Samstag, 25. Mai 2013

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Wirtschaftsexperte Thomas Straubhaar: Pendlerpauschale abschaffen und Steuern erhöhen
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22.04.2012 07:27 Uhr
_solon_
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Zitat von Klartexter
 

 

Pro musica bezieht sich auf Wikipedia, allerdings unterschlägt sie wesentliche Teile. Ich zitiere da mal:

In den ersten Einkommensteuergesetzen hatten die Gesetzgeber einen steuerlichen Abzug der Fahrtkosten zur Arbeit nicht vorgesehen. Gleichwohl wurde dieser bereits um die Jahrhundertwende 1900 erfolgreich vor Gerichten erstritten, denn (so argumentierte z. B. das Preußische Oberverwaltungsgericht) „wenn der Erwerbende sich nicht zu seiner Arbeitsstelle begibt, so verdient er auch nichts“. Erstmals mit dem EStG von 1920 wurden die „notwendigen Kosten“ ausdrücklich gesetzlich zum Abzug zugelassen. Als notwendig wurden bei einem normalen Arbeitnehmer in der Regel nur die Kosten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erachtet.

Gut - das sieht etwas anders aus.

Obwohl ich mich an die Zeit nicht mehr erinnern kann Breites Grinsen, scheint doch Folgendes realistisch gewesen zu sein:

- PKWs gab es kaum, öffentlich Verkehrmittel waren wohl auch noch so stark "vertreten"

- viele Arbeiter sind wohl zu Fuß oder mit dem Rad in die Arbeit gegangen oder haben zu Hause ihr Handwerk betrieben. Daß man vor 100 Jahren z.T. so weit weg von der Abeit wohnte wie heute kann ich mir kaum vorstellen.

Darasu folgt, daß die Pendlerpauschale vor 100 Jahren, ich nenne sie mal bewusst so, wohl keine wesentliche Rolle spielte.

OK - nach diesem Exkurs zurück zur Gegenwart.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

22.04.2012 08:44 Uhr
hape 49
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Schon ist der Staat pleite und hängt selbst am Tropf der EU

 

Sehr geehrter Camper 2011,

Deutschland kann sich nicht an den Tropf der EU hängen, Deutschland ist der Tropf. Zwinkernd

23.04.2012 06:03 Uhr
pro musica
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Zitat von Klartexter

 

Pro musica bezieht sich auf Wikipedia, allerdings unterschlägt sie wesentliche Teile. Ich zitiere da mal:

In den ersten Einkommensteuergesetzen hatten die Gesetzgeber einen steuerlichen Abzug der Fahrtkosten zur Arbeit nicht vorgesehen. Gleichwohl wurde dieser bereits um die Jahrhundertwende 1900 erfolgreich vor Gerichten erstritten, denn (so argumentierte z. B. das Preußische Oberverwaltungsgericht) „wenn der Erwerbende sich nicht zu seiner Arbeitsstelle begibt, so verdient er auch nichts“. Erstmals mit dem EStG von 1920 wurden die „notwendigen Kosten“ ausdrücklich gesetzlich zum Abzug zugelassen. Als notwendig wurden bei einem normalen Arbeitnehmer in der Regel nur die Kosten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erachtet.

 Das bezog ich nicht aus Wikipedia, sondern wusste es auch so, aber immerhin stimmt es.  Wie hoch die Pauschale 1920 war steht nun leider nicht im Wiki, aber immerhin konnte ich Solon entgegensetzen, dass es bei der Einführung der Pendlerpauschale nicht um das Ankurbeln der Autoindustrie ging.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

23.04.2012 06:18 Uhr
pro musica
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Zitat von _solon_

 

Gut - das sieht etwas anders aus.

Obwohl ich mich an die Zeit nicht mehr erinnern kann Breites Grinsen, scheint doch Folgendes realistisch gewesen zu sein:

- PKWs gab es kaum, öffentlich Verkehrmittel waren wohl auch noch so stark "vertreten"

- viele Arbeiter sind wohl zu Fuß oder mit dem Rad in die Arbeit gegangen oder haben zu Hause ihr Handwerk betrieben. Daß man vor 100 Jahren z.T. so weit weg von der Abeit wohnte wie heute kann ich mir kaum vorstellen.

Darasu folgt, daß die Pendlerpauschale vor 100 Jahren, ich nenne sie mal bewusst so, wohl keine wesentliche Rolle spielte.

OK - nach diesem Exkurs zurück zur Gegenwart.

 Dass man vor hundert Jahren täglich 200 km pendelte war auch nicht möglich. Dass viele Familien umziehen mussten, weil Vater in einer anderen Stadt neue Arbeit fand, war damals bereits normal. In der Regel arbeitete der Vater ein  Leben lang im gleichen Betrieb und der Sohn lernte meistens das was der Vater tat. Dass heutzutage ein Arbeitnehmer 50 Jahre im gleichem Betrieb arbeitet, ist eher die Ausnahme.

Der Umstand , dass bereits 1900 an der Pendlerpauschale gearbeitet wurde beweist , dass es eben schon eine wesentliche Rolle spielte.

Mittlerweile ist, um auf die Gegenwart zurück zu kommen, die Pendlerpauschale ein extrem wichtiges Instrument. Bei vielen Pendlern geht schon 1/3 des Lohnes führ Fahrten zur Arbeit drauf.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

23.04.2012 06:49 Uhr
Klartexter
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Zitat von pro musica
 

Bei vielen Pendlern geht schon 1/3 des Lohnes führ Fahrten zur Arbeit drauf.

Diese Leute sollten dann aber einen Umzug zum Arbeitsort erwägen....

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" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

23.04.2012 07:29 Uhr
Philogenes
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Zitat von Klartexter
 

 

Diese Leute sollten dann aber einen Umzug zum Arbeitsort erwägen....

Bei der heute geforderten Flexibilität geht dann dafür ein Drittel der Einkünfte für die ständigen Umzüge drauf.
Ganz abgesehen davon dass sie das mit nicht Kindern machen können und oft beide arbeiten (müssen).
Wie viel Verluste unter Zeitdruck ständig Immoblienverkäufe verursachen können will ich gar nicht näher eingehen.

Vor über 100 Jahren gab es so gut wie keinen Immobilienbesitz in der Arbeitnehmerschaft und später hatte man Jahrzehnte darauf gedrängt und gefördert gerade diese als Altersicherung zu erwerben.

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Text  100% chlorfrei gebleicht, durch glückliche Elektronen erzeugt. Keine Lagerelektronenhaltung, kein Arbeitszwang. 

23.04.2012 07:34 Uhr
pro musica
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Zitat von Klartexter

 

Diese Leute sollten dann aber einen Umzug zum Arbeitsort erwägen....

  Was ändert sich dabei? Dann pendelt eben die Frau. Sehr logisch!

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23.04.2012 08:06 Uhr
Martin
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Zitat von Philogenes
 

Vor über 100 Jahren gab es so gut wie keinen Immobilienbesitz in der Arbeitnehmerschaft und später hatte man Jahrzehnte darauf gedrängt und gefördert gerade diese als Altersicherung zu erwerben.


Um dann unter der SPD-Kanzlerschaft von Schröder die "Flexibilität" und "Mobilität" als Primärtugenden auszurufen was dazu führte, dass ganze Landstriche, insbesondere im Osten, unter der Woche verwaisen und manche Wochenendpendler viele hundert Kilometer einfache Strecke in Kauf nehmen müssen.Wohlgemerkt: Weil es die Politik forderte und förderte!

Martin

23.04.2012 08:09 Uhr
_solon_
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Zitat von pro musica
....
  Bei vielen Pendlern geht schon 1/3 des Lohnes führ Fahrten zur Arbeit drauf.

Das erscheint mir stark übertrieben, besonders das "viele".

Ich kenne die jährliche Pendlerkosten von Augsburg nach München und auch von Augsburg nach Stuttgart auf Heller, Pfennig und Cent genau.

Im übrigen brauche ich nicht zu wiederholen was Klartexter sagte

 

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23.04.2012 08:40 Uhr
pro musica
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Zitat von _solon_

 

Das erscheint mir stark übertrieben, besonders das "viele".

Ich kenne die jährliche Pendlerkosten von Augsburg nach München und auch von Augsburg nach Stuttgart auf Heller, Pfennig und Cent genau.

Im übrigen brauche ich nicht zu wiederholen was Klartexter sagte

 

 Das streite ich Ihnen  nicht ab, dass Sie genauestens wissen was das Pendeln kostet. Ob es dem drittel ihres Nettolohnes entspricht kommt jedoch auf Ihr Einkommen ab. Meine Freundin arbeitet in München. Bei Steuerklasse 5 bleiben von 2200,- noch 900,- übrig. Das Pendeln von Augsburg nach München kostet ca 230,- Euro. Mir entzieht sich, ob der MVV im Monatsabo mit einbegriffen ist.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

23.04.2012 08:53 Uhr
Martin
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Zitat von pro musica
 
Das streite ich Ihnen  nicht ab, dass Sie genauestens wissen was das Pendeln kostet. Ob es dem drittel ihres Nettolohnes entspricht kommt jedoch auf Ihr Einkommen ab. Meine Freundin arbeitet in München. Bei Steuerklasse 5 bleiben von 2200,- noch 900,- übrig. Das Pendeln von Augsburg nach München kostet ca 230,- Euro. Mir entzieht sich, ob der MVV im Monatsabo mit einbegriffen ist.


Verbleiben von 2.200 Brutto letztendlich 670,- Euro. Bei diesem extremen Beispiel stellt sich allerdings schon die Frage, ob die Dame mit einem 400-Euro-Job zwar auf 270,- Euro Netto verzichten müsste, aber vom Kosten/Nutzen Faktor deutlich ökonomischer handeln würde. Von der gewonnenen Freizeit mal abgesehen, Lebenszeit ist immer unersetzlich.

Martin

23.04.2012 09:49 Uhr
pro musica
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Zitat von Martin

 


Verbleiben von 2.200 Brutto letztendlich 670,- Euro. Bei diesem extremen Beispiel stellt sich allerdings schon die Frage, ob die Dame mit einem 400-Euro-Job zwar auf 270,- Euro Netto verzichten müsste, aber vom Kosten/Nutzen Faktor deutlich ökonomischer handeln würde. Von der gewonnenen Freizeit mal abgesehen, Lebenszeit ist immer unersetzlich.

Martin

 Darüber haben wir auch gesprochen. Die Dame spricht: sie findet keine Stelle mehr, wenn sie auf einen 400 Euro job wechselt und diesen verlieren sollte  Da pendelt man lieber. Auch  ist sie der Ansicht, dass der Zeitfaktor nicht eine so grosse Rolle spielt. Würde sie von Stadtmitte nach Königsbrunn oder Gersthofen pendeln müssen, bräuchte sie auch so lange.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

23.04.2012 10:00 Uhr
666
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Wobei die 5er Lohnsteuerklasse schon tödlich ist, insofern ist die Dame schon eher als Ausnahme zu betrachten, bzw Ihre Brutto/Netto Situation ist nicht für sich allein isoliert, sondern in Kombination mit dem Ehepartner zu bewerten.

23.04.2012 10:00 Uhr
vegie
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Zitat von Klartexter
 

 

Diese Leute sollten dann aber einen Umzug zum Arbeitsort erwägen....

....und was macht der ebenso berufstätige Partner??

 

________
die größe und den moralischen Fortschrit einer Nation, kann man daran ermessen, wie sie mit ihren Tieren umgeht

23.04.2012 10:05 Uhr
vegie
Ständiges Mitglied


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Zitat von pro musica
 

 

  Was ändert sich dabei? Dann pendelt eben die Frau. Sehr logisch!

so ähnlich habe ich hier auch schon argumentiert, aber ohne Gegenvorschlag. Ich habe den Verdacht, dass hier viele Singles am Werk sind, oder Alleinverdiener.

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die größe und den moralischen Fortschrit einer Nation, kann man daran ermessen, wie sie mit ihren Tieren umgeht


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