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Studie: Hohes Leukämie-Risiko in Atommeiler-Nähe
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08.12.2007 13:58 Uhr
Anonyme
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Beiträge: 19736
Studie: Hohes Leukämie-Risiko in Atommeiler-Nähe
Habs heute im Radio gehört, und im Netz auch schon einen Artikel zu dem Thema gefunden. focus.de Was denken Sie darüber?
08.12.2007 19:16 Uhr
gourmet-47
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Beiträge: 2093

Zitat von Anonyme
Habs heute im Radio gehört, und im Netz auch schon einen Artikel zu dem Thema gefunden. focus.de Was denken Sie darüber?
Hallo Anonyme, habe einen Bericht zu diesem Thema gefunden und möchte ihn hier veröffentlichen. Außerdem haben vor Jahren schon weit über hundert Ärzte im Raum Gundremmingen vor dieser Möglichkeit der Erkrankung gewarnt, aber keiner hat ihnen damals so richtig geglaubt. Kinder erkranken neben Atomkraftwerken häufiger an Krebs Schock für alle Familien, die im Umkreis von Atomreaktoren leben: Mainzer Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Kinder im Umkreis von Kernkraftwerken überdurchschnittlich oft an Krebs erkranken. Das Rätselhafte: An der Strahlung liegt es offenbar nicht. München - Es ist Wissenschaftlerdeutsch und so muss man den zentralen Satz der Untersuchung erst einmal sacken lassen - doch dann sitzt der Schock umso tiefer: "Unsere Studie hat bestätigt, dass in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der Nähe der Wohnung zum nächstgelegenen Kernkraftwerk zum Zeitpunkt der Diagnose und dem Risiko, vor dem fünften Geburtstag an Krebs (beziehungsweise Leukämie) zu erkranken, beobachtet wird", heißt es laut "Süddeutscher Zeitung" in der Untersuchung. 1592 krebserkrankte Kinder und 4735 gesunde Kinder wurden untersucht, die zur selben Zeit in derselben Gegend aufgewachsen waren. Das Ergebnis: Je näher die Kinder am Reaktor aufgewachsen waren, desto höher lag demnach ihr Risiko, an Krebs zu erkranken - und umgekehrt. So seien im Fünf-Kilometer-Umkreis der Reaktoren insgesamt 37 Kinder neu an Leukämie erkrankt, obwohl im statistischen Durchschnitt nur 17 Fälle zu erwarten gewesen wären...... Vollständiger Artikel hier nachzulesen: Spiegel-online gourmet-47

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08.12.2007 20:32 Uhr
GAST

Nun, eigentlich ist es doch fast logisch, dass AKW's nicht absolut strahlungssicher sind bzw. sein können: Warum? Wir messen ja nur die Strahlungen, die uns bekannt sind. Dafür gibt es Messgeräte. Aber welche Strahlungen gibt es noch, die noch unbekannt sind und deshalb dafür auch keine Messgeräte gibt! Es ist aber ein Teufelskreis, wer heute ernsthaft fordert, dass die AKW's abgeschaltet bzw. abgeschafft werden sollen, denkt "mit Scheuklappen". Den Stromverbrauch, den wir mittlerweile haben, kann von konventionellen Energieerzeugungsquellen nicht erzeugt werden - außerdem haben wir keine "Grenze" für Strom. Strom wird mittlerweile europaweit gesendet. Wenn auf dem Elbe-Kanal wegen eines Schiffes eine Hochleitungsleitung mit 5 KV kurzfristig abgeschaltet wird, bricht in Süditalien deswegen die Stromversorgung zusammen. Hier wird deutlich, wie empfindlich unsere Stromversorung eigentlich ist. Auch darf nicht vergessen werden, dass keine Strahlenberuhigung eintritt, wenn ein AKW einfach abgeschaltet bzw. stillgelegt wird. Den Grund nannte ich bereits eingangs. Am besten ist, möglichst weit wegziehen. Eine Lösung ist es aber nicht - nur eine Flucht.
08.12.2007 20:50 Uhr
GAST

Zitat von gourmet-47
Hallo Anonyme, habe einen Bericht zu diesem Thema gefunden und möchte ihn hier veröffentlichen. Außerdem haben vor Jahren schon weit über hundert Ärzte im Raum Gundremmingen vor dieser Möglichkeit der Erkrankung gewarnt, aber keiner hat ihnen damals so richtig geglaubt. Kinder erkranken neben Atomkraftwerken häufiger an Krebs Schock für alle Familien, die im Umkreis von Atomreaktoren leben: Mainzer Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Kinder im Umkreis von Kernkraftwerken überdurchschnittlich oft an Krebs erkranken. Das Rätselhafte: An der Strahlung liegt es offenbar nicht. München - Es ist Wissenschaftlerdeutsch und so muss man den zentralen Satz der Untersuchung erst einmal sacken lassen - doch dann sitzt der Schock umso tiefer: "Unsere Studie hat bestätigt, dass in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der Nähe der Wohnung zum nächstgelegenen Kernkraftwerk zum Zeitpunkt der Diagnose und dem Risiko, vor dem fünften Geburtstag an Krebs (beziehungsweise Leukämie) zu erkranken, beobachtet wird", heißt es laut "Süddeutscher Zeitung" in der Untersuchung. 1592 krebserkrankte Kinder und 4735 gesunde Kinder wurden untersucht, die zur selben Zeit in derselben Gegend aufgewachsen waren. Das Ergebnis: Je näher die Kinder am Reaktor aufgewachsen waren, desto höher lag demnach ihr Risiko, an Krebs zu erkranken - und umgekehrt. So seien im Fünf-Kilometer-Umkreis der Reaktoren insgesamt 37 Kinder neu an Leukämie erkrankt, obwohl im statistischen Durchschnitt nur 17 Fälle zu erwarten gewesen wären...... Vollständiger Artikel hier nachzulesen: Spiegel-online gourmet-47
Wir reden also im Endergebnis von 20 Kindern? Sicher auch zuviel, aber irgendwie erscheint mir der grosse Alarm dafür doch auch übertrieben.
08.12.2007 20:52 Uhr
Meckerer
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Beiträge: 3031
Atomkraft
Ich gebe gerne zu, daß mir- genau wie allen anderen Menschen am unheimlichsten das ist, was ich nicht sehen kann. Und das ist eben Strahlung. Nur wenn ich mir anschaue, daß wir mit die sichersten AKW.s haben- und diese nun schließen sollen. Aber im Gegenzug von Stromlieferungen abhängig sind, vergesse ich lieber meine Bedenken. Es ist es jetzt von einem unserer größten Energiekonzerne doch bekannt gegeben worden, daß er sich um 4,2 Milliarden€ die Mehrheit bei einem russischen Stromerzeuger gesichert hat. Ich glaube nicht, daß dort unser Strom mit Windkraft erzeugt wird. So lange uns nichts besseres einfällt, werden wir unsere Atomkraftwerke brauchen. Wind und Biogas sind in meinen Augen nur ein verkappter Subventionsbetrug den wir alle teuer bezahlen müssen. Auf das Argument, daß mit schöner Regelmäßigkeit bei diesem Gesprächen kommt... ein Windkraftwerk versorgt so und soviel Haushalte mit Energie, kann ich nur immer wieder sagen, diese fallen nicht ins Gewicht. Strom braucht die Industrie. Und die brauchen wir, wenn wir existieren wollen. Unsere ganzen Nachbarn verkaufen uns gerne ihren Strom, und der kommt aus der Atomkraft. Auch wenn die End Lagerung nicht geklärt ist, eine Alternative dazu kann ich nicht sehen. Für die Umwelt ist es jedenfalls ein Witz, wenn man schon wieder solche Dreckschleudern von Kohlekraftwerken baut.
08.12.2007 21:09 Uhr
Bongo
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Schaut, horcht und wehrt euch !!!
Toll, ein neues Thema. Jahrelang bekannt und es wird nichts unternommen, wie bei so vielen Themen. PS: Übrigens was ist eigentlich los bei: BSE, Vogelgrippe, Tempo 130, Schweinepest, Lokführerstreik, Bürgerentscheid, Wechselwirkung von Medikamenten und dem Wetter??? PS; PS: Übrigens Frl. anonyme, wenn Sie nochmals einer ihrer emotionale Rundumschläge austeilen: • Systemmitteilung • Sie wurden aus folgendem Grund gesperrt: Es wurde keine Begründung angegeben. • Ende der Sperre: 06.12.2007, 23:00 …dann fahre ich nach „Holland“. Hi, Hi…… :no: :) :lol:

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08.12.2007 21:23 Uhr
tom
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Beiträge: 865

Weiß jemand wo die Studie nachzulesen ist und nicht nur die Ergebnisse präsentiert werden?
08.12.2007 21:33 Uhr
Anonyme
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Beiträge: 19736
Holland?
PS; PS: Übrigens Frl. anonyme, wenn Sie nochmals einer ihrer emotionale Rundumschläge austeilen: • Systemmitteilung • Sie wurden aus folgendem Grund gesperrt: Es wurde keine Begründung angegeben. • Ende der Sperre: 06.12.2007, 23:00 …dann fahre ich nach „Holland“. Hi, Hi……

Das war ich nicht! :tongue_smilie: Aber vielleicht passierte es ja im Status der Sprachlosigkeit, angesichts Ihrer Beiträge, und man vergaß eine Begründung einzugeben?:sneaky2: Könnte ja sein, rein theoretisch. Grund bekannt... könnte auch sein...:sneaky2: Ich reiche Ihre Beschwerde mal ein, ok? Und jetzt weiter zum Thema.:) Gruß, Anonyme (bin kein Fräulein) :) Kurz von mir hier reingemischt um den Thread nicht unnötig durch themenfremde Beiträge zu stören: Sperrung durch mich erfolgte, weil Bongo an jenem Abend drei NUB-widrige Beiträge hintereinander absetzte - Beiträge, die eigentlich auch eine endgültige Foren-Sperre gerechtfertigt hätten. Bei Rückfragen dazu bitte PN an mich. sbo/admin

08.12.2007 21:41 Uhr
Datschiburger
Sehr erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 2993

Zitat von Anonyme
Habs heute im Radio gehört, und im Netz auch schon einen Artikel zu dem Thema gefunden. focus.de Was denken Sie darüber?
Hallo, Das war doch schon Ende der 70er in der Diskussion. Ich erinnere mich an etliche SPIEGEL- Berichte, wo immer wieder auf erwähnte Thematik eingegangen wurde. Aber von KKW- Betreibern vehement bestritten wurde. PS: Hab ich wieder jemanden beleidigt oder kommt mal ein Statement ohne editieren durch????? Datschiburger

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Grüße Datschiburger  

08.12.2007 22:27 Uhr
Paparazzo
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Beiträge: 157

Zitat von Datschiburger
Das war doch schon Ende der 70er in der Diskussion. Ich erinnere mich an etliche SPIEGEL- Berichte, wo immer wieder auf erwähnte Thematik eingegangen wurde. Aber von KKW- Betreibern vehement bestritten wurde. Datschiburger
Und was sagt unser Bundesumweltminister Herr Gabriel (ein ausgewiesener AKw-Gegner) zu dieser Studie? In einem Info-Schreiben an Behörden und KKW-Betreibern stellte er fest: "Aus den Ergebnissen kann kein Ursachenzusammenhang abgeleitet werden". Also sind Sie bitte mal nicht böse, Herr Datschiburg, wenn KKW-Betreiber daraufhin keinen Unfug melden, sondern solche Studien, wie Sie es nennen "vehement bestreiten".
09.12.2007 11:17 Uhr
Anonyme
Administrator


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Registriert seit: 5/29/07
Beiträge: 19736

Zitat von tom
Weiß jemand wo die Studie nachzulesen ist und nicht nur die Ergebnisse präsentiert werden?
tom, ich habe mal nachgesehen, und diesen Artikel aus dem European Journal of Cancer Care gefunden. Gruß, Anonyme
09.12.2007 12:11 Uhr
tom
Erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 5/4/07
Beiträge: 865

Zitat von Anonyme
tom, ich habe mal nachgesehen, und diesen Artikel aus dem European Journal of Cancer Care gefunden. Gruß, Anonyme
Danke für den Link. Ist leider in Englisch - da werde ich mein Wörterbuch rauskramen müssen.
09.12.2007 12:28 Uhr
hallowach
Ständiges Mitglied


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Registriert seit: 8/7/07
Beiträge: 236

Zitat von gourmet-47
Hallo Anonyme, habe einen Bericht zu diesem Thema gefunden und möchte ihn hier veröffentlichen. Außerdem haben vor Jahren schon weit über hundert Ärzte im Raum Gundremmingen vor dieser Möglichkeit der Erkrankung gewarnt, aber keiner hat ihnen damals so richtig geglaubt. Kinder erkranken neben Atomkraftwerken häufiger an Krebs Schock für alle Familien, die im Umkreis von Atomreaktoren leben: Mainzer Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Kinder im Umkreis von Kernkraftwerken überdurchschnittlich oft an Krebs erkranken. Das Rätselhafte: An der Strahlung liegt es offenbar nicht. München - Es ist Wissenschaftlerdeutsch und so muss man den zentralen Satz der Untersuchung erst einmal sacken lassen - doch dann sitzt der Schock umso tiefer: "Unsere Studie hat bestätigt, dass in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der Nähe der Wohnung zum nächstgelegenen Kernkraftwerk zum Zeitpunkt der Diagnose und dem Risiko, vor dem fünften Geburtstag an Krebs (beziehungsweise Leukämie) zu erkranken, beobachtet wird", heißt es laut "Süddeutscher Zeitung" in der Untersuchung. 1592 krebserkrankte Kinder und 4735 gesunde Kinder wurden untersucht, die zur selben Zeit in derselben Gegend aufgewachsen waren. Das Ergebnis: Je näher die Kinder am Reaktor aufgewachsen waren, desto höher lag demnach ihr Risiko, an Krebs zu erkranken - und umgekehrt. So seien im Fünf-Kilometer-Umkreis der Reaktoren insgesamt 37 Kinder neu an Leukämie erkrankt, obwohl im statistischen Durchschnitt nur 17 Fälle zu erwarten gewesen wären...... Vollständiger Artikel hier nachzulesen: Spiegel-online gourmet-47
Habe den Artikel auf SpiegelOnline auch gelesen! Die Studie berücksichtigt allerdings nur die geographische Lage zu AKWs und nicht sonstige Einflussfaktoren auf das Krebsrisiko! zum ersten: AKWs sind zumindest überwiegend direkter Nähe zu urbanen Siedlungen/Industrieanlagen errichtet. Und ein erhöhtes Krebsrisiko in urbanden Gegenden ist allgemein bekannt und statistisch erwiesen1 zum zweiten: Die meisten AKW-Mitarbeiter wohnen wohl in direkter Umgebung zu Ihrer Arbeitsstelle. Evtl ist der erhöhte Wert auch auf eine erhöhte Strahlenbelastung der Mitarbeiter zurückzuführen. Das würde auch erklären, warum hauptsächlich Kinder bis 5 Jahren betroffen sind! Ist nur ein Gedanke, darf gerne in Frage gstellt werden. aber zumindest müsste die Strahlenbelastung, wenn sie überhaupt existiert, bei mitarbeitern noch stärker erhöht sein, schließlich arbeiten sie in unmittelbarwer Nähe zur Strahlenquelle.

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Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz!!!

09.12.2007 23:27 Uhr
Redaktion
Ehrenmitglied


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Beiträge: 63255
Grundremmingen: Studie über Krebs und Kernkraft entfacht Debatte neu
Von Peter von Neubeck und Berthold Veh Gundremmingen Massive Reaktionen haben auch im Landkreis Dillingen die Ergebnisse der aktuellen Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters ausgelöst, wonach das Risiko für Kinder, an Leukämie zu erkranken, mit zunehmender Nähe zu einem Kernkraftwerk zunimmt. Das Bundesamt für Strahlenschutz, das die Studie in Auftrag gegeben hat, wies laut Pressemitteilung der Ulmer Ärzteinitiative der IPPNW darauf hin, dass "nachweislich das Risiko für Kinder, an Leukämie zu erkranken, umso größer ist, je näher sie am Reaktor wohnen". Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) geht nicht davon aus, dass das höhere Risiko mit der Strahlenbelastung der Bevölkerung durch Atommeiler zusammenhänge. Er kündigte eine umfassende Überprüfung der Studie samt ihrer Ergebnisse an. Auch CSU-Landtagsabgeordneter Georg Winter forderte genaue Analysen, die dann der Bevölkerung vorgestellt werden müssten. Die von der Ärzteinitiative geforderte sofortige Abschaltung der Kernkraftwerke hält auch Ex-MdL Dr. Johannes Strasser aus Gundelfingen zum gegenwärtigen Zeitpunkt für übertrieben. Die Zahlen seien "im Grunde nichts Neues". Strasser begrüßt aber die Ankündigung Gabriels zu weitergehenden Analysen ("endlich einmal"), für die "ein ganz klares Zeitlimit von einem halben Jahr" gelten müsse. Gleichzeitig warnte der Politiker: "Man darf jetzt nicht in Hysterie verfallen." Besorgte Anwohner könnten sich heute schon untersuchen lassen. Die Ulmer Ärzteinitiative hatte gefordert, die betroffene Bevölkerung sollte schnell und umfassend mit geeigneten Screening-Methoden untersucht werden. Auch MdL Winter ist für derartige Untersuchungen, die auf Kosten des Staates durchgeführt werden sollten. Sobald Klarheit über die Ursache bestehe, müsse nach dem Verursacherprinzip vorgegangen werden. Winter kann sich sogar vorstellen, den Radius größer zu ziehen, damit keinem, der in Sorge ist, die Möglichkeit genommen wird. Vize-Landrat Hans-Jürgen Weigl (SPD) zeigte sich gestern nicht überrascht vom Ergebnis der Studie: "Mir schien die Anzahl der Krebserkrankungen in unserer Region immer schon gehäuft", sagte der Dillinger Oberbürgermeister. Deshalb habe die SPD-Fraktion vor Jahren im Kreistag beantragt, dass der Landkreis eine eigene Untersuchung in Auftrag geben sollte. Weigl sieht sich auch im Kampf gegen das Zwischenlager in Gundremmingen bestätigt. Die Konsequenz aus der Studie könne nur lauten: "Es darf keine Renaissance der Kernkraft geben." Die Diskussion um eine Verlängerung der Laufzeiten sei damit ebenso erledigt wie der Bau neuer Kernkraftwerke, sagte auch Vize-Landrätin Angela Rieder (CSU): "Die Zahl der Krebserkrankungen ist in unserer Region deutlich erhöht." Man müsse die Kernkraftwerke im vorgesehenen Zeitraum auslaufen lassen. Die Eppisburgerin Petra Semet meinte gegenüber der DZ: "Die Zahlen haben mich erschreckt." Konsequenz müsse nun sein, "so schnell wie möglich aus der Atomenergie auszusteigen". Von Mitarbeitern des Kernkraftwerks in Gundremmingen war gestern keine offizielle Stellungnahme zu bekommen. Pressesprecher Jan Kiver verwies darauf, dass dem mehrheitlich in Besitz der RWE befindlichem Unternehmen die Studie nicht vorliege.

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www.augsburger-allgemeine.de - Alles was uns bewegt

09.12.2007 23:27 Uhr
alda
Aktives Mitglied


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Registriert seit: 11/30/07
Beiträge: 31

Bei der Studie wurden anscheinend nur Blutkrebserkrankungen bei Kindern untersucht. Eine Studie, wie häufig und welch andere Krebsarten bei uns rund ums AKW Gundremmingen auftreten würde mich sehr interessieren. In letzer Zeit gibt es auch in meinem bekanntenkreis sehr viele Krebsfälle! Zum Thema Zwischenlager: Meiner Meinung nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch aus anderen Atomkraftwerken Atommüll bei uns zwischengelagert wird. (Wenn dies nicht sogar schon längst geschehen ist... wäre ja glaub nicht mal meldepflichtig?) Hier noch ein interessanter Link: http://www.kkw-gundremmingen.de/site/entsorgung/ent_frame.htm MfG Armin Keiß
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