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#31 (permalink) | |
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So weit ich mich erinnern kann, erschien Erzengel Gabriel, um Maria zu verkünden, dass sie einen ganz besonderen Sohn gebären werde. Ebendieser Engel soll auch dem Propheten Mohammed erschienen sein. & Jesus, Maria & all diese Gesellen/Gesellinnen waren Juden/Jüdinnen. Ergo = es gibt nur einen Gott (wenn überhaupt). Wozu dann all diese "Glaubens"kriege? Es geht weniger um den Glauben, sondern um Macht, pure Macht über andere zu haben. & dies ist auf allen Seiten zu verurteilen. "Imagine there`s no heaven...it`s easy if you try...no hell below us...above us only sky...imagine there`s no countries...it isn`thard to do...nothing to kill or die for...and no religion, too...imagine all the people living life in peace...imagine no possessions...I wonder if you can...no need für greed or hunger...a brotherhood of man...imagine all the people sharing all the world...and the world will live as one" (John Lennon) |
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#32 (permalink) | |
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Schön wär's - und schrecklich.
Schön wär's, wirklich schön, Philidora - für einige. Und schrecklich - für viele. Es zu wissen. |
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#33 (permalink) | |
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Lessing war damit weit entfernt von einer Lösung, was er im Sinne der Aufklärung wahrscheinlich auch nicht beabsichtigte, sondern er bot ein Denkmodell an. Ich halte die Parabel auch für schön und im wahrsten Wortsinne friedlich. Aber als Argumentation für ein Für und Wider ist sie m.E. doch zu wenig fassbar! D.h. danach bin ich am Ende so schlau wie zuvor, wenn ich mir selbst keine Gedanken mache. Und nun schließt sich der Kreis, dass er damit keine Lösung anbietet. |
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#34 (permalink) | |
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Das alles ist zwar reichlich OT aber welcher Religionsthread bleibt schon beim Thema. Ich kenne keinen Deutschen von Rang der sich derart intensiv und mit Respekt um Dialog auf Augenhoehe mit dem Islam bemueht hat. Bei Lessing gilt 1 + 1 mehr als 2.Eben ein befruchtender gegenseitig hilfreicher Erkenntnisgewinn. Lessings Schriften sind an sich das genaue Gegenmodell der Aufklaerer. Dass sich Religionskritiker ausgerechnet auf ihn berufen wollen, wenn lessing das wuesste wuerde er sich ganz schoen im Grab waelzen. Wer hat so wie Lessing gegen den antireligioesen und antiislamischen Zeitgeist, der auch damals herrschte angeschrieben? Ich kenne keinen. Wenn man sich heute an Lessing statt an der Afuklaerung orientgieren wuerde waere viel gewollen. Das wuerde auch wegfuehren vom zeitgeistigen Toleranz, die immer eine Ueberheblichkeit, eine Duldung ausdrueckt, hin zu echtem Respekt im Lessingschen Sinne.
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#35 (permalink) | |
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Zitat von forest Zwar hart am Rande des Themas, aber warum es nicht vom Rande aus beleuchten? Wenn der vormalige Intendant des Bayerischen Rundfunks, immerhin eine Anstalt des öffentlichen Rechts und als solche in besonderem Maße der Neutralität verpflichtet, den Papst mit „heiliger Vater“ anspricht, oder sonst ein bayerischer Politiker mit „seine Heiligkeit“, dann läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Das war kurz nach seiner Inthronisation und jetzt wieder bei seinem Geburtstag, wo das bayerische Kabinett in Rom antanzte. Meinetwegen. Marktl und Sepp sind very bairisch, und so ein Hauch von Inn am Tiber gibt der Folklore einen coolen touch.
Das sehe ich weniger kritisch. Die Anrede "heiliger Vater" ist in meinen Augen nicht mehr als ein Titel, so ähnlich wie "eure Exzellenz" oder "eure königliche Hohheit". Ich würde den Papst ebenso ansprechen - einfach aus Höflichkeit und Respekt, nicht weil ich der Meinung wäre, er ist "heilig", was man auch immer darunter verstehen mag. Das beim Besuch der bayerischen Politprominenz eine gehörige Portion Lokalpatriotismus mitschwingt, sei ihnen angesichts des ersten deutschen Papstes seit rd. 500 Jahren und vermutlich des ersten bayerischen Papstes überhaupt, verziehen.
Zitat von forest Der texanische Cowboy hat ihn mit „Sir“ angesprochen, was mir angemessen genug erscheint. Im Geschäftsleben merke ich auch nichts von kirchlichen Einflüssen, was wohl eher mit der jeweiligen Branche zu tun hat. Sobald es aber ans Eingemachte geht, zum Beispiel vor Gericht oder dem bayerischen Innenministerium, bekommt man es mit den alten Pfründen zu tun: Klerus und Adel.
Bei uns hier im Dorf erfährt der (ältere) Herr Pfarrer nur beim Bäcker und beim Publikum ab 70 aufwärts eine besonders ehrfürchtige Behandlung. Ich meine der Lack ist die letzten Jahrzehnte deutlich abgeblättert, nicht zuletzt wegen der vielen Mißbrauchsskandale. Am Rande habe ich die letzten Jahre den neuen Typus von Pfarrer (auch bei den Evangelischen) ein wenig kennengelernt. Jung, weltoffen und wenig dogmatisch. Ich meine schon, dass sich da die letzten Jahrzehnte viel getan hat. Wie das im Gericht oder Ministerium aussieht, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Zitat von forest Was das mit den Piusbrüdern zu tun hat? Zunächst nichts. Die sind nur ein Bäumchen unter vielen, andere sind merkwürdige Bischofsernennungen. Daß es neben unserem staatlichen Recht auch ein Kirchenrecht gibt, quasi ein Staat im Staate, ist vorsichtig ausgedrückt bedenklich, eigentlich verfassungswidrig. Als AGB der Kirche wäre das Kirchenrecht besser aufgehoben. Was ich sagen wollte: Mit den vielen Bäumchen beschäftigt man sich hier und anderswo gerne, kritisch und wohlwollend, teils geradezu eifernd pflegend oder vernichtend. Aber vor lauter Bäumchen wird gerne der Wald übersehen, der unheimliche - falsch: der heimliche - Einfluß.
Auch da ist mein Eindruck ein wenig ein anderer. Ich erlebe die Praxis so, dass die meisten der "Schäfchen" maximal noch einmal im Jahr die Kirche aufsuchen, nämlich zu Weihnachten und ansonsten herzlich wenig mit der Kirche zu schaffen haben. Ausnahmen sind 70 Jahre und älter. Die Kirche ist doch für die meisten inzwischen eine reine Tradition und spielt im Alltagsleben kaum noch eine Rolle. Das beim Herrn Grafen auf der Burg zusammen mit dem Bischof gemauschelt wird, möglich, aber da reicht auch ein Blick in die Lokalpolitik, um sofort ähnliche Strukturen zu entdecken. Da bekommt der Schwager des Bürgermeisters das begehrte Baugrundstück, da wird die Wohnstraße des Stadtratmitglieds zur Tempo-30 Einbahnstraße erklärt. Vielleicht habe ich auch einfach den falschen Beruf oder verkehre in den falschen Kreisen, aber einen kirchlichen Einfluß vermag ich in unserem Lebensumfeld kaum noch wahrzunehmen. Und das ist auch gut so, da Religion Privatsache ist und in der Öffentlichkeit nichts zu suchen hat, von inzwischen mehr volkstümlich-traditionellen Veranstaltungen mal abgesehen. Martin |
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#36 (permalink) | |
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Die leidigen Versuche, dem Gegenüber erst die intellektuelle, dann die charakterliche Eignung absprechen zu wollen, zieht sich durch diese an realen Argumenten arme Auseinandersetzung seit ihrem Beginn. Diese Unart hat doch Einzug in alle Bereiche des öffentlichen Lebens gefunden, was es prinzipiell nicht leichter oder angenehmer macht. Sie ahnen nicht, welch umfassenden Repressionen ich während meiner Schulzeit (ab 66) in klerikal geführten Religionsunterrichten ausgesetzt war, nur weil ich recht schnell Fragen stellte, zu denen dem Lehrkörper keine einleuchtenden Antworten einfiel. Da entwickelt man schnell eine Abneigung gegen prügelnde Pastoren, die mir mit etwa 10 öffentlich Seelenblindheit attestierten. Ein Grund für mich, den Koran zu lesen, waren die widersprüchlichen Aussagen zu dessen Inhalt und Ausrichtung. Ich war einigermaßen entsetzt über den Inhalt, es fiel mir jedoch auf, dass die sich wirklich Monotheisten nennen dürfen, was bei Dreifaltigkeit schon nichtlineare Fähigkeiten erfordert. Deshalb auch manchmal die leisen Zweifel an der intellektuelllen Aufrichtigkeit der Verfechter des Glaubens. Aufrichtigkeit, nicht Qualität. Seien Sie beruhigt, ich halte niemanden für einen größeren Idioten als mich. |
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#37 (permalink) | |
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#38 (permalink) | |
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Das tue ich nicht! Solange Sie sich nicht ( in meinen Augen ) wie ein solcher geben. Denn es geht auch anders, und ist so wesentlich angenehmer und ersprießlicher. Ich glaube Ihnen durchaus, dass Sie schlechte Erlebnisse mit "Klerikalen" hatten und dass das einen jeden prägt. Aber dennoch sollten Sie beherzigern, dass Sie das nicht auf jeden und alles ausdehnen sollten. Ich möchte nicht, dass Sie sich belehrt und an der Hand genommen fühlen, sondern wollte eigentlich nur um Ihr Verständnis nachsuchen. Auch Zweifel zu hegen, steht jedem frei, ich stoße mich oft nicht so am Inhalt wie an Art und Wortwahl. Denn auch mir ist der Denkende lieber als das Stimmvieh .....
P.S.: Zu konfessionalen Schulen könnte ich einiges beitragen, möchte es hier nicht tun. Privat ließe sich das machen.
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#39 (permalink) | |
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Hosianna ! Mea culpa. Ich neige leider zu Dauerfeuer, wenn ich mich angegriffen sehe. Panzergrenadier eben. Das Thema würde einen Thread sicher rechtfertigen. Da ließe sich auch klären, auf Basis welcher Bildung der Pius-Bruder die Shoa verleugnet. Oder, welche strategischen Interessen die Katholiken mit der Konzentration der Kräfte unter Einbeziehung der Kameradschaft des Pius verfolgen. |
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#40 (permalink) | |
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Ach, nö. Das gab*s ja vorher Damasus II. Das war 1048. Er war nur 24 Tage Papst, aber immerhin.
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