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#1 (permalink) | |
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Joghurt Sonderangebot: Bauernverband sauer auf Lidl
Die deutschen Landwirte sind einmal mehr wütend auf den Discounter Lidl. Dieses Mal geht es um einen Joghurt. Joghurt Sonderangebot: Bauernverband sauer auf Lidl |
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#2 (permalink) | |
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Die Gier der Landwirte scheint mal wieder unermeßlich. Hier geht es doch nur darum als Primärproduzent höhere Preise zu erzielen. |
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#3 (permalink) | |
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Da kann der Bauernverband sauer auf alle Handelsketten sein,
denn bei allen gibt es solche Angebote. Gerade vorhin habe ich bei Netto Zott Sahnejoghurt gekauft für 29 Cent. Den ess ich gern und ich freue mich, wenn ich ihn mal günstig kriege. Natürlich soll man Lebensmittel wertschätzen, aber der Protest wird den Bauernverband nicht weiterbringen. |
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#4 (permalink) | |
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Rcihtig , der Einzelhandel verzichtet ja nur aus Marketinggründen auf einen Teil seines Gewinnes.Deswegen bekommen die Erzeuger auch nicht mehr.Das Wegwerf Argument ist vorgeschoben da gerade der günstige Preis es auch selten Essern von Joghurt möglich macht dieses Produkt zu erwerben.Sollen sich die Bauern doch an Zott wenden das er ihnen so wenig abgibt.Danke für den Nettotip habe mir auch gerade einige Sahnejoghurts gekauft. |
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#5 (permalink) | |
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Ja "Blogfan"
Sie haben wohl keine Ahnung, weder von Wirtschaft noch von Landwirtschaft, vielleicht von der Gastwirtschaft. Warum wohl geben so viele Bauern ihren Hof auf, doch sicher nicht weil sie damit so viel Geld verdienen, sonder weil sichs nicht mehr lohnt und da sprechen sie von Gier, die Gier liegt doch eher bei ihnen und den Verbrauchern. Zur Info, ich bin kein Landwirt, habe aber Verständnis für deren Situation. |
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#6 (permalink) | |
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Der Standard-Joghurt kostet beim Lidl 29 Cent die 250 Gramm und kommt aus einer hiesigen Molkerei, vielleicht 50 km Umkreis. Er schmeckt gut und ist in einem anständigen Becher mit Weiterverwendungsmöglichkeit. Wenn ich den nicht kaufe, tu' ich den Bauern auch keinen Gefallen, oder? Mohrenköpf stattdessen? |
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#7 (permalink) | |
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das sollte wohl klein Bauern heißen! Den irgendwie kommt es mir schon so vor als werden die meisten Felder noch Landwirtschaftlich genutzt wenn ich meine Augen aufmache sehe ich die gleichen Felder die wie immer bearbeitet werden. Oftmals vom gleichen Besitzer im Nebenerwerb was heute ohne weiteres mit den modernen Maschinen oder Lohndienstleister nebenher bearbeitet werden. So verdient sich der ein oder Andere zu seiner Fabrikarbeit ein gutes Taschengeld. Ich kenne keinen Bauern der nicht übers Wetter, den Getreidepreis oder das Milchgeld jammert. Viele davon kenne ich schon über 40 Jahre und die arbeiten immer noch auf Ihren Hof. Warum wohl weil´s nichts einbringt wohl kaum, oder Denken Sie alle Bauern sind Dumm? |
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#8 (permalink) | |
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Das Argument das Lebensmittel schneller weggeworfen werden, lass ich nicht gelten. Wenn ich 100% vom Lebensmittel wegwerfe verliere ich auch 100% vom Einkaufspreis. Auch einen Mangel an Wertschätzung lass ich nicht gelten, Joghurt ist für mich ein Lebensmittel das ich nach Qualität und nicht nach Preis einkaufe. Für mich ist wichtig das er schmeckt, dann es ich ihn auch. Der Verkauf zu günstigen Preis hat für den Discounter nur einen Zweck, er soll mehr Kundschaft in den Laden bringen um den Umsatz zu steigern. Im Laden werden dann vom Verbraucher auch andere Landwirtschaftliche Produkte zum regulären Preis verkauft. Müsli, Brot, Semmeln, Milch, Geflügel, Steaks, Pizza, Wurst, Rapsöl usw........ Die meisten Lebensmittel haben Ihren Ursprung in der Landwirtschaft. Es kommt nur darauf an welche Lobby gerade mit dem Jammern dran ist. Verdienen wird immer einer solange wir nicht das Essen aufgeben. Sollte sich das Geschäft mit Lebensmitteln nicht mehr lohnen bleibt immer noch die Möglichkeit auf Basis einer Genossenschaft in die Energie Erzeugung einzusteigen. Wobei das meist am Neid und der Angst übers Ohr gehauen zu werden scheitert. Das sind halt Pfennigfuchser. |
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#9 (permalink) | |
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Dieser Joghurt kostet im 500 Gramm Pfandglas ca. 1 Euro bis 1,20 Euro, so kaufen wir den immer. Wenn dann 150 Gramm im Plastikbecher 49 Cent kosten sollen, ist das maßlos überteuert, scheinbar der Grüne Punkt-Aufpreis. 29 Cent pro Becher sind es 2 Euro/Kilo, also normaler Glaspreis. Seit wann haben die Bauern was von der Verpackung? Die sollten sich doch eher freuen, wenn das Produkt so beworben wird und mehr Leute Joghurt essen. |
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#10 (permalink) | |
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Ich sehe sowas immer auch als lockangebot. Man wird dazu angeregt vielleicht auch mal ein anderes oder sonst teureres Produkt zu kaufen und kann dieses probieren. Und gerade beim essen Kauf ich persönlich nach Geschmack und nicht nach Preis. Vielleicht kommt der eine oder andere auf den Geschmack und wechselt seine Marke und wenn nicht. Bisl Abwechslung schadet nie :) |
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#11 (permalink) | |
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Stimmt, ich kaufe auch nach Geschack. Jeder in der Familie hat bestimmte Vorlieben, die ich immer kaufe. Wenn es im Angebot ist, freue ich mich, wenn nicht, kaufe ich es trotzdem. |
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#12 (permalink) | |
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Stryker125, das war mal!
Wenn ich sehe, das in fast allen Dörfern (zu mindest in Bayern) früher 40 - 50 Bauern waren, sind es heute noch 2-3 , die haben die Felder der anderen gepachtet um eine Größe zu haben wo es noch rentabel ist. den Nebenerwerbslandwirt gibt es ja kaum noch. |
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#13 (permalink) | |
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Schön, dass Sie das klarstellen. Exakt so ist es. Ich habe manchmal das Gefühl, eine Menge Leute wissen gar nicht, was sie da reden. In den vergangenen Jahrzehnten wurden 90% der Bauern regelrecht ausgerottet. Es gilt seitdem die Devise: Wachse verdammt schnell - oder stirb. Diese 90% haben ihren Betrieb, der teils seit Generationen fortgeführt wurde, schließen müssen. Allein die Hingabe zum eigenen Betrieb nutzt auch nichts mehr, wenn man seine Arbeitsstunden dem Erlös gegenüberstellt und feststellt, dass einem weniger bleibt als jeder Putzfrau. Und dank der andauernden EU-Erweiterungen in Osteuropa hängt auch über den großen weiterhin das Damoklesschwert. Rumänen oder Litauer können nunmal deutlich billiger produzieren. Weil diese dennoch in den Markt lassen muss, und günstige Grundversorgung sicherstellen will, hält man die deutschen Bauern mit EU-Subventionen am Leben. Und dann kommen auch immer die "Experten", die jene Subventionen abschaffen wollen.
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#14 (permalink) | |
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Peter Groll und Drago, exakt. Ich selbst bin in einem Milchviehbetrieb aufgewachsen. Wir haben den Hof, da waren wir in unserer Groesse schon einer der Letzten Mitte der Achtziger aufgegeben weil praktisch nichts mehr verdient wurde.Und, damals bekam man von der Mokerei gut 70 Pfennig fuer den Liter bzw das Kilo Milch. Heute, im Jahr 2012 waeren die Bauern froh wenn sie 30 Cent bekaemen. Dazu sind auch die Preise fuer Kaelber und Schlachtvieh extrem gesunken. Dagegen, alel Kosten sind explodiert und haben sioch mindestens verdoppelt..Wie soll das gehen? Kein bayersicher Bauer vverdient heute mit Milch noch Geld, die zahlen alle drauf und leben von der Substanz oder eben schiesen aus anderen Einnahmequellen Geld dazu. Kein Wunder, dass imemr mehr wiesen umgebrochen werden zu Ackerland. ABer selbst da protestieren ja dann die Staedter in ihrer voelligen Verkennung von Ursache und Wirkung und wirtschaftlicher Notwendigkeit. |
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#15 (permalink) | |
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So dann auch nicht
"Kein kleiner Bauer verdient noch Geld" diese Aussage würde ich gelten lassen. Bei den großen bleibt (derzeit) durchaus etwas hängen (sonst würden die ja auch aufhören). Und das gilt insbesondere für Milchbauern. Es MUSS so sein, wenn ich folgende Entwicklung sehe: In meinem Heimatort gibt es zB einen, der vor 10 Jahren einen Stall baute, und jetzt aktuell schon wieder einen (100 Milchvieh). D.h. er hat seine Betriebsgröße jetzt binnen 10 Jahren vervierfacht (400%!). Ich frage mich da manchmal ernsthaft, wie der erst bauen könnte, wenn Milchbauern die 40 Cent wirklich bekämen, die sie ja laufend fordern und die angeblich so überlebenswichtig sind. Wäre Milchvieh nicht rentabel, würde der sich auf Ackerbau konzentrieren und das Zeug den Biogasanlagen verkaufen. Aber wer mehrere Millionen investiert, um noch wahnsinnig mehr Milch erzeugen zu können, hat vermutlich einen Investitionsplan, nachdem er relativ zeitnah abzahlen kann. Und das bedingt nunmal eine derzeit (und wohl auch planbar für die Zukunft) mehr als faire Marge auf Milch. Nicht dass das falsch verstanden wird, ich gönne dem Mann sein Geld. Nicht zuletzt, weil er rackert wie ein Irrer, von morgens halb 5 bis abends 10. Aber mir kann keiner erzählen, dass zumindest bei Milch nicht gut verdient wird! |
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Zuletzt geändert von Drago, am 18.04.2012 um 12:58 Uhr
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