Freitag, 24. Mai 2013

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Diskussion um Erhöhung der Pendlerpauschale
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11.04.2012 15:03 Uhr
Martin
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Zitat von Hunsrücker
   
Nun ja, mein Steuerberater weiß das ganz sicher viel besser als ich! :-)

Ich spreche wirklich von Ihrem Privatwagen. Sie müssen halt darlegen können, ich hatte x kEuro Kosten, davon sind y% berufliche Aufwendung. Die Pauschale soll es halt einfacher machen. Aber wenn man mit der Pauschale nicht hinkommt? Sie haben ja auch eine Werbungskosten-Pauschale. Wenn Sie drunter liegen, haben Sie was verdient. Liegen Sie drüber, müssen Sie halt Belege bringen. 

 
Dieses Beispiel ist kaum relevant, da die Anschaffung eines reinen Dienstwagens steuerlich wesentlich interessanter ist als die Abrechnung eines kombiniert verwendeten Privatwagens - entsprechendes Steueraufkommen vorausgesetzt. Der Privatwagen ist Voraussetzung für die Nutzung des Dienst-KFZ ohne lästige Fahrtenbuchführung!

Zitat von Hunsrücker

Ach, Sie haben also noch nie eine Rechnung bekommen, auf der es einen Summanden "Anfahrkosten" gegeben hat?

Natürlich, in Form einer Anfahrtspauschale. Ob schon mal eine Rechnung reinkam, in dem jemand 30 Cent aufgelistet hatte, müsste ich in meiner Buchhaltung erfragen. Diese Anfahrtspauschale wird im Innenverhältnis mit Stundensatz des Mitarbeiters und Kilometergeld berechnet, im Außenverhältnis als Pauschale mit 19% USt auf der Rechnung ausgewiesen. Übrigens nicht mir 30 Cent, sondern mit einem deutlich höheren Satz, es sei denn, Sie wollen mit der Anfahrtspauschale einen Verlust einfahren.

Martin

11.04.2012 15:06 Uhr
leopold
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Zitat von spacevulture

 

Das sind die einen Fälle. Die anderen Fälle wollen in gewisser weise tatsächlich Pendeln. Auch aus meinem Umfeld kenne ich verschiedene Gruppen solcher Menschen:

Gruppe 1  gehört zu tausenden von Augsburger, die zwar nach München zum Arbeiten gehen, nicht aber dort leben wollen. Denn: Die Münchner Gehälter locken, die dortigen Mieten/Preise weniger. 

Gruppe 2 arbeitet zwar in Augsburg, hat sich aber ein Häuschen zB in Welden, Schwabmünchen oder sonstwo gekauft, weil es dort so schön günstig ist.

Gruppe 3 sind tausende Münchner, die aktuell den augsburger Wohnungs- und Immobilienmarkt überschwemmen und künftig ebenfalls nach München pendeln werden.

All die Leute nutzen das Gehalts- und Kostengefälle zwischen Augsburg und München bzw. Stadt und Land aus. Das ist ok, aber ob es förderungswürdig ist?

 Gut auf den Punkt gebracht. Die Pendlerpauschale fördert ein Verhalten, das weder umweltpolitisch noch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Von den gesundheitlichen Folgen der Pendelei gar nicht zu reden, aber das wird verdrängt.

11.04.2012 15:11 Uhr
spacevulture
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Zitat von montebaldo

 [...]

Alien Sind Sie auch so beeindruckt davon, wie ich, dass ich Ihren Beitrag # 22 mit meinem Beitrag # 19 beantworten konnte. Endlich kann ich in der Zeit vor und zurück gehen. Alien

Zuletzt geändert von spacevulture, am 11.04.2012 um 15:29 Uhr
11.04.2012 15:23 Uhr
Hunsrücker
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Zitat von Martin
 

 

 
Dieses Beispiel ist kaum relevant, da die Anschaffung eines reinen Dienstwagens steuerlich wesentlich interessanter ist als die Abrechnung eines kombiniert verwendeten Privatwagens - entsprechendes Steueraufkommen vorausgesetzt. Der Privatwagen ist Voraussetzung für die Nutzung des Dienst-KFZ ohne lästige Fahrtenbuchführung!

Natürlich, in Form einer Anfahrtspauschale. Ob schon mal eine Rechnung reinkam, in dem jemand 30 Cent aufgelistet hatte, müsste ich in meiner Buchhaltung erfragen. Diese Anfahrtspauschale wird im Innenverhältnis mit Stundensatz des Mitarbeiters und Kilometergeld berechnet, im Außenverhältnis als Pauschale mit 19% USt auf der Rechnung ausgewiesen. Übrigens nicht mir 30 Cent, sondern mit einem deutlich höheren Satz, es sei denn, Sie wollen mit der Anfahrtspauschale einen Verlust einfahren.

Martin

Ach Martin, manchmal habe ich das Gefühl, wir _wollen_ uns nicht verstehen :-)

Natürlich schreibt keiner "30 Cent" auf die Rechnung. Allerdings schon mal 30 Cent / km - was dann schon mal ein paar 100 Euro sein können. Wenn jetzt "Ihre" Buchhaltung meint, daß Sie mit 30 cent / km nicht hinkommen, dann schreiben Sie auch schon mal 70 Cent / km auf die Rechnung. Das Finanzamt erkennt aber nur 30 Cent/km an. 40 Cent /km sind dann wieder Einkommen. Wäre an sich kein Problem, wenn es den bösen Wettbewerb nicht gäbe. Hinterher sagt der Kunde aus M noch, hole ich mir lieber einen Spezialisten aus M als einen aus SIM.

Na ja, um es kurz zu machen und um das Thema zwischen uns abzuschließen: Es gibt auch Selbständige, die für eine Erhöhung der Pauschale sind, und sich kein Loch in den Bauch lachen.

________
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11.04.2012 15:51 Uhr
Martin
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Zitat von Hunsrücker
 
Na ja, um es kurz zu machen und um das Thema zwischen uns abzuschließen: Es gibt auch Selbständige, die für eine Erhöhung der Pauschale sind, und sich kein Loch in den Bauch lachen.


Unser Mißverständnis beruht vermutlich darauf, dass Sie von Regelungen bei Personengesellschaften schreiben und ich von Kapitalgesellschaften. Eine 30-Cent Grenze bei der Weiterverrechnung wäre mir schon einmal aufgefallen.

Martin

11.04.2012 16:00 Uhr
Martin
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Zitat von spacevulture
 
2. Wenn man da helfen will, wo es aus meiner Sicht notwendig wäre, zB um den Unterschied zwischen Geringverdienern und "Hartzler" mal etwas zu erhöhen, dann kann man das nicht (bzw. nicht ohne abwegige Kunstgriffe) über das Steuerrecht machen. Da profitiert immer der mehr, der mehr Steuern zahlt. Also müsste man die Förderung dann anders organisieren, zB als Zuschuss auf Antrag.


Und noch ein Antrag. Wie viele Anträge wollen Sie den armen Schw*inen denn noch zumuten? Bildungszuschuß, Wohngeld, Sportverein und jetzt auch noch ein Fahrgeldzuschuß? Eine bessere Alternive wäre wohl, die öffentliche Beförderung von Personen wieder in den Hoheitsbereich des Staates mit erschwinglichen Preisen und steuersubventioiert zu transferieren und diesen Bereich nicht auf Gewinnmaximierung und Börsengang zu trimmen. Wenn der Staat zusammen mit der Wirtschaft Flexibilität von den Bürger fordert, dann ist er auch in der Pflicht, eine erschwingliche Infrastruktur dafür zu schaffen!

Zitat von leopold
 
Gut auf den Punkt gebracht. Die Pendlerpauschale fördert ein Verhalten, das weder umweltpolitisch noch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Von den gesundheitlichen Folgen der Pendelei gar nicht zu reden, aber das wird verdrängt.


Wer pendelt denn freiwillig? Gehen Sie doch mal an den Bahnsteig in Augsburg oder Ingolstadt am Morgen und fragen Sie die Leute, wer die Pendelei gerne an den Nagel hängen würde, wenn er denn könnte. Mich wundert es nur, dass Sie hier so völlig bar jeglicher Lebensrealität argumentieren.

Martin

11.04.2012 16:09 Uhr
Sunshine-74
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 Sie haben doch wirklich absolut keine Ahnung, wovon Sie reden. Wenn Sie schon einmal in Ihrem Leben einen nennenswerten Arbeitsweg auf sich nehmen hätten müssen, wüssten Sie, dass kein Mensch, der halbwegs seine 7 Sinne beieinander hat, freiwillig pendelt. Und dass Sie Berufstätigkeit als "nicht volkswirtschaftlich sinnvoll" bezeichnen, spricht auch Bände.

Zitat von leopold

 

 Gut auf den Punkt gebracht. Die Pendlerpauschale fördert ein Verhalten, das weder umweltpolitisch noch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Von den gesundheitlichen Folgen der Pendelei gar nicht zu reden, aber das wird verdrängt.

 

11.04.2012 16:21 Uhr
spacevulture
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Zitat von Martin
Und noch ein Antrag.

Ich hab es ja nun schon 10 Mal gesagt, aber für ein 11. Mal reicht es auch noch. Wegen mir kann es bleiben wie es ist, meinetwegen nehm ich auch ein paar extra-Kröten Pendlerpauschale in Kauf, solange man das Ganze nicht als soziale Wohltat für die Benachteiligten verkauft. Und wenn man die fördern will, die es brauchen, dann ist das Steuerrecht dafür eine schlechtes Werkzeug.

Zitat von Martin
Wer pendelt denn freiwillig? Gehen Sie doch mal an den Bahnsteig in Augsburg oder Ingolstadt am Morgen und fragen Sie die Leute, wer die Pendelei gerne an den Nagel hängen würde, wenn er denn könnte. Mich wundert es nur, dass Sie hier so völlig bar jeglicher Lebensrealität argumentieren.

Ich hab Ihnen oben drei Gruppen genannt, die allein in Augsburg und Umgebung viele (keine Ahnung wie viele) 1.000 Leute betrifft, die ganz bewust die Entscheidung getroffen haben, zu pendeln. Lebensrealität ist, dass ich vor etwa 2 Monaten beim Verkauf einer ET-Wohnung in Augsburg West (nicht mal Ost!) fast genauso viele Interessenten aus München hatte wie aus Augsburg. Das ist die Realität.

11.04.2012 16:30 Uhr
Sunshine-74
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 Ja, diese Leute entscheiden sich bewusst fürs Pendeln, weil sie sich eine Eigentumswohnung in München nicht leisten können, aber in Augsburg dank genialer Stadtentwicklung keinen adäquaten Job bekommen. Kein Mensch pendelt freiwillig, wenn er sich die Zeit und den Ärger sparen könnte -- weder mit dem Auto und schon gar nicht mit dem Zug.

Zitat von spacevulture

Ich hab Ihnen oben drei Gruppen genannt, die allein in Augsburg und Umgebung viele (keine Ahnung wie viele) 1.000 Leute betrifft, die ganz bewust die Entscheidung getroffen haben, zu pendeln. Lebensrealität ist, dass ich vor etwa 2 Monaten beim Verkauf einer ET-Wohnung in Augsburg West (nicht mal Ost!) fast genauso viele Interessenten aus München hatte wie aus Augsburg. Das ist die Realität.

 

11.04.2012 16:45 Uhr
spacevulture
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Zitat von Sunshine-74
Ja, diese Leute entscheiden sich bewusst fürs Pendeln, weil sie sich eine Eigentumswohnung in München nicht leisten können, aber in Augsburg dank genialer Stadtentwicklung keinen adäquaten Job bekommen. Kein Mensch pendelt freiwillig, wenn er sich die Zeit und den Ärger sparen könnte -- weder mit dem Auto und schon gar nicht mit dem Zug. 

Na wenn aus Ihrer Sicht selbst Leute, die bewusst von Ihrer Arbeitsstelle wegziehen, es verdienen, per Pendlerpauschale geringer besteuert zu werden - ok, Ihre Ansicht. Die Mineralölkonzerne sind mit Sicherheit ganz Ihrer Meinung. Da können Sie ja sicher auf meine Zustimmung verzichten.

11.04.2012 16:47 Uhr
Martin
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Zitat von spacevulture

Ich hab Ihnen oben drei Gruppen genannt, die allein in Augsburg und Umgebung viele (keine Ahnung wie viele) 1.000 Leute betrifft, die ganz bewust die Entscheidung getroffen haben, zu pendeln. Lebensrealität ist, dass ich vor etwa 2 Monaten beim Verkauf einer ET-Wohnung in Augsburg West (nicht mal Ost!) fast genauso viele Interessenten aus München hatte wie aus Augsburg. Das ist die Realität.


Und warum haben diese Leute die Entscheidung getroffen? Weil es die Lebensumstände erforderten! Die einen können sich keine Wohnung in München leisten, die anderen finden keinen Job in Augsburg. Die dritte Gruppe zieht aufs Land, weil eine Wohnung für eine 4-köpfige Familie in der Innenstadt sowohl in Augsburg als auch München sehr teuer ist und weil es für die Kinder ggf. besser ist, in naturnaher Umgebung aufzuwachsen. Würden alle ihrem "Lösungsvorschlag" folgen, wäre Wohnraum in Ballungszentren für fast alle unbezahlbar, von der Lebensqualität ganz zu schweigen.

Martin

11.04.2012 16:52 Uhr
Martin
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Zitat von spacevulture
 

Na wenn aus Ihrer Sicht selbst Leute, die bewusst von Ihrer Arbeitsstelle wegziehen, es verdienen, per Pendlerpauschale geringer besteuert zu werden - ok, Ihre Ansicht. Die Mineralölkonzerne sind mit Sicherheit ganz Ihrer Meinung. Da können Sie ja sicher auf meine Zustimmung verzichten.


Hat denn nicht die Politik - insbesondere in der rot/grünen Ära unter Schröder - diesen Mobilitätsirrsinn nach Kräften gefördert? Mit dem Resultat, dass bspsw. bis heute in Ostdeutschland ganze Regionen während der Woche verwaisen, in den Westen "rübermachen" und am Freitag wieder zurück fahren. Nachdem man den Leuten jahrelang eingetrichtert hat, für den Job flexibel und mobil zu sein, soll jetzt die Rolle rückwärts praktiziert werden?

Martin

11.04.2012 16:59 Uhr
spacevulture
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Zitat von Martin
Und warum haben diese Leute die Entscheidung getroffen? Weil es die Lebensumstände erforderten! Die einen können sich keine Wohnung in München leisten, die anderen finden keinen Job in Augsburg. Die dritte Gruppe zieht aufs Land, weil eine Wohnung für eine 4-köpfige Familie in der Innenstadt sowohl in Augsburg als auch München sehr teuer ist und weil es für die Kinder ggf. besser ist, in naturnaher Umgebung aufzuwachsen. Würden alle ihrem "Lösungsvorschlag" folgen, wäre Wohnraum in Ballungszentren für fast alle unbezahlbar, von der Lebensqualität ganz zu schweigen.

Wir drehen uns im Kreis. Und in der Tat steht es mir nicht zu, den Leuten vorzuschreiben, ob sie sich für die 500.000, die in München eine gebrauchte Eigentumswohnung kosten mag, lieber in Augsburg ein Haus bauen sollen oder nicht. Ebenso wenig steht es mir zu, darüber zu richten, ob jemand auf dem Land wohnen darf oder nicht. Wenn aber Menschen derartige Entscheidungen treffen, müssen sie alle damit verbundenen Vor- und Nachteile tragen und können nicht nach Steuervergünstgungen schreien, weil sie dann, wer hätte es gedacht, pendeln müssen.  

Zitat von Martin
Hat denn nicht die Politik - insbesondere in der rot/grünen Ära unter Schröder - diesen Mobilitätsirrsinn nach Kräften gefördert? Mit dem Resultat, dass bspsw. bis heute in Ostdeutschland ganze Regionen während der Woche verwaisen, in den Westen "rübermachen" und am Freitag wieder zurück fahren. Nachdem man den Leuten jahrelang eingetrichtert hat, für den Job flexibel und mobil zu sein, soll jetzt die Rolle rückwärts praktiziert werden?

 Nach so vielen Jahen kann man wohl nicht über einen Umzug nachdenken, oder?

Ich meine, die Argumente sind ausgetauscht und wünsche einen schönen Abend.

Zuletzt geändert von spacevulture, am 11.04.2012 um 17:02 Uhr
11.04.2012 17:03 Uhr
Sunshine-74
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 Ob diese Leute von Ihrer Arbeitsstelle wegziehen, ist Ihre Spekulation und Unterstellung. Eigentum zu erwerben ist aber halt für viele in München und seinem Umland (zu dem Augsburg ja auch fast schon zählt) nicht mehr möglich. Ausserdem gibt es auch andere Umstände, wie z.B. Familienzuwachs, der dazu führt, dass man eine grössere oder andere Wohnung benötigt. In Ballungsgebieten ist es nun mal nicht möglich, dass alle gerade um die Ecke vom Arbeitsplatz wohnen. Das sollte Ihnen doch eigentlich auch einleuchten, oder?

Nur zu Ihrer Info: ich bin für meine Ausbildungsstelle von Augsburg nach München gependelt, weil es eben in Augsburg mehr Schulabgänger als Lehrstellen gibt. Die Alternative wäre gewesen, keine Ausbildung zu machen bzw. rumzuhängen und auf das nächste Jahr zu hoffen. Das Pendeln hat sicherlich keinen Spass gemacht, war aber das geringere Übel.

Zitat von spacevulture

 Na wenn aus Ihrer Sicht selbst Leute, die bewusst von Ihrer Arbeitsstelle wegziehen, es verdienen, per Pendlerpauschale geringer besteuert zu werden - ok, Ihre Ansicht. Die Mineralölkonzerne sind mit Sicherheit ganz Ihrer Meinung. Da können Sie ja sicher auf meine Zustimmung verzichten.

 

11.04.2012 17:12 Uhr
Sunshine-74
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Ich finde es unter dem Gesichtspunkt auch nicht "gerecht", weil der eine nah am Arbeitsplatz wohnt und daher vielleicht eine höhere Miete in Kauf nehmen muss (die er selbst und ohne Steuervergünstigungen tragen muss), der andere mietet bzw. kauft billiger auf dem Land und bekommt die Pendlerpauschale als Steuervergünstigung.

Andererseits: Was ist dann bitte der Anreiz für einen Arbeitslosen, einen Job anzunehmen, der nicht direkt vor seiner Haustüre liegt? Letztendlich pendelt ja niemand freiwilllig. Und wie gesagt: in Ballungsgebieten können einfach nicht alle nah am Arbeitsplatz wohnen. Mit der Pendlerpauschale wird vielleicht ein Teil der Kosten ausgeglichen, aber die verlorene Zeit kann einem niemand ersetzen. Kein Mensch pendelt, wenn es vermeidbar ist, nur um mit der Pendlerpauschale einen Reibach zu machen.

Zitat von spacevulture

 Wenn aber Menschen derartige Entscheidungen treffen, müssen sie alle damit verbundenen Vor- und Nachteile tragen und können nicht nach Steuervergünstgungen schreien, weil sie dann, wer hätte es gedacht, pendeln müssen.  

 

Schlagworte

Pendlerpauschale


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