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#46 (permalink) | |
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Entstehen
Unser Fragen läßt doch nur zwei Antworten zu: |
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#47 (permalink) | |
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Sie kennen offenbar das Buch von Heinrich Harrer nicht. Er beschreibt dort, wie der vorherige Dalai Lama den Mönchen Anweisungen hinterlassen hat, wann und wo sie die Reinkarnation des Dalai Lama finden können. Natürlich hat er nicht geschrieben, dass die Reinkarnation bei Familie Maier in Augsburg in der Fuggerstraße zu suchen sei. Vielmehr wurde ein Landesteil genannt, außerdem mussten bestimmte Dinge aus dem Besitz des Dalai Lama mitgeführt werden. Zwei Jahre nach dem Tod brachen die Mönche auf und suchten monatelang in besagter Gegend. Schließlich fanden Sie in einer Hütte ein Paar, welches einen 4-jährigen Sohn hatte. Dieser wies bestimmte äußerliche Merkmale auf, die der verstorbene Dalai Lama in seinem Vermächtnis genannt hatte. Zudem wurde dem Knaben eine Reihe von Gegenständen vorgelegt, darunter auch einige des verstorbenen Dalai Lama. Der Knabe griff zielgerichtet nach diesen Gegenständen, damit war für die Mönche klar, dass sie die Reinkarnation des Dalai Lama gefunden hatten. Man kann das sehen wie man will, mich hat die Schilderung, die ja im Buch viel ausführlicher ist, durchaus beeindruckt. Ein schlagender Beweis ist der Bericht von Heinrich Harrer nicht, aber es gibt durchaus Dinge, die der menschliche Verstand nicht erklären kann. Mir ist beispielsweise vor über 12 Jahren etwas passiert, was ich nicht logisch erklären kann. Wir waren damals ein Team von drei Personen, welche mit der Organisation einer großen Veranstaltung betraut waren. Alle drei erfreuten wir uns guter Gesundheit, trotzdem hatte ich während der Fahrt auf der B17 plötzlich die Gewissheit, dass eine bestimmte Person bei der Veranstaltung (ein Jahr später) nicht mit dabei sein wird. Ich habe das damals einer guten Freundin erzählt, die kannte die Person auch. Sie meinte nur, dass ich das nicht so ernst nehmen solle, der Mann wäre doch kerngesund. Lange Rede, besagte Person hatte vier Wochen vor der Veranstaltung einen Herzinfarkt, nur die schnelle Behandlung rettete ihm das Leben. Und bei der Veranstaltung war er auf Reha. Aus diesem Grund fällt es mir schwer, Reinkarnation grundsätzlich in Zweifel zu ziehen, aber es ändert nichts daran, dass ich heute lebe und da das Beste daraus machen will. Vielleicht bedeutet Reinkarnation auch nichts anderes, als im Einklang mit der Natur zu sein. Denn viele Dinge, die vorgeblich so wichtig sind, hindern Menschen daran, einfach glücklich zu sein. Dann wird die Seele krank und man hofft auf ein besseres Leben, wenn man wieder auf die Welt kommt. Mir ist das zu unsicher, da lebe ich lieber hier und heute. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht in irgend einer Art eine innere Zufriedenheit habe. Oft reichen da schon Spaziergänge mit meiner Partnerin, wir entdecken immer wieder den Zauber der Natur. Und so wächst meine Seele schon in diesem einem Leben, was will ich mehr? Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. |
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#48 (permalink) | |
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Metaphysik und ein altes Bild dazu |
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#49 (permalink) | |
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Prima!
...da gäbe es ja nichts mehr zum zitieren
...jaaa, kann ich mir gut vorstellen, zumindest wenn ich das Leben meines Hundes so betrachte |
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#50 (permalink) | |
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...und die bevorzugte erkenntnistheoretische Methode der Wortanalyse ergäbe mißliebige Ergebnisse. Am Beispiel "Kuh" = Wie-der-Käuer |
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#51 (permalink) | |
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Sie dürfen Kallewirsch da keinen Vorwurf machen. Kallewirsch hat sicher einiges zum Thema gelesen und sich in seiner Esoterikstube behaglich eingerichtet. Mit kritischen Fragen kann er schlecht umgehen, da er - wie sonst ja auch - nur an der Oberfläche kratzt. Ich frage mich nur, warum er dann hier immer wieder mit solchen Themen hausieren geht. Wahrscheinlich sucht er einfach Bestätigung: Dass er damit hier am falschen Platz ist, hätte er allerdings vorher wissen können. |
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#52 (permalink) | |
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Reine Theorie ?
Immer wieder taucht hier die Frage nach dem Sinn einer Reinkernation auf. Vor Jahren habe ich eine Theorie ohne sektierischen oder kirchlichen Hintergrund gehört, die ich hier mal zur Diskussion stelle: Die Seele, also das was wir sind, das Empfinden, das Denken bis hin zum Gewissen ist für Jeden einzigartig, nicht austauschbar. Der Körper dagegen ist nur ein Funktionsträger, also ohne weitere Bedeutung. Endet nun das Leben unseres Körpers, verlässt die Seele diesen und muss, wo auch immer, Rechenschaft über dieses Leben ablegen. Kommt dabei heraus, dass gravierende Fehler gemacht wurden, oder aus früheren Leben noch Fehler offen sind, dann kann die Seele wählen, welche Fehler in einem künftigen Leben ausgemerzt werden sollen. Bei der Reinkernation sind dann die Voraussetzungen vorhanden, um die Fehler zu eliminieren. Selbstverständlich kann sich die reinkarnierte Seele nicht mehr erinnern, was das für Fehler waren, die Seele soll ja aus eigenem Antrieb diese Inkarnation besser machen. Erst wenn die Seele vollständig geläutert ist, darf sie dann für immer in`s Licht gehen. |
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#53 (permalink) | |
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also zum Thema Traumseutung hat Kalle es jedenfalls voll drauf, auf dem Metier sollte er sich profilieren, er könnte dann sicher vielen helfen bei der Traumdeutung! Mich interessiert das Thema Reeinkarnation weniger, dazu bin ich zu realistisch und zu katholisch -:) bei der Gelegenheit glauben wir nicht an die Wiedergeburt, sondern an das ewige Leben. Wie Heidelore hab ich manchmal das Gefühl, ich wäre nicht allein im Raum, als wär da noch wer, na ja gut möglich, wenn ich sicher wär, man käme zurück nur anders oder besser, glaub ich würds mal probieren aber wie gesagt , dazu fehlt das Wissen und wer weiss, was morgen kommt -:) heute war mein Kalenderspruch Jeder Weg trifft irgendwo auf einen anderen Weg.- auch ein toller Thread Kalle mir gefällts, einige sind halt neidisch, dass Sie so eine unverwüstliche Frohnatur sind -:) |
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#54 (permalink) | |
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Ich wünsche es mir sehr stark, ja ich will dass ich hier nicht allein bin. Oft fühle ich meine Lieben auch draußen in der Natur. Mein stärkster Wunsch ist, dass ich alle wieder treffe. Aber geboren will ich nicht mehr werden und die ganze Kindheit nocheinmal mitmachen müssen . . . wenn es ein nächstes Leben für mich geben sollte, dann bitte erst ab dem 20. Lebensjahr Ich bin bekennender Christ, ich glaube - aber ich zweifle auch. Mein ehemaliger Pfarrer hat mir vor ein paar Tagen ein für mich sehr passendes Gebet gemailt: "Atem der Liebe Gottes, Heiliger Geist, manchmal merken wir ganz überrascht wie nahe du uns bist. Du sagst zu jedem von uns - überlasse dich Gott in aller Einfachheit, auch dein geringer Glaube ist dafür gut genug." Gebet von Roger Schutz, Gründer der communaute de Taize. Wenn es eine höhere Macht gibt, ja dann ist es die reine Liebe. Daran glaube ich. Und diese Liebe straft nicht . . .
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#55 (permalink) | |
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#56 (permalink) | |
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mit all dem Wissen von heute . . . lt. forest
das wäre schön. Manches würde ich anders machen, besser machen Aber irgendwie wäre so ein Leben doch auch langweilig, wenn man alles schon weiß. Das sind alles Träume und Wünsche. Niemand weiß wirklich was mal sein wird.
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#57 (permalink) | |
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Eine hübsche Theorie, aber genauso sinnvoll oder sinnlos wie jede Religion. Wenn Ihnen so etwas im täglichen Leben weiterhilft und Sie nicht dazu bringt, das Hier und Jetzt zu vernachlässigen und Ihre Erwartungen ans Leben in die Zukunft zu verlagern, ist es wohl nicht schädlich, sondern sogar nützlich. |
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Zuletzt geändert von leopold, am 14.02.2012 um 19:29 Uhr
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#58 (permalink) | |
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Dann wird's aber Zeit ... |
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#59 (permalink) | |
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Erstmal, "Traum"? Bestimmt nicht, das Leben ist kein "irdisch Jammertal" mehr, ich genieße mein Leben aber wenn ich mal ein alter Greis sein werde und ich erfüllt gelebt habe ist es dann auch gut, ich will weder in den "Himmel" noch wiedergeboren werden. Diese ganzen Heilsversprechen für ein jenseitiges Leben oder Wiedergeburt aller Weltreligionen fußen ja auf vergangenen Zeiten, in denen das echte Leben so entbehrungsreich, grausam und oft auch kurz war dass die Leute irgend eine Sehnsucht brauchten um den Lebenswille zu erhalten. Davon abgesehen ist das Leben ein Produkt von Biochemie und keiner unerklärlichen übernatürlichen Kraft. Religion und Aberglaube waren immer dann zur Erklärung nötig wenn die Menschen sich Dinge nicht auf Basis von Bildung, Wissenschaft und Forschung erklären konnten. Siehe "Regengötter" früher menschlicher Kulturen: dass Regen das Resultat eines komplexen Wettergeschehens ist würde heute keiner mehr anzweifeln, in diesen Kulturen wäre man dafür als "Ungläubiger" mit Pech dem jeweiligen Regengott geopfert worden, voller Überzeugung der "Gläubigen", Das heißt aber nicht dass der Welt der Zauber fehle oder dies eine zu verkopfte Sichtweise sehe, das Gegenteil ist der Fall. Da wo sich der Schleier des Unwissens, der Furcht und des Unbekannten lüftet, da wo wir erkennen was die Welt im Innersten zusammenhält, da ergeben sich ganz neue Fragen die wir nie beantworten werden können. Wieso das alles? Wo war der Anfang? Wo ist das Ende? Gibt es einen Sinn des Lebens? Ich beantworte mir diese Fragen mit einer philosophischen Sichtweise auf meine evangelisch-christliche Konfession, ich bin kein frommer Kirchgänger oder so sondern betrachte die Symbolgeschichten und Lehren von Jesus Christus als gesammelte Weißheit von jahrtausenden menschlicher Geschichte, beginnend mit dem Judentum aus dem ja das Alte Testament stammt. So begreife ich beispielsweise die Erlösung durch Jesus Christus, der für uns alle am Kreuz starb, so dass damit erstmal religiös akzeptiert wurde dass es keine wahrhaft allmächtige Kraft gibt - wenn schon der Sohn Gottes bzw. eine Erscheinungsform Gottes sterblich ist und hingerichtet werden kann - sondern wir schon selbst für unser Tun verantwortlich sind (was ja auch unbequem ist, dann gibt es nämlich Eigenverantwortung!) und dass diese schlechten Seiten eben auch zu unserem Menschsein gehören, bis dahin dass wir uns gegenseitig umbringen als wäre das Leben nicht schon so anstrengend genug, aber das zu erkennen - und die Schuld für Probleme nicht auf "Sündenböcke" zu schieben - und als Teil unseres Menschseins zu akzeptieren ermöglicht uns erst uns dann auch für einen besseren Lebensweg zu entscheiden, wir müssen erneut Eigenverantwortung übernehmen. Und das Leben Jesus Christus als Mahnung nicht gelegentlich bereuend oder flehend gen Himmel zu beten - um dann wie bisher weiter zu machen - sondern sich dem Menschen zuzuwenden, "Gott ist unter uns" ist die philosophische Botschaft hinter dem Leben Jesu, er ist nicht eine ferne Kraft "im Himmel" sondern die Allgüte - und Allmacht des Herzens - ist immer da wo die Menschen sie wirken lassen. Nächstenliebe! Der eher fromme Christ findet vielleicht trost in einer wörtlicheren Betrachtung der Bibel, mit einem steuernden "Gott" der, so ist ja schon die kindliche Vorstellung, "im Himmel als alter Mann" die Welt erschafft und allmächtig ist.
Halte ich alles für legitim. Nur was ich verlange, was ich selbst auch nicht tue, ist dass daraus keine Ideologie und kein Fanatismus wird. Also einzelne Ideen die richtig erscheinen oder an die man selbst einfach "glaubt" zu einem Weltbild ausdehnen und daran alles messen. Beispiel der Buddhisten: fanatische Buddhisten, die an die Wiedergeburt glauben, unterdrücken und verfolgen in den buddhistischen Staaten - das wollen die "Mode-Buddhisten" in westlichen Großstädten natürlich nicht wissen - in großer Zahl behinderte Mitmenschen, die behaupten dass eine Behinderung eine Strafe für besonders schlechtes Verhalten in einem früheren Leben ist, also man nicht nur kein Mitgefühl mit Behinderten hat sondern dazu noch sagt "geschieht dir recht!" und eins oben drauf setzt indem man diese Menschen an den Rand drängt und verfolgt. Das kann, wenn man Inkarnation ernst nimmt und "zu Ende denkt", eine Konsequenz dieser Weltsicht sein. Ein Christ der seinen Glauben ernst nimmt muss sich hingegen diesen Menschen besonders zuwenden, so wie es Jesus getan hat, darum haben sich ja auch nur Ordensschwestern früher um die Armen und Kranken gekümmert (bis dahin Pestkranken beizustehen, die selbst von den eigenen Eltern oder Ehepartnern aus Angst vor Ansteckung verlassen wurden), so sagt man ja bis heute "Krankenschwester". Letztlich bin ich grundsätzlich gegen "religiöse Inbrunst". Transzendenz ist menschlich und normal aber zuvorderst Privatsache, persönliche Seelensuche, Selbstfindung und Orientierung. NIEMALS ein Patentrezept für's Leben. Und ich bin davon überzeugt dass, wenn man die Philosophie hinter den Religionen verstehen will, man tunlichst aufhören muss alles all zu wörtlich zu nehmen. Transzendenz und "Tatsachen" schließen sich nämlich gegenseitig aus. Wenn Religion einen Sinn haben kann dann den in uns zu horchen. Wer eine "drohende Inkarnation" braucht um sich menschlicher zu verhalten, so sei es. |
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Zuletzt geändert von augschburgr, am 14.02.2012 um 20:09 Uhr
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#60 (permalink) | |
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"Traum"? Bestimmt nicht, das Leben ist kein "irdisch Jammertal" mehr, ich genieße mein Leben aber wenn ich mal ein alter Greis sein werde und ich erfüllt gelebt habe ist es dann auch gut, ich will weder in den "Himmel" noch wiedergeboren werden. Diese ganzen Heilsversprechen für ein jenseitiges Leben oder Wiedergeburt aller Weltreligionen fußen ja auf vergangenen Zeiten, in denen das echte Leben so entbehrungsreich, grausam und oft auch kurz war dass die Leute irgend eine Sehnsucht brauchten um den Lebenswille zu erhalten. Davon abgesehen ist das Leben ein Produkt von Biochemie und keiner unerklärlichen übernatürlichen Kraft. Religion und Aberglaube waren immer dann zur Erklärung nötig wenn die Menschen sich Dinge nicht auf Basis von Bildung, Wissenschaft und Forschung erklären konnten. Siehe "Regengötter" früher menschlicher Kulturen: dass Regen das Resultat eines komplexen Wettergeschehens ist würde heute keiner mehr anzweifeln, in diesen Kulturen wäre man dafür als "Ungläubiger" mit Pech dem jeweiligen Regengott geopfert worden, voller Überzeugung der "Gläubigen", Das heißt aber nicht dass der Welt der Zauber fehle oder dies eine zu verkopfte Sichtweise sei, das Gegenteil ist der Fall. Da wo sich der Schleier des Unwissens, der Furcht und des Unbekannten lüftet, da wo wir erkennen was die Welt im Innersten zusammenhält, da ergeben sich ganz neue Fragen die wir nie beantworten werden können. Wieso das alles? Wo war der Anfang? Wo ist das Ende? Gibt es einen Sinn des Lebens? Ich beantworte mir diese Fragen mit einer philosophischen Sichtweise auf meine evangelisch-christliche Konfession, ich bin kein frommer Kirchgänger oder so sondern betrachte die Symbolgeschichten und Lehren von Jesus Christus als gesammelte Weißheit von jahrtausenden menschlicher Geschichte, beginnend mit dem Judentum aus dem ja das Alte Testament stammt. So begreife ich die Erlösung durch Jesus Christus, der für uns alle am Kreuz starb, so dass damit erstmal religiös akzeptiert wurde dass es keine wahrhaft allmächtige Kraft gibt - wenn schon der Sohn Gottes bzw. eine Erscheinungsform Gottes sterblich ist und hingerichtet werden kann - sondern wir schon selbst für unser Tun verantwortlich sind (was ja auch unbequem ist, dann gibt es nämlich Eigenverantwortung!) und dass diese schlechten Seiten eben auch zu unserem Menschsein gehören, bis dahin dass wir uns gegenseitig umbringen als wäre das Leben nicht schon so anstrengend genug, aber das zu erkennen - und die Schuld für Probleme nicht auf "Sündenböcke" zu schieben - und als Teil unseres Menschseins zu akzeptieren ermöglicht uns erst uns dann auch für einen besseren Lebensweg zu entscheiden, wir müssen erneut Eigenverantwortung übernehmen. Und das Leben Jesus Christus als Mahnung nicht gelegentlich bereuend oder flehend gen Himmel zu beten - um dann wie bisher weiter zu machen - sondern sich dem Menschen zuzuwenden, "Gott ist unter uns" ist die philosophische Botschaft hinter dem Leben Jesu, er ist nicht eine ferne Kraft "im Himmel" sondern die Allgüte - und Allmacht des Herzens - ist immer da wo die Menschen sie wirken lassen. Nächstenliebe! Der eher fromme Christ findet vielleicht trost in einer wörtlicheren Betrachtung der Bibel, mit einem steuernden "Gott" der, so ist ja schon die kindliche Vorstellung "im Himmel als alter Mann auf einer Wolke", der die Welt erschafft und allmächtig ist.
Halte ich alles für legitim. Nur was ich verlange, was ich selbst auch nicht tue, ist dass daraus keine Ideologie und kein Fanatismus wird. Also einzelne Ideen die richtig erscheinen oder an die man selbst einfach "glaubt" zu einem Weltbild ausdehnen und daran alles messen. Beispiel der Buddhisten: fanatische Buddhisten, die an die Wiedergeburt glauben, unterdrücken und verfolgen in den buddhistischen Staaten - das wollen die "Mode-Buddhisten" in westlichen Großstädten natürlich nicht wissen - in großer Zahl behinderte Mitmenschen, die behaupten dass eine Behinderung eine Strafe für besonders schlechtes Verhalten in einem früheren Leben ist, also man nicht nur kein Mitgefühl mit Behinderten hat sondern dazu noch sagt "geschieht dir recht!" und eins oben drauf setzt indem man diese Menschen an den Rand drängt und verfolgt. Das kann, wenn man Inkarnation ernst nimmt und "zu Ende denkt", eine Konsequenz dieser Weltsicht sein. Ein Christ der seinen Glauben ernst nimmt muss sich hingegen diesen Menschen besonders zuwenden, so wie es Jesus getan hat, darum haben sich ja auch nur Ordensschwestern früher um die Armen und Kranken gekümmert (bis dahin Pestkranken beizustehen, die selbst von den eigenen Eltern oder Ehepartnern aus Angst vor Ansteckung verlassen wurden), so sagt man ja bis heute "Krankenschwester". Letztlich bin ich grundsätzlich gegen "religiöse Inbrunst". Transzendenz ist menschlich und normal aber zuvorderst Privatsache, persönliche Seelensuche, Selbstfindung und Orientierung. NIEMALS ein Patentrezept für's Leben. Und ich bin davon überzeugt dass, wenn man die Philosophie hinter den Religionen verstehen will, man tunlichst aufhören muss alles all zu wörtlich zu nehmen. Transzendenz und "Tatsachen" schließen sich nämlich gegenseitig aus. Wenn Religion einen Sinn haben kann dann den in uns zu horchen. Wer eine "drohende Inkarnation" braucht um sich menschlicher zu verhalten, so sei es. |
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