Mittwoch, 22. Mai 2013

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Der Streit um das Betreuungsgeld
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03.05.2012 23:58 Uhr
DerMichel
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Beiträge: 4601

 

Zitat von pkeszler
 

 

Ich glaube, dass es nicht sinnvoll ist, hier über weitere Einzelheiten und Möglichkeiten der jetzigen und künftigen Kinderbetreuung zu spekulieren. Ich bin selbst kein Experte auf dem Gebiet der Kleinkinderbetreuung und -Erziehung und Sie vermutlich auch nicht. Daher sollten wir das lieber den Experten überlassen, die bestimmt nicht mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen über die richtigen Wege bei 0 anfangen müssen. Außerdem können in Deutschland auch Erfahrungen genutzt werden, die zum Beispiel in den nordischen Staaten gemacht wurden. Ich glaube auch nicht, dass dafür das nötige Lehrpersonal fehlt, sondern eher, dass die Politiker erst die richtigen Weichen stellen müssen.

Um das noch einmal klar zu stellen. Ich bin nicht dafür, dass alle Kinder den ganzen Tag eine Kindereinrichtung besuchen müssen. Jede Familie muss das entsprechend ihren Möglichkeiten selbst entscheiden. Es kommt aber darauf an, dass Kinder, die unbedingt gefördert werden sollten, nicht durch politische Einflussnahme vom Besuch einer Kita abgehalten werden.

Akzeptiert. Gerade Ihr letzter Satz wirf natürlich bei genauer Betrachtung wieder Probleme auf. Selbst wenn die Gesellschaft erkennt, dass Förderungsbedarf besteht, spricht Art. 6 GG, dagegen. Sie sollten den Artikel mal lesen. Und das hat nichts mit Politik zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit unserem Grundgesetz.

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    "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr." (Laotse, Kapitel 81)

04.05.2012 08:16 Uhr
Philogenes
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Zitat von pkeszler
 

Um das noch einmal klar zu stellen. Ich bin nicht dafür, dass alle Kinder den ganzen Tag eine Kindereinrichtung besuchen müssen. Jede Familie muss das entsprechend ihren Möglichkeiten selbst entscheiden. Es kommt aber darauf an, dass Kinder, die unbedingt gefördert werden sollten, nicht durch politische Einflussnahme vom Besuch einer Kita abgehalten werden.

Bei unserer flexibilisierten Arbeitswelt, man denke nur an die vielen Schicht-Modelle, denke ich dürfte es sowieso in großen Teilen so sein dass die Kita dabei nie in vollem Umfang genutzt werden.
Einige Beispiele kenne ich selber duch Teilzeitbeschäftigte.

Das Betreuungsgeld steht aber außerhalb einer solchen Flexibilität. Es stellt diese temporäre Möglichkeit eben nicht zur Verfügung.

Es wird ganz sicher einige geben die die Kitas in vollem Umfang nutzen, einige die wirklich den ganzen Tag für ihre Kinder zur Verfügung haben und somit das Betreuungsgeld nutzen könnten, aber die Zahl derjenigen die hier angepasste Möglichkeiten brauchen dürfte eher größer werden.
In Skanidinavien (speziell Finnland) gibt es, dem Schichtdienst geschuldet, schon 24 Std-Betreuungen so dass die Mütter ihrem Bedarf gerecht zeitlich unabhängiger sind.

Wie man Familien oder die Betreuung finanziell fördert oder nicht ist eine Sache da kann man poltisch streiten wie man will.
Dass aber der Mix immer mehr in den Focus rücken wird ist abzusehen.

 

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Text  100% chlorfrei gebleicht, durch glückliche Elektronen erzeugt. Keine Lagerelektronenhaltung, kein Arbeitszwang. 

04.05.2012 09:41 Uhr
pkeszler
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Beiträge: 1117

 

Zitat von DerMichel  

Akzeptiert. Gerade Ihr letzter Satz wirf natürlich bei genauer Betrachtung wieder Probleme auf. Selbst wenn die Gesellschaft erkennt, dass Förderungsbedarf besteht, spricht Art. 6 GG, dagegen. Sie sollten den Artikel mal lesen. Und das hat nichts mit Politik zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit unserem Grundgesetz.

Sie berufen sich hier auf den Art. 6 des GG, indem es um den besonderen Schutz der Ehe und Familie (1) und um die die Pflege und Erziehung der Kinder als das natürliche Recht der Eltern, aber auch um deren Pflichten (2) geht.

Dagegen hat niemand etwas einzuwenden. Im Gegenteil, die SPD erwägt eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wegen Verletzung des Gleichheitsprinzips. Hier steht also wieder einmal Meinung gegen Meinung.

Wer das Kindeswohl in den Vordergrund stellt, muss das aber für alle Kinder wollen. Das Betreuungsgeld wirkt hier, wie die Erfahrungen in Thüringen und einigen nordischen Ländern eindeutig beweisen, kontraproduktiv. Nicht umsonst bezeichnen viele Menschen das Betreuungsgeld als „Herdprämie“ oder als „Abhalteprämie“. Die Bürger dürfen nicht nur ihre eigenen Kinder und Enkel im Blickfeld der Diskussion sehen, sondern müssen das Gesamtwohl aller Kinder in den Vordergrund rücken. Das wird aber durch das Betreuungsgeld nicht für alle Kinder mit Förderbedarf gewährleistet. Alles andere bezeichne ich als kleinbürgerliches Denken, das den Anforderungen künftiger Generationen nicht mehr gerecht wird.

Die Konsequenz der ganzen Diskussion muss also lauten:

Jede Familie muss entsprechend ihren Möglichkeiten selbst entscheiden, wie sie die Kinderbetreuung organisieren will (GG Art.6). Es kommt aber darauf an, dass Kinder, die unbedingt gefördert werden müssen, nicht durch politische Einflussnahme der Parteien vom Besuch einer Kita abgehalten werden.



04.05.2012 11:42 Uhr
pro musica
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Zitat von Calanca

Noch mal zum Nachdenken:

es ist ja in der Regel nicht so, dass die Kinder von den Eltern oder den Erziehern erzogen werden. Die Kinder lernen von beiden was. Ebensowenig schadet es ihnen, wenn sie einige Tage bei den Großeltern verbringen.

Ich sehe eine Kindertagesstätte (auch mit den anderen Kindern als Spielkameraden)  auch als Ergänzung zur Familie daheim

 Mir gefällt das gut, was Sie geschrieben haben. Von jedem ein bisschen was.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

04.05.2012 14:30 Uhr
Gideon  
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Ja, das Betreuunungsgeld! Eine "Fernhalteprämie von Bidungschancen" ist es, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher treffend formuliert. Mehr noch: (edit., bitte argumentieren Sie sachlich und nicht diffamierend, danke!) . Jedenfalls sage ich das, der ich bei weitem nicht so gebildet bin wie dieser Sozialdemokrat. Ganz  zu schweigen von Ministerin Christine Haderthauer von der CSU. Um den Transport unserer Kleinen und Kleinsten zu den Krippenplätzen leiten zu können und auch dafür zu sorgen, daß der Ausbau der Plätze auf "Hochtouren" läuft, reicht weder Abitur noch ein Hochschulstudium aus. "Den Seinen", heißt es, "gibt´s der Herr im Schlaf". Der Christine  Haderthauer gegenüber muß er wohl besonders großzügig gewesen sein. Nicht zu vergessen den Herrn von der Zeitung, Michael Pohl: "Kraftakt Kinderbetreuung", so lautet sein Kommentar. Wer wüßte das nicht? Gegenüber den Kleinen reicht es nicht aus, nur etwas im Kopf zu haben, wenn sie an einem zerren oder partout bei der Mamma bleiben wollen. Da ist ein "Kraftakt" unerläßlich. "In Bayern haben wir zu spät damit angefangen ...", läßt Genosse Rinderspacher hören. Und Kommentator Pohl, der zumindest sprachlich nicht so gottlos dastehen mag wie der Genosse, ruft erleichtert aus: "Es ist ein Segen ..."

Zuletzt geändert von Altstadtbewohner, am 05.05.2012 um 17:43 Uhr
04.05.2012 14:30 Uhr
Redaktion
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Kraftakt Kinderbetreuung
In der hitzig geführten Debatte um das Betreuungsgeld geht die größte Herausforderung von Bund, Ländern und Kommunen in der Familienpolitik unter.
Kraftakt Kinderbetreuung

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05.05.2012 13:38 Uhr
T-Man
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Zitat von Pegasus62
 

 

Na dann soll Mutter mal 3 Jahre die Schulbank drücken.

Hui ist das Geistreich!

05.05.2012 14:08 Uhr
Athineos
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Zitat von T-Man
 

 

Hui ist das Geistreich!

Hui, ist das falsch!

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μολὼν λαβέ

05.05.2012 18:35 Uhr
Gast_1383663535
gelöscht
Beiträge: 1515

Hui,die Ausbildung zur Erzieherin dauert 3 Jahre,

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05.05.2012 23:43 Uhr
Stadtwanderer
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Zitat von Pegasus62
 

Hui,die Ausbildung zur Erzieherin dauert 3 Jahre,

Tja! Und danach in der Praxis völlig unterbezahlt! Mehr sind halt der Gesellschaft die Kinder nicht wert! Sooo schauts aus!

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ภูมิปัญญาของมังกรสอนเรา: "ใครมีสูงเป้าหมายสูงและต้องบินต้านลม "!

06.05.2012 07:49 Uhr
_solon_
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Zitat von Stadtwanderer
 

 

Tja! Und danach in der Praxis völlig unterbezahlt! .....

Die wenigsten fühlen sich angemessen bezahlt.

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

07.05.2012 11:51 Uhr
Mars
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Beiträge: 1588

Menschliche Arbeit und Arbeit an und für Menschen sind gesellschaftlich entwertet worden, weil die nahezu durchgängige Ökonomisierung bzgl. Arbeit bzgl. der natürlichen Beschränkungen  von Menschlicher Arbeit keine Rücksicht mehr nimmt.

Deshalb ist das bedingungslose Grundeinkommen BGE ein wesentliches Element zur Reorganisation von Wirtschaft und Arbeit - gewerblicher, gesellschaftlicher und Menschen orientierter.

Die Finanzierung des BGE ist entsprechend von Arbeit weg auf die anderen Produktinsfaktoren, Einkommensarten und Umsätze zu verlagern.

Fangen wir beim Menschen (höchstes Gut) an oder hören wir beim Menschen auf (Rest, der übrig bleibt).

Ist "Arbeit" im gesellschaftlich Konsens geklärt, dann sind unsinnige Hilfs- und Alibi-Kontruktionen wie Betreuungsgeld usw. unnötig.

02.06.2012 12:15 Uhr
pkeszler
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Beiträge: 1117
Seehofer rüffelt Ramsauer!

 

Warum hat denn Herr Seehofer das Betreuungsgeld, so wie es in Thüringen seit 2006 gezahlt wird, nicht schon längst in Bayern eingeführt, wenn er das für sein nächstes Landtagswahlergebnis für so wichtig erachtet? Dieses ständige Zwischenfunken in die Bundespolitik durch eine Regionalpartei wird immer unerträglicher. Nächste Woche wird er dann beim Koalitionsgipfel auch noch die PKW-Maut fordern. Das sehr schlechte Erscheinungsbild der schwarz-gelben Koalition wird durch das eigenbrötlerische Handeln der CSU und der FDP, die nur auf ihr eigenes Erscheinungsbild bedacht sind, immer weiter in den Abgrund geführt. Die Konsequenzen für so eine Politik müssen diese Parteien im nächsten Jahr tragen, denn die Bürger dürften nicht wieder so dumm sein, solche Sonderwünsche zu honorieren.



02.06.2012 12:18 Uhr
Bongo
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Betreuungsgeld: Seehofer watscht Ramsauer ab

Körperliche Gewalt ist doch verboten??Odrr?

Aber die Idee die Politiker bei Differenzen in den Boxring zu senden wäre nicht verkehrt laut lachend

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02.06.2012 12:22 Uhr
Redaktion
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Der Streit um das Betreuungsgeld
Das Betreuungsgeld hat seine Berechtigung – als kleine Geste der Anerkennung für die familiäre Betreuung der Kinder und zum Zeichen dafür, dass es verschiedene Lebensmodelle gibt.
Der Streit um das Betreuungsgeld

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Betreuungsgeld


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