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#256 (permalink) | |
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#257 (permalink) | |
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Religionen und esoterische Glaubenslehren tragen immer sowohl einen psychologischen und als auch einen soziologischen Aspekt in sich. Für den Einzelnen ist es zwar von großer Bedeutung, welches Gedankengebäude er mit sich führt bzw. herumschleppt. Dem einen spendet sein Glaube Trost und ermöglicht ihm ein erfülltes Leben, dem anderen wird der Glaube zur schweren Bürde, weil sie seine von Natur aus angelegten Bedürfnisse und Wünsche mit Gewalt unterdrückt. Die christliche Sexualmoral ist ein allgemein bekanntes Beispiel für letzteren Fall. Gravierender sind die Folgen einer Glaubenslehre im gesellschaftlichen Kontext. Je weniger aufgeklärt eine Gesellschaft ist, desto höher ist beispielsweise der materielle Aufwand, der von den einzelnen Individuen für den "Götzendienst" erbracht werden muss. Man denke an die Anlage von Stonehenge oder die gewaltigen Kirchenbauten des Mittelalters. Stärker aber noch wirkt die vorherrschende Glaubenslehre in Bezug auf den Wertekanon einer Gesellschaft bis hin zu politischen oder auch wirtschaftlichen Prozessen. |
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#258 (permalink) | |
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Wie ist es denn wenn Du als Hund wiedergeboren wirst und Plupps als Floh |
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#259 (permalink) | |
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Martin |
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#260 (permalink) | |
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Freiheit
Das würde ich nicht so stehen lassen - und ich denke auch, dass der Post auf den Sie antworteten auch nicht ganz so gemeint war: Religion hat sehr wohl psychologische und soziale, bzw. sozialisierende Funktion. Aber man darf hier nicht verallgemeinert argumentieren als Macht der Machtlosen: Religion selber ist meist das Instrument der Mächtigen gewesen - oder selber ein Machtinstrument, wenn man die Lage gerade im nahen Osten ansieht. Die Esoterik, die sie in den gleichen Topf werfen, hat normalerweise mit Macht wenig zu tun, sondern vor allem mit Erkenntnis. Da wird versucht, auf der einen Seite (noch) unerklärbare Phänomene einzuordnen, wobei das nicht immer ein geschlossenes Weltbild erfordert. Zur Esoterik möchte ich noch anmerken, dass ich da vielem, allein schon diesem Label-Begriff kritisch gegenüberstehe, denn vieles ist Geschäftemacherei und Aberglaube, aber es gibt einiges, was man einfach als schlicht unerklärbar oder wunderbar nehmen kann, solange es nicht auf althergebracht wissenschaftliche Art erfassen kann. Zweitens zb. sind so Phänomene wie Gott, höheres Wesen, Seele bzw. materiell unabhäningiges Bewusstsein durchaus Dinge, die man zwar wissenschaftlich (noch) nicht beweisen kann, aber man braucht sie deswegen nicht wegzuwerfen, nicht alles, was man nicht erklären kann, ist Humbug. Es wäre kindisch und vermessen, so nach dem Motto, "was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht" einfach zu negieren. Gerade die Quantenphysik hat gezeigt, dass wohl Phänomene gibt, für deren Behauptung man früher als verrückt bezeichnet worden wäre. Des weiteren: es gab auch viele gute Menschen, mächtige Menschen, Denker, sie sich mit Religion und Sinnsuche beschäftigt haben. Allein psychologisch gesehen ist das eine positive Sache, nimmt sie doch schon eher die Angst vor dem Tod und dem Leben mit seinen ganzen Unbillen. Es ist weniger Macht, es ist ganz einfach Trost und Sinn, was dies stiftet, und das ist gut so. Aber jetzt noch einmal ganz zurück zum Ursprung des Threads: Anscheinend gibt es unerklärliche Phänomene und Menschen, die solches erlebt haben. Und da wäre es fair und angemessen, diese Erfahrungen und sogar evtl Fakten publik zu machen, auszutauschen und darüber zu diskutieren. Und da ist es unfair und vermessen, jeden, der mehr sieht und denkt als Sie, ich oder ein anderer, von vorneherein als Spinner zu diskriminieren oder alles, was nicht wissenschaftlich beweisbar ist, bzw. vielleicht noch gar nicht mal angemessen untersucht wurde, als Humbug abzutun. Nicht blind alles glauben, aber die Möglichkeiten kritisch zu diskutieren. Ich finde es gut, wenn Menschen wieder anfangen, frei zu denken - und sich nicht gleich von vorneherein ihren Maulkorb von der herrschenden Wissenschaftskaste, den Medien oder den Religionen verpassen zu lassen.
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Zuletzt geändert von OldMike, am 26.02.2012 um 13:38 Uhr
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#261 (permalink) | |
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Glaube und Gewalt
Das habe Sie schon mal schön erkannt: auch wenn die Technik fortschrittlich ist, kann Glaube dennoch unmenschlich, barbarisch und tödlich sein. Dies ist ein Problem der meisten Buchreligionen, obwohl z.b. die christliche gottseidank durch die Säkularisation gerupft und auf sozialverträgliches Niveau gebracht wurde. Was aber der Wirtschaftsimperialismus der USA, die Innenpolitik Chinas und das Dritte Reich zeigten: Unmenschlich und grausam kann man durchaus auch ohne religiösen Glauben sein.
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#262 (permalink) | |
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Jeder darf für sich an das glauben, woran er will, solange er nicht das Leben von anderen damit zu beeinflussen sucht. Das genau ist nämlich das Gegenteil von Freiheit, die wir der Aufklärung durch die Wisenschaft zu verdanken haben. Martin |
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Zuletzt geändert von Martin, am 26.02.2012 um 14:26 Uhr
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#263 (permalink) | |
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Martin |
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#264 (permalink) | |
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Wir sollten in diesem Thread nicht auch noch den üblichen Kulturkampf zwischen Christentum und Islam führen, auch wenn es Sie noch so reizt. Nur so viel: Die fundamentalistischen Christen in den USA sind jederzeit bereit, in die archaischen Grundmuster früherer Jahrhunderte zurückzufallen. |
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#265 (permalink) | |
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So sehe ich das auch. Ohne Religionen wäre die Entstehung von allgemeinverbindlichen, das Zusammenleben der Menschen organisierenden Wertesystemen in der Frühzeit der Menschen bis ins Mittelalter hinein kaum durchsetzbar gewesen. Ein allwissender Gott ist nämlich als Aufseher sehr effizient. Leider wurde, wie Sie ja schon gesagt haben, die Macht der Religion über die Menschen schnell von den Mächtigen entdeckt, instrumentalisiert und allzuoft missbraucht. |
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#266 (permalink) | |
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Und Sie schnitzen sich Ihr Weltbild nicht zusammen?
Das System der Reinkarnation beinhaltet diese Problematik in keiner Weise. Was Menschen aus einem System machen, hat dieses nicht in der Hand (es gibt ja keinen Schöpfergott, der irgendetwas regeln könnte), aber nach diesem System wird entsprechendes Handeln eben entsprechende Folgen haben, weshalb es im Sinne der Lehre nicht besonders klug wäre, so zu handeln. Bevor eine Vervollkommnung der gesamten Menschheit verwirklicht ist, werden immer Fehler gemacht werden. Diese können Sie doch nicht dem System vorhalten, das eine Verbesserung anstrebt. Nochmal: Es geht hier im Thread um Reinkarnation nicht um Religionen. Auch wenn diese ein Teil mancher Religionen ist, so ist das nicht zwingend erforderlich. Das System der Reinkarnation braucht keine Religion - es braucht nur gutes , selbstloses Handeln. Die gute reine Absicht ist dabei ein wesentliches Kritierium.
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#267 (permalink) | |
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Hund wäre ich nur beim Alten Löwen und da wäre dem Ungeziefer mit entsprechendem Mittel sehr schnell zu Leibe gerückt. Kurze Wiedergeburt für plupps, feines Leben für mich... |
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#268 (permalink) | |
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Martin |
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#269 (permalink) | |
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Ich denke nicht. Mein Weltbild basiert im Wesentlichen auf dem, was die modernen Natur- und Geisteswissenschaften über uns und die Welt bisher herausgefunden haben, wobei ich leider nicht immer auf dem aktuellen Stand der neuesten Erkenntnisse über Schwarze Löcher oder der Quantentheorie bin. |
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#270 (permalink) | |
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Wenn Sie unterstellen, die Reinkarnation sei ein Gesetz wie das Gravitationsgesetz oder die Quantenmechanik, dann haben Sie recht. Meines Wissens nach wirken letztere Gesetze auf unserem ganzen Planeten und sogar darüber hinaus, die Reinkarnation dagegen ist in unseren Breitengraden eher unbekannt. Woher kommt das wohl? Das "System der Reinkarnation", wie Sie es nennen, müsste doch - wenn es allgemeingültig ist - auf unserem Planeten etwa gleichverteilt bekannt oder erfahrbar sein, wenn wir mal unterstellen, dass die dafür notwendige Sensibiltät etwa gleich verteilt ist. |
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