Samstag, 25. Mai 2013

Registrieren | Neueste Einträge | Aktuellste Themen | Forum | Benutzerliste | Suche | Regeln | Hilfe

Saarland-Wahl: Große Koalition geplant - wer führt sie?
sort Ersten ungelesenen Beitrag anzeigen Thema durchsuchen
26.03.2012 07:39 Uhr
_solon_
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 6/3/07
Beiträge: 16330

 

Zitat von Zackbumm
 

 

Wer zweifelt da noch, dass die Linke den Superlativ der Unfähigkeit darstellt.

Ich schätze mal, daß es da immer noch einige gibt.

Vielleicht sollte die SPD Maas als Kanzlerkandidaten für 2013 küren. Eine bessere Qualifikation wie "3x verloren" gibt es eigentlich kaum. Breites Grinsen

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

26.03.2012 08:11 Uhr
bbuchsky
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 12/21/11
Beiträge: 2325
Maas in den Rucksack!

Warum man allerdings die SPD wählen sollte, wenn sie sich doch weigert, sozialdemokratische Positionen mit Hilfe von zwei oder sogar drei ideologisch näheren Koalitionspartnern zu besetzen, erschließt sich mir nicht. Herr Maas taugt offenbar nur als Beigabe in den Rucksack der CDU.

Frau Merkel hat von der SPD nichts zu befürchten.

Zitat von _solon_
 

bessere wie "3x verloren"

als.

26.03.2012 09:33 Uhr
Klartexter
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 1/25/07
Beiträge: 15497

 

Zitat von bbuchsky
Maas in den Rucksack!

Warum man allerdings die SPD wählen sollte, wenn sie sich doch weigert, sozialdemokratische Positionen mit Hilfe von zwei oder sogar drei ideologisch näheren Koalitionspartnern zu besetzen, erschließt sich mir nicht. Herr Maas taugt offenbar nur als Beigabe in den Rucksack der CDU.

Frau Merkel hat von der SPD nichts zu befürchten.

als.

Wer sollte denn die dritte Partei sein? Nur mal zu Ihrer Erinnerung: 2009 waren es die Grünen , die am 11. Oktober 2009 auf einem Landesparteitag mit ihrer Entscheidung für Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP den Weg für die Jamaika-Koalition bereiteten. Und die LINKE hat gegenüber 2009 eine Menge Stimmen verloren, wohingegen die SPD bei dieser Wahl gute Stimmengewinne eingefahren hat. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man bereits vor der Wahl ganz klare Koalitionsaussagen gemacht hat. Oskar Lafontaine geht es nur um Macht und Einfluss, ansonsten hat die LINKE keine brauchbaren Rezepte, um die Probleme des Landes zu lösen. Warum also sollte man gerade wieder gewonnenes Vertrauen aufs Spiel setzen, nur um sich dann von Lafontaine wie ein Tanzbär vorführen zu lassen?

________
" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

26.03.2012 10:02 Uhr
bbuchsky
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 12/21/11
Beiträge: 2325

Die SPD hatte sich von Schröder den Ring durch die Nase ziehen lassen, darf also getrost weiter den Tanzbären geben!

Der sich nicht führen lassen wollte, war wohl Oskar.

Die Grünen haben für ihre Unterstützung von Schwarzgelb fast die richtige Antwort erhalten.

Und wenn es in der SPD wirklich um Inhalte gehen würde, wie erklärt sich dann eine Zusammenarbeit  mit den Gegnern ihrer Politik? Die CDU kann sich einen besseren Mehrheitsbeschaffer gar nicht wünschen, wenn die FDP - Kameraden demnächst als Hotelportiers und Lobbyisten arbeiten.

Opposition beginnt seit Schröder links von der SPD.

26.03.2012 10:24 Uhr
cato
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 2/12/09
Beiträge: 2272

 

Zitat von bbuchsky
 

Die SPD hatte sich von Schröder den Ring durch die Nase ziehen lassen, darf also getrost weiter den Tanzbären geben!

Der sich nicht führen lassen wollte, war wohl Oskar.

Die Grünen haben für ihre Unterstützung von Schwarzgelb fast die richtige Antwort erhalten.

Und wenn es in der SPD wirklich um Inhalte gehen würde, wie erklärt sich dann eine Zusammenarbeit  mit den Gegnern ihrer Politik? Die CDU kann sich einen besseren Mehrheitsbeschaffer gar nicht wünschen, wenn die FDP - Kameraden demnächst als Hotelportiers und Lobbyisten arbeiten.

Opposition beginnt seit Schröder links von der SPD.

Das Dilemma der SPD/der Linken (nicht der Partei, sondern der Richtung allgemein) beginnt nicht bei Schröder, sondern ist darin begründet, daß nach 1945 trotz entsprechender Erkenntnis der Fehler der Weimarer Zeit mit der Zersplitterung der Linken fortgeführt wurde. Allerdings war die Situation durch die Installation des Sowjetkommunismus im Deutschland östlich der Elbe auch für den Westen prekär. Mit KPD oder DKP zusammenzugehen wäre das Todesurteil der SPD gewesen.

Die Rechten/Konservativen taten sich da schon leichter: Unter dem Deckmäntelchen der Scheinchristenparteien CDU/CSU tummeln sich seither munter ehem. Zentrum/Bay.Volkspartei, Deutschnationale Volkspartei und nach dem Krieg untergekrochene Nazis. Da gehört offensichtlich problemlos zusammen, was nicht zusammengehört. Dagegen die Linken: SPD, Grüne, Die Linke, neuerdings Piraten: Die Sache der Linken ist hoffnungslos, zumal sich - s. vorige Aufzählung - die Wählerschaft der Linksparteien entschieden kritischer gibt als die der Scheinchristenparteien.

Zuletzt geändert von cato, am 26.03.2012 um 10:29 Uhr
26.03.2012 10:30 Uhr
Martin
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 1/25/07
Beiträge: 12133

 

Zitat von cato
 
Dagegen die Linken: SPD, Grüne, Die Linke, neuerdings Piraten: Die Sache der Linken ist hoffnungslos.


Die SPD ist links? Die SPD, die sich vor der Saarland-Wahl schon für das CDU-Nest angemeldet hatte? Die in der letzten großen Koalition mit Merkel mitregiert hatte? Die sich noch immer nicht von Hartz4 und Schröder emanzipiert hat? Und warum sollten die Piraten links sein? Die Piraten haben vor allem ein streng liberales Profil, dass die FDP zu Gunsten einer ausschließlichen Klientelpolitik längst aufgegeben haben. Schon erstaunlich, wo der durchschnittliche AZ-Forenleser Parteien zu verorten meint.

Martin

26.03.2012 10:43 Uhr
Satanradio666
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 2/22/10
Beiträge: 2895

 

Zitat von Martin
 

 


Die SPD ist links?

Die SPD, die sich vor der Saarland-Wahl schon für das CDU-Nest angemeldet hatte? Die in der letzten großen Koalition mit Merkel mitregiert hatte? Die sich noch immer nicht von Hartz4 und Schröder emanzipiert hat? Und warum sollten die Piraten links sein? Die Piraten haben vor allem ein streng liberales Profil, dass die FDP zu Gunsten einer ausschließlichen Klientelpolitik längst aufgegeben haben. Schon erstaunlich, wo der durchschnittliche AZ-Forenleser Parteien zu verorten meint.

Martin

aus Sicht des  H...predidiger der CSU Dobrindt sicher .

________
Normal people scare me 

26.03.2012 10:47 Uhr
Klartexter
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 1/25/07
Beiträge: 15497

 

Zitat von Martin
 

Die Piraten haben vor allem ein streng liberales Profil,

Finden Sie, Martin? Auf mich machen die Piraten teilweise eher einen chaotischen Eindruck, ich sehe deren "Erfolge" bei den Wahlen in Berlin und Saarbrücken eher als Ausdruck des Protestes gegenüber den etablierten Parteien. Auf jeden Fall ist es besser, als wenn der Protest rechtsradikalen Parteien Stimmen bringen würde. Und irgendwo erinnern mich die Piraten an die Gründungsjahre der Grünen.... Zwinkernd

________
" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

26.03.2012 10:49 Uhr
Klartexter
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 1/25/07
Beiträge: 15497

 

Zitat von bbuchsky
 

Der sich nicht führen lassen wollte, war wohl Oskar.

Oskar predigt Wasser und säuft selbst Wein....

________
" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

26.03.2012 11:02 Uhr
cato
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 2/12/09
Beiträge: 2272

 

Zitat von Martin
 

 


Die SPD ist links? Die SPD, die sich vor der Saarland-Wahl schon für das CDU-Nest angemeldet hatte? Die in der letzten großen Koalition mit Merkel mitregiert hatte? Die sich noch immer nicht von Hartz4 und Schröder emanzipiert hat? Und warum sollten die Piraten links sein? Die Piraten haben vor allem ein streng liberales Profil, dass die FDP zu Gunsten einer ausschließlichen Klientelpolitik längst aufgegeben haben. Schon erstaunlich, wo der durchschnittliche AZ-Forenleser Parteien zu verorten meint.

Martin

Hier geht es nicht in erster Linie um Parteien, sondern um Strömungen.

Und daß in der Demokratie Koalitionen zwischen (fast) allen Parteien mögliich sein müssen, ist doch inzwischen fester Bestandteil der politischen Kultur (oder sollte es zumindest sein). Natürlich ist die SPD nicht mehr "links" wie zu Zeiten Bebels, obwohl ihr dieses Vorurteil noch immer entgegengebracht wird.

Über Schröder kann man sprechen; da hat sich in der Tat was verschoben. Allerdings, Hartz 4 als Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe war nötig. Das Problem besteht darin, daß das Arbeitslosengeld nach einem Jahr gekappt worden ist und die -hilfe mit Erspartem verrechnet wird. Darin liegt der Knackpunkt, das ist richtig, wie auch in der Rente mit 67.

Die Sozis verstehen sich halt noch immer - im Gegensatz zu ihrem überkommenen Ruf als vaterlandslose Gesellen - als staatstragend und  glaubten ihrer Klientel einen Beitrag zur Beilegung der hoffnungslosen Staatsverschuldung auferlegen zu müssen.

26.03.2012 11:30 Uhr
Martin
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 1/25/07
Beiträge: 12133

 

Zitat von Klartexter
 

Finden Sie, Martin? Auf mich machen die Piraten teilweise eher einen chaotischen Eindruck, ich sehe deren "Erfolge" bei den Wahlen in Berlin und Saarbrücken eher als Ausdruck des Protestes gegenüber den etablierten Parteien. Auf jeden Fall ist es besser, als wenn der Protest rechtsradikalen Parteien Stimmen bringen würde. Und irgendwo erinnern mich die Piraten an die Gründungsjahre der Grünen.... Zwinkernd


Sie sind ein Propaganda-Opfer der anderen Parteien. Zwinkernd Die politischen Leitlinien der Piraten gewinnen kontinuierlich an Profil, schon öfters habe ich entsprechende Links hier eingestellt, die aber mit schöner Regelmäßigkeit ignoriert werden. Die Piraten sind liberal (Internet/Medien), sozial (BGE) aber auch streng laizistisch (Trennung von Religion und Staat). Das "linke" bei den Piraten sehe ich nur bei den sozialen Themen, was ich persönlich auch gut finde. Die beste Definiton halte ich immer noch die von Sebastian Nerz: Die Piraten sind nicht links oder rechts, sondern vorne.

Martin

26.03.2012 13:07 Uhr
bbuchsky
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 12/21/11
Beiträge: 2325

 

Zitat von Klartexter
 

 

Oskar predigt Wasser und säuft selbst Wein....

Das kann nicht ernst gemeint sein, oder?

Wovon müßte vdL denn leben, wenn der Inhalt der abgesonderten Texte Basis für eigene Versorgungskathegorie böte?

26.03.2012 14:21 Uhr
Klartexter
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 1/25/07
Beiträge: 15497

 

Zitat von bbuchsky
 

 

Das kann nicht ernst gemeint sein, oder?

Wovon müßte vdL denn leben, wenn der Inhalt der abgesonderten Texte Basis für eigene Versorgungskathegorie böte?

Warum soll das nicht ernst gemeint sein? Es geht ja wohl schlecht, etwas vom Bürger zu verlangen, was man selbst nicht zu geben bereit ist. Und das betrifft nicht nur Oskar Lafontaine, auch Klaus Ernst ist so ein schönes Beispiel.

________
" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

26.03.2012 15:10 Uhr
timewanderer
Erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 11/15/11
Beiträge: 645

Es ist richtig: bei der letzten Saar-Wahl ist das Rot-grün-rote Projekt an den Grünen,deren Vorsitzendem Ulrich gescheitert,SPD-Maas war bereit.
So mögen SPD und LINKE an der Saar vielleicht von Glück sagen können,dass die Rot-Grün-Rote-Prüfung nicht erfolgen konnte,sie wäre in ihrem Scheitern verheerend gewesen. 

Die Katastrophe des linken(?) SPD-Maas ist die:
Noch 2009 war die rot-grün-rote Regierung sein Ziel, die Koalition mit der LINKEN beschlossene Sache. Der Stolperstein:Ulrich/Grüne.
Anno 2012 ist dieselbe LINKE angeblich nicht regierungsfähig. Ja,was denn nun,Heiko Maas.Er selber erklärte im gestrigen Interview, ein Teil der SPD-Wähler sei gegen eine Große Koalition, ein anderer Teil gegen eine Beteiligung der LINKEN.

Die Aussage ist richtig und sie dokumentiert die selbstauferlegte Fesselung der SPD in vielen Ländern und im Bund. Für gestandene Sozialdemokraten ist die heutige SPD oftmals nicht mehr wählbar, das bestreitet die Partei seit 15 Jahren,sie macht keinen Versuch, die 500.000 vertriebenen Mitglieder und Millionen von Wählern zurück zu erobern. Da ist es einfacher,sich an den Rockschoß von Schwarz zu hängen.

Wie kann man an der Saar vor drei Jahren linke Politik machen wollen und heute ist das Ziel von 2009 sozusagen Teufelswerk? Das passt nicht zusammen und daran ist Heiko Maas gescheitert, zu recht. Der kommt beim „Mäntelchen-In-Die-Luft-Hängen“ mit den wechselnden Winden nun gar nicht zurecht.

Sozialdemokratische Politik? Der Kanzler der Bosse hatte den größten Fehler gemacht,als er dem Volk nicht erklärt hat, können hätte er schon, was unter seiner Regentschaft nötig sein würde. Er hat das Volk, das ihn auf den Thron gehoben hatte, mit Missachtung gestraft, so wie seine eigenen SPD-Mitglieder. Sein Titel „Kanzler der Bosse“ besagt überdeutlich, wessen Politik er gemacht hat.

Wer seine Politik als sozialdemokratisch bezeichnet geht in eine andere Richtung, dessen Kompass stimmt nicht mehr.

@Martins Beitrag [36] schließe ich mich an.

Zuletzt geändert von timewanderer, am 26.03.2012 um 15:14 Uhr
26.03.2012 15:24 Uhr
cato
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 2/12/09
Beiträge: 2272

Ich erinnere an Hessen, was da los war, als eine rot-rote Koalition ins Haus stand: Die Medien waren sich alle einig, die Sache scheiterte.

Im übrigen bin ich auch der Meinung, daß unter dem "Kanzler der Bosse" nur wenig sozialdemokratische Politik gemacht wurde. Allerdings, und das ist das große Problem aller mehr oder weniger Linken in einer Regierung: Sie müssen mit den Herrschenden und deren Vorurteilen klarkommen, ein wahnsinniger Spagat.

Eine Regierung unter Beteiligung der "Linken"/Lafontaine ist ein Vabanque-Spiel.  L. muß ich bei Diskussionen immer zustimmen, wie aber will er seine Vorstellungen bei den herrschenden Machtverhältnissen umsetzen? Bei Machtverhältnissen, bei denen eine Kanzlerin wachsende Zustimmung erhält, obwohl ihre Politik eigentlich ihre Klientel abschrecken müßte.

Und die Piraten. Da wird man sehen. In der Tat erinnern sie momentan an die Grünen in ihrer Anfangszeit. Die P. werden sich noch oft häuten müssen.

Zuletzt geändert von cato, am 26.03.2012 um 15:30 Uhr
Schlagworte

Keine Schlagworte vergeben.


Auf einen Beitrag antworten

 
Um antworten zu können, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich.

Alle Zeitangaben in MEZ. Es ist jetzt 5:53 AM Uhr.