Mittwoch, 22. Mai 2013

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Zapfenstreich, Ehrensold, Sekretärin, Fahrer und Büro: Wulff will alles
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11.03.2012 11:04 Uhr
cato
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Zitat von Klartexter
 

 

Kandidaten zum Bundespräsidenten werden von den Mitgliedern der Bundesversammlung vorgeschlagen, Frau Merkel gehört zu diesem Personenkreis. Wo also liegt Ihr Problem?

Die BP-Wahl per Bundesversammlung ist längst überholt und resultiert daraus, daß der vom Volk gewählte Reichspräsident Hindenburg schließlich die Urkunde zur Ernennung Hitlers als Reichskanzler unterschrieben hat.

Das ist aus der damaligen (Nachkriegs-)Zeit heraus verständlich, dabei wurde aber vergessen, daß Hindenburg auch von den demokratischen Parteien vorgeschlagen worden war (um Hitler als Reichspräsident zu verhindern). An die Macht gebracht haben schließlich Hitler die Kreise um Papen, Hugenberg usw.

Obwohl im Lande noch viel Unwissen herrscht, ist unserem heutigen Verständnis die Wahl per Bundesversammlung fremd. Allerdings wäre es aber auch dringend erforderlich, Wahltermine zusammenzulegen sowie die viel zu vielen und zu großen demokratischen Gremien und Institutionen, Bundesländer, Bezikstage o.ä. zu überdenken und zu reformieren. Doch dafür wird die Politik die Kraft nicht aufbringen.

11.03.2012 11:07 Uhr
bayer
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Zitat von _solon_

 

Und was folgt daraus - ein Sturm im Wasserglas.

Was nicht geahndet werden kann ist auch nicht strafbar. Es mag Grenzbereiche geben - ok.

Ich ändere meine Ansicht erst wenn Justizia, egal wie, gesprochen hat. Im Vorfeld dazu bewegen wir uns im Bereich eines puritanischen Individualrechts. grummelig

 Na, wenn Sie die Machenschaften des Herrn Wulff, ganz gleich, ob strafbar oder "nur" moralisch verwerfbar, in den Bereich des puritanischen Individualrechts rücken, dann bleibt beim Amt des BP ein anrüchiges Gschmäckle, ganz gleich, wer dieses Amt bekleiden wird.

________
Auch eine Enttäuschung bedeutet einen Schritt vorwärts.-- Max Planck --

11.03.2012 11:16 Uhr
plupps
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Zitat von timewanderer
Seine überbordende Eitelkeit, sein Konservatismus wird für Diskussionen sorgen. Und doch: ER ist eben ein "gestandenes Mannbild".

Wenn Sie noch hinzufügen würden:  ...  Eitelkeit, gepaart mit Selbstgerechtigkeit und Sendungsbewusstsein ...", dann wäre das Bild, das er abgibt, noch etwas plastischer. Aber lassen wir uns überraschen.

11.03.2012 11:22 Uhr
plupps
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Zitat von Klartexter
 

Kandidaten zum Bundespräsidenten werden von den Mitgliedern der Bundesversammlung vorgeschlagen, Frau Merkel gehört zu diesem Personenkreis. Wo also liegt Ihr Problem?

Das Problem liegt darin:
"Die Kandidatenauswahl im Vorfeld der Wahl ist stark von der absehbaren parteipolitischen Stimmverteilung in der Bundesversammlung und parteitaktischen Überlegungen geprägt." (ebd.)

Parteienproporz also. Und solange der Kandidat unter dem Aspekt betrachtet wird, auf welche Zusammensetzung der nächsten Regierung seine Person hinweist - wie zuletzt geschehen -, bleibt alles so wie bisher.

11.03.2012 11:25 Uhr
pkeszler
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Zitat von Klartexter  

Kandidaten zum Bundespräsidenten werden von den Mitgliedern der Bundesversammlung vorgeschlagen, Frau Merkel gehört zu diesem Personenkreis. Wo also liegt Ihr Problem?

Die Kandidaten wurden bisher immer vom regierenden Bundeskanzler bzw. der Kanzlerin ausgesucht und zur Wahl vorgeschlagen. Ebenso haben die Oppositionsparteien eigene Kandidaten aufgestellt. Die Bundesversammlung hat also nicht vorgeschlagen, sondern mehrheitlich über diese Vorschläge abgestimmt.

Das Problem bei der letzten Wahl war eben, dass Frau Merkel nicht den geeigneten Kandidaten vorgeschlagen hatte. Das zeigte sich schon bei der Wahl, als Wulff erst im 3. Wahlgang gewählt werden konnte. Das ist also nicht nur mein Problem, sondern war auch das Problem der Abweichler in den Regierungsparteien.

11.03.2012 11:26 Uhr
Klartexter
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Zitat von cato
 

Die BP-Wahl per Bundesversammlung ist längst überholt und resultiert daraus, daß der vom Volk gewählte Reichspräsident Hindenburg schließlich die Urkunde zur Ernennung Hitlers als Reichskanzler unterschrieben hat.

Die Wahl per Bundesversammlung ist geltendes Recht. Das genügt auch völlig, wenn man sich vor Augen führt, welche Befugnisse ein Bundespräsident hat. Wenn man die Wahl des Präsidenten der USA ansieht, der ja weit mehr Macht hat als der deutsche Präsident, dann entscheidet in Deutschland viel mehr Bevölkerung mit als in den USA! Daher ist die Bundesversammlung keineswegs überholt!

________
" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

11.03.2012 11:31 Uhr
Klartexter
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Zitat von plupps
 

 

Das Problem liegt darin:
"Die Kandidatenauswahl im Vorfeld der Wahl ist stark von der absehbaren parteipolitischen Stimmverteilung in der Bundesversammlung und parteitaktischen Überlegungen geprägt." (ebd.)

Parteienproporz also. Und solange der Kandidat unter dem Aspekt betrachtet wird, auf welche Zusammensetzung der nächsten Regierung seine Person hinweist - wie zuletzt geschehen -, bleibt alles so wie bisher.

Ich weiß, aber das ist doch nicht nur beim Bundespräsidenten so. Auch der Kanzler wird uns aufdoktriniert, letztlich hat der Wähler nicht einmal Einfluss auf die Platzierung der einzelnen Bundestagskandidaten. Das geht leider nur in der Kommunalwahl, dass man bestimmte Kandidaten nach vorne wählen kann.

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" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

11.03.2012 11:33 Uhr
plupps
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Zitat von Klartexter
 

 

Die Wahl per Bundesversammlung ist geltendes Recht. Das genügt auch völlig, wenn man sich vor Augen führt, welche Befugnisse ein Bundespräsident hat. Wenn man die Wahl des Präsidenten der USA ansieht, der ja weit mehr Macht hat als der deutsche Präsident, dann entscheidet in Deutschland viel mehr Bevölkerung mit als in den USA! Daher ist die Bundesversammlung keineswegs überholt!

Aber die Bundesversammlung ist  doch nichts anderes als die handverlesene parteiinterne Auswahl von Sympathisanten und Mitgliedern aus allen möglichen gesellschaftlichen Bereichen und Berufen, meist jedoch aus sehr publikumswirksamen. Also Bundestag mal zwei, sonst nix.  Eigentlich ein ganz großer Etikettenschwindel.

11.03.2012 11:36 Uhr
Klartexter
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Zitat von pkeszler
 

 

Das Problem bei der letzten Wahl war eben, dass Frau Merkel nicht den geeigneten Kandidaten vorgeschlagen hatte. Das zeigte sich schon bei der Wahl, als Wulff erst im 3. Wahlgang gewählt werden konnte. Das ist also nicht nur mein Problem, sondern war auch das Problem der Abweichler in den Regierungsparteien.

Die Wahl ist doch geheim, somit hätte auch der Abweichler Herrn Gauck wählen können. Erinnern Sie sich noch an das Drama von Heide Simonis in Schleswig-Holstein? Da hat auch ein Abweichler anders entschieden

________
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11.03.2012 11:41 Uhr
Bongo
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Ja lebt denn der alte Amigo-Wulff noch ?????

>>>>Ja er lebt, noch, ja, er lebt noch, mit Ehrensold, Sekretaerin, Fahrer und Leibwaechter im warmen Birro mit Koenigin.

>>>>>und wenn er sich nicht totlacht, lebt er so weiter laut lachendbis ans Lebensende

________
   

11.03.2012 11:51 Uhr
plupps
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Zitat von Bongo
Ja lebt denn der alte Amigo-Wulff noch ?????

>>>>Ja er lebt, noch, ja, er lebt noch, mit Ehrensold, Sekretaerin, Fahrer und Leibwaechter im warmen Birro mit Koenigin.

>>>>>und wenn er sich nicht totlacht, lebt er so weiter laut lachendbis ans Lebensende

Hab heute beim Bäcker auf der Bild-Titelseite gelesen, dass er sich in einem Kloster erholt und seine Gesundheitszustand überprüfen lässt. Weiß aber nicht, ob in Einzel- oder Doppelzelle. Jedenfalls spart dieser Aufenthalt dem Steuerzahler etwas Geld, weil W. in der Zeit keinen Dienstwagen und kein Büro braucht. Und von seinem monatlichen Ehrensold kann er sich auch einiges sparen, es ist ja kein 5*-Hotel. Aber wahrscheinlich spendiert das Kloster dem gläubigen Katholiken den Aufenthalt. Also wieder was gespart. Zum Schluss halt dann 'nen Hunderter in die Sonntagskollekte Breites Grinsen

11.03.2012 11:52 Uhr
googelix
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Zitat von Bongo
Ja lebt denn der alte Amigo-Wulff noch ?????

>>>>Ja er lebt, noch, ja, er lebt noch, mit Ehrensold, Sekretaerin, Fahrer und Leibwaechter im warmen Birro mit Koenigin.

>>>>>und wenn er sich nicht totlacht, lebt er so weiter laut lachendbis ans Lebensende

 Ich denke, das Lachen ist Wulff zwischenzeitlich vergangen, der kurze Weg von der ersten Person im Staate zum Noname ist sicherlich nicht vergnügungssteuerpflichtig. Die von Ihnen zitierte "Königin" dürfte an diesem Ansehensverlust auch zu knabbern haben.

Damit Sie mich nicht missverstehen: Zu Recht, völlig zu Recht!

________
Die Welt ist nicht so einfach, wie sie manchen erscheint.

11.03.2012 11:54 Uhr
pkeszler
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Zitat von Klartexter  

Die Wahl ist doch geheim, somit hätte auch der Abweichler Herrn Gauck wählen können. Erinnern Sie sich noch an das Drama von Heide Simonis in Schleswig-Holstein? Da hat auch ein Abweichler anders entschieden

Die Rolle der Abweichler war immer schon ein Problem der Parteien - Beispiel Hessenwahl vor einigen Jahren.

Ich könnte mir vorstellen, dass künftig ein parteiunabhängiges Gremium, das sich aus Vertretern von Sozialverbändeneinen, Gewerkschaften, Kirchen u.a. zusammensetzt, einen oder mehrere PB-Kandidaten der Bundesversammlung zur Wahl vorschlägt oder sogar selbst wählt, denn die jetzige Zusammensetzung der Bundesversammlung ist ja praktisch die Wiederspiegelung der Zusammensetzung des Bundestages, ergänzt durch die Vertreter der Bundesländer. 

11.03.2012 12:23 Uhr
Bongo
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Die einen spielen Lotto, die anderen werden Bundespraesident

 

Zitat von googelix

 

 Ich denke, das Lachen ist Wulff zwischenzeitlich vergangen, der kurze Weg von der ersten Person im Staate zum Noname ist sicherlich nicht vergnügungssteuerpflichtig. Die von Ihnen zitierte "Königin" dürfte an diesem Ansehensverlust auch zu knabbern haben.

Damit Sie mich nicht missverstehen: Zu Recht, völlig zu Recht!

Einer, der mangels Qualifikation & Faehigkeiten & Charakter nie haette BP werden duerfen und nur durch eine ebenso unqualifizierte Person dazu berufen wurde, nur weil er alles mitmachte & willig war und eine Koenigin, die vom Eskort-Service kommt, lachen sich gemeinsam taeglich kaputt ueber so viel Dummheit & Geldsegen. laut lachend

________
   

11.03.2012 13:35 Uhr
googigo
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Appell an alle!

Die FOREN zum Thema "Wulff", "Ehrensold" etc. verschwinden langsam aus dem Focus des täglichen Interesses und Medienangebots. Das ist eigentlich ein ganz natürlicher Prozess.

Für alle diejenigen, die vorhatten (und vorhaben!), etwas in Bezug auf die Ruhebezüge des Bundespräsidenten und den Ehrensold zu verändern, wird es damit immer schwerer, eine Plattform zu finden, um auf die deswegen eingereichte Petition hinzuweisen.

Deshalb versuche ich - auch der Sache wegen wiederholt - an Euch zu appellieren, Euch auf der Petitionsseite zu registrieren und mitzuzeichnen. Ansonsten waren tausende Forumsseiten zwar ein privates Ventil, aber im Nachhinein bleibt nur heiße Luft....

So engagiert, wie sich hier Einige geäußert haben, kann dies doch nicht Euer Wille sein, oder ;-) ?

>>Hier geht's also zum Link:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=22818

Jede Stimme zählt, MACHT MIT, steht zu Eurer Meinung!
Es werden 50000 STIMMEN insgesamt benötigt, derzeitiger Stand: 6805 Mitzeichner der Petition, d.h. es ist noch viel zu tun!!!!

>>Leitet den Link im Bekanntenkreis und anderen Threads weiter, vielleicht auch per Twitter, Facebook etc......

Beweist "denen da oben", dass Ihr Euch ernsthaft interessiert und engagiert und nicht nur in vergänglichen Foren Dampf ablasst.... :-))

________

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