Sonntag, 21. Dezember 2014

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Wohl doch kein Korruptions-Prozess gegen Christian Wulff
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14.01.2013 18:58 Uhr
Anticlark
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Zitat von montebaldo
In der Causa Wulff...

 

... manifestiert sich ein Selbsthass des Deutschen Volkes und die Wollust der Presse als sog. Vierte Gewalt im Staate, ihre Macht zu demonstrieren.

Noch nie seit ich Zeitung lesen kann, wurde eine Person des öffentlichen oder politischen Lebens derartig vernichtet bei vergleichsweise geringen Verfehlungen.

Wulff mag den Vorstellungen vor allem intellektueller Kreise und der Presse von einem würdigen Präsidenten nicht entsprochen haben, er hätte seine Amtszeit dennoch gut und mit Anstand über die Bühne bringen können, hätte Letztere nicht zur großen Jagd geblasen, um einmal zu demonstrieren, was möglich ist, wenn man sie zu sehr reizt.

Das Grundgesetz sieht keine Wahl durch das Volk und keine Abwahl durch die Bundesversammlung vor. Im Grunde hätte Wulff  rein rechtlich nicht mal bei Anklageerhebung zurücktreten MÜSSEN schon gar nicht bei der Aufhebung der Immunität.

Warum stürzt sich fast Gesamtdeutschland in einer wahrhaften Beschimpfungs- und Demütigungsorgie auf Christian Wulff? Es wird auf seine Mittelmäßigkeit verwiesen, Wulff, den die Leitmedien jahrelang als möglichen Kanzler gepriesen hatten. Wäre ein mittelmäßiger Kanzler besser zu ertragen gewesen als ein mittelmäßiger Bundespräsident? Von schnellem Aufstieg und noch schnellerem Fall wird geschrieben. Schneller Aufstieg? Bei jemanden, der seit seiner Jugend seine Karriere entwickelt hat und drei Anläufe brauchte, um MP von Niedersachsen zu werden? Schnell sieht anders aus.

Schnäppchenjägerei und Mitnahmementalität ist ihm vorgeworfen worden. Und nicht zu vergessen, chronische Geldknappheit. Also in etwa das, was bei einer sehr großen Zahl der Bundesbürger auch an der Tagesordnung sein dürfte.

Wissend um die eigenen Schwächen mögen es die Leute nicht, dass einer mit ebensolchen vorne dran steht. Auch wenn keiner gedenkt, sich gute Vorbilder tatsächlich zum Vorbild zu nehmen, so soll ein solches doch eben vorspiegeln, dass es das Volk repräsentiert. Seht her, so toll sind wir. Ein  guter Repräsentant soll also in diesem speziellen Fall die Wirklichkeit eher nicht wiedergeben.

Die Presse hat gezeigt, wozu sie in der Lage ist, wenn sie meint, es reicht.

Und nun, da es vermutlich keine Anklageerhebung geben wird,  muss natürlich die Schuld für das Jagdfieber, das sie offenbar nicht so ganz zu Recht befallen hat, bei Christian Wulff selbst liegen. Er hätte ja können, er hätte nicht müssen... Die Presse hätte auch können, hätte auch nicht müssen… Wie sie ja sonst auch durchaus Zurückhaltung zu üben versteht, wenn sie meint, dass Zurückhaltung angebracht wäre… Sein Umgang mit den aufkommenden Vorwürfen. Ja, im Nachhinein ist gut besser Wissen

Und nun die Überschrift "ihm bleibt ein Strafprozess erspart".

In unserem Rechtsstaat, gibt es so etwas wie die Unschuldsvermutung. Bis ein Gericht jemanden verurteilt, hat er als unschuldig zu gelten. Erst recht, wenn es nicht mal zu einem Prozess kommen wird.

Freisprechen tut nur ein Gericht.

Eine nicht erhobene Anklage ist eine nicht erhobene Anklage und kein Freispruch dritter Klasse.

Soviel Rechtsstaatlichkeit hat, auch wenn es das Volk nicht hören mag,  auch ein in Ungnade gefallener Ex-Präsident verdient.

 

 

Ich schliese mich Ihnen vollumfänglich an; besser konnte man die Sache nicht darstellen.

Es war eine Machtdemonstration der Medien, die jedem Politiker zur Warnung deutlich machen sollte, zu was sie aufgrund ihrer Möglichkeiten das Volk in Wort und Bild zu beeinflussen - auch aufzuhetzen -  fähig sind, dass sie durch ungeheueres Aufbauschen kleinster vermeintlicher Vergehen selbst einen Bundespräsidenten stürzen können.

________
In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht. Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller

14.01.2013 19:05 Uhr
rochus
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Zitat von cato

Warum eigentlich Bild-Sympathisant Wulff dort so in Verschieß geriet, erschließt sich mir immer noch nicht, aber der grundlegende Fehler des Ex-Präsidenten liegt m.E. darin, daß er bei seinem Hauskauf-Kredit so herumtrickste. Er kann doch seinen Kredit nehmen, von wem er will, und wenn es ein Freund ist. Doch er mußte tricksen, und die Meute war alarmiert.

Wenn es bei Politiker um ihr eigenes Geld geht, dann werden alle Register gezogen. Da muss der private Immokredit schon ein paar Prozent unter dem Zinssatz der normal Sterblichen liegen. Bei Steuergelder wird in entgegengesetzter Richtung gehandelt und gedacht.

14.01.2013 20:14 Uhr
Ernst
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Zitat von Bongo
Nur wir Steuerzahler müssen dafür blechen.
Alles wird gut.

Ich bin ja so was von froh in einem Staat leben zu dürfen, wo man von integeren Politikern liebevoll umsorgt wird und diese Umarmung ebenso liebevoll zurückzahlen darf.

________
Nicht alles was er schreibt ist ernst gemeint – aber alles was er ernst meint ist so geschrieben! Zeige mir womit du prahlst und ich sage dir woran dir mangelt! Demokratie =...

14.01.2013 20:28 Uhr
Zaapfenwastel
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Ähnliches kann man im Fall Steinbrück verfolgen....

 

Zitat von Anticlark

 Ich schliese mich Ihnen vollumfänglich an; besser konnte man die Sache nicht darstellen.

Es war eine Machtdemonstration der Medien, die jedem Politiker zur Warnung deutlich machen sollte, zu was sie aufgrund ihrer Möglichkeiten das Volk in Wort und Bild zu beeinflussen - auch aufzuhetzen -  fähig sind, dass sie durch ungeheueres Aufbauschen kleinster vermeintlicher Vergehen selbst einen Bundespräsidenten stürzen können.

....denn durch Falschinterpretationen einiger Aussagen nebst negativer Darstellung in der Presse wird man schnell zum Buhmann der Nation.

Der Fehler Wulff`s war schliesslich die zögerliche Aufarbeitung seiner Fehltritte. Mit mehr Mumm hätte er auch seine familiäre Situation retten können, denn keine Frau möchte gerne einen Mann an der Seite, der nur mit Ausreden eine prekäre Situation retten will. Letztendlich ist die Vorgehensweise eines Bundespräsidenten nicht würdig.

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Sicher is, dass nix sicher is, drum bin i vorsichtshalber misstrauisch (Karl Valentin)

14.01.2013 20:47 Uhr
Kyle
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Rufmord

 

Die haben legal nichts gegen Wulff. Absolut Nichts!

Das ganze war ein schleimiger, schmutziger, Rufmord auf/an Wulff, inszeniert bei der Globalisten-Bande, damit sie Wulff mit ihrer in der Ostzone trainierten Globalisten-Marionette ersetzen konnten.

Eine der gróssten Schweinereien in der deutschen, politischen Geschichte. 

Der Witz, alle glaubten dieser Lúgenbande, - selbst Gauck,ein anstándiger Mann, hatte sicherlich keine Ahnung von diesem klassischen Rufmord.  

________
Homo-Ehen diskriminieren die Frauen. (Kyle)

15.01.2013 08:13 Uhr
_solon_
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Zitat von Kyle
Rufmord

 

Die haben legal nichts gegen Wulff. Absolut Nichts!

...

Das wissen Sie wohl am wenigsten.

Im übrigen ist das in Deutschlang völlig egal ob man sich Informationen legal oder illegal beschafft -> siehe z.B. SteuerCDs.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

15.01.2013 08:17 Uhr
_solon_
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Zitat von cato

Warum eigentlich Bild-Sympathisant Wulff dort so in Verschieß geriet, erschließt sich mir immer noch nicht, aber der grundlegende Fehler des Ex-Präsidenten liegt m.E. darin, daß er bei seinem Hauskauf-Kredit so herumtrickste. Er kann doch seinen Kredit nehmen, von wem er will, und wenn es ein Freund ist. Doch er mußte tricksen, und die Meute war alarmiert.

Letztendlich wird alles auch eine schlechte Öffentlichkeitsarbeit hinauslaufen(unter der Voraussetzung, daß keine Anklage erhoben wird - wovon ich schon etwas länger ausgehe).

Aber darüber sind schon viele gestolpert.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

15.01.2013 08:27 Uhr
beemaster
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Zitat von Kyle
Rufmord

 

Die haben legal nichts gegen Wulff. Absolut Nichts!

Das ganze war ein schleimiger, schmutziger, Rufmord auf/an Wulff, inszeniert bei der Globalisten-Bande, damit sie Wulff mit ihrer in der Ostzone trainierten Globalisten-Marionette ersetzen konnten.

Eine der gróssten Schweinereien in der deutschen, politischen Geschichte. 

Der Witz, alle glaubten dieser Lúgenbande, - selbst Gauck,ein anstándiger Mann, hatte sicherlich keine Ahnung von diesem klassischen Rufmord.  

Wenn ich dich richtig verstehe, dann hälst du die Vorgehensweise der Öffentlichkeit und der Medien gegen Herrn Wulff für falsch. Dann müsste dich doch sehr viel mehr aufregen,. wenn Verkäuferinnen von Wurstwaren wegen einer Scheibe Gelbwurst entlassen werden, oder?

15.01.2013 08:44 Uhr
oetzi
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Zitat von Anticlark

 

Ich schliese mich Ihnen vollumfänglich an; besser konnte man die Sache nicht darstellen.

Es war eine Machtdemonstration der Medien, die jedem Politiker zur Warnung deutlich machen sollte, zu was sie aufgrund ihrer Möglichkeiten das Volk in Wort und Bild zu beeinflussen - auch aufzuhetzen -  fähig sind, dass sie durch ungeheueres Aufbauschen kleinster vermeintlicher Vergehen selbst einen Bundespräsidenten stürzen können.

Ja stimmt, die Medien sind heute die vierte Macht im Staate, wenn ein Politiker in Ungnade gefallen ist dann wird alles mögliche aus den Haaren herbei gezogen, um die Öffentlichkeit zu manipulieren. So wird der Volk im Unterbewusstsein mit dem Willen der Medien geprägt.

Auf der anderen Seite verschwinden Berichte, wo einer den Hubschrauber missbraucht, und dem Volk richtig Geld kostet schnell aus der Berichterstattung, Weshalb wohl?

15.01.2013 08:54 Uhr
Jürgen Marks
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Herrje, was haben Sie bloß für seltsame Vorstellungen von "den Medien" ...

Erstens gibt es "die Medien" überhaupt nicht. Es gibt über 100 Zeitungen, Hunderte Magazine, Tausende Online-Portale oder Blogs, Dutzende Radio- oder TV-Sender. Und jeder entscheidet selbst, auf welche Themen er setzt. Schauen Sie sich die tägliche Vielfalt doch mal an.

Zweitens hat sich doch die einst so kritisierte "vierte Macht" im Staate längst in einer "Graswurzel-Demokratie" eingeordnet. Jeder kann doch heute publizieren. Ob im Blog oder auf Facebook. Zumindest wird diese Demokratisierung heute oft gelobt. Und es ist auch etwas dran.

Wie auch immer: Allen einen schönen Tag!

15.01.2013 09:00 Uhr
beemaster
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Glauben Sie allen Ernstes, das wäre besser????

 

Zitat von oetzi

 

Ja stimmt, die Medien sind heute die vierte Macht im Staate, wenn ein Politiker in Ungnade gefallen ist dann wird alles mögliche aus den Haaren herbei gezogen, um die Öffentlichkeit zu manipulieren. So wird der Volk im Unterbewusstsein mit dem Willen der Medien geprägt.

Auf der anderen Seite verschwinden Berichte, wo einer den Hubschrauber missbraucht, und dem Volk richtig Geld kostet schnell aus der Berichterstattung, Weshalb wohl?

Stellen Sie sich einfach mal vor, wie es wäre, wenn ein Politiler sich dagegen wappnen könnte, bei der Öffentlichkeit, also dem Bürger, in Ungnade zu fallen. Glauben Sie allen Ernstes, das wäre besser????

15.01.2013 09:52 Uhr
montebaldo
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Zitat von Zaapfenwastel
Ähnliches kann man im Fall Steinbrück verfolgen....

 

....denn durch Falschinterpretationen einiger Aussagen nebst negativer Darstellung in der Presse wird man schnell zum Buhmann der Nation.

Der Fehler Wulff`s war schliesslich die zögerliche Aufarbeitung seiner Fehltritte. Mit mehr Mumm hätte er auch seine familiäre Situation retten können, denn keine Frau möchte gerne einen Mann an der Seite, der nur mit Ausreden eine prekäre Situation retten will. Letztendlich ist die Vorgehensweise eines Bundespräsidenten nicht würdig.

Ich stimme Ihnen zu, dass im Fall des Kanzlerkandidaten der SPD, Peer Steinbrück, ähnliche Tendenzen zu erkennen sind. Er soll offenbar aus dieser Rolle geschrieben werden, noch bevor er in diese richtig reingewachsen ist. Diese von der SPD dementierte Meldung, er solle ausgetauscht werden, wenn die Niedersachsenwahl für Rotgrün verloren ginge, zeigt dies gut auf. Das ist Demontagestrategie.

Dennoch machen auch Sie es sich meiner Meinung nach zu einfach, das was im letzten Jahr bis heute in Sachen Wulff stattgefunden hat und stattfindet auf zögerliches Auftreten, wenig Mumm und er habe nicht die nötige Würde für das Amt gezeigt herunter zu brechen.

Zunächst mal hat die Bildzeitung jeden Respekt vor der Würde des Amtes des Bundespräsidenten fahren lassen – nein, nicht indem sie die Sache mit dem Hauskredit in die Öffentlichkeit brachte – sondern mit dem Zeitpunkt, den sie wählte.

Der Bundespräsident befand sich auf Auslandsreise, war nicht vor Ort, hatte keine Zeit, sich dem Vorgang zu widmen, zu reagieren.

Die Veröffentlichung hatte NULL Brisanz. Die Recherchen für den Fall liefen unter Kooperation mit dem BP seit dem Sommer. Auf ein paar Tage hin oder her wäre es nicht angekommen. Aber: Die Bild teilt mitten in den Besuch in " Tausendundeinernacht" mit, dass, sie nun die Kreditgeschichte bringen werde - wahrscheinlich wegen der hübschen Schlagzeile – und Herr Diekmann ist im Zeitalter der Smartphones nicht mehr erreichbar…

Natürlich hat Wulff dann mit der Mailboxansage einen unverzeihlichen Fehler gemacht, mit dem er schlagartig die gesamte Presse, auch die, die der Bild wahrlich nicht wohlgesonnen ist, gegen sich stellte, die das Geschäft dann mitbetrieben. Es war das Signal zum großen Halali.

Ich bin der Überzeugung: Er hatte ab diesem Zeitpunkt keine Chance mehr. Denn mit jedem Tag, den er länger nicht zurücktrat und  mit dem die Umfragen zu seinen Gunsten ausfielen, wurden die Angriffe heftiger persönlicher. Wir erinnern uns: Das Volk stand lange Zeit auf seiner Seite, fand das nicht so dramatisch, auch dann noch als die TV-Auftritte nicht so sehr überzeugend ausfielen. Die Presse aber hatte den Daumen gesenkt und beschlossen, das Volk schon noch weich zu kochen. Wenn sie nichts Neues hatte, wurden die bekannten Fakten so aufbereitet (vor allem in der Überschrift) als wären es neue. Falschmeldungen wurden ohne Prüfung veröffentlicht und abgeschrieben. Dinge, die für Wulff sprachen, wurden in kleinen Randnotizen angemerkt.

Kaum ein Journalist (bis auf einige Ausnahmen) hatte nach Weihnachten noch ein Interesse daran und den Mumm, sich nur an der Sachlage zu orientieren, auch Entlastendes zu bringen, Vorgänge richtig einzuordnen und zu gewichten.

Das Bobby-Car ist da exemplarisch. Einen dämlicheren Vorhalt hat es kaum jemals gegeben, aber statt dass dieser auf den Vorhalter zurückgefallen wäre, wurde es stilisiert als endgültiges Beweismittel, welch schweren Schaden Wulff durch seine "Mitnahmementalität" dem Amt des Bundespräsidenten zufüge.

 Wie leicht lässt man sich doch verblöden.

 Dass man sich des Amtes des Bundespräsidenten nicht würdig erweise, ist nirgendwo im GG als Grund genannt, dass dieser zurücktreten müsse oder dass man ihn berechtigt aus dem Amt kegeln könnte. Zur Not muss man eben auch mit einem unwürdigen leben.

 Sollte gegen Wulff keine Anklage erhoben werden, er also auch nicht verurteilt werden können, hat die Pressekampagne gegen Wulff im Grunde unser Grundgesetz untergraben. Angebliche Selbstreinigung hin oder her.

 

Die zusätzlichen Kosten für die verfrühte Apanage geschehen dem Deutschen Volk recht.

 

 

 

________

15.01.2013 10:07 Uhr
pro musica
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Zitat von oetzi

 

Ja stimmt, die Medien sind heute die vierte Macht im Staate, wenn ein Politiker in Ungnade gefallen ist dann wird alles mögliche aus den Haaren herbei gezogen, um die Öffentlichkeit zu manipulieren. So wird der Volk im Unterbewusstsein mit dem Willen der Medien geprägt.

Auf der anderen Seite verschwinden Berichte, wo einer den Hubschrauber missbraucht, und dem Volk richtig Geld kostet schnell aus der Berichterstattung, Weshalb wohl?

Der Hubschrauber wurde nicht missbraucht!

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

15.01.2013 10:11 Uhr
_solon_
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Zitat von Jürgen Marks

...

Zweitens hat sich doch die einst so kritisierte "vierte Macht" im Staate längst in einer "Graswurzel-Demokratie" eingeordnet. Jeder kann doch heute publizieren. Ob im Blog oder auf Facebook. Zumindest wird diese Demokratisierung heute oft gelobt. Und es ist auch etwas dran.

....

Richtig. Da ist was dran. Aber sind Sie nicht auch der Meinung, daß die "vierte Macht", natürlich meine ich da nur Vertreter, also einzelne dieser Macht, und nicht die Macht als Gesamtheit, manchmal überzieht?

Ich bin mir manchmal nicht sicher ob sich Vertreter dieser Macht auch ihrer Verantwortung bewusst sind.

 

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

15.01.2013 10:20 Uhr
spacevulture
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Zitat von Jürgen Marks

Herrje, was haben Sie bloß für seltsame Vorstellungen von "den Medien" ...

Erstens gibt es "die Medien" überhaupt nicht. Es gibt über 100 Zeitungen, Hunderte Magazine, Tausende Online-Portale oder Blogs, Dutzende Radio- oder TV-Sender. Und jeder entscheidet selbst, auf welche Themen er setzt. Schauen Sie sich die tägliche Vielfalt doch mal an.

Zweitens hat sich doch die einst so kritisierte "vierte Macht" im Staate längst in einer "Graswurzel-Demokratie" eingeordnet. Jeder kann doch heute publizieren. Ob im Blog oder auf Facebook. Zumindest wird diese Demokratisierung heute oft gelobt. Und es ist auch etwas dran.

Wie auch immer: Allen einen schönen Tag!

Da haben Sie ja nicht unrecht, aber:

Z.B. der Bildzeitung kann man eine gewisse "Kampagnenmacht" wohl nicht absprechen, oder?

Und der AZ eine solche für den Raum Augsburg auch nicht - oder wieso ist Gribl sonst OB?

Schlagworte

Christian Wulff | Korruption


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