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Finanzkrise in Griechenland: Ausscheiden aus der Eurozone möglich
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08.02.2012 22:15 Uhr
Athineos
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Beiträge: 1484

 

Zitat von hape 49

....

 einer Art "freiwilliger Geiselhaft" bewegen?   Zwinkernd

 Das hab` ich jetzt nicht begriffen .... Verwirrt

________
μολὼν λαβέ

08.02.2012 23:22 Uhr
nervenruh
Ständiges Mitglied


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Beiträge: 418

Wozu die ganze Aufregung? Pleitestaaten gab es immer wieder. Man erinnere sich nur an Argentinien vor gut zehn Jahren. Oder Russland kurz zuvor. Deutschland war auch schon zweimal bankrott - 1945 und 1923.

09.02.2012 07:40 Uhr
_solon_
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Beiträge: 13095

 

Zitat von nervenruh
 

Wozu die ganze Aufregung? Pleitestaaten gab es immer wieder. Man erinnere sich nur an Argentinien vor gut zehn Jahren. Oder Russland kurz zuvor. Deutschland war auch schon zweimal bankrott - 1945 und 1923.

Wobei das nie eine echte Pleite war. Wenn Sie Rußland aufführen - denken Sie z.B. an Grund und Boden oder an die Bodenschätze..

Bei einer "Privatpleite" sieht das schion etwas anders aus.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

09.02.2012 10:51 Uhr
Drago
Erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 502

 

Zitat von _solon_
 

Wobei das nie eine echte Pleite war. Wenn Sie Rußland aufführen - denken Sie z.B. an Grund und Boden oder an die Bodenschätze..

Bei einer "Privatpleite" sieht das schion etwas anders aus.

 

Sicher, aber was hat das mit einem Staatsbankrott zu tun? Wollen Sie absichtlich Äpfel mit Birnen vergleichen, oder warum führen Sie den Vergleich an?

________

09.02.2012 12:43 Uhr
_solon_
Äußerst erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 13095

 

Zitat von Drago

 

 

Sicher, aber was hat das mit einem Staatsbankrott zu tun? Wollen Sie absichtlich Äpfel mit Birnen vergleichen, oder warum führen Sie den Vergleich an?

 Bankrott und Pleite werden im Deutschen synonym verwendet. Ich habwe mich bei der Wahl des Begriffes "Pleite..." auf den von mir zitierten Post bezogen.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

09.02.2012 13:05 Uhr
Circeflex
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Beiträge: 323

 

Zitat von leopold

 

 

Der Euro hat Deutschland in diesem Jahr zig Milliarden gebracht: Zinsersparnis beim Schuldendienst und Exportrekord durch unterbewertete Währung!

 Ihre ständige Wiederholung dieser nicht belegbaren (und m. E. nach falschen) Aussage geht mir so langsam auf den S... enkel . Nein!

________

09.02.2012 13:28 Uhr
Silverblues
Sehr erfahrenes Mitglied


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Registriert seit: 10/10/08
Beiträge: 1601
Grundsätzlich richtig - aber ...

 

Zitat von leopold

 

 In den letzten 10 Jahren sind die Lohnstückkosten Griechenlands um über 60% gestiegen, während sie in Deutschland leicht gefallen sind. Nun wissen Sie, wo das Geld hingegangen ist. Den Griechen scheint nicht klar zu sein, dass ihr Wohlstandsverlust mit der Wiedereinführung der Drachme noch drastischer ausfallen wird als mit dem von der EU geforderten Sparprogramm.

 Sie haben grundsätzlich recht.
Die Lohnstückkosten in Griechenland sind deutlich gestiegen. Und in Deutschland gefallen.

Aber: Daraus weiß ich in erster Linie, wohin das verdiente Geld (das von den Arbeitnehmern verdiente Geld aus dem BIOP übringens) nicht hingeflossen ist: Zu denen nämlich, denen es (zum überwiegenden Teil) zustände.

Und natürlich ist das Lohndumping in Deutschland (auch, nicht nur) mit für die Misere der Griechen und anderer verantwortlich.
Ein großer Teil Verantwortung trifft auch die griechische und (z.B. die deutsche Politik.

Bluten dafür sollen jetzt aber die griechischen Arbeiter, Rentern und Beamten.
Weil Ackermann und Konsorten keine Insolvenz wollen. Sie haben gut verdient an Griechenland - und der Gewinn soll jetzt nicht durch einen "Haircut" reduziert werden.

Ein Deja-vu übrigens: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.
So funktioniert nicht die "soziale Marktwirtschaft".
So funktioniert nur der zur Zeit herrschende radikale Kapitalismus.

Und unsere Kanzlerin kann sich (ähnlich wie ihr Vorgänger und diesbezügliche Bruder im Geiste, der Gazprom-Gerd) für diese Ideologie vor Lob kaum retten.

09.02.2012 14:42 Uhr
Drago
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Beiträge: 502

 

Zitat von _solon_
 

 

 Bankrott und Pleite werden im Deutschen synonym verwendet. Ich habwe mich bei der Wahl des Begriffes "Pleite..." auf den von mir zitierten Post bezogen.

Darum geht es mir nicht. Sie stellten eine Privatpleite einer Staatspleite gegenüber (oder wenn Ihnen das besser gefällt "Privatbankrott und Staatsbankrott) :


Wobei das nie eine echte Pleite war. Wenn Sie Rußland aufführen - denken Sie z.B. an Grund und Boden oder an die Bodenschätze..

Bei einer "Privatpleite" sieht das schion etwas anders aus.

 Zwei völlig unvergleichbare Vorgänge.

Ich tadle schon immer die vielen Menschen, die denken, laufend von sich selbst auf andere schließen zu können. Sie vergleichen eine für sich selbst mögliche Situation mit der Situation eines STAATES, das schießt den Vogel vollends ab.

 

________

09.02.2012 15:28 Uhr
Circeflex
Ständiges Mitglied


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Beiträge: 323

 

Zitat von Silverblues
Grundsätzlich richtig - aber ...

 

 Sie haben grundsätzlich recht.
Die Lohnstückkosten in Griechenland sind deutlich gestiegen. Und in Deutschland gefallen.

Aber: Daraus weiß ich in erster Linie, wohin das verdiente Geld (das von den Arbeitnehmern verdiente Geld aus dem BIOP übringens) nicht hingeflossen ist: Zu denen nämlich, denen es (zum überwiegenden Teil) zustände.

Und natürlich ist das Lohndumping in Deutschland (auch, nicht nur) mit für die Misere der Griechen und anderer verantwortlich.
Ein großer Teil Verantwortung trifft auch die griechische und (z.B. die deutsche Politik.

Bluten dafür sollen jetzt aber die griechischen Arbeiter, Rentern und Beamten.
Weil Ackermann und Konsorten keine Insolvenz wollen. Sie haben gut verdient an Griechenland - und der Gewinn soll jetzt nicht durch einen "Haircut" reduziert werden.

Ein Deja-vu übrigens: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.
So funktioniert nicht die "soziale Marktwirtschaft".
So funktioniert nur der zur Zeit herrschende radikale Kapitalismus.

Und unsere Kanzlerin kann sich (ähnlich wie ihr Vorgänger und diesbezügliche Bruder im Geiste, der Gazprom-Gerd) für diese Ideologie vor Lob kaum retten.

 Sie bringen den Sachverhalt ziemlich auf den Punkt.

Und diese weiteren "Hilfsgelder" der EU an Griechenland  mit dem Ziel der Insolvenzverschleppung dienen zuallervorderst den Banken. Die Steuer-Gelder..  äh Hilfsgelder gehen in Prinzip direkt als Zinsen an die Banken und die Finazwirtschaft, damit die ihre Kredite weiterlaufen lassen. Die griechischen Bevölkerung wird so oder so der Geldhahn zugedreht, weil man Pleite ist.

Eine Staatsinsolvenz wäre die einzige richtige Konsequenz dieser Situation. Die Bevölkerung müsste verzichten, aber die Gläubiger (die jahrelang gute Zinsen verdient haben) eben auch.  Und ein Neubeginn mit einem erträglichen Restschuldenberg wäre das beste was GR und Rest-EU passieren könnte. Zumal jetzt schon nationalistische Ressetiments am aufflakern sind. 

 

________

09.02.2012 15:59 Uhr
leopold
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Beiträge: 7798

 

Zitat von Circeflex

 

 Ihre ständige Wiederholung dieser nicht belegbaren (und m. E. nach falschen) Aussage geht mir so langsam auf den S... enkel . Nein!

 Wenn Sie die Grundgesetze der Volkswirtschaftslehre und der Finanzwirtschaftlehre kennen würden, würden Sie zum selben Ergebnis kommen. Abgesehen davon wurde über diese Fakten wiederholt im Wirtschaftsteil jeder vernünftigen Zeitung wiederholt berichtet. Dass Ihnen diese Wahrheiten  nicht ins Konzept passen, ist verständlich, letztlich aber doch irrelevant.

________
Warum denn sachlich, wenn es auch persönlich geht? A. Kuh...

09.02.2012 16:04 Uhr
leopold
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Zitat von Silverblues
Grundsätzlich richtig - aber ...

 

 Sie haben grundsätzlich recht.
Die Lohnstückkosten in Griechenland sind deutlich gestiegen. Und in Deutschland gefallen.

Aber: Daraus weiß ich in erster Linie, wohin das verdiente Geld (das von den Arbeitnehmern verdiente Geld aus dem BIOP übringens) nicht hingeflossen ist: Zu denen nämlich, denen es (zum überwiegenden Teil) zustände.

Und natürlich ist das Lohndumping in Deutschland (auch, nicht nur) mit für die Misere der Griechen und anderer verantwortlich.
Ein großer Teil Verantwortung trifft auch die griechische und (z.B. die deutsche Politik.

Bluten dafür sollen jetzt aber die griechischen Arbeiter, Rentern und Beamten.
Weil Ackermann und Konsorten keine Insolvenz wollen. Sie haben gut verdient an Griechenland - und der Gewinn soll jetzt nicht durch einen "Haircut" reduziert werden.

Ein Deja-vu übrigens: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.
So funktioniert nicht die "soziale Marktwirtschaft".
So funktioniert nur der zur Zeit herrschende radikale Kapitalismus.

Und unsere Kanzlerin kann sich (ähnlich wie ihr Vorgänger und diesbezügliche Bruder im Geiste, der Gazprom-Gerd) für diese Ideologie vor Lob kaum retten.

 

Auch die griechischen Arbeiter und Beamten haben jahrelang in Saus und Braus gelebt. Diese Party ist nun vorbei. Dass auch in Griechenland die reiche Oberschicht den Rahm abgeschöpft hat, ist natürlich auch klar. Dennoch sollte der einfache Mann auf der Straße in Griechenland nun nicht so tun, als hätte er nicht gewusst, was in diesem Land abgegangen ist.

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Warum denn sachlich, wenn es auch persönlich geht? A. Kuh...

09.02.2012 16:38 Uhr
Circeflex
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Zitat von leopold

 

 Wenn Sie die Grundgesetze der Volkswirtschaftslehre und der Finanzwirtschaftlehre kennen würden, würden Sie zum selben Ergebnis kommen. Abgesehen davon wurde über diese Fakten wiederholt im Wirtschaftsteil jeder vernünftigen Zeitung wiederholt berichtet. Dass Ihnen diese Wahrheiten  nicht ins Konzept passen, ist verständlich, letztlich aber doch irrelevant.

 In der Volkswitrschaftslehre und der Finanzwirtschaft gibt es keine Gesetze und schon gar keine Grundgesetzte! Und als Fakt zu bezeichnen was eine Vermutung ist, na ja... Nein!

Und von Wahrheiten in diesem Zusammenhang zu sprechen schlägt dem Fass den Boden aus! laut lachend

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09.02.2012 17:14 Uhr
Lumpazi
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Die Lösung

 

Lasst  Griechenland doch endlich Pleite gehen. Eine geordnete Insolvenz muss her. Die Griechen haben doch sonst keine Chance, vor lauter Sparzwängen wieder auf die Beine zu kommen !!

09.02.2012 18:16 Uhr
_solon_
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Zitat von Lumpazi
Die Lösung

 

Lasst  Griechenland doch endlich Pleite gehen. Eine geordnete Insolvenz muss her. Die Griechen haben doch sonst keine Chance, vor lauter Sparzwängen wieder auf die Beine zu kommen !!

Wenn das überall "Common Sense" ist - dann einfach agieren durch Nichtstun. Dann ist es soweit.

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

09.02.2012 18:20 Uhr
_solon_
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Zitat von Circeflex
 

 

 In der Volkswitrschaftslehre und der Finanzwirtschaft gibt es keine Gesetze und schon gar keine Grundgesetzte!

...

Oh doch - es gibt sogar eherne Gesetze - nur wurden diese nicht von einem Parlament verabschiedet sondern von Personen die einiges mehr drauf haben als viele Parlamentarier aller Länder. Breites Grinsen Ja!

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

Schlagworte

Griechenland | Hilfspaket | ESM


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