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Aichach-Friedberg: „Historikerstreit“ geht heute in  die nächste Runde
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07.02.2012 21:35 Uhr
Redaktion
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Aichach-Friedberg: „Historikerstreit“ geht heute in  die nächste Runde

Grüne wollen mit einer Zitatesammlung „Geschichtsklitterung“ über Otto Dickel in einer Landkreis-Veröffentlichung belegen
„Historikerstreit“ geht heute in  die nächste Runde

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Zuletzt geändert von Anonyme, am 08.02.2012 um 07:24 Uhr
07.02.2012 21:35 Uhr
Vollmar
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Beiträge: 14
Die Reaktion der Grünen finde ich wichtig und angemessen.

Unabhängig von diesem Artikel fand sich auch in der Süddeutschen Zeitung eine Veröffentlichung in dieser Sache.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/umstrittene-ehrung-landkreis-wuerdigt-judenhasser-als-humanisten-1.1276754

Gerade im Hinblick auf die Vorfälle um die rechte Terrorzelle und deren Verbrechen, verstehe ich die Verharmlosung von Rechtsradikalismus gar nicht mehr.
Ich hatte erwartet, dass man endlich politisch andere Signale aussendet. Immerhin hat man auf  Bundesebene begonnen den Blick zu verändern. Es ist  zu erkennen, dass Familienmiinsterin Schröder nach ihrer Fehleinschätzung der Gefährlichkeit rechter Gewalt vor 3 Jahren, wieder zurückrudert und endlich wieder Mittel zur Verfügung stellen will.

Man kann das Lebenswerk in Bezug auf die Siedlung Dickelsmoor ausdrücken aber auch gleichzeitig darauf hinweisen, dass Otto Dickel auch menschenverachtende Ansichten hatte und dies anscheinend auch veröffentlichte.

Ingeborg Vollmar

 

Zuletzt geändert von Vollmar, am 07.02.2012 um 22:34 Uhr
07.02.2012 21:40 Uhr
heletz
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Beiträge: 7003

 

Zitat von Vollmar
...

Gerade im Hinblick auf die Vorfälle um die rechte Terrorzelle und deren Verbrechen, verstehe ich die Verharmlosung von Rechtsradikalismus gar nicht mehr.
...

Wenn mir jetzt noch bitte jemand erklärt, was dieser Dickel mit der NSU zu tun hat ...

________
Nein, ich bin nicht die Signatur. Ich putz' hier nur...

07.02.2012 21:54 Uhr
Vollmar
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Zitat von heletz
 

 

Wenn mir jetzt noch bitte jemand erklärt, was dieser Dickel mit der NSU zu tun hat ...

Herr Dickel war ein Verfechter der Herrenrasse und Antisemit und dies sollte zur Kenntniss genommen werden.

Es sind die Worte die verharmlosen, die hoffähig machen und zu rechter Gesinnung führen können. So entstehen bei anfälligen Leuten Sympathien und manchmal führen sie auch zu Gewalttaten gegen vermeintlich Andersartige. Lesen sie bitte den Artikel in der Süddeutschen (Link steht oben) und auch sonst findet sich im Netz so einiges.

Ingeborg Vollmar

07.02.2012 22:05 Uhr
OldMike
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Beiträge: 4057
Beide Seiten..

 

Zitat von heletz
 

 

Wenn mir jetzt noch bitte jemand erklärt, was dieser Dickel mit der NSU zu tun hat ...

Tja, weil die Grünen sagen das ist Böse und das Böse ist immer und überall.

Was klar ist: Dickel war Antisemit.Damals

viele Politiker, Juristen usw. waren es damals auch und durften nach dem Kriege als Ehrenmännern wieder Karriere machen.

Was bei Dickel aber auch erwähnt werden sollte:

Er wurde selber zum Opfer der Nazis:

Erst wurde er nach einem Streit mit Hitler aus der Partei ausgestoßen,

Dickel wurde 1934 wegen vermuteter Nähe zu Ernst Röhm vor dem Volksgerichtshof angeklagt. Er überlebte dies aber, da die Anklage anscheinend nicht weiter verfolgt wurde und er somit nur für zehn Monate inhaftiert war.
Nach seiner Haft konnte er im Februar 1936 ans Realgymnasium zurückkehren, wurde aber einen Monat später nach Hof versetzt. Die Stelle in Hof trat Dickel jedoch nicht an, da er 1936 vorzeitig pensioniert wurde. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zog er in die Nähe von Reutlingen, dort fand er Kontakt zu oppositionellen Kreisen. Da ihm angeblich deswegen die Verhaftung durch die Gestapo drohte, beging er am 15. Juni 1944 Selbstmord.  Quelle: Wikipedia

Angesichts dessen, dass dieser Mensch für seine damalige anfängliche Nazibeteiligung mit seinem Leben zahlen musste, ist es nicht unangebracht, hier auch sein durchaus gemeinnütziges und nützliches Werk zu würdigen.

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Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen. (Helmut Qualtinger)

07.02.2012 22:29 Uhr
Vollmar
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Hallo Heletz

Ich entrüste mich ja gar nicht, aber man kann es ja erwähnen. Es stört mich auch nicht, dass sein Lebenswerk gewürdigt wird, aber es kann im Sinne der Vollständigkeit auch mitgeteilt werden, dass er eben auch kritisch gesehen werden kann. Der Artikel in Wickipedia ist unvollständig. Herr Dickel war sehr wohl in der NSDAP, dass er später verfolgt wurde, hängt auch mit der Vorgeschichte in den 20er Jahren zusammen auch dass er mit Hitler nicht klar kam, bzw. umgekehrt.

Selbstverständlich sind Viele nicht verfolgt worden, konnten sogar Minsiterpräsidenten, Bundeskanzler usw. werden. Aber deswegen ist das trotzdem nicht in Ordnung. Genau das ist das Problem, dass das Alles sehr schnell verharmlost wird, eine richtige Aufarbeitung nicht statt findet. Das ist nicht nur in Sachen des Dritten Reichs so. Das findet man praktisch überall, Stalinismus, in Südamerika, Spanien, Serbien, nahezu in jedem Land gibt es das. Überall denken Menschen sie hätten mehr Rechte, die bessere Ansicht, die bessere Religion  usw. und sind dann bereit dies mit Gewalt von Andersdenkeneden zu verlangen. Aber man darf da eben nicht immer das Tuch des Schweigens darüber geben.

Liebe Grüße Ingeborg Vollmar

 

 

08.02.2012 06:58 Uhr
heletz
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Beiträge: 7003

Zitat von Vollmar
 

 

Herr Dickel war ein Verfechter der Herrenrasse und Antisemit und dies sollte zur Kenntniss genommen werden....

Das ist zur Kenntnis genommen worden.

Dazu braucht es kein nerviges Insistieren.

Nicht jeder "Verfechter der Herrenrasse" und Antisemit ist ein Nazi.

Das sollte vilelleicht auch mal zur Kenntnis genommen werden.

 

Zitat von Vollmar
 

 

Es sind die Worte die verharmlosen, die hoffähig machen und zu rechter Gesinnung führen können. ..

Was ist denn das für ein Geschwurbel?

"Worte, die verharmlosen"?

Wer verharmlost denn?

"die zu rechter Gesinnung führen können"

"Rechte Gesinnung", soso.

Ist da die CDU auch gemeint, denn die sitzt im Bundestag ja rechts (vom Rednerpult aus gesehen, wovon die Begriffe rechts und links im politischen Gedschehen ja bekanntlich ihren Namen haben).

Sollen jetzt alle links sitzen? Da wird's dann bei der SED... ähhh PDS ... nee der Linken ... aber eng ...oder?

Die Grünen verbieten ja gern: Soll "rechte Gesinnung" jetzt verboten werden oder was?

Gemeint ist wahrscheinlich "rechtsradikale Gesinnung", aber warum wird dann "rechte Gesinnung" daraus gemacht?

Schludrigkeit?

Verschleierungstaktik?

"Ist-doch-wurst-wie-das-heißt-Hauptsache-ich-bin-dagegen"-Gesinnung?

Dieses vollkommen unklare Rumgeieier mit Worten ist genauso unerträglich, wie Adolfs Geschwätz in Mein Kampf, dessen erneute Veröffentlichung jetzt erst verhindert wurde.

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Nein, ich bin nicht die Signatur. Ich putz' hier nur...

22.02.2012 12:15 Uhr
Redaktion
Ehrenmitglied


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22.02.2012 12:15 Uhr
heletz
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Beiträge: 7003
Und die Jungen Liberalen ...

... haben die Kompetenz, so zu urteilen?

Es bleibt ihnen unebenommen, z.B. einen Doktoranden mit dieser Sache zu befassen. Die Lehrstuhlinhaber sind bestimmt dankbar für das Thema.

Aber das kostet dann Geld, gell?

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Zuletzt geändert von heletz, am 22.02.2012 um 12:27 Uhr
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