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#46 (permalink) | |
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Natürlich, in Form einer Anfahrtspauschale. Ob schon mal eine Rechnung reinkam, in dem jemand 30 Cent aufgelistet hatte, müsste ich in meiner Buchhaltung erfragen. Diese Anfahrtspauschale wird im Innenverhältnis mit Stundensatz des Mitarbeiters und Kilometergeld berechnet, im Außenverhältnis als Pauschale mit 19% USt auf der Rechnung ausgewiesen. Übrigens nicht mir 30 Cent, sondern mit einem deutlich höheren Satz, es sei denn, Sie wollen mit der Anfahrtspauschale einen Verlust einfahren. Martin |
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#47 (permalink) | |
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Gut auf den Punkt gebracht. Die Pendlerpauschale fördert ein Verhalten, das weder umweltpolitisch noch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Von den gesundheitlichen Folgen der Pendelei gar nicht zu reden, aber das wird verdrängt. |
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#48 (permalink) | |
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Zuletzt geändert von spacevulture, am 11.04.2012 um 15:29 Uhr
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#49 (permalink) | |
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Ach Martin, manchmal habe ich das Gefühl, wir _wollen_ uns nicht verstehen :-) Natürlich schreibt keiner "30 Cent" auf die Rechnung. Allerdings schon mal 30 Cent / km - was dann schon mal ein paar 100 Euro sein können. Wenn jetzt "Ihre" Buchhaltung meint, daß Sie mit 30 cent / km nicht hinkommen, dann schreiben Sie auch schon mal 70 Cent / km auf die Rechnung. Das Finanzamt erkennt aber nur 30 Cent/km an. 40 Cent /km sind dann wieder Einkommen. Wäre an sich kein Problem, wenn es den bösen Wettbewerb nicht gäbe. Hinterher sagt der Kunde aus M noch, hole ich mir lieber einen Spezialisten aus M als einen aus SIM. Na ja, um es kurz zu machen und um das Thema zwischen uns abzuschließen: Es gibt auch Selbständige, die für eine Erhöhung der Pauschale sind, und sich kein Loch in den Bauch lachen. |
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#50 (permalink) | |
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Martin |
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#51 (permalink) | |
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Martin |
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#52 (permalink) | |
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Sie haben doch wirklich absolut keine Ahnung, wovon Sie reden. Wenn Sie schon einmal in Ihrem Leben einen nennenswerten Arbeitsweg auf sich nehmen hätten müssen, wüssten Sie, dass kein Mensch, der halbwegs seine 7 Sinne beieinander hat, freiwillig pendelt. Und dass Sie Berufstätigkeit als "nicht volkswirtschaftlich sinnvoll" bezeichnen, spricht auch Bände.
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#53 (permalink) | |
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Ich hab es ja nun schon 10 Mal gesagt, aber für ein 11. Mal reicht es auch noch. Wegen mir kann es bleiben wie es ist, meinetwegen nehm ich auch ein paar extra-Kröten Pendlerpauschale in Kauf, solange man das Ganze nicht als soziale Wohltat für die Benachteiligten verkauft. Und wenn man die fördern will, die es brauchen, dann ist das Steuerrecht dafür eine schlechtes Werkzeug.
Ich hab Ihnen oben drei Gruppen genannt, die allein in Augsburg und Umgebung viele (keine Ahnung wie viele) 1.000 Leute betrifft, die ganz bewust die Entscheidung getroffen haben, zu pendeln. Lebensrealität ist, dass ich vor etwa 2 Monaten beim Verkauf einer ET-Wohnung in Augsburg West (nicht mal Ost!) fast genauso viele Interessenten aus München hatte wie aus Augsburg. Das ist die Realität. |
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#54 (permalink) | |
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Ja, diese Leute entscheiden sich bewusst fürs Pendeln, weil sie sich eine Eigentumswohnung in München nicht leisten können, aber in Augsburg dank genialer Stadtentwicklung keinen adäquaten Job bekommen. Kein Mensch pendelt freiwillig, wenn er sich die Zeit und den Ärger sparen könnte -- weder mit dem Auto und schon gar nicht mit dem Zug.
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#55 (permalink) | |
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Na wenn aus Ihrer Sicht selbst Leute, die bewusst von Ihrer Arbeitsstelle wegziehen, es verdienen, per Pendlerpauschale geringer besteuert zu werden - ok, Ihre Ansicht. Die Mineralölkonzerne sind mit Sicherheit ganz Ihrer Meinung. Da können Sie ja sicher auf meine Zustimmung verzichten. |
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#56 (permalink) | |
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Martin |
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#57 (permalink) | |
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Martin |
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#58 (permalink) | |
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Wir drehen uns im Kreis. Und in der Tat steht es mir nicht zu, den Leuten vorzuschreiben, ob sie sich für die 500.000, die in München eine gebrauchte Eigentumswohnung kosten mag, lieber in Augsburg ein Haus bauen sollen oder nicht. Ebenso wenig steht es mir zu, darüber zu richten, ob jemand auf dem Land wohnen darf oder nicht. Wenn aber Menschen derartige Entscheidungen treffen, müssen sie alle damit verbundenen Vor- und Nachteile tragen und können nicht nach Steuervergünstgungen schreien, weil sie dann, wer hätte es gedacht, pendeln müssen.
Nach so vielen Jahen kann man wohl nicht über einen Umzug nachdenken, oder? Ich meine, die Argumente sind ausgetauscht und wünsche einen schönen Abend. |
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Zuletzt geändert von spacevulture, am 11.04.2012 um 17:02 Uhr
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#59 (permalink) | |
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Ob diese Leute von Ihrer Arbeitsstelle wegziehen, ist Ihre Spekulation und Unterstellung. Eigentum zu erwerben ist aber halt für viele in München und seinem Umland (zu dem Augsburg ja auch fast schon zählt) nicht mehr möglich. Ausserdem gibt es auch andere Umstände, wie z.B. Familienzuwachs, der dazu führt, dass man eine grössere oder andere Wohnung benötigt. In Ballungsgebieten ist es nun mal nicht möglich, dass alle gerade um die Ecke vom Arbeitsplatz wohnen. Das sollte Ihnen doch eigentlich auch einleuchten, oder? Nur zu Ihrer Info: ich bin für meine Ausbildungsstelle von Augsburg nach München gependelt, weil es eben in Augsburg mehr Schulabgänger als Lehrstellen gibt. Die Alternative wäre gewesen, keine Ausbildung zu machen bzw. rumzuhängen und auf das nächste Jahr zu hoffen. Das Pendeln hat sicherlich keinen Spass gemacht, war aber das geringere Übel.
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#60 (permalink) | |
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Ich finde es unter dem Gesichtspunkt auch nicht "gerecht", weil der eine nah am Arbeitsplatz wohnt und daher vielleicht eine höhere Miete in Kauf nehmen muss (die er selbst und ohne Steuervergünstigungen tragen muss), der andere mietet bzw. kauft billiger auf dem Land und bekommt die Pendlerpauschale als Steuervergünstigung. Andererseits: Was ist dann bitte der Anreiz für einen Arbeitslosen, einen Job anzunehmen, der nicht direkt vor seiner Haustüre liegt? Letztendlich pendelt ja niemand freiwilllig. Und wie gesagt: in Ballungsgebieten können einfach nicht alle nah am Arbeitsplatz wohnen. Mit der Pendlerpauschale wird vielleicht ein Teil der Kosten ausgeglichen, aber die verlorene Zeit kann einem niemand ersetzen. Kein Mensch pendelt, wenn es vermeidbar ist, nur um mit der Pendlerpauschale einen Reibach zu machen.
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