Donnerstag, 20. Juni 2013

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Diskussion um Erhöhung der Pendlerpauschale
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11.04.2012 18:00 Uhr
montebaldo
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Zitat von Martin
 

 


Wer pendelt denn freiwillig? Gehen Sie doch mal an den Bahnsteig in Augsburg oder Ingolstadt am Morgen und fragen Sie die Leute, wer die Pendelei gerne an den Nagel hängen würde, wenn er denn könnte. Mich wundert es nur, dass Sie hier so völlig bar jeglicher Lebensrealität argumentieren.

Martin

Leopold geht zu Fuß in die Arbeit, findet das klasse und wundert sich, dass das nicht alle so machen.  Blink

Für seinen Zeitgewinn und die Schonung seiner Gesundheit möchte er natürlich keineswegs eine Extrasteuer zahlen müssen, aber die, die so doof sind, die Pendelei auf sich zu nehmen, denen geschieht es recht, dass ihr ökologisch unvernünftiges Treiben fiskalisch hart sankioniert wird.

Nur darum geht es ja gar nicht. Es geht um die Ungleichbehandlund zwischen Selbständigen und Angestellten. Und darum, was zu besteuerndes Einkommen eigentlich ist.

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OANS ZWOA DREI - GWUNNA!

11.04.2012 18:05 Uhr
Sunshine-74
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 Sorry, ich dachte, es geht um die Ungleichbehandlung von hoher Miete und hohen Fahrtkosten?

Eine Gleichbehandlung von Selbständigen und Angestellten kann man doch nicht ernsthaft anstreben, oder? Dazu sind die beiden Erwerbsmodelle mit ihren jeweiligen Risiken und Möglichkeiten doch viel zu unterschiedlich --- und das ist ja auch gut so.

Zitat von montebaldo

Nur darum geht es ja gar nicht. Es geht um die Ungleichbehandlund zwischen Selbständigen und Angestellten. Und darum, was zu besteuerndes Einkommen eigentlich ist.

 

11.04.2012 18:08 Uhr
montebaldo
Äußerst erfahrenes Mitglied


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Zitat von spacevulture
 

 

Wir drehen uns im Kreis. Und in der Tat steht es mir nicht zu, den Leuten vorzuschreiben, ob sie sich für die 500.000, die in München eine gebrauchte Eigentumswohnung kosten mag, lieber in Augsburg ein Haus bauen sollen oder nicht. Ebenso wenig steht es mir zu, darüber zu richten, ob jemand auf dem Land wohnen darf oder nicht. Wenn aber Menschen derartige Entscheidungen treffen, müssen sie alle damit verbundenen Vor- und Nachteile tragen und können nicht nach Steuervergünstgungen schreien, weil sie dann, wer hätte es gedacht, pendeln müssen.  

 Nach so vielen Jahen kann man wohl nicht über einen Umzug nachdenken, oder?

Ich meine, die Argumente sind ausgetauscht und wünsche einen schönen Abend.

Ich bin beeindruckt von Ihren Zauberkünsten #19 & 22 Lachend Die Forumssoftware ist eben doch eine wundersame.

Ich kriege die Krise, wenn Sie immer von Steuervergünstigungen schreiben. Es ist eine EINKOMMENSBEREINIGUNG. Nur weil man auf diese Weise zuviel bezahlte Kohle wieder zurückbekommt, ist noch nix "günstig".

Letztlich müssen Sie sich von den ganzen Drumherumüberlegungen lösen. Wer in München wohnt hat ja auch den Mehrwert in dieser Weltstadt zu leben, ihre Vorzüge besser nutzen zu können, was glauben Sie warum die Preise so hoch sind? Doch nicht nur, weil dort die Arbeitsplätze sind.

Aber auch das ist egal. Das hat den Staat gar nicht zu interessieren, wie es ihn nicht interessiert, ob ein Versicherungsbüro sich eine Toplage in der Stadtmitte leistet oder eine halb so teuere am Stadtrand. Das setzt die Kosten für selbiges auch einfach ab. Wenn das den Staat interessieren würde, müsster er sagen es gibt für Büros einfach eine Grundpauschale fertig, interessiert uns nicht, ob das da mal billiger und dort mal teurer ist.

Der Aufhänger dieser Geschichte ist die Ungleichbehandlung von Selbständigen und Angestellten und der ökologische Regelungsfaktor den leopold da gerne sehen möchte, den interpretiert er hinein, weil es halt sein Steckenpferd ist, alle in die Zentren ballen zu wollen.

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OANS ZWOA DREI - GWUNNA!

11.04.2012 18:12 Uhr
montebaldo
Äußerst erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 8366

 

Zitat von Sunshine-74
 

 Sorry, ich dachte, es geht um die Ungleichbehandlung von hoher Miete und hohen Fahrtkosten?

Eine Gleichbehandlung von Selbständigen und Angestellten kann man doch nicht ernsthaft anstreben, oder? Dazu sind die beiden Erwerbsmodelle mit ihren jeweiligen Risiken und Möglichkeiten doch viel zu unterschiedlich --- und das ist ja auch gut so.

 

Sehe ich anders. Einkommen ist Einkommen. Das wird besteuert. Und warum es bei den einen großzügigst bereinigt wird und bei den anderen nicht, das erschließt sich mir nicht.

 

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OANS ZWOA DREI - GWUNNA!

11.04.2012 18:22 Uhr
Gast_963760819
gelöscht
Beiträge: 8106

 

Zitat von Sunshine-74
  Die Alternative wäre gewesen, keine Ausbildung zu machen bzw. rumzuhängen und auf das nächste Jahr zu hoffen. Das Pendeln hat sicherlich keinen Spass gemacht, war aber das geringere Übel.

 

TOP!!!! Daumen rauf

 

Zitat von montebaldo
 

 

Leopold geht zu Fuß in die Arbeit, findet das klasse und wundert sich, dass das nicht alle so machen.  Blink

Es geht um die Ungleichbehandlund zwischen Selbständigen und Angestellten.
Und darum, was zu besteuerndes Einkommen eigentlich ist.

 

  1. Die Idee an sich hat ja was. Nur gibt es einige, die einen 20 -100 Km-Lauf jeden Tag, einfach gerechnet, alles andere als sportlich sehen. Zwinkernd
  2. Alles eine Frage der (freien) Wahl, monte Breites Grinsen
  3. siehe unten

 Zu versteuerndes Einkommen - Wirtschaftslexikon

Wie wird das zu versteuernde Einkommen ermittelt?

 

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11.04.2012 19:03 Uhr
Gast_1444600011
gelöscht
Beiträge: 2768

Die Ausgangsuntersuchung - auf die dieser threat basiert - zeigt lediglich die steuerliche Komponente für einzelne (Muster)Arbeitnehmer bzw. deren Einkommen auf. Die ist günstigstenfalls Hilfestellung in der Bewertung der politischen Diskussion um die Pendlerpauschale.

Bei allen steuerpolitischen Massnahmen ist es doch so, dass der Geringverdiener (= normalerweise mit geringer Steuerbelastung) bei Senkungen immer weniger davon hat als der, der erheblich zum Steueraufkommen beiträgt.

Aus der Debatte um die Pendlerpauschale eine solche zu machen, die grundlegende individuelle Entscheidungen über Lebensentwürfe berührt, überzieht! Die Entwicklung Stadt./.Land - Alt./.Jung, boomregion./.Öde bedürfen anderer soziologischer Betrachtungen.

Die Sinnhaftigkeit einer Pendlerpauschale - losgelöst vom Verkehrsmittel - wird sich immer stellen. Spritpreise bedürfen anderer Regularien - wenn denn der sog. "freie Markt" nicht funktioniert.  Und das trifft alle Pendler/Arbeitnehmer, egal ob Auto, öffentl. Nahverkehr, Fahrrad oder Fussgänger. Einzig nicht betroffen sind solche, die keinen Arbeitsweg haben und diese Fragen damit nur rein theoretisch ohne praktischen Nutzen betrachten.

11.04.2012 19:09 Uhr
Martin
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Zitat von spacevulture
 
Nach so vielen Jahen kann man wohl nicht über einen Umzug nachdenken, oder?


Ich bin immer wieder erstaunt, dass insbesondere Leute über Umzüge in andere Bundesländer sprechen als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, die sich aber selbst ihr Leben auf kleinstem geographischen Radius eingerichtet haben. Das Gleiche gilt übrigens für Leopold, nachdem ich über ihrer beide berufliche Tätigkeit durchaus im Bilde bin.

Martin

11.04.2012 19:27 Uhr
Martin
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Zitat von montebaldo
 

Sehe ich anders. Einkommen ist Einkommen. Das wird besteuert. Und warum es bei den einen großzügigst bereinigt wird und bei den anderen nicht, das erschließt sich mir nicht.


Warum das nicht geändert wird, liegt auf der Hand: Pro Jahr werden in Deutschland rd. 45 Milliarden Liter Kraftstoff benötigt (Zahlen von 2006). Geht man von einem sehr niedrigen Durchschnittspreis (Benzin/Diesel) von rd. 1,50 Euro/Liter aus, ergibt das ein Bruttovolumen von 67,5 Mrd. Euro. Daraus die Umsatzsteuer: 67,5 - (67,5 / 1,19) = 10,78 Mrd. Euro. Wenn man jetzt noch den Status Quo an heute schon vorsteuerabzugsfähigen Verbrauchern mit 50% annimmt, würde alleine der zusätzlich Vorsteuerabzug ein Haushaltsloch von über 5 Mrd. Euro p. a. reißen - bei sehr konservativer Schätzung!

Martin

12.04.2012 00:43 Uhr
666
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Selbständige und Unternehmer fahren die fetten Schlitten im Prinzip auf Kosten der Allgemeinheit, bzw. dick subventioniert davon. Sollte man da allerdings irgendwie negativ eingreifen, würden einige deutsche Premiumhersteller auf ihrem Gelumpe sitzenbleiben anstatt zu verkaufen wie warme Semmeln.

12.04.2012 00:55 Uhr
Hunsrücker
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Zitat von 666
 

Selbständige und Unternehmer fahren die fetten Schlitten im Prinzip auf Kosten der Allgemeinheit, bzw. dick subventioniert davon. Sollte man da allerdings irgendwie negativ eingreifen, würden einige deutsche Premiumhersteller auf ihrem Gelumpe sitzenbleiben anstatt zu verkaufen wie warme Semmeln.

Und warum arbeiten Sie noch angestellt?

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12.04.2012 01:05 Uhr
666
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Zitat von Hunsrücker

 

Und warum arbeiten Sie noch angestellt?

 Tu ich das?

12.04.2012 08:18 Uhr
Sunshine-74
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 Besteuert wird es sicherlich in beiden Fällen, aber dass bei einem Arbeitnehmer die Situation ein bisschen anders ist als bei einem Selbständigen, sollte sich Ihnen ja wohl doch erschliessen, oder?

Zitat von montebaldo

 

Sehe ich anders. Einkommen ist Einkommen. Das wird besteuert. Und warum es bei den einen großzügigst bereinigt wird und bei den anderen nicht, das erschließt sich mir nicht.

 

 

12.04.2012 08:25 Uhr
Sunshine-74
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 Sie tragen auch "fett" das unternehmerische Risiko, das Sie als Arbeitnehmer "fett" auf die Sozialkassen abwälzen. More risk more return --- was bei Finanzanlagen gilt, gilt auch für die meisten Bereiche des sonstigen Lebens. Und subventioniert werden in Deutschland hauptsächlich die Bauern, Kohle und Stahl und Hartz IV.

Zitat von 666

Selbständige und Unternehmer fahren die fetten Schlitten im Prinzip auf Kosten der Allgemeinheit, bzw. dick subventioniert davon. Sollte man da allerdings irgendwie negativ eingreifen, würden einige deutsche Premiumhersteller auf ihrem Gelumpe sitzenbleiben anstatt zu verkaufen wie warme Semmeln.

 

12.04.2012 08:26 Uhr
Sunshine-74
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 Offensichtlich, sonst würden Sie nicht so einen Seich von sich geben.

Zitat von 666

 

 Tu ich das?

 

12.04.2012 09:47 Uhr
leopold
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Zitat von Sunshine-74

 Sie haben doch wirklich absolut keine Ahnung, wovon Sie reden. Wenn Sie schon einmal in Ihrem Leben einen nennenswerten Arbeitsweg auf sich nehmen hätten müssen, wüssten Sie, dass kein Mensch, der halbwegs seine 7 Sinne beieinander hat, freiwillig pendelt. Und dass Sie Berufstätigkeit als "nicht volkswirtschaftlich sinnvoll" bezeichnen, spricht auch Bände.

 

Natürlich pendeln viele Menschen "freiwillig". Spacevulture hat die verschiedenen Fallkonstruktionen ja schön beschrieben: Es wird eben eine Güterabwägung vorgenommen und da das Pendeln wegen der Pendlerpauschale "nichts kostet", wie manche glauben, kauft man sich eben ein Häuschen im  Grünen und fährt jeden Tag 50 km. Ich bin nun  schon einige Zeit berufstätig und habe viele Wohnortentscheidungen von Kollegen miterlebt: Die Entfernung zum Arbeitsplatz spielte da meistens eine untergeordnete Rolle.

Meine Erfahrung ist zudem, dass sich die Leute selbst belügen: Fragt man einen, wie lange er jeden Tag unterwegs ist, erhält man in der Regel Phantasiezeiten, die vielleicht irgendwann einmal erreicht wurden, aber nichts mit der täglichen Realität zu tun haben. Erst wenn die Leute dann älter werden und die Rente bevorsteht, erfährt man plötzlich wie beschwerlich das Pendeln ist und wie man sich freut, dass das nun endlich vorbei ist. Vorher war das alles kein Problem.

Schlagworte

Pendlerpauschale


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