Samstag, 25. Oktober 2014

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Augsburg: Werbeaktion für Mieten bringt Stadt mächtig Ärger ein
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09.07.2013 07:34 Uhr
Redaktion
Ehrenmitglied


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Beiträge: 75037
Augsburg: Werbeaktion für Mieten bringt Stadt mächtig Ärger ein

Mit einer Zeitungsanzeige will das Wirtschaftsreferat Münchner für einen Umzug nach Augsburg begeistern. Mieterschützer kritisieren die Aktion der Stadt Augsburg.
Werbeaktion für Mieten bringt Stadt mächtig Ärger ein

 

Brisantes Mieter-Werben
Die Stadt will zahlungskräftige Mieter aus München nach Augsburg locken. Eine gute Idee? Ein Kommentar von Alfred Schmidt
Brisantes Mieter-Werben
 
Wirbel um Miet-Werbeaktion für Münchner: Referentin wehrt sich
Das  Wirtschaftsreferat hatte  in München für günstigen Wohnraum in Augsburg geworben. Das sorgte für Ärger.
Wirbel um Miet-Werbeaktion für Münchner: Referentin wehrt sich
 
Ein Münchner in Augsburg
Bankkaufmann Samuel Khalidi zog an den Lech, um Geld zu sparen
Ein Münchner in Augsburg

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www.augsburger-allgemeine.de - Alles was uns bewegt

09.07.2013 07:34 Uhr
snoopdog
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Beiträge: 1607
Jawohl...

kommen Sie nach Augsburg in einer einzigartigen Baustellenatmosphäre und einem garantierten überfüllten Autobahn- und Zugtransfer zu ihrer Arbeitsstelle finden Sie ein wohlfühl Ambiente der besonderen Art und Moderne die eine bundesweite Einzigartigkeit bietet das Sie sonst nicht noch einmal in dieser Republik vorzufinden wissen... Zwinkernd

09.07.2013 07:36 Uhr
jedermann
Sehr aktives Mitglied


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Beiträge: 157

Der Dumme wird trotz alldem der Mieter sein, ob er nach Augsburg zieht oder ob er schon in Augsburg wohnt.

09.07.2013 07:45 Uhr
anvaller
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Ich finde

das eine absolute Frechheit.

1. Werden die Mieten dann in Augsburg weiter steigen (sh. betriebswirtschaftliches Raritätsprinzip)

2. Wenn ein Pendler (z.b. mit dem Zug) jeden Tag nach München fährt, werden ca. 300 € Fahrkosten fällig.

3. Dann sieht der "Spareffekt" schon ganz anders aus.

Ich habe dieses "Spiel" mehr als 20 Jahre mitgemacht (tägliches Pendeln nach München). Danach habe ich mir eine Stelle im Augsburger Umland gesucht - nach München bringt mich evtl. nur noch Sport, Kunst und Kultur.

09.07.2013 07:54 Uhr
wagsauter
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Gute Aktion

Augsburg hat in der Außendarstellung immer noch Nachholbedarf. Es ist daher gut und richtig, im nächstgelegenen Großraum (München und Umgebung) für die schöne Stadt Augsburg zu werben.

Selbstverständlich sind wir in Deutschland bereits im Wettbewerb der Regionen und Kommunen angelangt. Das giobt hier in der Region besonders für Firmenansiedlungen (Z.B. Gersthofen, Friedberg, Neusäß, die offensiv gegen Augsburg z.B. mit niedrigeren Hebesätzen für Gewerbesteuer etc. werden)  Wenigstens ist das Wirtschaftsreferat der Stadt hier auf zack.
Und für einen Umzug von M nach A braucht es aber noch ein paar passende Parameter mehr als nur die Miete.
Wenn es aber passt, dann sollen die Leute doch die Vorteile von Augsburg genießen. (Ich bin ja auch von München nach Augsburg gezogen).

Klar sind in den letzten Jahren die Mieten gestiegen. Diese waren aber seit den 80-er Jahren auch am Boden. Nach wie vor kann man hier günstig wohnen, nur nicht mehr in jedem Viertel. In den belibeten muss man jetzt etwas mehr bezahlen.
Viel mehr als die Mieten sind die Nebenkosten gestiegen. Davon kann aber kein Vermieter die Rendite ziehen.

Solange es noch so viele Mietangebote in der Augsbuger Allgemeine gibt, ist alles in Butter.
Und das Aufjaulen bestimmter Politiker ist einfach nur peinlich.Wenn kein privater Investor mehr Häuser und Wohnungen baut, dann ist das Geschrei auch wieder groß. Investitionen passieren aber nur bei Rendite (=Miete).

Augsburg braucht den steten Zuzug jüngerer Leute und Familien, denn für eine erodierende Stadt wären manche Projekte zukünftig kaum bezahlbar. Und der Rückbau in bestimmten Städten gibt heute ein abschreckendes Beispiel, was zukünftig manchen Städten noch bevorsteht. (z.B. Hoyerswerde, Halle-Neustadt)

 

 

 

09.07.2013 08:33 Uhr
Manu Chao
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Beiträge: 1588

Wer will denn die ganzen ****** Münchner hier haben? Die sollen bleiben wo der Pfeffer wächst!

 

Im Übrigen ist es ja wohl totaler Schwachsinn ausgerechnet die FINANZSCHWACHEN Münchner nach Augsburg zu locken, die sich die Mieten dort drüben nicht leisten können.

________
 

09.07.2013 08:40 Uhr
Augustulus
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Beiträge: 121

Wagsauter ist zuzustimmen. In der Tat eine gute Aktion der Stadt. Richtig auch der erste Absatz im Kommentar von A. Schmidt in der Printausgabe: Die Stadt Augsburg braucht nun einmal dringend sehr viel mehr kaufkräftige und einkommensstarke Einwohner. Die sind nämlich nicht nur für einen funktionierenden Einzelhandel wichtig, sondern auch für das Steueraufkommen der Kommune. Und damit unter anderem auch für die sozialen Leistungen, die grade der SPD (zu Recht) ein großes Anliegen sind. Augsburg hat, was seine Bevölkerungsstruktur angeht, aufgrund seiner Geschichte und der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten nun einmal starken Nachholbedarf, weshalb der Zuzug sogenannter Besserverdiener, z.B aus München, auf jeden Fall zu begrüßen ist! Das wissen die Herren Kiefer von der SPD und Strobel von den Grünen natürlich auch selbst sehr genau. Die Skandalisierung, die hier betrieben wird, ist also nichts als blanker Populismus vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen. Die Angstmache, die hier betrieben wird und der Sozialneid, der geschürt wird, kann die Stadt nun wirklich nicht brauchen.

Besonders pikant an der rot/grünen Kampagne (die ja auch den Vorwurf gegenüber der Stadt beinhaltet, nichts gegen steigende Mieten zu tun) ist natürlich dieses kleine Detail: Auch von den Augsburger SPD-Vertretern wird ein Mann fast schon wie ein Messias verehrt: Christian Ude, der der nächste Landesvater werden soll. Und in welcher Stadt ist der seit 20 Jahren OB bzw. stellt die SPD gemeinsam mit den Grünen seit ca. 10 Jahren die Rathausmehrheit? Richtig, in genau der Stadt, die seit Jahren den zweifelhaften Ruf genießt (und zwar weit über Bayerns Grenzen hinaus), ein pervers hohes Mietniveau zu haben. In der Stadt, in der sich die vielbeschworene Erzieherin schon seit langer Zeit keine Wohnung mehr leisten kann. In der Stadt, in der man ewig auf Wohnungssuche ist, weil das Angebot so mies ist.  Vor diesem Hintergrund wirken die Attacken eines Herrn Kiefer fast schon grotesk. Man könnte ja fast auf die Idee kommen, dass Herr Kiefer von jemand anderem in dieses Gleis gesetzt wurde...

09.07.2013 08:43 Uhr
CarlNapf
Ständiges Mitglied


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Beiträge: 396
Gribls dankeschön an seehofer?

In megamuc wird massiv industrie angesiedelt  - und eine willfahriger gribl sorgt für schlafplätze - glückauf augsburg!

09.07.2013 08:50 Uhr
Gast_1191001124
gelöscht
Beiträge: 1336

 

Zitat von Augustulus

Wagsauter ist zuzustimmen. In der Tat eine gute Aktion der Stadt. Richtig auch der erste Absatz im Kommentar von A. Schmidt in der Printausgabe: Die Stadt Augsburg braucht nun einmal dringend sehr viel mehr kaufkräftige und einkommensstarke Einwohner. Die sind nämlich nicht nur für einen funktionierenden Einzelhandel wichtig, sondern auch für das Steueraufkommen der Kommune. Und damit unter anderem auch für die sozialen Leistungen, die grade der SPD (zu Recht) ein großes Anliegen sind. Augsburg hat, was seine Bevölkerungsstruktur angeht, aufgrund seiner Geschichte und der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten nun einmal starken Nachholbedarf, weshalb der Zuzug sogenannter Besserverdiener, z.B aus München, auf jeden Fall zu begrüßen ist! Das wissen die Herren Kiefer von der SPD und Strobel von den Grünen natürlich auch selbst sehr genau. Die Skandalisierung, die hier betrieben wird, ist also nichts als blanker Populismus vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen. Die Angstmache, die hier betrieben wird und der Sozialneid, der geschürt wird, kann die Stadt nun wirklich nicht brauchen.

Besonders pikant an der rot/grünen Kampagne (die ja auch den Vorwurf gegenüber der Stadt beinhaltet, nichts gegen steigende Mieten zu tun) ist natürlich dieses kleine Detail: Auch von den Augsburger SPD-Vertretern wird ein Mann fast schon wie ein Messias verehrt: Christian Ude, der der nächste Landesvater werden soll. Und in welcher Stadt ist der seit 20 Jahren OB bzw. stellt die SPD gemeinsam mit den Grünen seit ca. 10 Jahren die Rathausmehrheit? Richtig, in genau der Stadt, die seit Jahren den zweifelhaften Ruf genießt (und zwar weit über Bayerns Grenzen hinaus), ein pervers hohes Mietniveau zu haben. In der Stadt, in der sich die vielbeschworene Erzieherin schon seit langer Zeit keine Wohnung mehr leisten kann. In der Stadt, in der man ewig auf Wohnungssuche ist, weil das Angebot so mies ist.  Vor diesem Hintergrund wirken die Attacken eines Herrn Kiefer fast schon grotesk. Man könnte ja fast auf die Idee kommen, dass Herr Kiefer von jemand anderem in dieses Gleis gesetzt wurde...

Wenn Sie München mit Augsburg vergleichen dürfen Sie nicht nur das Mietniveau als Maßstab nehmen,sondern müßen auch die ganz anderen Verdienstmöglichkeiten in München berücksichtigen .

Es kann nicht Aufgabe des Wirtschaftsreferates der Stadt Augsburg sein ,das Mietniveau anzuheizen.Vielleicht wäre es sinnvoller für mehr und bessere Jobs in Augsburg selbst zu sorgen.Dies wäre eine Aufgabe für das Wirtschaftsreferat und nicht immer nur den Zuzug aus dem In-und Ausland zu fördern,was ja auch kontraproduktiv sein kann .

Manchmal ist ja bekanntlich auch weniger mehr !

09.07.2013 09:25 Uhr
daddbr
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Beiträge: 3619
15% in 3 Jahren?

Das macht ja Hoffnung!

Da gehen die Politiker also davon aus, dass die Netto-Einkommen jährlich um ca. > 5% steigen? Das ist doch schön! Ihre Einkünfte werden die schon so hinbringen - wie auch immer - ist ja nur Steuergeld....

 

Wenn die Mieten um 15 % und mehr steigen dürfen, kann man sich ausrechnen, wann die Menschen bei nahezu gleichem oder z.T. sinkenden Reallöhnen - wie in den letzten Jahre üblich - im Rinnstein landen?

09.07.2013 09:29 Uhr
Manu Chao
Sehr erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 1588

 

Zitat von Augustulus

Augsburg hat, was seine Bevölkerungsstruktur angeht, aufgrund seiner Geschichte und der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten nun einmal starken Nachholbedarf, weshalb der Zuzug sogenannter Besserverdiener, z.B aus München, auf jeden Fall zu begrüßen ist!

Genau das passiert ja eben nicht. Man wirbt um diejenigen, denen das Leben dort drüben zu teuer ist, die aber trotzdem die Mieten nach oben treiben.

Die Löhne und Gehälter sind in Augsburg - im Gegensatz zu München - deutlich niedriger, deshalb müssen auch die Lebenshaltungskosten niedriger sein und bleiben. Zuzug von sog. "Besserverdienenden" ist nur dann akzeptabel, wenn sie auch ihre höherbezahlten Arbeitsplätze hierher mitbringen.

________
 

09.07.2013 09:55 Uhr
Spot1978
Ständiges Mitglied


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Beiträge: 361

 

Zitat von daddbr
15% in 3 Jahren?

Das macht ja Hoffnung!

Da gehen die Politiker also davon aus, dass die Netto-Einkommen jährlich um ca. > 5% steigen? Das ist doch schön! Ihre Einkünfte werden die schon so hinbringen - wie auch immer - ist ja nur Steuergeld....

 

Wenn die Mieten um 15 % und mehr steigen dürfen, kann man sich ausrechnen, wann die Menschen bei nahezu gleichem oder z.T. sinkenden Reallöhnen - wie in den letzten Jahre üblich - im Rinnstein landen?

15% in 3 Jahren ist grade mal ein Inflationsausgleich von etwa 2% und eine Rendite von weit weniger als 3% pro Jahr (jeder Vermieter wird mir zustimmen dass permanent irgendwelche Sonderumlagen, Reperaturen oder Instandhaltungen die spärlichen 3% abschmelzen) Und wenn sich vermieten im Vergleich zu anderen Anlageformen nicht mehr lohnt dann werden zukünftige Investoren ihr Geld lieber in andere Anlageformen investieren als den Wohnungsbau. Es ist auch  nicht Aufgabe der Vermieter für günstigen Wohnraum zu sorgen, dies ist Aufgabe des sozialen Wohnungsbaus. Angebot und Nachfrage nach Wohnungen regeln in einer Marktwirtschaft nunmal den Preis.... Mit dieser "Mietpreisbremse" versucht der Staat die Folgen fehlender Investitionen in den soz. Wohnungsbau auf die Vermieter umzulegen! 20% Mieterhöhung in 3 Jahren finde ich durchaus angemessen. Kein Grund da irgendwas zu ändern. Im Rinnstein landet deswegen auch niemand, zur Not gibt es ja Obdachlosenunterkünfte und zugegebener Maßen wenige Sozialwohnungen. Aber für sozial Schwache zu Sorgen ist wie gesagt Aufgabe des Staates...

09.07.2013 10:16 Uhr
Gast_1191001124
gelöscht
Beiträge: 1336

 

Zitat von Spot1978

 

15% in 3 Jahren ist grade mal ein Inflationsausgleich von etwa 2% und eine Rendite von weit weniger als 3% pro Jahr (jeder Vermieter wird mir zustimmen dass permanent irgendwelche Sonderumlagen, Reperaturen oder Instandhaltungen die spärlichen 3% abschmelzen) Und wenn sich vermieten im Vergleich zu anderen Anlageformen nicht mehr lohnt dann werden zukünftige Investoren ihr Geld lieber in andere Anlageformen investieren als den Wohnungsbau. Es ist auch  nicht Aufgabe der Vermieter für günstigen Wohnraum zu sorgen, dies ist Aufgabe des sozialen Wohnungsbaus. Angebot und Nachfrage nach Wohnungen regeln in einer Marktwirtschaft nunmal den Preis.... Mit dieser "Mietpreisbremse" versucht der Staat die Folgen fehlender Investitionen in den soz. Wohnungsbau auf die Vermieter umzulegen! 20% Mieterhöhung in 3 Jahren finde ich durchaus angemessen. Kein Grund da irgendwas zu ändern. Im Rinnstein landet deswegen auch niemand, zur Not gibt es ja Obdachlosenunterkünfte und zugegebener Maßen wenige Sozialwohnungen. Aber für sozial Schwache zu Sorgen ist wie gesagt Aufgabe des Staates...

Ihre Argumentation ist bei sinkenden Reallöhnen wie wir sie in Deutschland aktuell und auch seit Jahren haben ,geradezu ein Hohn und einseitig von Vermieterinteressen geprägt.

Es kann nicht Aufgabe des Wirtschaftsreferates der Stadt Augsburg sein ,das Mietniveau anzuheizen.Vielleicht wäre es sinnvoller für mehr und bessere Jobs in Augsburg selbst zu sorgen.Dies wäre eine Aufgabe für das Wirtschaftsreferat und nicht immer nur den Zuzug aus dem In-und Ausland zu fördern,was ja auch kontraproduktiv sein kann .

09.07.2013 10:16 Uhr
Captain
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Es ist aber auch nicht Sache des Staates, auf der einen Seite künstlich die Nachfrage anzukurbeln, ohne auf der Angebotsseite etwas zu tun. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass es in Augsburg Probleme mit Wohnungsleerständen gibt. Von daher ist es ganz großer Käse, hier zusätzlich mit "günstigen" Mieten Konkurrenz zu locken. Für Leute, die in Augsburg arbeiten, und daher ein geringeres Einkommen haben, sind die Mieten hier nämlich keineswegs besonders günstig. Oder stellt man es sich dann so vor, dass in Augsburg zukünftig München-Pendler wohnen, und diejenigen, die in Augsburg arbeiten, pendeln von weit außerhalb, wo die Mieten wiederum günstiger sind? Das war jedenfalls eine unausgegorene Aktion.

Abgesehen davon wäre es mir ein Graus, wenn Augsburg wie München werden würde, mit lauter Zugezogenen, wo man die "Ureinwohner" mit der Lupe suchen muss. Daher: lieber Münchner, bleibt in Oberbayern!

Zitat von Spot1978

 

15% in 3 Jahren ist grade mal ein Inflationsausgleich von etwa 2% und eine Rendite von weit weniger als 3% pro Jahr (jeder Vermieter wird mir zustimmen dass permanent irgendwelche Sonderumlagen, Reperaturen oder Instandhaltungen die spärlichen 3% abschmelzen) Und wenn sich vermieten im Vergleich zu anderen Anlageformen nicht mehr lohnt dann werden zukünftige Investoren ihr Geld lieber in andere Anlageformen investieren als den Wohnungsbau. Es ist auch  nicht Aufgabe der Vermieter für günstigen Wohnraum zu sorgen, dies ist Aufgabe des sozialen Wohnungsbaus. Angebot und Nachfrage nach Wohnungen regeln in einer Marktwirtschaft nunmal den Preis.... Mit dieser "Mietpreisbremse" versucht der Staat die Folgen fehlender Investitionen in den soz. Wohnungsbau auf die Vermieter umzulegen! 20% Mieterhöhung in 3 Jahren finde ich durchaus angemessen. Kein Grund da irgendwas zu ändern. Im Rinnstein landet deswegen auch niemand, zur Not gibt es ja Obdachlosenunterkünfte und zugegebener Maßen wenige Sozialwohnungen. Aber für sozial Schwache zu Sorgen ist wie gesagt Aufgabe des Staates...

 

09.07.2013 10:17 Uhr
leopold
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Beiträge: 15819

 

Zitat von Augustulus

Besonders pikant an der rot/grünen Kampagne (die ja auch den Vorwurf gegenüber der Stadt beinhaltet, nichts gegen steigende Mieten zu tun) ist natürlich dieses kleine Detail: Auch von den Augsburger SPD-Vertretern wird ein Mann fast schon wie ein Messias verehrt: Christian Ude, der der nächste Landesvater werden soll. Und in welcher Stadt ist der seit 20 Jahren OB bzw. stellt die SPD gemeinsam mit den Grünen seit ca. 10 Jahren die Rathausmehrheit? Richtig, in genau der Stadt, die seit Jahren den zweifelhaften Ruf genießt (und zwar weit über Bayerns Grenzen hinaus), ein pervers hohes Mietniveau zu haben. In der Stadt, in der sich die vielbeschworene Erzieherin schon seit langer Zeit keine Wohnung mehr leisten kann. In der Stadt, in der man ewig auf Wohnungssuche ist, weil das Angebot so mies ist.  Vor diesem Hintergrund wirken die Attacken eines Herrn Kiefer fast schon grotesk. Man könnte ja fast auf die Idee kommen, dass Herr Kiefer von jemand anderem in dieses Gleis gesetzt wurde...


Das ist natürlich kompletter Unsinn. München fehlt es schlicht an Platz, um die schnell wachsende und im Schnitt gut verdienende Bevölkerung unterzubringen. Daran kann die Politik wenig ändern, ohne ungeheure Geldmengen für Mietsubventionen in die Hand zu nehmen.

Die Werbeaktion der Augsburger Stadtregierung ist schlicht schizophren, da auf der einen Seite der Mietmarkt weiter angeheizt wird , aber auf der anderen Seite dessen Folgen bekämpft werden sollen. Das ist Aktionismus ohne Plan und Verstand und deswegen das richtige Wahlkampfthema für die Opposition. Bin gespannt, wie Gribl diesen Unsinn erklären will.

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