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#541 (permalink) | |
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Anderes Thema: Diskussion über das Stromnetz
Danke für den Hinweis auf diesen aufschlussreichen Artikel. Der Journalist Walther Rosenberger macht jedoch einen Kardinalfehler: Er hat sich nur die Sichtweise der Altkonzerne angeschaut. Bezeichnend, dass er keine Zahlen über den Stromexport an den besagten Tagen in das notleidende Atomland Frankreich nennt. Schade auch, dass er nicht die Frage aufwirft, warum die Altkonzerne, obwohl sie im Jahr 2000 (!) den Atomausstieg und die Energiewende mit der Bundesregierung vereinbart haben, nicht ihre Stromnetze umgebaut haben. Der Artikel zeigt, der Staat muss mit seiner Bundesnetzagentur erheblich besser die Stromnetze regulieren und zeigt, dass wir endlich zukunftsfähige Unternehmen als Eigentümer dieser Netze brauchen! Ich schlage vor, weitere Diskussionen über die Mängel und somit Umbauerfordernisse in unserem Stromnetz in einem eigenen Strang zu führen. Raimund Kamm |
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#542 (permalink) | |
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Eigentlich sehe ich nur zwei Möglichkeiten: Entweder Sie sind völlig resistent dagegen, eine Lehre anzunehmen, oder sie versuchen bewußt durch Wiederholung irrelevanter Zahlen das Publikum zu täuschen. Sie können sich aussuchen, als was ich Sie sehen soll. Ein Beispiel für Ökonomen: Bauer P kauft sich einen Apfelbaum für 1 Euro. Dieser Baum liefert 1 Apfel / Jahr. Jetzt zu argumentieren, der Apfel von Bauer P müsse billiger sein, weil P viel weniger für den Baum ausgegeben hat, halte ich - mal gelinde gesagt - dann doch für sehr weit hergeholt.
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#543 (permalink) | |
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Prognostizierter Zubau von PV-Anlagen im Jahr 2012
Wie vorausgesagt, haben die Dank großer technischer Fortschritte möglich gewordenen enormen Preissenkungen bei der Photovoltaik dazu geführt, dass in immer mehr Ländern umweltschonende Solarkraftwerke gebaut werden.
… “Es geht nicht mehr um die Frage, ob der Photovoltaik-Markt 2012 wächst, sondern wie stark. Betrachtet man nur eine Handvoll Länder wie Deutschland, Italien und Frankreich, ist es einfach, die Nachfrage pessimistisch einzuschätzen; Blickt man jedoch darüber hinaus und analysiert die Nachfrage von 60 Ländern, wird das Bild sehr viel positiver.“ Laut dem Bericht werden dieses Jahr 23 Länder mindestens 100 MW Photovoltaik-Anlagen zubauen. 2011 waren es noch 17 Länder. … IMS beschreibt China als “unberechenbaren” Markt. Die chinesische Regierung stehe unter Druck, dafür zu sorgen, dass mehr Photovoltaik-Produkte im eigenen Land verwendet werden, um die eigene PV-Industrie zu fördern. Ein Zubau von bis zu 8 Gigawatt sei „dieses Jahr unwahrscheinlich in China, aber dennoch möglich“.
Raimund Kamm |
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#544 (permalink) | |
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100 MW
Sind das nicht eher 100 GW Zubau in 23 Laendern ? Allein fuer Deutschland sagte eine Prognose kuerzlich ca. 6 GW. |
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Zuletzt geändert von james16, am 10.04.2012 um 14:59 Uhr
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#545 (permalink) | |
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Die Aussage " Laut dem Bericht werden dieses Jahr 23 Länder mindestens 100 MW Photovoltaik-Anlagen zubauen. 2011 waren es noch 17 Länder. … " bedeuetet, dass es 23 Länder gibt, in denen jeweils mindestens 100MW Fotovoltaikleistung neu installiert werden. Ob ein Land genau 100MW oder ein paar GW installiert, ist nicht relevant, um zu der Gruppe der Länder, die mindestens 100MW neu installieren, dazuzugehören. |
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#546 (permalink) | |
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Danke
fuer die Klarstellung. Das "jeweils" haette dem Bericht natuerlich gut getan. |
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#547 (permalink) | |
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Dank Erneuerbarer Energien ging es Deutschland viel besser als Frankreich
In Frankreich wurde eine anschauenswerte Broschüre zu den dramatischen Stromproblemen während der zwei Kältewochen Anfang Februar veröffentlicht. http://www.rte-france.com/uploads/media/pdf_zip/alaune/Rex_Vague_froid-2012.pdf Bemerkenswert sind mehrere Schaubilder:
Deutschland hat einen viel besseren Kraftwerkspark, ist beim Heizen kaum abhängig vom Strom und hat über eine Million Solaranlagen wie auch Tausende Windkraft- und Bioenergiestoffanlagen. Unser Land ist auf einem guten Weg. Raimund Kamm |
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#548 (permalink) | |
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Oettingers Solarente
12.04.2012 Seite: 1 Griechenland soll Sonnenstrom für Europa erzeugen Energiepolitik EU-Kommissar Oettinger fordert Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinaus Von Detlef Drewes und Michael Stifter Brüssel/Augsburg EU-Kommissar Günther Oettinger will Griechenland zu einer tragenden Säule der Stromversorgung in Europa machen. „Es geht darum, die Potenziale an regenerativen Energien, die es dort gibt, zu nutzen“, sagt der CDU-Politiker im Gespräch mit unserer Zeitung. Schon in wenigen Jahren soll das sonnenreiche Land größere Mengen klimafreundlichen Stroms exportieren und sich damit eine Einnahmequelle erschließen, um seine katastrophale Haushaltslage zu entschärfen. Gleichzeitig könnte der griechische Solarstrom Abnehmerländern wie Deutschland helfen, ihre Ziele in Sachen Klimaschutz zu erfüllen. Oettinger ist für die Energiepolitik der EU-Kommission verantwortlich. Schon lange plädiert der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident dafür, über die Ländergrenzen hinaus zu denken, wenn es um die Stromversorgung der Zukunft geht. „Wir haben in Deutschland weniger als 1000 Stunden, in denen man aus Sonne Strom produzieren kann. In Griechenland sind es 3000 Stunden“, rechnet er vor. Der 59-Jährige räumt aber ein, dass es mit dem Ausbau der Solarenergieproduktion in dem südeuropäischen Land allein nicht getan ist. Damit der Strom auch dort ankommt, wo er gebraucht wird, sind leistungsstarke Netze nötig. Bislang gebe es solche Leitungen aber nur nach Italien, Bulgarien und in die Balkan-Länder. Nichtsdestotrotz hält Oettinger das europäische Sonnenstrom-Projekt Helios für erfolgversprechend. Dieses sieht vor, Griechenland möglichst schnell in ein grenzüberschreitendes Stromnetz zu integrieren. „Wenn wir dort schon jetzt investieren, bauen wir an einem Energiebinnenmarkt für unsere Zukunft“, sagt der EU-Kommissar. In der Produktion von Ökostrom sieht er einen möglichen Schlüssel für die wirtschaftliche Gesundung des hoch verschuldeten Staates. „Griechenland kann wieder wettbewerbsfähig werden, und ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass dieses Ziel innerhalb eines Jahrzehnts erreichbar ist“, sagt Oettinger.
Peinlich, wie schlecht der EU-Energiekommissar die Fakten kennt. Natürlich ist unstrittig, dass in Griechenland Solarstrom für Europa erzeugt werden soll. Denn Griechenland ist Europa. Solarstrom in Griechenland für Deutschland oder England zu produzieren, ist jedoch überwiegend unsinnig. Denn in Griechenland ist die Lichtleistung nicht um 200 Prozent größer als in Deutschland, wie der hoch bezahlte Energiekommissar Oettinger behauptet, sondern nur um 40 bis 70 Prozent. Die Kosten und Verluste beim Transport dieses Stroms von Griechenland nach beispielsweise Deutschland übersteigen bei weitem die höhere Produktivität der Solaranlagen in Griechenland. Schade, dass die Augsburger Allgemeine solche inkompetenten Aussagen unkommentiert auf Seite 1 wiedergibt. Raimund Kamm |
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#549 (permalink) | |
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Peinlich ist, Herr Kamm, dass Ihnen und Ihrer Partei nichts dazu einfällt, ja dass Sie nicht mal ein Interesse daran haben, die weltweit vorhandene Sonnenenergie besser zu nutzen. Und sich einfach auf zu hohe Kosten und Verlust im Transport rauszureden ist noch peinlicher. Die Wissenschaftler und Unterstützder der Desertec Foundation (zu dene Oettinger gehört) plaudern ja nur hohles Zeug in die Gegend gewiss.
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Zuletzt geändert von montebaldo, am 14.04.2012 um 07:59 Uhr
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#550 (permalink) | |
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Martin |
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#551 (permalink) | |
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Neulich meine ich hier noch gelesen zu haben, wie Herr Kamm ein Photovoltaik-Projekt in Spanien in den höchsten Tönen gelobt hat. Die Kosten und Verluste beim Transport dieses Stroms von Griechenland Spanien nach beispielsweise Deutschland übersteigen also nicht bei weitem die höhere Produktivität der Solaranlagen in Griechenland Spanien? Oder liegt es daran, daß nur Herr Kamm im alleinigen Besitz der Wahrheit ist? |
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#552 (permalink) | |
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PV-Volllaststunden im Schnitt: Deutschland 1.000 , Griechenland 1.600
Offenbar beherrschen Sie nicht ein Mal die Suchfunktion und scheuen sich aber nicht, sich ohne Faktenkenntnis aus dem Fenster zu legen. Zur Klarheit: Natürlich ist es richtig, dass in Spanien, wie in Griechenland, wie in Jordanien, wie in Kuwait, wie in Marokko, wie eben auch in Deutschland Strom aus Solar- wie Windkraft erzeugt wird. Wenn aber die Transportkosten und Verlustkosten auf dem Weg nach Deutschland für in Griechenland erzeugten Strom höher sind als die Erzeugungskosten für in Deutschland erzeugten Solarstrom, wird es sehr unwirtschaftlich. Sicherlich macht ein großer Stromverbund auch unter Einbeziehung von Griechenland, Spanien und vielleicht auch Nordafrika Sinn, um den unterschiedlich anfallenden Strom aus EE auszutauschen. Möglicherweise in HGÜ-Technik. Aber das wird viel kosten und ist höchstens für einen kleinen Teil unserer Stromversorgung sinnvoll. Wir haben in Deutschland noch herrlich viele Potenziale, um Windstrom für 6 - 9,5 ct/kWh zu erzeugen und Solarstrom für jetzt unter 20 ct/kWh mit im Schnitt 10 % Preissenkungen in den nächsten Jahren. Dem stehen allein an Transport- und Verlustkosten für Strom von Griechenland nach Deutschland von geschätzt 5 - 10 ct/kWh gegenüber. Und da die Stromleitungen aus Metall gebaut werden, wird das tendenziell nicht billiger sondern teurer werden. Allerdings muss man den Stromerzeugungskosten bei uns zukünftig auch noch Kosten für Stromspeicher hinzurechnen. Peinlich war und ist es jedoch, wenn der hoch bezahlte EU-Energiekommissar grotesk falsche Zahlen über die Solarstrompotenziale in Griechenland und Deutschland äußert und hierauf seine Prognosen für einen Stromexport Griechenlands aufbaut. Verstehen Sie, "Montebaldo"? PV-Volllaststunden im Schnitt: Deutschland 1.000 , Griechenland 1.600. In manchen Bereichen das Allgäus auch 1.200 und sogar 1.300. Raimund Kamm |
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#553 (permalink) | |
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Ach, es gibt eine Suchfunktion??? :-) ... und scheuen sich aber nicht, sich ohne Faktenkenntnis aus dem Fenster zu legen. Da sind wir dann ja schon zu zweit. |
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#554 (permalink) | |
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Solarstrom in Spanien für Spanien produziert
Wenn Solarstrom in Spanien für Spanien produziert wird, spielen die Transportverluste nur eine geringe Rolle, Sie Nichtschlaumeier! Raimund Kamm |
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#555 (permalink) | |
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Also der berühmte Äpfel mit Birnen Vergleich, Sie Ökonom? Vielleicht sollten Sie ja #530 noch mal lesen! Der Strom soll am freien Markt verkauft werden .. .. Es ist phantastisch, dass die großartigen technischen Fortschritte bei der Photovoltaik dazu führen, dass in den nächsten Jahren von dort der Strom schon preiswerter verkauft wird als von neuen Atomkraftwerken. [aus Finnland] |
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