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#181 (permalink) | |
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Wer den kausalen Zusammenhang nicht kennt, der korrelativ vorhanden ist, sollte extrem vorsichtig sein! Hier: Die potentielle Gefahrenquelle abschalten. Es ist menschenverachtend, wenn man bis zur kausalen Ursachenklärung potentielle Gefahren für Menschen weiter "wirken" läßt. Merken Sie denn immer noch nicht, dass ihre fachliche Argumentation um eine ggf. noch unklare Wirkungskette herum, wesentliche Punkte der Atomstromerzeugung gar nicht erfassen: z.B. technische Sinnfülle, energetische Sinnfülle, kaufmännische Sinnfülle, politische Sinnfülle. Was hilft es ihnen, nachzuweisen, dass ggf. bestimmte Parameter nicht die Verursacher sind, sondern andere, die Sie aber noch nicht kennen, die aber wohl irgendwie mit Atomanlagen zusammenhängen bei gleichzeitiger völliger Sinnlosigkeit der ganzen atomaren Anlagen??? Der Volksmund nennt dies: "Unfähigkeit Ganzheitlich (verschiedene Themenbereiche) zu denken". oder "Fachidioten" wobei ich ausdrücklich weder Sie noch andere beleidigen will !!! |
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#182 (permalink) | |
Die Tritiumimmission wird im Rahmen der REI gemessen (ja, obwohl das aufwendiger ist als für andere Radionuklide), und zwar sowohl von von den Betreibern (A1) als auch von unabhängigen Stellen (A2). Die entsprechenden Meßwerte sind in den strahlenhygienischen Jahresberichten auf den Seiten der LFU zu finden. Ihrer Hypothesen über den Mechanismus der DNA-Schädigung durch Tritium kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Die Wasserstoffbrückenbindungen sind nur für die Form der Doppelhelix verantwortlich, und bei der Replikation der DNA wird die Doppelhelix sowieso zuvor enzymatisch aufgetrennt und liegt so gar nicht mehr in Form einer Doppelhelix vor. Warum meinen sie, daß das Fehlen einer Wasserstoffbrückenbindung einen größeren Einfluß auf die DNS hat als die direkte chemische Veränderung des Moleküls, wenn sich ein Wasserstoffatom plötzlich in ein Heliumatom verwandelt (falls es überhaupt im Molekül bleibt, wahrscheinlich verabschiedet es sich durch die Zerfallsenergie einfach aus seiner chemischen Bindung)? Schon da liegt ungefähr eine Größenordnung zwischen den beteiligten Energien (kovalente Bindung vs. Wasserstoffbrückenbindung). Außerdem ist das beim Zerfall von Tritium entstehende Betateilchen um Größenordnungen energiereicher als eine Wasserstoffbrückenbindung (~5 keV versus 0.1 eV). Der "Schaden", der durch dieses Teilchen (bzw. die dadurch erzeugten Radikale/Wasserstoffperoxid/etc) angerichtet werden kann, übersteigt das Fehlen einer einzelnen Wasserstoffbrücke bei weitem. Zusätzlich wird Tritium nicht selektiv in DNA angereichert. Es wird eigentlich nirgendwo im Körper selektiv angereichert. |
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#183 (permalink) | |
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Laut Infobrief des Bundestages WF VIII G - 069 / 06 Uran als Kernbrennstoff: Vorräte und Reichweite reichen die Vorräte noch 25 - 50 Jahre, unter einbeziehung stark spekulativer Quellen ggf. bis 166 Jahre, insgesamt rund 11 Mio Tonnen. Die alle noch zum radioaktivem Müll hinzukommen + die bestehenden und noch neuen Anlagen Folglich kommt der großteil des Mülls erst noch auf uns zu. Wieviel Mio Tonnen insgesamt wollen wir 100.000 - 1.000.000 Jahre kontrolliert aufbewahren? Wieviel passt in Gorleben rein? (ca. 200.000 Kubikmeter, im ENdausbaustadium) Wieviele Gorleben benötigen wir folglich? Es gibt à priori keine sicheren Lagerstätten. Kontinentalbewegungen, Eiszeiten, Meteoriten, Vulkane, Magmablasen ... Erdkrustenveränderungen stehen dem entgegen. Ich meine es ist unverantwortlich! |
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#184 (permalink) | |
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[QUOTE=Ch. aus D.;651303] Ihrer Hypothesen über den Mechanismus der DNA-Schädigung durch Tritium kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Die Wasserstoffbrückenbindungen sind nur für die Form der Doppelhelix verantwortlich, und bei der Replikation der DNA wird die Doppelhelix sowieso zuvor enzymatisch aufgetrennt und liegt so gar nicht mehr in Form einer Doppelhelix vor. Warum meinen sie, daß das Fehlen einer Wasserstoffbrückenbindung einen größeren Einfluß auf die DNS hat als die direkte chemische Veränderung des Moleküls, wenn sich ein Wasserstoffatom plötzlich in ein Heliumatom verwandelt (falls es überhaupt im Molekül bleibt, wahrscheinlich verabschiedet es sich durch die Zerfallsenergie einfach aus seiner chemischen Bindung)? Schon da liegt ungefähr eine Größenordnung zwischen den beteiligten Energien (kovalente Bindung vs. Wasserstoffbrückenbindung).[/quote] Für die "Form" der DNA ist das außen liegende Zucker(Desoxyribose)-Phosphatgerüst der DNA verantwortlich, in den Wasserstoffbrückenbindungen der Basen zwischen den beiden Helices liegt die eigentliche Information, die in der DNA gespeichert ist. Wir haben: zwischen den komplementären Basen Guanin und Cytosin drei Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den komplementären Basen Adenin und Thymin zwei Wasserstoffbrückenbindungen Nukleinbasen ? Wikipedia Basenpaar ? Wikipedia Sollten diese Wasserstoffbrückenbindungen defekt sein, findet die DNA-Replikation nicht mit der nötigen Korrektheit statt, es kann zu Punktmutationen kommen. Punktmutation ? Wikipedia Diese Punktmutationen werden bei nachfolgenden Zellteilungen an die Tochterzellen weitergegeben. Diese Schädigungen sind vermutlich nachhaltiger als die, die ein einzelnes Tritiumatom durch seine Zerfallsenergie anrichten kann. |
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#185 (permalink) | |
Danke, aber ich die Vorlesungen zu diesem Thema noch einigermaßen im Kopf. Während die DNA repliziert wird, ist sie aber gar nicht in der normalen Spiralform, weil sie zur Replikation vorher aufgetrennt werden muß. Tut mir leid, aber diese Behauptung halte ich für sehr abenteuerlich. Schon die relativ weiche Betastrahlung, die Tritium abgibt, kann dutzende Radikale bzw. Wasserstoffperoxidmoleküle erzeugen, von denen jedes in der Lage ist, die DNA chemisch zu beschädigen (wozu auch die Entfernung von Wasserstoffatomen aus der DNA gehört. Wasserstoffperoxid ist ein ziemlich aggressives Zeug). Wir reden hier von mehreren Größenordnungen Differenz in der Energie der Vorgänge. Wasserstoffbrückenbindung - 0.1 eV, Betastrahlung von Tritium - 5 keV. Das Auflösen einer Wasserstoffbrückenbindung für potentiell schädlicher zu halten als Elektronen, die mit 5 keV durch die Gegend zischen, ist ungefähr so, als ob man sich über den lauten Staubsauger des Nachbarn beschwert, während gerade Artilleriegranaten im Vorgarten einschlagen. Und wenn sie vor dem Tritium mit seinen 5 keV Zerfallsenergie Angst haben, dann sollten sie im Keller in Zukunft die Luft anhalten, denn dort schwirrt jede Menge Radon herum, das mit Zerfallsenergien im MeV-Bereich zerfällt und auch noch eine ganze Zerfallsreihe hat. |
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#186 (permalink) | |
Und der wird nicht mehr je länger die AKW`s laufen?:blink: |
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#187 (permalink) | |
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Gundremmingen: Mehr Strahlung bei Revision
5.10.11 www.swp.de/heidenheim/lokales/kreisheidenheim/Revision-am-Atommeiler-birgt-Gefahr;art1168195,1144499 Revision am Atommeiler birgt Gefahr GUNDREMMINGEN. Bei einer Revision mit Brennelementwechsel entweicht um ein Vielfaches mehr Radioaktivität aus Atomkraftwerken als im Normalbetrieb. Das zeigen die dreimonatigen Recherchen der freien Autorin Ingrid Bertram. Für einen kürzlich im „ARD“-Verbrauchermagazin „Plusminus“ ausgestrahlten Beitrag gab RWE erstmals Daten über den Zeitraum des Brennelementwechsels in Gundremmingen preis. ...
Für die Vermutung, dass es bei der Revision - wie aktuell bei Block C - zu krankmachenden radioaktiven Spitzenbelastungen kommt, spricht leider einiges. Allerdings zeigt das ODL-Netz diese Belastungen nicht: http://odlinfo.bfs.de/ http://odlinfo.bfs.de/cvdata/097731112.php Bis heute sind uns RWE/LEW, EON, EnBW und Vattenfall die Erklärung schuldig, wie es dazu kommt, dass um ihre Atomkraftwerke mehr Kleinkínder an Krebs erkranken. Raimund Kamm
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#188 (permalink) | |
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Endlich hat das Umweltministerium die Kamin-Emissionswerte rausgerückt
Nach wahrlich langem Bemühen und nach erneuter Beschwerde am vergangenen Donnerstag im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags hat jetzt das Umweltministerium uns erste Emissionsdaten des AKW Gundremmingen zur Verfügung gestellt. Die Ärzteorganisation IPPNW analysiert die Daten und hat schon erste Aussagen veröffentlicht. Offenbar war die Abgabe radioaktiver Gase zu Beginn der Revision (Inspektion) von Block C im September um wenigstens den Faktor 1000 höher. Raimund Kamm
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#189 (permalink) | |
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Hauptergebnis: Negativer Abstandstrend
Hunsrücker Weil imo die Fragestellung schon falsch ist. Besser wäre es gewesen zu schauen, wo sich Krankheitsfälle häufen und dann zu gucken, was sich da in der Nähe befindet (Industrie, Stromleitungen, Mobilfunkmasten, Autobahnen, Windräder ..). Ich habe diese Studie jetzt nicht in allen Details gelesen. Offenbar versucht man ja immer, den Preis für so eine Studie durch einen gewissen Umfang (in Kg bedrucktem Papier) zu rechtfertigen. Aber: Wie wir ja wissen, sinkt die Intensität einer Strahlenbelastung mit dem Quadrat der Entfernung (1/r^2). Zeigt die Studie das?
Es verbessert die Diskussion in diesem Forum, wenn die Themen geordnet und gegliedert werde. "Kraut und Rüben" macht es unübersichtlich. Über die Kinderkrebsstudie haben wir viele Meinungen ausgetauscht. Zur Erinnerung: Mit dem bisher weltweit höchsten wissenschaftlichen Aufwand wurden die zwischen 1980 und 2003 in unserem Land an Krebs erkrankten Kleinkinder untersucht und dann mit nicht erkrankten Kleinkindern verglichen. Zwei Hauptergebnisse: 1. Negativer Abstandstrend. Je näher ein Kleinkind an einem AKW wohnt, desto höher ist sein Risiko an Krebs zu erkranken. Somit war die Hauptforschungshypothese - die radioaktive Belastung der Kleinkinder durch die Kernkraftwerke verursacht keine Krebserkrankungen - verworfen. Da man rückschauend schlecht feststellen kann, wie stark ein Kleinkind durch das benachbarte AKW radioaktiv belastet wurde, hatte man sich im Expertenkreis einstimmig darauf geeinigt, als Ersatzgröße („Surrogat&ldquo 2. Es wurde keine signifikante Häufung bekannter anderer Krebsverursacher gefunden. Die Wissenschaftler sprechen von „Confounder“ und untersuchten beispielsweise das Röntgenverhalten, besondere Belastungen durch Fungizide, Herbizide oder Pestizide, Hormon- oder Folsäurebehandlungen usw. Raimund Kamm
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#190 (permalink) | |
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Arbeiten Sie bei der AA? Nein? |
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#191 (permalink) | |
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Sie zitieren die Studie falsch. Dieser Abstandstrend existiert nämlich nur für bestimmte Arten von Leukämien, bei anderen untersuchten Krebsarten gab es keinen bzw. einen positiven Abstandstrend (der statistisch nicht die nötige Relevanz erreichte). Das ist ein ziemlich merkwürdiges Ergebnis, wenn man von einer allgemeinkarzinogenen Ursache wie ionisierender Strahlung ausgeht. Außerdem gab es in der Schweiz eine ähnliche Studie, die überhaupt keinen Zusammenhang finden konnte. |
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#192 (permalink) | |
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Leukämien zählen zu den Krebserkrankungen
Ich habe nicht zitiert sondern dargestellt. Sie übrigens auch. Und Ihre Aussage ist unlogisch, da Leukämien zu den Krebserkrankungen gehören. Raimund Kamm |
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#193 (permalink) | |
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Vielleicht lesen und zitieren sie mal meinen ganzen Satz. Dann fällt ihnen vielleicht auf, dass ich nur zwei Worte nach dem Ende ihres sinnentstellenden, bruchstückhaften Zitats von " anderen Krebsarten" schreibe. Wenn man jetzt ein bisschen Deutsch und ein bisschen Denken kann, dann impliziert das, dass ich Leukämie als eine Krebsart bezeichne. Außerdem sollten sie eventuell die KiKK-Studie (nochmal?) durchlesen, denn dort werden verschiedene Krebsarten getrennt betrachtet. Und der positive Abstandstrend ergibt sich in der Studie eben nur für die untersuchten Leukämiearten, bei anderen untersuchten Krebserkrankungen (ZNS-Tumore und embryonale Tumore) gibt es diesen Trend nicht bzw. es ergab sich sogar ein negativer Abstandstrend. Meine "Aussage" ist in Wirklichkeit die Aussage der Studie. Und die ist nicht logisch oder unlogisch, sondern gibt lediglich systematische Beobachtungen wieder. Wenn die Beobachtungen unter Beachtung der gebotenen Sorgfalt nicht zur Logik passen, dann muss die Logik korrigiert werden, nicht die Beobachtungen. |
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Zuletzt geändert von Ch. aus D., am 10.04.2012 um 16:53 Uhr
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#194 (permalink) | |
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Korrekturvorschläge
Ersetze Ihr "positive Abstandstrend" durch "negative Abstandstrend". Dann haben Sie einen Fehler weniger. Anschließend Mengenlehre: Leukämie ist eine Teilmenge der Gesamtmenge Krebserkrankungen. Raimund Kamm |
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#195 (permalink) | |
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Also, daß Sie das auch schon gemerkt haben! Ch. Aus D schreibt doch (hervorhebung von mir): Dieser Abstandstrend existiert nämlich nur für bestimmte Arten von Leukämien, bei anderen untersuchten Krebsarten gab es keinen bzw. einen positiven Abstandstrend Damit ist doch an der Aussage, daß Leukemie eine Krebsart sei, nicht zu deuteln. So, jetzt wird es wieder schwierig: Der Umkehrschluß, jede Krebsart sei Leukemie, ist aber NICHT richtig.
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