möglich... Whistling

 

24.04.2012 12:58 Uhr
pro musica
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Zitat von Sunshine-74

 Ich bin dafür, dass jede Familie das Recht hat, ihr Kinderbetreuungsmodel selbst zu gestalten. Und zwar frei von ideologischen Hausfrauenidealträumereien.

 

 Nun ja... Hausfrauenträumereinen sind wohl eher Männer die abspülen. Whistling

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24.04.2012 13:23 Uhr
pro musica
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Zitat von pkeszler

 

Im zweiten Punkt haben Sie natürlich vollkommen Recht. Im ersten Punkt bin ich als Pädagoge der Meinung, dass die Grundlagen für eine spätere berufliche Ausbildung natürlich schon in qualifizierten  Betreuungseinrichtungen und den Schulen gelegt werden müssen. Ich kenne die Meinung vieler Ausbildungsfirmen, die immer wieder feststellen müssen, dass viele Bewerber keine entsprechenden Voraussetzungen mitbringen. Oft fehlen Grundlagen der deutschen Sprache, der Grundrechenarten, der Prozentrechnung usw. Es kann nicht von den Ausbildungsbetrieben erwartet werden, dass sie Fehler, die im Sozialverhalten und der Bildung der Jugendlichen bestehen, von den Betrieben aufgearbeitet werden.

 Solche Defizite in der frühkindlichen Bildung werden Betriebe nicht freiwillig zu Facharbeitern ausbilden. Ich bin eher der Meinung, dass die Grundlagen der "Grund-Allgemeinbildung" in der Grundschule erlernt werden. Trotzdem fehlt es so zimelich an Grundbildung, da haben sie recht, und es es nicht die Aufgabe des Ausbildungsbetriebes, sondern, wie sie als Pädagoge sicher einsehen werden, der Schule. Ich plädiere schon lange dafür, auf die 9.Klasse ein Zusatzjahr draufzusatteln.

 Auch das Sozialverhalten ist nicht alleine davon abhängig ob das Kind einzeln oder unter Geschwistern aufwächst. Sicher spielt das Lebensumfeld sowie die Religionszugehörigkeit eine Rolle, aber auch die Gene. Das Wohl des Einzelnens, der Bildungsdefizite aufweist, ist nicht Sache des Staates, sondern Familie und Schule. Auch werden Problemfamilien weniger zum Problem, wenn Kinder früh betreut werden, denn wenn diese nach Hause kommen ist das Problemumfeld ja wieder da.

Einzig Ihr Anliegen die frühkindliche  Spracherziehung bei Fremdbetreuung kann ich nachvollziehen, aber nicht mal bei Migranten kann durchwachsen behauptet werden, die hätten allesamt Sprachprobleme. Meine Freundin ist eine Thailänderin. Sie lebt seit 12 Jahren in Deutschland und spricht heute noch, trotz Sprachunterricht, ein Kauderwelsch aus Deutsch - Englisch, was sich mitsamt dem Thai-Akzent ( sie hauchen mehr als sie sprechen...) als recht schwer verständlich erweist. Ihre drei Kinder sprechen perfekt Deutsch. Zu Ihren Mädchen ist sie recht streng. Sie verlangt sehr viel von diesen. Der Bub, ihr Heiligtum,  ist mittlerweile in der ersten Klasse und wehe, er bekommt eine etwas negative Bemerkung von der Lehrerin...aaah, die pöööhse pööhse Frau Lehrerin.  Sie sehen, auch die Mentalitäten der Migranten-Völker sind wichtig bei der Betreuung und aus einem Ascherbaidschaner oder Gahnaner wird durch frühkindliche Fremdbetreuung kein perfekt sprechendes Migrantenkid. Dieses Problem ist nicht dadurch behoben, dass quer durch Deutschland allen Familien Betreuungsgeld angeboten wird, egal ob sie es brauchen oder nicht. Wollen tun es alle.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

24.04.2012 14:05 Uhr
pkeszler
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Zitat von pro musica  

 Solche Defizite in der frühkindlichen Bildung werden Betriebe nicht freiwillig zu Facharbeitern ausbilden. Ich bin eher der Meinung, dass die Grundlagen der "Grund-Allgemeinbildung" in der Grundschule erlernt werden. Trotzdem fehlt es so zimelich an Grundbildung, da haben sie recht, und es es nicht die Aufgabe des Ausbildungsbetriebes, sondern, wie sie als Pädagoge sicher einsehen werden, der Schule. Ich plädiere schon lange dafür, auf die 9.Klasse ein Zusatzjahr draufzusatteln.

 Auch das Sozialverhalten ist nicht alleine davon abhängig ob das Kind einzeln oder unter Geschwistern aufwächst. Sicher spielt das Lebensumfeld sowie die Religionszugehörigkeit eine Rolle, aber auch die Gene. Das Wohl des Einzelnens, der Bildungsdefizite aufweist, ist nicht Sache des Staates, sondern Familie und Schule. Auch werden Problemfamilien weniger zum Problem, wenn Kinder früh betreut werden, denn wenn diese nach Hause kommen ist das Problemumfeld ja wieder da.

Einzig Ihr Anliegen die frühkindliche  Spracherziehung bei Fremdbetreuung kann ich nachvollziehen, aber nicht mal bei Migranten kann durchwachsen behauptet werden, die hätten allesamt Sprachprobleme. Meine Freundin ist eine Thailänderin. Sie lebt seit 12 Jahren in Deutschland und spricht heute noch, trotz Sprachunterricht, ein Kauderwelsch aus Deutsch - Englisch, was sich mitsamt dem Thai-Akzent ( sie hauchen mehr als sie sprechen...) als recht schwer verständlich erweist. Ihre drei Kinder sprechen perfekt Deutsch. Zu Ihren Mädchen ist sie recht streng. Sie verlangt sehr viel von diesen. Der Bub, ihr Heiligtum,  ist mittlerweile in der ersten Klasse und wehe, er bekommt eine etwas negative Bemerkung von der Lehrerin...aaah, die pöööhse pööhse Frau Lehrerin.  Sie sehen, auch die Mentalitäten der Migranten-Völker sind wichtig bei der Betreuung und aus einem Ascherbaidschaner oder Gahnaner wird durch frühkindliche Fremdbetreuung kein perfekt sprechendes Migrantenkid. Dieses Problem ist nicht dadurch behoben, dass quer durch Deutschland allen Familien Betreuungsgeld angeboten wird, egal ob sie es brauchen oder nicht. Wollen tun es alle.

„Dieses Problem ist nicht dadurch behoben, dass quer durch Deutschland allen Familien Betreuungsgeld angeboten wird, egal ob sie es brauchen oder nicht. Wollen tun es alle.“

Hier haben Sie etwas sehr Wichtiges geschrieben. Ich bin gegen das Gießkannenprinzip, bei dem allen Familien als Anreiz Geld dafür gezahlt wird, dass sie ihre Kinder zu Hause lassen, egal ob sie von der Mutter oder einer bezahlten Betreuerin betreut werden, egal ob Bedürftigkeit vorliegt oder nicht, egal ob die Kinder dringend eine staatliche Förderung benötigen oder nicht.

Außerdem kommt noch als weiterer Aspekt dazu, dass die Lebensumstände auf dem Land grundsätzlich anders sind, als in einer Großstadt. Auf dem Land können junge Familien die Kinderbetreuung durch die Oma oder andere Verwandte meist viel leichter organisieren als in einer Stadt. Junge Familien in der Großstadt sind häufig lange auf der Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung. Hier muss teilweise bereits ein Partner mit seinem Verdienst für die Miete und die Kinderbetreuung aufkommen. In diesen Fällen würde das Betreuungsgeld ohnehin nicht ausreichen.

24.04.2012 14:13 Uhr
Sunshine-74
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Ich sage ja nicht, dass es die Frauen sind, die von diesem vermeintlichen "Ideal" träumen.  

Zitat von pro musica

 

 Nun ja... Hausfrauenträumereinen sind wohl eher Männer die abspülen. Whistling

 

24.04.2012 14:58 Uhr
pro musica
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Zitat von pkeszler
 

 

„Dieses Problem ist nicht dadurch behoben, dass quer durch Deutschland allen Familien Betreuungsgeld angeboten wird, egal ob sie es brauchen oder nicht. Wollen tun es alle.“

Hier haben Sie etwas sehr Wichtiges geschrieben. Ich bin gegen das Gießkannenprinzip, bei dem allen Familien als Anreiz Geld dafür gezahlt wird, dass sie ihre Kinder zu Hause lassen, egal ob sie von der Mutter oder einer bezahlten Betreuerin betreut werden, egal ob Bedürftigkeit vorliegt oder nicht, egal ob die Kinder dringend eine staatliche Förderung benötigen oder nicht.

Außerdem kommt noch als weiterer Aspekt dazu, dass die Lebensumstände auf dem Land grundsätzlich anders sind, als in einer Großstadt. Auf dem Land können junge Familien die Kinderbetreuung durch die Oma oder andere Verwandte meist viel leichter organisieren als in einer Stadt. Junge Familien in der Großstadt sind häufig lange auf der Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung. Hier muss teilweise bereits ein Partner mit seinem Verdienst für die Miete und die Kinderbetreuung aufkommen. In diesen Fällen würde das Betreuungsgeld ohnehin nicht ausreichen.

 Das bringt jedoch die Regierung in die Klemme, denn es sollen alle Familien gleich und fair behandelt werden. Was tun.

Der Fehler war, dass bereits kostenfreie frühkindliche Betreuung per Gesetzt verankert wurde, um  dann, wenn die Kinder in den Kiga wechseln bis zu 250 Euro bezahlen zu müssen.

Das mit den Land-Stadtbetreuung würde ich nicht so eng sehen. Optimal ist, wer die Oma in der Nähe hat und diese nicht arbeiten muss, bringt dankbar die Kinder hin, egal ob auf Land oder in der Stadt. Wer keine Oma in der Nähe hat, dem ist in der Stadt durch dortige Hortangebote, oder Tagesmütter besser gedient. Auch Kindergärten die bereits 2-jährige aufnehmen und Ganztagsgruppen anbieten sind auf dem Land seltener.

 

Wesentlich wichtiger fände ich es, dem Arbeitgeber Hilfen anzubieten, damit er die Faru nach der Kinderpause gerne wieder einstellt. In vielen Berufen andert sich im Zeitraum von 3 Jahren recht viel. In diesem Wandelprozess soll die Mutter während der Kinderpause mit einbezogen werden.

Meine Bekannte ist während der Ausbildung schwanger geworden. Den Abschluss schaffte sie noch und dann ab in die Mutterpause. Was wir in den 3 Jahren an Bewerbungsschreiben verschickt haben ist phänomenal...Sie war verzweifelt und dachte, sie kommt nie mehr aus der H4-Falle raus, weil sie wegen dem Kind und ohne Möglichkeit der Nachmittagsbetreuung ( oma arbeitet) nur Halbtags arbeiten konnte. Die Angebote der GFZ für Berufswiedereinsteiger waren immer Schulungen in Wochenblöcken in völlig anderen Städten. Wohin mit dem Kind?? Neulich bekam sie eine Einladung eines Arbeitgebers, sie möchte sich persönlich vorstellen. Vor lauter Schreck hat sie ganz vergessen zu fragen bei wem ( bei 200 Bewerbungen kein Wunder)...hat aber anhand der gespeicherten Nummer zurückverfolgen können wer das war...puuh.  Der Arbeitgeber sagte ihr klipp und klar, er sucht zwar eine Ganztagskraft, braucht jedoch im  Moment dringend jemand, weil die andere fristlos gefeuert wurde. So fuhr sie jeden morgen etwas mutlos zur Arbeit, immer mit der Angst im Nacken, dass heute der Tag sein könnte, in dem ihr gesagt  wird, dass man sie nicht mehr braucht. Doch eines Tages sagte der Doc zu ihr, während der Behandlung - meine Bekannte mit dem Absauger im  Mund - " ich höre jetzt auf zum suchen. Wollen Sie bei uns bleiben?" "..ääh... ja" "Sie sind eingestellt - herzlichen Glückwunsch" und reicht ihr die Hand. Sie gab die linke, da die rechte Hand immmer noch den Absauger hielt.  Die Zahnschmerzgeplagte Patientin im Stuhl wusste sicher nicht, dass sie Zeuge eines grossartigen Ereignisses war!

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

24.04.2012 16:18 Uhr
Schepperle
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Antwort 1 an pkeszler

 

 
                               

Wenn Sie hier eine andere Meinung vertreten, so sei Ihnen das gegönnt. Ihre Aussagen zu den 6 Monaten von Herrn Gabriel und zu Kinderärzten und Kinderpsychologen müssen sie aber noch belegen.

In der Süddeutschen Zeitung steht: "... Gerade erst ist er selbst Vater geworden, nun kritisiert SPD-Chef Sigmar Gabriel scharf die Familienpolitik der Koalition. Die Regierung Merkel verpulvere Geld für ein "sinnloses und schädliches Betreuungsgeld". Er selbst will sich die Kindererziehung mit seiner Frau teilen - im Sommer werde er eine dreimonatige Auszeit von der Politik nehmen, danach werde seine Tochter in einer Kita betreut."

Ich nehme an, dass Herr Gabriel und seine Partnerin, eine Zahnärztin, sich nicht zu den bildungsfernen Schichten zählen, deren Kinder aus diesen Gründen dringend fremdbetreut werden müssen. es wird da schon ein wenig um die Karrieren gehen...

 

24.04.2012 16:32 Uhr
Schepperle
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Antwort 2 an pkeszler

vgl. zum Thema Bindung/ Urvertrauen  http://www.kindergartenpaedagogik.de/1722.html: Zusammengefasst steht dort:

Kinderpsychiater Bowlby lie­fer­t mit seiner Bindungstheorie einen anerkannten Beitrag zur ent­wick­lungsgerechten Betreuung von Klein­kin­dern in Heimen und Kliniken. Er sagt, dass Säuglinge gleich nach der Geburt beginnen Zu­wendung und Schutz einer ver­trau­ten Person zu suchen, um ein Bindungs­system aufzubauen. Dies zeigt sich u.a. im Weinen, Nachlaufen, Fest­klammern an der Bindungsperson (meist die Mutter) und durch Pro­test, Ärger, Trauer sowie emotionalen Rückzug beim Verlassenwerden. Die Bindungsperson schützt das Kind vor Be­drohung und gibt emo­tio­na­le u. reale Sicherheit. Bindung ist ein Primärbedürfnis, das von Geburt an bis ins hohe Alter wirksam ist. Ist es durch sichere emotionale Basis befriedigt, wird Explorationsverhalten möglich, d.h. der Drang die Umwelt zu erkunden. Diese Neugierde nimmt im Alter von ca. zwei Jahren deut­lich zu, wobei sich das Kind wiederholt bei der Mutter durch Blicke o. Kör­per­kontakt rückversichert.

Für die Entwicklung einer sicheren Bindung muss sich die jeweilige Bin­dungs­person dem Kind gegenüber feinfühlig ver­halten, d.h. sie nimmt die kindlichen Verhaltens­weisen wahr, interpretiert die Signale des Kindes richtig, an­ge­mes­sen u. prompt und reagiert so auf die Bedürfnisse des Kin­des. Ein so versorgtes Kind ent­wickelt allmählich ein Gefühl der Tüch­tig­keit und Selbstbestimmung, weil sowohl seine Bin­dungs­wünsche als auch seine Neugier-Im­pul­se verstanden und akzeptiert werden. Eine feinfühlige Bindungsperson ist in der Lage, die teilweise sehr unspezifischen kindlichen Signale wahrzunehmen und un­ab­hängig von der eigenen Bedürfnislage zu erschließen.

Erlebt das Kind eine sichere Bindungsbasis, kann es neugierig seine Umwelt er­kunden. Es weiß: Bei Angst oder Unwohlsein kann es zur Bezugsperson zurückkehren. Im sog. "Frem­de Situation Test" fanden Ains­worth und Wittig heraus, dass Kinder neugieriger sind, wenn ihre Bezugspersonen/Mütter anwesend waren. Deutlich unterscheidet sich das Verhalten der Kinder unter zunehmendem Trennungsstress so­wie bei der Begrüßung der rückkehrenden Mut­ter. Ein sicher gebundenes Kind hat Vertrauen in die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Bindungsperson und exploriert in de­ren Anwesenheit ungestört.

Wird das Kind von ihr getrennt, zeigt es deut­li­ches Bindungsverhalten mit Rufen, Su­chen und Weinen. Es wirkt sehr ge­stresst, innerlich aufgewühlt und lässt sich von fremden Personen nicht trösten. In seinem inneren Arbeitsmodell ist die Bin­dungs­person nicht berechenbar. Die emotionale Kom­munikation ist gestört. Es wird von einem unverarbeiteten Trau­ma­ta der Bindungsperson ausgegangen, das bis ins Erwachsenenalter reicht. Werden  diese Kinder später selbst Eltern, so wird im täglichen Umgang mit dem Säugling eigene Erin­ne­run­gen und Gefühle aus der eigenen Kind­heit und der Bindungserfahrung mit den ei­ge­nen Eltern wachgerufen. Positive Erfahrungen können so die Beziehungen der nächsten Generationen bereichern, negative stark belasten.

Im Umgang mit Be­lastungen zeigen sicher gebundene Kin­der ein hohes Selbstwertgefühl und Selbst­ver­trauen und eine hohe Ich-Flexibilität so­wie die Fähigkeit, ihre Impulse, Bedürfnisse und Gefühle dynamisch an den jeweiligen si­tuativen Kontext anzupassen (Spangler/ Zimmermann 1999). Das Bindungssystem entwickelt sich in­nerhalb der ersten Lebensjahre und bleibt während des gesamten Lebens aktiv. Eine sichere Bindung kann als Schutz­fak­tor angesehen werden, ebenso wie eine un­sichere Bindung als Risikofaktor für die Ent­wicklung psychischer Störungen be­trachtet werden sollte. 

Die frü­he Beziehungsqualität ist von großer Be­deutung, weil sie entscheidet, welches men­tale Verarbeitungssystem sich dem Kind einprägt. Und dies ist wiederum die Ba­sis für die Beziehungsgestaltung in der Zukunft und die Handlungssteuerung.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder aufgrund solcher fehlenden Ab­stimmungsprozesse ganze Empfin­dungs­bereiche im Repertoire für intime Be­zie­hungen tilgen. Die Defizite gehen über den Empathiemangel hinaus. Streeck-Fischer (2006) spricht von einem "Neglekt" insbesondere bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyper­ak­ti­vitätsstörung, der durch die Ent­wick­lungs­de­fizite im Spracherwerb sowie in den exekutiven Funktionen zustande kommt und sich als
mangelnde Selbstre­gu­la­tion äußert" (Cierpka et al. 2007).

24.04.2012 17:07 Uhr
Sunshine-74
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 Also, sorry, das ist doch ein Armutszeugnis, wenn man auf die Betreuung durch die Grosseltern abstellen muss. Es gibt genug Familien und Alleinerziehende, für die die Grosseltern aus verschiedensten Gründen keine Option darstellen. Warum haben eigentlich die grossen Firmen nicht öfters vernünftige Betriebskindergärten? Hier sollte doch eigentlich das grösste Interesse liegen, ausgebildete Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung zu unterstützen.

Zitat von pro musica

 

 Das bringt jedoch die Regierung in die Klemme, denn es sollen alle Familien gleich und fair behandelt werden. Was tun.

Der Fehler war, dass bereits kostenfreie frühkindliche Betreuung per Gesetzt verankert wurde, um  dann, wenn die Kinder in den Kiga wechseln bis zu 250 Euro bezahlen zu müssen.

Das mit den Land-Stadtbetreuung würde ich nicht so eng sehen. Optimal ist, wer die Oma in der Nähe hat und diese nicht arbeiten muss, bringt dankbar die Kinder hin, egal ob auf Land oder in der Stadt. Wer keine Oma in der Nähe hat, dem ist in der Stadt durch dortige Hortangebote, oder Tagesmütter besser gedient. Auch Kindergärten die bereits 2-jährige aufnehmen und Ganztagsgruppen anbieten sind auf dem Land seltener. 

24.04.2012 17:51 Uhr
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Zitat von Sunshine-74

 Also, sorry, das ist doch ein Armutszeugnis, wenn man auf die Betreuung durch die Grosseltern abstellen muss. Es gibt genug Familien und Alleinerziehende, für die die Grosseltern aus verschiedensten Gründen keine Option darstellen. Warum haben eigentlich die grossen Firmen nicht öfters vernünftige Betriebskindergärten? Hier sollte doch eigentlich das grösste Interesse liegen, ausgebildete Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung zu unterstützen.

 Abstellen muss oder abstellen darf ist relativ.  Sehr grosse Betriebe ( z-B-. Klinikum)  haben Betriebskindergärten, kleinere Betriebe können sich das nicht leisten. Was nützt es einem Mittelstandsbetrieb, wenn eine Kindergärtnerin bezahlt und Räume gestellt werden müssen, wenn nur zwei Kinder angemeldet sind?  Generell wäre es besser gewesen Hilfen für Tagesmütter und Horte zu fördern.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

24.04.2012 18:46 Uhr
pkeszler
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Zitat von Schepperle Antwort 1 an pkeszler 

In der Süddeutschen Zeitung steht: "... Gerade erst ist er selbst Vater geworden, nun kritisiert SPD-Chef Sigmar Gabriel scharf die Familienpolitik der Koalition. Die Regierung Merkel verpulvere Geld für ein "sinnloses und schädliches Betreuungsgeld". Er selbst will sich die Kindererziehung mit seiner Frau teilen - im Sommer werde er eine dreimonatige Auszeit von der Politik nehmen, danach werde seine Tochter in einer Kita betreut."

Ich nehme an, dass Herr Gabriel und seine Partnerin, eine Zahnärztin, sich nicht zu den bildungsfernen Schichten zählen, deren Kinder aus diesen Gründen dringend fremdbetreut werden müssen. es wird da schon ein wenig um die Karrieren gehen...

Ich glaube nicht, dass man am Beispiel von Hern Gabriel das FÜR und WIDER des Betreuungsgeldes verallgemeinern kann.

Kinderbetreuung muss immer eine freie Entscheidung der Familie sein!

Diese ganze Diskussion wirft doch eine ganze Reihe von Fragen auf:
Sind wir für das alte, konservative Frauenbild: Frauen betreuen die Kinder, versorgen den Haushalt und verzichten auf Chancengleichheit im Beruf, Männer verdienen den Lebensunterhalt für die Familie? Das ist bei den heutigen Einkommensverhältnissen oft gar nicht möglich. Selbst bei Hochschulabsolventen reicht das Geld nicht immer für die Lebenshaltungskosten, wenn noch hohe Mietzahlungen fällig sind.
Möchte eine Frau neben der Familie auch am Berufsleben teilnehmen?
Wer betreut die Kinder nach der Elternzeit? Familie oder Kinderbetreuungseinrichtungen?
Wie sollen Frauen ihren Beruf ausüben, dessen Ausbildung oft viel Geld, Stress und einige Lebensjahre gekostet hat? Ist sie dann bereit, auf die Teilnahme am Berufsleben zu verzichten?
Welche Arbeitgeber sind bereit, für hochqualifizierte Frauen den Arbeitsplatz länger als ein Jahr frei zuhalten?
Kann sich eine Familie leisten, auf einen zweiten Verdiener zu verzichten? Viele Fragen, die jede junge Familie individuell beantworten und entscheiden muss.
Deshalb kann man Kinderbetreuungseinrichtungen nicht generell verteufeln und mit zweifelhaften Argumenten schlecht machen. Die große Mehrheit der Menschen, ob junge Familien oder Alleinerziehende, sind auf solche Kindereinrichtungen angewiesen. Das muss vom Staat stärker gefördert werden, als eine persönliche Hausbetreuung, zumal wenn dadurch Doppelverdiener zusätzlich "entlohnt" werden.

24.04.2012 18:59 Uhr
Sunshine-74
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In diesem Fall ist es ein "abstellen muss" --- da es anscheinend die einzige Möglichkeit für Kinderbetreuung in Deutschland ist. Da werden lieber mit Geld Fehlanreize gesetzt, statt dass man sich mal um eine vernünftige Infrastruktur kümmert. --- Wäre natürlich auch deutlich aufwendiger als Geld zu verteilen.

Und leider liegen Sie auch falsch, was Betriebskindergärten betrifft. Ich spreche hier nicht von Mittelstands- oder Kleinunternehmen. Die Allianz bspw. hat zwar einen Betriebskindergarten, aber der ist für Generationen im Voraus ausgebucht und infolgedessen für Kinder entsprechend ranghoher Angestellter reserviert. Ist ja wohl auch nicht im Sinne des Erfinders. In der Schweiz ist der Fall bei der UBS ähnlich -- hier wird seit über 10 Jahren über einen Betriebskindergarten debatiert, aber es fehlt angeblich immer am Geld (das anderweitig in allen möglichen dummen und unsinnigen Projekten mit vollen Händen verschossen wird).

einer Meinung nach ist es eine Sache der Prioritätensetzung -- und zwar sowohl auf politischer wie auch auf unternehmerischer Seite.

Zitat von pro musica

 

 Abstellen muss oder abstellen darf ist relativ.  Sehr grosse Betriebe ( z-B-. Klinikum)  haben Betriebskindergärten, kleinere Betriebe können sich das nicht leisten. Was nützt es einem Mittelstandsbetrieb, wenn eine Kindergärtnerin bezahlt und Räume gestellt werden müssen, wenn nur zwei Kinder angemeldet sind?  Generell wäre es besser gewesen Hilfen für Tagesmütter und Horte zu fördern.

 

Schlagworte

Betreuungsgeld


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