Donnerstag, 23. Mai 2013

Registrieren | Neueste Einträge | Aktuellste Themen | Forum | Benutzerliste | Suche | Regeln | Hilfe

Nato-Abzug aus Afghanistan?
sort Ersten ungelesenen Beitrag anzeigen Thema durchsuchen
21.03.2012 18:11 Uhr
_solon_
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 6/3/07
Beiträge: 16315

 

Zitat von Sunshine-74

 Mein Punkt war, dass man sich konsequenterweise aus der NATO verabschieden muss.

 

 Ist nicht ganz das Thema, trotzdem:

eine Haupfrage in diesem Kontext ist doch ob man die NATO nach Beendigung des Kalten Krieges noch benötigt.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

22.03.2012 09:15 Uhr
Sunshine-74
Erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 6/22/10
Beiträge: 916

 Das ist sehr wohl das Thema. Wenn ich in einem internationalen Bündnis dabei sein will --und das wollte Deutschland seinerzeit--, wird von mir zu Recht erwartet, dass ich meine eigenen Interessen denen des Bündnisses unterordnen werde. Und darum geht es hier.

Ob man die NATO noch benötigt oder nicht, kann man immer noch diskutieren, aber mit dem Krieg in Afghanistan hat das erst Mal nichts zu tun.

Zitat von _solon_

  Ist nicht ganz das Thema, trotzdem:

eine Haupfrage in diesem Kontext ist doch ob man die NATO nach Beendigung des Kalten Krieges noch benötigt.

 

22.03.2012 18:21 Uhr
_solon_
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 6/3/07
Beiträge: 16315

 

Zitat von Sunshine-74

 Das ist sehr wohl das Thema. Wenn ich in einem internationalen Bündnis dabei sein will --und das wollte Deutschland seinerzeit--, wird von mir zu Recht erwartet, dass ich meine eigenen Interessen denen des Bündnisses unterordnen werde. Und darum geht es hier.

Ob man die NATO noch benötigt oder nicht, kann man immer noch diskutieren, aber mit dem Krieg in Afghanistan hat das erst Mal nichts zu tun.

 

 Dann schauen Sie doch mal die NATO-Verträge an. Kein Land innerhalb des Bündnisses kann zu einem militärischen Einsatz  gezwungen werden.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

22.03.2012 18:32 Uhr
Zackbumm
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 7/15/11
Beiträge: 3731

 

Zitat von _solon_
 

 

 Dann schauen Sie doch mal die NATO-Verträge an. Kein Land innerhalb des Bündnisses kann zu einem militärischen Einsatz  gezwungen werden.

Ohne die Verträge gelesen zu haben oder zu kennen: Wie sieht das im Bündnisfall aus, wenn z.B. ein NATO-Mitglied angegriffen wird?

________
"Die Fähigkeit, das Wort 'Nein' auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit." - Nicolas Chamfort

22.03.2012 18:43 Uhr
cato
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 2/12/09
Beiträge: 2259

 

Zitat von Sunshine-74
 

 Das ist sehr wohl das Thema. Wenn ich in einem internationalen Bündnis dabei sein will --und das wollte Deutschland seinerzeit--, wird von mir zu Recht erwartet, dass ich meine eigenen Interessen denen des Bündnisses unterordnen werde. Und darum geht es hier.

Ob man die NATO noch benötigt oder nicht, kann man immer noch diskutieren, aber mit dem Krieg in Afghanistan hat das erst Mal nichts zu tun.

 

So ist's natürlich auch mit Griechenland.

22.03.2012 18:43 Uhr
_solon_
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 6/3/07
Beiträge: 16315

 

Zitat von Zackbumm

 

Ohne die Verträge gelesen zu haben oder zu kennen: Wie sieht das im Bündnisfall aus, wenn z.B. ein NATO-Mitglied angegriffen wird?

 1. Die Mitgliedsländer der NATO haben sich verpflichtet ,wenn ein Land, das der NATO angehört, angegriffen wird, zu helfen.

2,. Ganz wichtig und da bin ich mitr ganz sicher: es gibt keine automatische "Waffenpflicht". Man kann auch anders unterstützen. Stellen Sie sich vor es gäbe eine automatische Waffenpflicht, dann würden im Bündnisfall knappe 30 Länder "kämpfen". Ich kann mich an keinen Einsat zder NATO erinnern, an dem alle Mitgliedstaaten insd Kampfgeschehen eingeriffen haben.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

22.03.2012 18:50 Uhr
Zackbumm
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 7/15/11
Beiträge: 3731

 

Zitat von _solon_
 

 

 1. Die Mitgliedsländer der NATO haben sich verpflichtet ,wenn ein Land, das der NATO angehört, angegriffen wird, zu helfen.

2,. Ganz wichtig und da bin ich mitr ganz sicher: es gibt keine automatische "Waffenpflicht". Man kann auch anders unterstützen. Stellen Sie sich vor es gäbe eine automatische Waffenpflicht, dann würden im Bündnisfall knappe 30 Länder "kämpfen". Ich kann mich an keinen Einsat zder NATO erinnern, an dem alle Mitgliedstaaten insd Kampfgeschehen eingeriffen haben.

Ok, vielen Dank. Blumen

________
"Die Fähigkeit, das Wort 'Nein' auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit." - Nicolas Chamfort

22.05.2012 07:23 Uhr
Redaktion
Ehrenmitglied


ist gerade online
Registriert seit: 4/30/07
Beiträge: 63291
Abzug aus Afghanistan: Die Nato wird gebraucht


Die Nato wird gebraucht

________
www.augsburger-allgemeine.de - Alles was uns bewegt

22.05.2012 07:23 Uhr
vonaussensehend
Ständiges Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 3/3/08
Beiträge: 208
Wir brauchen keine NATO

in der Welt. Was wir vielleicht brauchen ist eine Europäische Verteitigung und das ohne die USA. Es wird Russland uns sicher nicht angreifen, wozu auch. Aber das wir helfen ein amerikanisches " Weltreich" mit auf zu bauen, macht Europa schuldig.

Die Welt braucht auch nicht amerikanisches Denken und Handeln. Und wenn der Islam kommt, wo ist das Problem ob ihr zu Gott oder zu Allah betet ist wohl egal.

22.05.2012 07:46 Uhr
heletz
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 11/20/07
Beiträge: 13402

 

Zitat von vonaussensehend
.... Es wird Russland uns sicher nicht angreifen, wozu auch. ...

So ähnlich haben die Österreicher vor dem Juli 1866 auch gedacht.

Die haben sogar in den Jahren davor massiv abgerüstet.

War den Preußen dann nur recht.

 

 

________

22.05.2012 07:56 Uhr
_solon_
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 6/3/07
Beiträge: 16315

 

Zitat von vonaussensehend
Wir brauchen keine NATO

in der Welt. Was wir vielleicht brauchen ist eine Europäische Verteitigung

....

 und gegenüber wem?

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

22.05.2012 08:00 Uhr
_solon_
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 6/3/07
Beiträge: 16315
Eine NATO

mit einer Doktrin zur reinen Selbstverteidigung, wie sie bis vor ca. 20 Jahren noch aktuell war - ist ok.

Die heutige NATO hat sich von den hehren Zielen der Gründerväter entfernt und ist im wesentlichen eine mobile Eingreiftruppe der USA - obwohl sie das garnicht nötig hätten.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

22.05.2012 08:26 Uhr
heletz
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 11/20/07
Beiträge: 13402

 

Zitat von _solon_
 

 

 und gegenüber wem?

Die Bedrohung bzw. der Angriff kommt häufig aus einer unerwarteten Ecke (Österreich 1866, Rußland 1941 etc.).

Das macht die Rechtfertigung schwieriger, weil gewisse Zeitgenossen einen "sicheren" Gegner zu brauchen meinen, macht die Notwenidgkeit der NATO aber nicht weniger wichtig.

Es ist naiv zu meinen, weil man grad keine Gegner sehe, sei auch keiner da.

________

22.05.2012 10:11 Uhr
Bongo
Äußerst erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 10/7/07
Beiträge: 10133

 

Zitat von heletz
 

 

So ähnlich haben die Österreicher vor dem Juli 1866 auch gedacht.

Die haben sogar in den Jahren davor massiv abgerüstet.

War den Preußen dann nur recht.

 

 

Und nach dem Kronprinzen_mord in Sarajewo hat Österreich Deutschland um Hilfe gebeten und der 1.Weltkrieg war da Chrisden Preussen wars nur recht und auch den Engländern und Russen & & Amerikanern.

Alle haben sich auf Kosten D saniert; speziell dann auch mit dem 2.Weltkrieg

________
   

22.05.2012 12:37 Uhr
cato
Sehr erfahrenes Mitglied


ist gerade online
Registriert seit: 2/12/09
Beiträge: 2259

 

Zitat von heletz
 

 

Die Bedrohung bzw. der Angriff kommt häufig aus einer unerwarteten Ecke (Österreich 1866, Rußland 1941 etc.).

Das macht die Rechtfertigung schwieriger, weil gewisse Zeitgenossen einen "sicheren" Gegner zu brauchen meinen, macht die Notwenidgkeit der NATO aber nicht weniger wichtig.

Es ist naiv zu meinen, weil man grad keine Gegner sehe, sei auch keiner da.

Komische Meinung: Wenn der Angriff aus einer unerwarteten Ecke kommt, kann man sich auch schlecht dagegen schützen. Alle Bedrohungslagen simulieren dürfte doch unmöglich sein.

Saddam Hussein hat auch nicht geglaubt, daß ihn seine ehem. Freunde und Unterstützer angreifen würden - nur als kleine Pointe.

Herr Drewes hat heute in der AZ einen etwas schiefen Leitartikel zum Thema beigesteuert. Darauf zu entgegnen lohnt nicht, da gehe ich lieber in die Sauna - wie auch alles hier Geschriebene für die Katz ist und höchstens eigene Eitelkeit befriedigt.

Schlagworte

Keine Schlagworte vergeben.


Auf einen Beitrag antworten

 
Um antworten zu können, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich.

Alle Zeitangaben in MEZ. Es ist jetzt 6:46 PM Uhr.