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#76 (permalink) | |
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Leopold wohnt mitten in der Stadt und zahlt eine um 20 bis 30 % höhere Miete als draußen in der Pampa, weil ihm seine Zeit wichtiger ist als die Mieterersparnis oder das Häuschen im Grünen. Warum sollte ich mit meinen Steuern zusätzlich die subventionieren, die das anders sehen? Wohnen ist Privatsache und der Weg zum Arbeitsplatz damit auch. |
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#77 (permalink) | |
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Tja, "freiwillig" ist so eine Frage der Definition. Wenn ich mir in München als Familie eben keinen vernünftigen Wohnraum leisten kann, dann hab ich die Wahl zwischen zu kleiner, überteuerter Wohnung mit kurzem Arbeitsweg oder mehr Wohnraum für den gleichen Preis und einem längeren Arbeitsweg. Nach Ihrer Erläuterung ist die Entscheidung für mehr Wohnraum dann "freiwillig" --- das seh ich anders. Der Arbeitsweg ist aber halt nur eine von vielen Kriterien, die bei der Wahl des Wohnortes berücksichtigt werden müssen. Dass das Pendeln "nichts kostet", bestreite ich. Generell deckt die Pendlerpauschale nur einen Teil der entstehenden Kosten ab, von der verlorenen Zeit mal ganz zu schweigen.
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#78 (permalink) | |
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Martin |
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#79 (permalink) | |
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Natürlich gibt es für einzelne Arbeitnehmer Härten. Aber warum ist München denn zu dem Moloch geworden, in dem sich die Arbeitsplätze akkumulieren? Weil das Pendeln in die Stadt steuerlich subventioniert wird. Es soll ja sogar Busse geben, die aus dem Bayrischen Wald nach München fahren, um die Leute zu ihrem Arbeitsplatz bei BMW zu bringen. Die staatliche Subventionierung des Arbeitsweges hat im großen Maßstab dazu geführt, dass über zum Teil große Strecken die Leute zur Arbeit gehen und nicht die Arbeit zu den Leuten (Stichwort: Zersiedelung der Landschaft). Pendeln wird sich nie ganz verhindern lassen, aber es sollte auf das absolut Notwendige beschränkt werden. Die Pendlerpauschale setzt Anreize in die Gegenrichtung, deswegen ist deren Erhöhung absurd - vor allem vor dem Hintergrund stark ansteigender Kosten der Mobilität in der Zukunft. |
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#80 (permalink) | |
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Ich war nicht immer Beamter. Auch während meiner Zeit in der Wirtschaft habe ich immer in der Nähe meines Arbeitsplatzes gewohnt. Kürzlich wäre ich fast nach München versetzt worden: Glauben Sie, ich wäre da dann jeden Tag rübergefahren? Sicher nicht! Die Konsequenz ist allerdings: Die Eigentumswohnung, die ich mal für mich gekauft habe, ist jetzt eben vermietet und ich wohne (örtlich flexibel) zur Miete. |
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#81 (permalink) | |
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Martin |
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#82 (permalink) | |
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Martin |
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#83 (permalink) | |
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Firmen siedeln sich u. a. dort an, wo sie die nötigen Arbeitsplätze finden. Die Pendlerpauschale hat seit Jahrzehnten falsche Anreize gesetzt. Das Resultat habe ich oben beschrieben. Wollen Sie die Fehler der Vergangenheit fortsetzen? Der Unterschied zu heute und morgen ist der, dass die Mobilität in der Vergangenheit sehr (viel zu) billig war. In Zukunft wird der Preis für die Mobilität extrem ansteigen. Das kann nicht vom Staat ausgeglichen werden, sondern nur durch eine möglichst schnelle Verhaltensänderung der Arbeitnehmer. |
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#84 (permalink) | |
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Meine Frau fände auch in München problemlos Arbeit. Kinder habe ich allerdings keine. Übrigens bin ich als Kind zweimal umgezogen, weil mein Vater versetzt wurde. Im Übrigen behaupte ich nicht, dass es für jeden und für jede Lebenssituation eine optimale Lösung gibt. Mir geht es darum, dass die Anreize bisher falsch gesetzt waren und dass sich dies ändern muss. Besser wäre also eine Anhebung des allgemeinen Pauschbetrags und ein Wegfall der Pendlerpauschale. |
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Zuletzt geändert von leopold, am 12.04.2012 um 10:34 Uhr
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#85 (permalink) | |
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Schmalspur-Sherlock-74 liegt mal wieder komplett daneben. Haben Sie auch was handfestes zur Kernaussage, daß derzeitige Geschäftswagenregelungen gleichzeitig dicke Quersubventionen zugunsten der (Premium)Autoindustrie sind? |
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#86 (permalink) | |
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Martin |
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#87 (permalink) | |
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Das ist nunmal Ihr Steckenpferd. Fehler der Vergangenheit, Zersiedelung der Landschaften, Mobilität zu billig. Grüne Parolen, um die Leute zu gängeln. Parolen auch in erster Linie von Gut- bis Besserverdienenden, denen die Umwelt immer wichtiger ist als der Mensch, der sich diesen Wohlstand nicht leisten kann, dessen Gesundheit und Wohlergehen er aber anführt, um seine Thesen zu untermauern. Alles so durchsichtig. Grüne Parolen, die sich nicht darum kümmern (wie beispielsweise sehr lobenswert Herr Oettinger) wie man Sonnenenergie dort wo im Übermaß erhältlich nutzen und auch für uns verfügbar machen kann. Um Himmels willen nur das nicht, das liefe ja dem Dogma zuwider, wenn man erst mal mit Sonnenenergie schadstofffrei kostengünstig durch die Gegend schippern könnte. Zersiedelung der Landschaft ist ja auch ein Irrsinnsschreckensszenario bei einer sinkenden Bevölkerungszahl und zurückgehenden landwirtschaftlichen Betrieben. Und es ist natürlich viel besser, die Äcker und Felder, sowie die "Frischluftschneisen" innerhalb der Stadt Augsburg werden be- und verbaut als es wächst ein Dorf in den Stauden. Jau. Man muss nur überzeugt genug davon sein, dann hat man auch schon recht. Die Arbeit muss zum Menschen kommen und landet auf dem Lechfeld. Da gibt es massenweise Arbeitskräfte, die nicht pendeln müssen, richtig. Alternativ bräuchte man für Amazon mit seinem ein riesiges Areal belegendes Gebäude entsprechende Flächen im Stadgebiet Augsburg. Das wäre äußerst wünschenswert, ich kann das unbedingt nachvollziehen. Und dort würden ja auch alle um das Werk herum wohnen, so dass sie es locker und leicht zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV erreichen würden. Klar Arbeiten Sie mal im Postfrachtzentrum in Gersthofen und wohnen Sie in Haunstetten Süd. Viel Spaß dabei ohne Auto in diese zentrumsnahe Arbeitsstelle zu kommen. Ach man solle halt nach Gersthofen ziehen? Und wenn der Partner in Königsbrunn arbeitet? Sie machen es sich recht einfach. Sie sind mit Ihren Eltern umgezogen, weil sie es mussten und könnten sich bei einer Versetzung die Müncher Wohnpreise leisten, das Pendeln würden Sie sich jedenfalls nicht antun. Wer kann der kann. Sozialkontakte hier in Augsburg scheinen für Sie keine Rolle zu spielen, insofern sind Sie mobil und flexibel in diesen, wo andere es lieber hinsichtlich des Arbeitsweges sind. Ich höre jetzt auf. Wenn ich zu heftig war, bitte ich das zu entschuldigen, aber dieses als fortschrittlich apostrophierte am eigenen Bedarf und eigenen Prämissen ausgerichtete Dogmadenken, erhöht meinen Puls mehr als mir lieb ist.
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#88 (permalink) | |
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Und wo soll sich BMW -- um bei Ihrem Beispiel zu bleiben -- dann bitte ansiedeln? Soll BMW in jedem zweiten Dorf in Niederbayern eine Fabrik aufmachen, die jährlich 20 Autos produziert, damit die Mitarbeiter alle schön zur Arbeit radeln können? Ihr Vorschlag wäre zwar schön, ist aber leider völlig an der Realität vorbei. Im übrigen ist es eine Tatsache, dass BMW sozusagen seinen eigenen öV eingerichtet hat, um seine Arbeitnehmer so flexibel, sicher und umweltfreundlich wie möglich zum Arbeitsplatz und nach Hause bringt.
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#89 (permalink) | |
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Gegenfrage: Sind alle Geschäftswagen Luxuskarrossen? Ihre Argumentation ist doch nur von Sozialneid geprägt und hat mit der Realität wenig zu tun.
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#90 (permalink) | |
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ROTFL was Sie so alles aus meinen Beiträgen rauslesen. |
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