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#346 (permalink) | |
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Lesen Sie meinen Beitrag im Kontext, dann begreifen es auch Sie. |
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#347 (permalink) | |
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In dieser Frage sind wir uns von Anbeginn an einig gewesen.
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#348 (permalink) | |
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Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass für eine gute Kita-Betreuung auch gut ausgebildetes Personal mit der entsprechenden Motivation gehört. Der Staat bzw. das Bundesland sollte nicht nur an gut ausgebildeten Lehrern, sondern auch an entsprechend gut ausgebildeten Erziehern, Hort-Betreuern und Sozialarbeitern interessiert sein. Für diese Aufgaben muss der Staat, auch in Bayern, erheblich mehr Geld zur Verfügung stellen. Ich nenne nur als Beispiel das Gymnasium in Königsbrunn, das über Lehrermangel klagt und deshalb bereits berufsfremdes Personal als Lehrer einsetzen muss. Das sollte nicht das Ziel der Politik sein. Die hier schon erwähnte NUBBEK-Studie vom Bundesfamilienministerium hat festgestellt, dass die Qualität frühkindlicher Bildung in deutschen Betreuungseinrichtungen überwiegend mittelmäßig bis schlecht ist. Das stützt aber auch meine schon mehrfach geschriebene Forderung nach einer Verbesserung der Ausbildung von Erziehern. Die Studie hat aber auch festgestellt, dass bei einem frühen Eintritt zweijähriger Kinder in Betreuungseinrichtungen Mütter und Erzieher nach einer Weile eine bessere Entwicklung des Kommunikationsverhaltens festgestellt haben. Die Mütter bescheinigten ihren Kindern zugleich bessere Alltagsfertigkeiten. Ich will weder „ bewußt oder unbewußt“ den Müttern die Eignung zur Erziehung ihrer Kinder absprechen. Aber leider gibt es zu viele Mütter, die die Kinder den ganzen Tag vor den Fernseher setzen, statt sich mit ihnen zu beschäftigen und sie entsprechend der Altersstufe zu fördern. Diese Mütter sind zwar nicht typisch für unsere Gesellschaft, denn die meisten Eltern kommen ihrem Erziehungsauftrag im Interesse ihrer Kinder selbstverständlich nach, aber leider ist der Prozentanteil der Eltern, die das nicht so sehen, zu hoch. |
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#349 (permalink) | |
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Ich finde, Ihr Fehler ist die Annahme, dass die Erzieherinnen immer gut ausgebildet sind. Im Gegensatz zu Ihnen sehe ich hier jedoch große Defizite. Ich bin jedoch durchaus der Meinung, dass nicht alle Mütter gut sind. Nur bei Müttern sollte, und das ist nach wie vor gegeben, die Mutterliebe vorhanden sein und einige Defizite ausgleichen. M.E. sind Kinder durchaus bereit den einen oder anderen Fehler in der Erziehung zu verzeihen wenn sie die Elternliebe spüren. Bei uns gibt es dafür einen Spruch: "Blut ist dicker als Wasser". Was mir in diesem Zusammenhang auch sehr oft zu denken gibt ist der Umstand, dass Kindstötungen, Neugeborene, hauptsächlich im Osten passieren bzw. von in der DDR sozialisierten Müttern. Das ist ein Gefühl von mir, ich kann es nicht belegen. Wir machen in diesem Zusammenhang auch zu wenig auf Art. 6 GG aufmerksam. Dort steht: "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft." Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll hier verstärkt anzusetzen. Kinder dürfen weder den wirtschaftlichen Interessen der Wirtschaft noch ideologischen Interessen der Parteien geopfert werden. Kinder sind unsere Zukunft!
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#350 (permalink) | |
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Sehr richtig! Immerhin hat man im Bundesjustizministerium offenbar mitbekommen, daß sich ein Eingriff in die Gestaltungsmöglichkeiten der Eltern verbietet. |
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#351 (permalink) | |
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Das habe ich mich sowieso immer gefragt wie das gehen soll. |
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#352 (permalink) | |
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Wollen Sie mich immer falsch verstehen? Ich habe doch gerade in meinem letzten Beitrag gefordert, dass die Ausbildung der Erzieherinnen/Erzieher verbessert werden muss. Dazu muss der Staat u.a. aber mehr Geld zur Verfügung stellen. In Ihrem letzten Satz bringen Sie das Problem genau auf den Punkt, den ich schon in mehreren Beiträgen für richtig und sinnvoll erklärt habe. Kinder dürfen weder den wirtschaftlichen Interessen, noch den ideologischen Interessen der Parteien geopfert werden. Und genau aus diesem Grund bin ich gegen die Einführung des Betreuungsgeldes, weil es hier nur um die Durchsetzung der ideologischen Interessen der CSU und Teilen der CDU geht. |
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#353 (permalink) | |
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Ich habe Sie absolut richtig verstanden. Aber bei diesem Thema diskutiere ich über den Ist-Zustand, nicht über einen irgendwann eventuell zu erreichenden Idealzustand. Gegen diese Wunschvorstellung spricht schon alleine die Ausbildungsdauer für das Personal sowie die bereits vorhandenen Strukturen. Sie können doch nicht erwarten, dass erfahrene Kita-Leiterinnen sofort durch Schul-, Studienabgänger ersetzt werden? Wie stellen Sie sich das eigentlich vor? Selbst bei optimalem Ablauf würden das noch 10-15 Jahre dauern. |
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#354 (permalink) | |
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Das ist auch wieder so ein Vorurteil, das sich nicht Verallgemeinern lässt. Ich habe diese Woche gerade in einem Fernsehbericht von mehreren Kindstötungen in Hessen gehört. Außerdem sollten Sie 22 Jahre nach der Wiedervereinigung mal die DDR aus dem Spiel lassen. Die Frauen, die heute Kinder bekommen, waren zu DDR-Zeiten selbst noch Kinder oder noch gar nicht geboren. Ich will die DDR damit nicht verteidigen, aber man kann Fehlentwicklungen in der heutigen Gesellschaft nicht mehr auf "in der DDR sozialisierte Mütter" schieben. Das dürfte bei vielen Frauen, bis auf wenige Ausnahmen, schon rein biologisch nicht mehr möglich sein. Und im Übrigen hatten es die Frauen in der DDR meist viel schwerer, Kinderbetreuung, Vollzeitarbeit und Fernstudium unter einen Hut zu bringen, als westdeutsche Frauen, wo der Mann noch den ganzen Familienunterhalt verdienen konnte. In dieser Beziehung hat sich wahrscheinlich der Westen mehr an den Osten angepasst, als umgekehrt.
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#355 (permalink) | |
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Ich habe Ihnen geschrieben, dass es sich dabei um eine Vermutung von mir handelt. Die Fälle, die ich verfolgt habe, hatten jedoch alle Mütter aus der ehemaligen DDR bzw. wurden dort sozialisiert. Und ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht, genau diese Sozialisierung wirkt sehr lange nach. Und Mädchen, die bei Fall der Mauer 15-16 Jahre alt waren, wurden vorher entsprechend sozialisiert und können auch heute noch Kinder bekommen. Die Zeitspanne passt absolut. |
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#356 (permalink) | |
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Sie beziehen sich wahrscheinlich auf die derzeitigen Ausbildungsmöglichkeiten für Erzieher/Erzieherrinnen in Bayern? Da ich erst seit 10 Jahren in Bayern lebe, bin ich Moment mit Ihrer Frage überfragt. Aber es müsste doch auch in Bayern möglich sein, dass spezielle Schulen bzw. Studiengänge dafür eingerichtet werden, ähnlich wie das auch für Krankenschwestern/Kinderkrankenschwestern möglich ist. Realschüler/Abiturienten müssten nach ca. 3 Jahren Ausbildung, die mit entsprechenden Praktika verbunden sind, eine Art Fachschulabschluss machen. Die Ausbildung sollte immer stark praxisorientiert organisiert werden. Die Betreuung der Auszubildenten muss also parallel von erfahrenen Kita-Leiterinnen unterstützt werden. In einem Punkt gebe ich Ihnen recht. Das Ganze kann erst nach 10 bis 15 Jahren zu messbaren Größen führen. Wichtig ist nur, dass man einen Anfang macht und nicht weitere Jahre sinnlos verstreichen lässt. |
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#357 (permalink) | |
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OK, jetzt sind wir ja ein ganzes Stück weiter. Nur überdenken sie mal Ihren Beitrag. Die erste Frage gibt es überhaupt genügend Lehrpersonal? Wo sehen Sie die Ausbilderinnen in der nötigen Anzahl wenn doch jetzt schon ein großer Teil der Kita-Betreuer angeblich nicht optimals geeignet sind? Und die eigentlich alles entscheidende Frage bleibt auch noch. Gibt es eigentlich gesicherte Erkenntnisse, dass der von Ihnen vorgeschlagene Weg tatsächlich der Richtige ist? Dazu ist bei genauer Betrachtung nicht genügend Datenmaterial vorhanden. Es gibt erst eine, von Ihnen schon erwähnte, Studie dazu! Kinder sind mir, neben den oben aufgeführten Bereichen, auch zu schade um zu experimentieren. |
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#358 (permalink) | |
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Noch mal zum Nachdenken: es ist ja in der Regel nicht so, dass die Kinder von den Eltern oder den Erziehern erzogen werden. Die Kinder lernen von beiden was. Ebensowenig schadet es ihnen, wenn sie einige Tage bei den Großeltern verbringen. Ich sehe eine Kindertagesstätte (auch mit den anderen Kindern als Spielkameraden) auch als Ergänzung zur Familie daheim |
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#359 (permalink) | |
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Sehr gut formuliert! Vor allem gefällt mir das Wort "Ergänzung". Wenn diese Ergänzung 3-4 Stunden am Tag dauert und die Kinder ca. 3 Jahre alt sind, habe ich damit keinerlei Probleme, im Gegenteil. |
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#360 (permalink) | |
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Ich glaube, dass es nicht sinnvoll ist, hier über weitere Einzelheiten und Möglichkeiten der jetzigen und künftigen Kinderbetreuung zu spekulieren. Ich bin selbst kein Experte auf dem Gebiet der Kleinkinderbetreuung und -Erziehung und Sie vermutlich auch nicht. Daher sollten wir das lieber den Experten überlassen, die bestimmt nicht mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen über die richtigen Wege bei 0 anfangen müssen. Außerdem können in Deutschland auch Erfahrungen genutzt werden, die zum Beispiel in den nordischen Staaten gemacht wurden. Ich glaube auch nicht, dass dafür das nötige Lehrpersonal fehlt, sondern eher, dass die Politiker erst die richtigen Weichen stellen müssen. Um das noch einmal klar zu stellen. Ich bin nicht dafür, dass alle Kinder den ganzen Tag eine Kindereinrichtung besuchen müssen. Jede Familie muss das entsprechend ihren Möglichkeiten selbst entscheiden. Es kommt aber darauf an, dass Kinder, die unbedingt gefördert werden sollten, nicht durch politische Einflussnahme vom Besuch einer Kita abgehalten werden. |
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