Sonntag, 19. Mai 2013

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Ulmer Arzt: Piraten müssen Sozialwesen retten!
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27.04.2012 21:14 Uhr
Morgan le Fay
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Ulmer Arzt: Piraten müssen Sozialwesen retten!

Ein Ulmer Arzt, weit über die Grenzen Ulms hinaus bekannt und der auch im Stadtrat sitzt, hat sich mit einer unglaublichen Geschichte an die Ulmer Piraten gewandt, die die Sache an mich weitergeleitet haben.

Seit 22 Monaten versucht der Arzt für seine Patientin, die ALG2-Empfängerin ist, eine Leistung durch die Krankenkasse zu erreichen. Diese Leistung wurde ihr von einer Kasse versprochen, wenn sie wechseln würde. Allerdings hielt man das Versprechen nicht und so versuchte die mittlerweile suizidgefährdete Patientin, sich das Geld für die Leistung selbst zusätzlich zu verdienen.

Und so jobbte sie als 400 Euro-Kraft mit dem Erfolg, dass man ihr das Geld wieder von den Regelleistungen abzog. Der Arzt, der sich in bewundernswerter Weise für seine Patientin einsetzt, hat mittlerweile alles Menschenmögliche versucht, doch Schreiben, z.B. an das Gesundheitministerium blieben lange Zeit unbeantwortet. Nun hat sich offenbar doch noch Bahr mit einem ("unverschämten") Schreiben beim Arzt gemeldet. Die Kasse wiegelt mit Berufung auf einschlägiges Recht eine Übernahme der Kosten ab.

Doch ohne Hilfe kann die Frau weder am täglichen Leben teilnehmen und schon gar nicht arbeiten. Sie ist schwer depressiv und wie gesagt suizidgefährdet.

Der Arzt war 40 Jahre Mitglied der CDU, die er nun verlassen hat, nachdem man dort anscheinend keinen Handlungsbedarf für solche Fälle sieht.

Nun hat er sich an uns gewandt, möchte mich persönlich kennenlernen.


Natürlich ist das für mich wie ein Ritterschlag! Braucht es eigentlich noch mehr Beweise, bis man mal erkennt, wie perfide unser Sozialsystem sein kann?

Gut, solche Fälle kommen nicht täglich vor, aber sie kommen nicht selten vor und man muss leider sagen, dass es auch unserem hoch gelobten und sozialen Staat sche!ßegal ist, wie diese Leute ihr Dasein fristen müssen.

Genauso gut könnte man ihnen einen Brief schreiben, in dem man ihnen mitteilt, dass es den Sozialämtern und Krankenkassen völlig wurscht ist, ob die Leute draufgehen oder nicht.

Der Arzt möchte uns nun "zuarbeiten", wie er sich ausgedrückt hat und er verbindet seine ganze Hoffnungen mit unserer Partei, die noch nicht einmal ein offizielles Programm zu Gesundheitswesen hat.

Für meine Begriffe ist das Verzweiflung pur.

________
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28.04.2012 08:35 Uhr
Klartexter
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Klingt ein wenig nach Räuberpistole, werter Morgan. Denn wenn besagte Dame ALG2 bezieht, dann erschließt sich mir nicht, wie und warum sie die Krankenkasse wechseln will. Außerdem sollte man ja eigentlich wissen, dass Zusagen nur in schriftlicher Form eine Rechtsverbindlichkeit haben.

Einen Widerspruch sehe ich auch in diesen Aussagen:

Zitat von Morgan le Fay
 

Doch ohne Hilfe kann die Frau weder am täglichen Leben teilnehmen und schon gar nicht arbeiten . Sie ist schwer depressiv und wie gesagt suizidgefährdet.

 

Zitat von Morgan le Fay
 

Allerdings hielt man das Versprechen nicht und so versuchte die mittlerweile suizidgefährdete Patientin, sich das Geld für die Leistung selbst zusätzlich zu verdienen.

Und so jobbte sie als 400 Euro-Kraft mit dem Erfolg, dass man ihr das Geld wieder von den Regelleistungen abzog.

Ja wie denn nun? Einerseits kann sie angeblich nicht arbeiten, andererseits macht sie es aber. Wenn die Frau suizidgefährdet ist, dann wird sie jederzeit in einer Psychatrie aufgenommen. Hier in Bayern sind das die Bezirkskrankenhäuser, in BW nennt sich das meines Wissens Landeskrankenhaus.

Ich weiß auch nicht, warum besagter Arzt die CDU verlassen hat. Wegen der angeblich unverschämten Antwort von Herrn Bahr? Dem Arzt sollte eigentlich schon bekannt sein, dass das Gesundheitsministerium derzeit politisch in der Verantwortung der FDP steht. Herr Bahr gehört auch dieser Partei an. Auch von daher ist Ihre Story diffus.

Ihre Partei vertritt ja die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens. Offenbar sieht besagte Dame das ALG2 als ein solches, warum sonst beklagt sie sich, dass eigene Einkünfte von den Regelleistungen abgezogen werden? Und offenbar wünscht sie - oder der Arzt - eine Leistung der Kasse, die von dieser nicht als notwendig zur Genesung anerkannt ist. Mit Sicherheit gibt es aber eine alternative Leistung, nur scheint die dieser Dame nicht zu gefallen.

Zitat von Morgan le Fay

Natürlich ist das für mich wie ein Ritterschlag! Braucht es eigentlich noch mehr Beweise, bis man mal erkennt, wie perfide unser Sozialsystem sein kann?

Ob das wirklich ein Ritterschlag ist? Unschuldig

Meine Partnerin hatte im Februar eine schwere Operation am Fuß, für die sie als privat Versicherte aber keinen Anspruch auf eine Reha hat. Die Kasse zahlt zwar alle Behandlungen durch Ärzte und Physiotherapeuten, aber keinen stationären Aufenthalt in einer bestimmten Reha-Klinik. Dabei befürwortet der behandelnde Arzt eine solche Reha-Maßnahme. Aber die Kasse machte bereits vor der OP klar, dass sie hier keine Leistungen übernimmt. Perfide?

Es gibt sicher Verbesserungsbedarf im Gesundheitssystem, aber Ihr geschilderter Fall gehört meines Erachtens nicht dazu. Warum machen Sie den Staat verantwortlich für das Wohlergehen der Bürger?

Zitat von Morgan le Fay

Gut, solche Fälle kommen nicht täglich vor, aber sie kommen nicht selten vor und man muss leider sagen, dass es auch unserem hoch gelobten und sozialen Staat sche!ßegal ist, wie diese Leute ihr Dasein fristen müssen.

Genauso gut könnte man ihnen einen Brief schreiben, in dem man ihnen mitteilt, dass es den Sozialämtern und Krankenkassen völlig wurscht ist, ob die Leute draufgehen oder nicht.

Jeder sollte für sich selbst Verantwortung übernehmen! Es ist nicht Sache des Staates! Und nochmal: Eine medizinische Versorgung bekommen auch ALG2 Empfänger, niemand muss "draufgehen". Nein!

________
" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

28.04.2012 08:49 Uhr
Gast_726401649
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Beiträge: 582

 

Zitat von Morgan le Fay
Ulmer Arzt: Piraten müssen Sozialwesen retten!

 

Seit 22 Monaten versucht der Arzt für seine Patientin, die ALG2-Empfängerin ist, eine Leistung durch die Krankenkasse zu erreichen. Diese Leistung wurde ihr von einer Kasse versprochen, wenn sie wechseln würde. Allerdings hielt man das Versprechen nicht und so versuchte die mittlerweile suizidgefährdete Patientin, sich das Geld für die Leistung selbst zusätzlich zu verdienen.

 

Doch ohne Hilfe kann die Frau weder am täglichen Leben teilnehmen und schon gar nicht arbeiten. Sie ist schwer depressiv und wie gesagt suizidgefährdet.

 

Nun hat er sich an uns gewandt, möchte mich persönlich kennenlernen.


Natürlich ist das für mich wie ein Ritterschlag! Braucht es eigentlich noch mehr Beweise, bis man mal erkennt, wie perfide unser Sozialsystem sein kann?

 

Für meine Begriffe ist das Verzweiflung pur.

Sehr geehrter M.l.F.

  • um welche "besondere" Leistungen würde es sich denn in diesem Fall handeln? Konkrete Hintergründe schildern Sie leider nicht.
  • Schwer depressive und suicidgefährdete Patienten erhalten auch in "unserem perfiden" -glucks- Sozialsystem SOFORT die notwendige professionelle Hilfe.
  • schön für Sie und Glückwunsch
  • ein Ritterschlag? Werden durch Ihren Einfluß die verlangten "Leistungen"   jetzt sofort bereitgestellt?
  • kann es sein, dass diese "Verzweiflung" des Arztes hausgebacken ist?
  • ..und dass die Leute "draufgehen" und allen das sch...egal ist finde ich schon sehr weit her geholt
  • ...ansonsten -sorry ich schätze Ihr Engagement an sich sehr- aber hier schließe ich mich vollumfänglich dem User Klartexter an. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass nun die Piraten als letzte Instanz sozusagen die Sache "in den Griff" bekommen. 

Ein bisschen habe ich schon den Eindruck, dass Sie sich zu wichtig nehmen. Whistling

Zitat von  Morgan le Fay
Ulmer Arzt: Piraten müssen Sozialwesen retten! 

 

Weiß Ihr Ulmer Arzt eigentlich, dass Sie die Idee haben die Ärzte im Angestelltenverhältnis zu beschäftigen?  Breites Grinsen

 

Zuletzt geändert von Gast_726401649, am 28.04.2012 um 09:04 Uhr
28.04.2012 10:51 Uhr
Morgan le Fay
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Die Geheimniskrämerei ist vorläufiger Wunsch des Arztes. Sobald er mir grünes Licht gibt, kann ich mit Details antworten.

Gestern abend hat er sich mit einer MdB getroffen. Ich erhalte Bescheid, was da rausgekommen ist.

@klartexter

Ist jetzt off topic, aber ein Hinweis, was die Lebenspartnerin angeht: Selbstverständlich haben auch privat Versicherte Anspruch auf eine Reha-Maßnahme! Nur kommt es auf die Art der Erkrankung an, ob die Kosten dafür von der Renten- oder von der Krankenversicherung übernommen werden. Aber einer MUSS zahlen.

Ich selbst war 2005 nach meinem Herzinfarkt auch in der Reha, nachdem sich die Rentenversicherung (widerrechtlich wie sich später herausstellte) geweigert hatte, die Kosten dafür zu übernehmen. Die PKV übernahm die Kosten dann.

 

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28.04.2012 11:12 Uhr
Morgan le Fay
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Zitat von Mullerto
  Schwer depressive und suicidgefährdete Patienten erhalten auch in "unserem perfiden" -glucks- Sozialsystem SOFORT die notwendige professionelle Hilfe.

Das werden Sie zurücknehmen müssen, wenn Sie die Details kennen (siehe vorigen Beitrag)

 

Zitat von Mullerto
 
Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass nun die Piraten als letzte Instanz sozusagen die Sache "in den Griff" bekommen. 

Weiß Ihr Ulmer Arzt eigentlich, dass Sie die Idee haben die Ärzte im Angestelltenverhältnis zu beschäftigen?  Breites Grinsen

 

Der Ulmer Arzt sieht es aber nach 40 Jahren CDU und langjährigen Kontakten zur Politprominenz anscheinend so.

Nein, meine Idee (mehr ist es nicht!) habe ich ihm noch nicht vorgetragen. Er ist aber selbst Betroffener des Systems, insofern er seine Praxis nicht wieder zugelassen bekommt und somit nicht an seine Kinder übergeben darf. Er wäre bestimmt froh, wenn diese für ein ansehnliches Fixgehalt angestellt würden.

Übrigens erwähnte er in dem Zusammenhang Unglaubliches: Angeblich würden Patientenkarteien von aufzugebenden Praxen von Drogerieketten und Pharmaunternehmen aufgekauft. Dieser Sache muss ich noch nachgehen.

Schon allein deshalb bin ich an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Arzt interessiert, der mich in ein Toprestaurant im Karlsruher Raum einladen wollte. Selbstverständlich habe ich abgelehnt, um jede Missverständnis von vornherein vorzubeugen. Auch weiß er, dass wir uns als eine Bürgerrechtspartei verstehen und uns nicht von den Ärzten für ihre Interessen vor den Karren spannen lassen werden. Das habe ich gleich zu Anfang klar zum Ausdruck gebracht, da es mich durchaus selbst erstaunt, dass jemand wie er durch uns (mich) Hilfestellung sucht.

 

Zitat von Klartexter
  Und nochmal: Eine medizinische Versorgung bekommen auch ALG2 Empfänger, niemand muss "draufgehen". Nein!

Auch Sie werden das zurücknehmen müssen.

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Zuletzt geändert von Morgan le Fay, am 28.04.2012 um 11:20 Uhr
28.04.2012 11:23 Uhr
Gast_726401649
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Zitat von Morgan le Fay
 

Ulmer Arzt: Piraten müssen Sozialwesen retten!   

Die Geheimniskrämerei ist vorläufiger Wunsch des Arztes. Sobald er mir grünes Licht gibt, kann ich mit Details antworten.

Gestern abend hat er sich mit einer MdB getroffen. Ich erhalte Bescheid, was da rausgekommen ist.

Ich frage mich allerdings schon, wieso nun "plötzlich" die Piraten das Sozialsystem retten könnten. Mal abgesehen von den jüngeren Mitgliedern und die Ideen dieser Partei -die ich nicht alle unbedingt schlecht finde, denke ich, warum z.B. Sie oder dieser Arzt der 40! Jahre in einer Partei war sich nicht in irgendeiner Form engagiert haben?

Sieht man nun plötzlich die Möglichkeit, sich irgend wie und irgend wo zu proflieren? Haben die, die jetzt am Schimpfen und am "Ändern" sind die ganzen Jahre gepennt?

Was hat dieser Arzt -40 Jahre Parteimitglied und Stadtrat- diese vielen Jahre denn gesundheitspolitisch getan? Nicht einmal eine Petition eingreicht, in irgend welchen Gremien mitgewirkt, sich in irgend einer anderen Form für das System eingesetzt? 

Und was haben Sie die vielen Jahre vorher gemacht? Sie sind doch auch nicht mehr der Jüngste und seit Jahrzehnten im Gesundheitswesen selbstständig. Haben Sie nicht auch viele Jahre (lässt man die letzten Reformen mal weg) vom "System" gut gelebt?

Diese Fragen stellen sich mir einfach, ich kann mir nicht helfen. Die Piraten werden jedenfalls noch lange nicht in der Lage sein, das "System" von heut auf morgen "zu retten" .

 

 Die Geheimniskrämerei bewerte ich übrigens negativ. Dann hätte man gleich erst warten sollen bis Fakten Fakten bekannt sind.  Zurücknehmen, werde ich Teile meiner Meinung darüber erst dann, wenn nachvollziehbare und überprüfbare Tatsachen auf dem Tisch liegen.

Meiner Meinung nach und für mich gesprochen klingt das alles nach ein wenig Wahlwerbung und ziemlich polemisch. Einfaltsreich für mich zumindest nicht, mag sein das einige auf diesen Zug aufspringen. 

 


Zuletzt geändert von Gast_726401649, am 28.04.2012 um 11:37 Uhr
28.04.2012 14:03 Uhr
Alois
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Zitat von Morgan le Fay
Ulmer Arzt: Piraten müssen Sozialwesen retten!

Nun hat er sich an uns gewandt, möchte mich persönlich kennenlernen.


Natürlich ist das für mich wie ein Ritterschlag! Braucht es eigentlich noch mehr Beweise, bis man mal erkennt, wie perfide unser Sozialsystem sein kann?

Gut, solche Fälle kommen nicht täglich vor, aber sie kommen nicht selten vor und man muss leider sagen, dass es auch unserem hoch gelobten und sozialen Staat sche!ßegal ist, wie diese Leute ihr Dasein fristen müssen.

Unser Sozialsystem ist schon lange nicht mehr sozial. Es ist zu einem Selbstbedienungsladen mutiert.

Aber sind es nicht gerade viele Ärzte und andere Berufsgruppen dieses Systems, die ganz besonders aus dem Vollen schöpfen? Jene also, von denen man eigentlich erwarten könnte, dass sie Verantwortung für das Gelingen unseres Sozialsystems übernehmen und auch eine Vorbildfunktion innerhalb dieser Solidargemeinschaft haben. Und genau das Gegenteil tun viele von ihnen aus reinem Egoismus und Profitgier.

Ich setze meine Hoffnung in der Hinsicht auch auf die Piraten, weil von den etablierten Parteien nichts mehr zu erwarten ist. Nur sollten Ärzte, Optiker und alle jene, die sich aus dem Topf bedienen, nicht darüber abstimmen dürfen, wie die Gelder aus dem Topf verteilt werden. Sie sollten zwar schon ihren Senf während der Diskussion dazugeben dürfen, bei der Abstimmung müssen sie aber wegen Befangenheit ausgeschlossen werden.
Über die Vergaberegeln  der Beitragsgelder sollten nur jene Bürger entscheiden dürfen, die ausschließlich Beitragszahler sind und ihren Lebensunterhalt nicht auch noch aus dem Sozialtopf bestreiten. Ansonsten wird das System immer mehr zu einem Selbstbedienungsladen der Ärzte, Pharmazeuten, Apotheker, Kassenvorstände und anderer "Sozialberufe".
Diese perfide Entwicklung gehört gestopt, weil sie sonst mit immer mehr existenz- und lebensbedrohenden Nachteilen für die Versicherten einhergeht. Und die Vergaberegeln gehören so klar und deutlich formuliert, dass ein Patient nicht der Willkür von Verwaltungsbeamten ausgeliefert ist. Schließlich bedienen sich diese Beamten und Angestellten der Sozialverwaltung ja auch aus dem Topf. Bei wirklich strittigen Fällen sollte ein  Gremium aus Beitragszahlern unter Hinzuziehung von ärztlichen Beratern entscheiden. Wobei die Ärzte aber nur eine Beraterfunktion haben und selber kein Stimmrecht haben sollten.

Mit anderen Worten, dieses System bedraf grundlegender Veränderungen. Mit Reförmchen oder gar Einzefallentscheidungen ist es nicht mehr getan!

Zuletzt geändert von Alois, am 28.04.2012 um 15:47 Uhr
29.04.2012 00:11 Uhr
Alois
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Zitat von Morgan le Fay
Ulmer Arzt: Piraten müssen Sozialwesen retten!

Jetzt wirds wohl nix mit der Rettung des Sozialsystems durch die Piraten, nachdem ein Beamter neuer Piratenkapitän wurde. Jetzt wird wohl der Selbsbedienungsladen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gerettet. Fatale Fehlbesetzung!

Schlömer neuer Piraten-Chef

weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/nachrichten/deutschland/169370w-piraten-chef-regierungsverantwortung-bereit#.A1000146
Schlömer neuer Piraten-Chef

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Schlömer neuer Piraten-Chef

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Schlömer neuer Piratenchef. Der 41-jährige Regierungsdirektor im Verteidigungsministerium erhielt auf dem Parteitag in Neumünster mit 66,6 Prozent die meisten Stimmen der acht Kandidaten.

29.04.2012 00:33 Uhr
I.B.O
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Zitat von Alois
 

Jetzt wirds wohl nix mit der Rettung des Sozialsystems durch die Piraten, nachdem ein Beamter neuer Piratenkapitän wurde. Jetzt wird wohl der Selbsbedienungsladen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gerettet. Fatale Fehlbesetzung!

Schlömer neuer Piraten-Chef

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Schlömer neuer Piraten-Chef

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Schlömer neuer Piraten-Chef

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Schlömer neuer Piratenchef. Der 41-jährige Regierungsdirektor im Verteidigungsministerium erhielt auf dem Parteitag in Neumünster mit 66,6 Prozent die meisten Stimmen der acht Kandidaten.

Aber Alois, sieh doch nicht gleich schwarz. Erstmal abwarten. Zwinkernd

29.04.2012 00:46 Uhr
Alois
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Zitat von I.B.O

 Aber Alois, sieh doch nicht gleich schwarz. Erstmal abwarten. Zwinkernd

Naja, mir schwant aber schlimmes..... ob abwarten und Tee trinken in dem Fall was bringt?

29.04.2012 00:54 Uhr
I.B.O
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Zitat von Alois
 

Naja, mir schwant aber schlimmes..... ob abwarten und Tee trinken in dem Fall was bringt?

Mir noch nicht......aber ja, ist gut für die Pumpe. Zwinkernd

29.04.2012 01:57 Uhr
Katzenpfoten
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Zitat von Alois

 

Nur sollten Ärzte, Optiker und alle jene, die sich aus dem Topf bedienen, nicht darüber abstimmen dürfen, wie die Gelder aus dem Topf verteilt werden. Sie sollten zwar schon ihren Senf während der Diskussion dazugeben dürfen, bei der Abstimmung müssen sie aber wegen Befangenheit ausgeschlossen werden.
Über die Vergaberegeln  der Beitragsgelder sollten nur jene Bürger entscheiden dürfen, die ausschließlich Beitragszahler sind und ihren Lebensunterhalt nicht auch noch aus dem Sozialtopf bestreiten. Ansonsten wird das System immer mehr zu einem Selbstbedienungsladen der Ärzte, Pharmazeuten, Apotheker, Kassenvorstände und anderer "Sozialberufe".
Diese perfide Entwicklung gehört gestopt, weil sie sonst mit immer mehr existenz- und lebensbedrohenden Nachteilen für die Versicherten einhergeht. Und die Vergaberegeln gehören so klar und deutlich formuliert, dass ein Patient nicht der Willkür von Verwaltungsbeamten ausgeliefert ist. Schließlich bedienen sich diese Beamten und Angestellten der Sozialverwaltung ja auch aus dem Topf. Bei wirklich strittigen Fällen sollte ein  Gremium aus Beitragszahlern unter Hinzuziehung von ärztlichen Beratern entscheiden. Wobei die Ärzte aber nur eine Beraterfunktion haben und selber kein Stimmrecht haben sollten.

Mit anderen Worten, dieses System bedraf grundlegender Veränderungen. Mit Reförmchen oder gar Einzefallentscheidungen ist es nicht mehr getan!

 Hervorragende Idee! Entscheidungen treffen nur noch durch Fachwissen nicht vorbelastete Laien.

Man sollte das Ganze dann aber bitte doch gleich ganz konsequent anpacken und nur noch Kindergartenkinder, oder noch besser die Schimpansen aus dem Tierpark Hellabrunn entscheiden lassen, die sind ganz bestimmt nicht voreingenommen und werden bestimmt verhindern daß ein böser Leistungserbringer im Gesundheitswesen 5 Cent zuviel verdient. Qualität und Expertise wird offensichtlich überschätzt.

29.04.2012 02:49 Uhr
Alois
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Zitat von Katzenpfoten

Hervorragende Idee! Entscheidungen treffen nur noch durch Fachwissen nicht vorbelastete Laien.

Man sollte das Ganze dann aber bitte doch gleich ganz konsequent anpacken und nur noch Kindergartenkinder, oder noch besser die Schimpansen aus dem Tierpark Hellabrunn entscheiden lassen, die sind ganz bestimmt nicht voreingenommen und werden bestimmt verhindern daß ein böser Leistungserbringer im Gesundheitswesen 5 Cent zuviel verdient. Qualität und Expertise wird offensichtlich überschätzt.

Sieht da jemand schon seine Felle davonschwimmen? "5 Cent zuviel verdient" nennen Sie es also, wenn z.B. der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen mehr verdient als die Bundeskanzlerin.  

Wohin uns die jetzige Regelung bringt, kann man ja allerorts beobachten. Schimpansen zeigen gegenüber ihren Artgenossen ein sozialeres Verhalten, als dies ihre sogenannten Leistungserbringer tun.

29.04.2012 07:03 Uhr
Gast_726401649
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Beiträge: 582

 

Zitat von Alois
 

 

Sieht da jemand schon seine Felle davonschwimmen? "5 Cent zuviel verdient" nennen Sie es also, wenn z.B. der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen mehr verdient als die Bundeskanzlerin.  

Wohin uns die jetzige Regelung bringt, kann man ja allerorts beobachten. Schimpansen zeigen gegenüber ihren Artgenossen ein sozialeres Verhalten, als dies ihre sogenannten Leistungserbringer tun.

Alois ich schätze Ihre Meinung und Beiträge sehr, aber bitte bitte kommen Sie nicht mit diesen albern polemischen Agumenten der Volkseele, nämlich den Gehältern von Vorständen etc.. Das ist ein ganz billiger pauschaler Vergleich der nichts mit den Leistungen einer Kasse zu tun hat. Die Sache ist viel komplexer als viele denken und das Gehalt eines KV Vorstandes herunterzuschrauben wird kein Leben retten.

Das sind nämlich genau die Wahlkampfsprüche: "armer alter kranker Patient der Beiträge zahlt und draufgehen kann wird gerettet, reiche wohlhabende Kassen und Verbände, samt Pharmaindustrie, die sich damit bedienen werden ....?. Oh je oh je...

Dann frage mich auch was der Vorstand meiner Versicherungsgesellschaft verdient, das ganze Vertreterheer die Jahrzehnte über, oder der Chef vom ADAC. Da meckert keiner.

Auf die Lösung der Piraten wie "die Sozialsysteme gerettet werden" bin ich ja mal gespannt. Vielleicht durch das bedingungslose Grundeinkommen oder die straffreie Schwarzfahrt?  Ja!

 

Bingo  Lachend Lachend

Schlömer neuer Piratenchef Der 41-jährige Regierungsdirektor im Verteidigungsministerium erhielt auf dem Parteitag in Neumünster mit 66,6 Prozent die meisten Stimmen der acht Kandidaten.
Zuletzt geändert von Gast_726401649, am 29.04.2012 um 07:06 Uhr
29.04.2012 10:21 Uhr
Alois
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Zitat von Mullerto

Die Sache ist viel komplexer als viele denken und das Gehalt eines KV Vorstandes herunterzuschrauben wird kein Leben retten.

Seh ich anders. Diese ausufernden Gehälter in den Führungsetagen der Institutionen bedingen nämlich auch Armut bei anderen Menschen. Und Arme sterben nunmal laut statistischem Bundesamt einige Jahre früher als die Besserverdienenden.

Aber Sie haben tatsächlich recht, wenn Sie sagen, dass es komplexer ist. Die noch größere Verschwendung von Beitragsgeldern findet z.B. durch die überbordende Bürokratie statt. Wenn aufgrund der Verwaltungsarbeit, die die Kassen verursachen, fast ein Viertel der Beitragsgelder verbraten wird, so ist das ein Skandal.

Mein Vorschlag: Die gesetzlich Versicherten sollten sich zu einer Interessengemeinschaft zusammentun und notfalls eine eigene Gesundheitskasse gründen, wenn die jetzigen Entscheidungsträger des Gesundheitswesen nicht schleunigst gegensteuern. Wenn den jetzigen Kassen erst mal die Beitragszahler in Scharen weglaufen, werden sie hoffentlich umdenken und sich solidarischer verhalten.

Zuletzt geändert von Alois, am 29.04.2012 um 10:29 Uhr
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