Samstag, 22. November 2014

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Volksbegehren gegen Studiengebühren in Bayern
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10.11.2012 19:13 Uhr
7Saturn
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Zitat von _solon_
Nichts leichter als das:

wer, wie Augsburger behauptet, später mal passabel verdient, von dem kann man ruhig eine Investition, sprich Studiengebühr, in seine Ausbildung verlangen.

Womit also genau dieses sehr soziale Prinzip effektiv breit macht: Wer kein Geld hat, bleibt auf der Strecke, scheißegal, obs sich für die Wirtschaft und den Staat rentiert. Wie blöd müsste man denn sein, die brach liegende Kompetenz auf diese Weise abzuwürgen? Da investiere ich doch als Staat lieber dies 5000 € (mehr ists bei Regelstudienzeit normalerweise nicht) und hol innerhalb kürzester Zeit das Geld wieder raus. Weils eben nicht so ist, dass jeder diese Investition stemmen kann. Und genau für derartige Dinge ist der Staat da: Um für alle das beste raus zu holen. Wenn das heißt, dass man einzelnen erst mal nen Schub geben muss, damit man hinterher wieder mehr raus holt, OK. Aber blöderweise interessiert das keine Sau, ob man kann oder nicht. Ich bin mit dem Bafög-Höchstsatz noch gerade so hin gekommen, aber wie jemand das in München, Köln, Berlin machen soll, frag ich mich schon.

11.11.2012 07:02 Uhr
_solon_
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Zitat von 7Saturn

 Wer kein Geld hat, bleibt auf der Strecke, scheißegal, 

...

Bleinen wir beim aktuellen Fall. 100 € / 36,5 Tage. kann (fast) jeder aufbringen. Und sollte es doch einene geben: Es gibt Kredite die in einem solchen Fall Sinn machen, da sie eine sinnvolle und lukrative Investition in die Zukunft darstellen.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

11.11.2012 09:53 Uhr
Redaktion
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Studenten in Bayern müssen weiter Studiengebühren zahlen
Schlechte Nachricht für Studenten: Die Koalition in Bayern will die Studiengebühren vorerst nicht abschaffen.
Studenten in Bayern müssen weiter Studiengebühren zahlen

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www.augsburger-allgemeine.de - Alles was uns bewegt

11.11.2012 09:53 Uhr
Lebensfreude
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Studenten müssen weiter Gebühren zahlen.

Wenn ich sehe, was für Limosinen an der Uni sehe, da staune ich-keine Gebühren frage ich mich da?

Wenn ich sehe, was von den Studenten geraucht wird, die Haltestellen verschandelt, und  benehmen können sich die meisten nicht, da staune ich-keine Gebühren frage ich mich da?

Warum schafft es die Politik nicht, Gebühren, u.U. auch Befreiung, nach dem Einkommen/Vermögen der Eltern zu erheben.

Für jeden Pipifax muß ich meine Steuerbescheid vorlegen, warum nicht auch hier.

Damit wäre auch Gerechtigkeit geschaffen.

 

 

 

11.11.2012 10:16 Uhr
7Saturn
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Die interessante Frage ist doch: Warum wird dann bei der Stütze mit zweierlei Maß gerechnet? Andere bekommen bei Hartz IV Grundsicherung, welche die Miete vollständig(!) mit abdeckt, durch den Mietkostenzuschuss, dann ist da u. U. auch noch eine Waschmaschine drin, und, und, und. Nicht falsch verstehen, im Prinzip habe ich nichts dageben. Aber warum genau kriegen Studenten dann einfach pauschal 224 €? Ich möchte mal sehen wie man in den oben genannten Größstädten inkl. Nebenkosten auf so eine Miete kommen soll. Und falls Sies nicht glauben kucken Sie mal § 13 Abs. 2 Bafög an. Es ist auf gut Deutsch gesagt, scheiß egal, wie viel man an Miete bezahlen muss, man kriegt nicht mehr als 224 €. Möcht ich mal sehen wie jemand in Köln oder Frankfurt das macht. Das mag für den manchen klappen, viele liegen aber aufgrund äußerer Zwänge eben drüber. Und nein, Mietzuschlag wurde 2010 abgeschafft, auf diese Weise lässt sich das auch nicht mehr richten. Danke an den Gesetzgeber.

So stehts auch mit anderen Dingen. U. A. macht es beim Bafög keinen Unterschied, ob man jeden Monat nochmal 100 € auf die Seite schaffen muss, damit man dann für die Rückmeldung des nächsten Semesters seine ~600 € (Studiengebühen, Studentenwerksbeitrag, Semesterticket, ...) abdrücken kann. WENN es hier um sozial hin oder her ginge, würde man einführen, dass Leute mit Bafög entweder dieses Geld mehr bekämen (also plus oben auf die Grundsicherung, so wie bei anderen eben auch, so sähe Grundsicherung in dem Fall aus, meinetwegen auch direkt an die Staatsoberkasse überwiesen, statt aufs Konto), oder aber eben für solche Leute die eh schon den Höchstsatz haben, das ganze erlassen. Aber genau das passiert ja nicht, weil finanzielle Gründe ja kein Befreiungsgrund sind. Siehe oben: Welche Gründe sind denn auch in letzter Konsequenz keine finanziellen?

Es ist schlicht unsozial sich hin zu stellen und die Hand nochmal extra auf zu halten, für etwas, was der Allgemeinheit unterm Strich sogar noch ein dickes Plus bringt. Wenn ich nicht noch das Examenssemester im Wohnheim damals bekommen hätte, hätte ich auch alt ausgesehen, weil ich eh schon mit dem Höchstsatz gerade so hin kam. Das wäre ein lustiges Studienabschlusssemester geworden: Montag bis Freitag Ganztags-Frohndienst am Lehrstuhl (OK, ich übertreibe, es ist wenn man seine Masterarbeit anfertigt zwar im Prinzip wie keine Ganztagsstelle im wörtlichen Sinne, aber letztlich bezahlte ich ja auch noch dafür, dass ich dort jeden Tag arbeite, gerade zum Ende hin mit Arbeitszeiten nochmal höher als die der anderen Mitarbeiter + WE) und am WE dann noch die fehlenden Kohlen ran schaffen, die teils in so "nützliche" Dinge wie 3-4 Englischkurse oder Softskillkurse umgesetzt wurden. Ganz ehrlich: Für mich hat das nicht so viel verbessert wie es mich gekostet hat.

Es gibt inzwischen so Einrichtungen wie den offenen Mathe- und Physik-Raum, aber sonst hab ich nicht wirklich was mitbekommen, wie diese Gebühren meinen Studienalltag verbessern hätten können. Unterm Strich für mich also ein verdammt dicker Brocken zu meinen Lasten den ich gerade noch so geschultert bekommen habe, der aber eigentlich Aufgabe des Staates ist, denn der ist für die Finanzierung der Lehre an der Uni zuständig. Unter anderem dafür gibts Universitäten ja. Wenn das nur reine Forschungsanstalten wären, könnte man die genauso gut privatisieren, weil Lehre machen die privaten normalerweise auch nur gegen Entgeld, also ist eh der Staat gefragt. Hier stielt er sich aber aus der Verantwortung, genauer gesagt, das Bundesland Bayern stielt sich aus seiner Verantwortung. Aber die Steuern die ich hernach blechen darf, da halten sie sich genauso schadlos, wie wenn ich keine Studiengebühren bezahlt hätte. Schöner Kuhhandel.

11.11.2012 10:21 Uhr
Bongo
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Weiter Studiengebühren

Das ist gut so BeifallSonst schreibt sich "Furz & Feuerstein" ein; es ist ja umsonst. (Verstoß NUB 7.3/edit)

Es gibt andere Möglichkeiten um begabten & fleissigen Studenten zu helfen & finanziell zu unterstützen.

Es ist gut, dass diese Wahlk(r)ampf-Parole abgetötet wurd.

________
  

Zuletzt geändert von Anonyme, am 11.11.2012 um 19:04 Uhr
11.11.2012 10:56 Uhr
Mblocker
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Zitat von Bongo
Folgeedit

ihnen ist hoffentlich schon bewusst das es soetwas wie einen NC gibt, das heißt es kann sich nicht jeder volldepp für irgendwas einschreiben und dann nicht auftauchen.

 

Zuletzt geändert von Anonyme, am 11.11.2012 um 19:02 Uhr
11.11.2012 13:21 Uhr
augschburgr
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Zumal man schlicht Abitur braucht und das ist, zumindest im bayrischen Gymnasialwesen, durchaus eine Hürde die eben nicht jeder nehmen kann.

Wenn sich ein jugendlicher Deutscher mit "Null Bock" hinhockt, die Schule abbricht, sagt "Staat, gib mir Arbeit" und ALG II beantragt kriegt er von Haus aus mehr als den Bafög-Höchstsatz und wird "betreut". Wenn sich einer hingegen durch das G8 kämpft und danach ein Studium anstrebt erhält er den Bafög-Höchstsatz nur wenn die Eltern Geringverdiener sind, schon wenn die Eltern so elitären Berufe wie Krankenschwester nachgehen wird massiv abgezogen. Und die Hälfte muss man nach dem Studium ohnehin zurückzahlen. Er darf aber auch kein Seminar versäumen, sonst fliegt er aus dem Studium, also kann man höchstens am Wochenende arbeiten. Das heißt keine Zeit zum Pauken, Seminararbeiten schreiben, von Erholung gar nicht zu reden. Das heißt die Zensuren leiden und man kommt nur mit einem mittelmäßigen Abschluss aus dem Studium, entsprechend verdient man weniger (als Jurist verdient man mit einem unterdurchschnittlichen bis durchschnittlichen Examen z.B. schnell weniger als eine Sekretärin mit 2,5 jähriger Lehre). Und so weiter und so fort.

 

Alles natürlich nicht das Thema wenn Papa besagte Limousine, Miete und Taschengeld sponsert. Dann ist das Studium deutlich entspannter. Und Arbeiterkinder bleiben chancenlos. Blanke Theorie? GENAU DAS haben die Studiengebühren nachweislich bewirkt, der Anteil von Arbeiterkindern die in Bayern studieren ist gesunken, der Anteil von Kindern aus Akademikerfamilien angestiegen.

Reichtum gebiert Reichtum, Armut gebiert Armut - das war das Prinzip der Frühindustrialisierung der einzige Grund wieso jemals ein Sozialstaat eingeführt wurde. Jene die sich selbst helfen können brauchen den ja nicht.


Und wer meint dass "ehrliche Maloche" ja auch ausreichend wäre etc., der Anteil von Industriearbeitsplätzen beträgt nur noch ca. 1/5 und ist weiter rasch sinkend. Menschen werden weiterhin überflüssig, nicht aus Profitgier sondern weil Menschen einfach nicht zu gebrauchen sind beim heutigen Stand der Technik, so präzise wie ein Roboterarm kann schlicht kein Mensch eine Karosserie verschweißen etc.,. Der Dienstleistungssektor macht heute schon fast 4/5 der Wirtschaft aus, weiter ansteigend. Wenn wir keine Gesellschaft werden wollen in der die Mehrheit dem Prekariat angehört dann dürfen das nicht nur Anlerntätigkeiten sein. So wird es aber kommen, in Asien studieren zig Millionen junge ehrgezige Menschen, massiv gefördert z.B. von der chinesischen Regierung, und werden zunehmend nicht nur billiger als wir sondern auch besser, dank der starken Förderung (an chinesischen Provinzunis gibt es inzwischen bessere Studienbedingungen für Naturwissenschaftler und Techniker als in Deutschland!). Dann wird in Zukunft das neue Auto in Asien entwickelt und hier entgefertigt, die Verhältnisse können sich auch umkehren.

Mir ist vollkommen schleierhaft wie man aus dem Bauch heraus so locker und mit einem Federstrich die Förderung von Studenten als Geldverschwendung, das scheint mir ja die Essenz zu sein, abtun kann. Für Hartz IV und alles andere kann es nie genug Geld geben. Der Student ist aber noch der Faulheit verdächtig wenn er ein Vollzeitstudium hat, in einem Wohnheimzimmer haust über Jahre als junger Erwachsener weil er sich nichts besseres leisten kann und dann als gutmütiger Michel jahrelang als Praktikant schuftet bis er mal einen Festvertrag ergattert. Während sich der Hauptschüler mit Quali ins Fäustchen lacht, der hat schon seit seinem 15. Lebensjahr Geld verdient (eine Berufsausbildung kostet Gesellschaft und Wirtschaft jede Menge Geld - nur dass der Azubi auch noch bezahlt wird und nicht wie der Student zur Kasse gebeten wird). Wenn er dann fleißig ist und sich bis zum Meister fortbildet oder als Handwerker einen guten Kundenstamm hat verdient er mehr als so mancher Arzt dessen Ausbildung 15 Jahre dauert und der regelmäßig 24 Stunden Bereitschaftsdienste im Krankenhaus schieben darf.

Manchmal habe ich das Gefühl dass sich Leistung wirklich nicht lohnt in Deutschland - und zwar weil die Gesellschaft das nicht honoriert. Die eigenen Ambitionen möglichst niedrig hängen, einen 38 Stunden Job haben und möglichst verschwitzt aus der Arbeit kommen, das scheint den meisten Respekt zu genießen. Manchmal frage ich mich echt wozu ich das alles mach.

11.11.2012 13:30 Uhr
Bongo
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Zitat von Mblocker

 

ihnen ist hoffentlich schon bewusst das es soetwas wie einen NC gibt, das heißt es kann sich nicht jeder volldepp für irgendwas einschreiben und dann nicht auftauchen.

 

(Verstoß NUB 7.2/edit)

________
  

Zuletzt geändert von Anonyme, am 11.11.2012 um 19:01 Uhr
11.11.2012 13:39 Uhr
augschburgr
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Sie müssen Ihre Klischees aktualisieren, das gibt es in der Form eben nicht mehr, da bei Master/Bachelor gleich von Anfang an ausgesiebt wird und nicht erst bei irgend einer Diplom/Examensarbeit nach paar Jahren.

Langzeitstudenten erhalten auch keinerlei Bafög mehr, sobald man die Regelstudienzeit etwas überschreitet wird bereits Rechenschaft dafür verlangt. Das Bild des liederlichen Studentenlebens ist, falls es das so wirklich jemals gab, aufjedenfall ein Ding der Vergangenheit.


Ich habe Quali und danach eine Lehre gemacht und erst später per 2. Bildungsweg einen akademischen Werdegang eingeschlagen. Bis ich mal soviel Netto im Monat habe wie damals als Facharbeiter mit Schichtzuschlägen dauert es noch einige Jahre. Es gibt keinen Grund Akademiker um irgendwas zu beneiden. Und wenn ich mir mit Ende 30 dann mal ein Oberklasseauto leisten kann habe ich mir das schlicht verdient.

11.11.2012 15:40 Uhr
MiasanMia
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Zitat von Bongo
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Sehr kluger Beitrag, könnte von einem ALG II-Stammkunden stammen.

Faule "Möchtegernstudenten" gibt es nicht, dafür ist in den Studienordnungen hinreichend gesorgt worden. Vielleicht sollten Sie sich mal zu den Themen "Zwischenprüfungen" und "Höchststudienzeiten" informieren.

Darüber hinaus kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass gerade die Kinder von wohlhabenden Eltern diejenigen sind, die durchschnittlich länger studieren und ihr Studium weniger zielstrebig verfolgen, vllt. weil die Eltern ohnehin schon für Ihre Kinder mit vorgesorgt haben oder auch der künftiger Arbeitsplatz in Papa's Firma schon gesichert ist. Falls Sie es noch nicht wissen sind Kinder von armen Eltern, die Bafög erhalten sogar in dieser Hinsicht mehrfach benachteiligt. Denn Bafög wird nur bis zum Ablauf der Regelstudienzeit gezahlt (durchschnittlich 3 Semester kürzer als die Höchststudienzeit), nach dem 4. Semester muss ein "Zwischenbericht" mit Studienleistungen vorgelegt werden, anhand dessen entschieden wird, ob das Studium überhaupt noch weiter gefördert wird, weiterhin ist ein Fachrichtungswechsel nur einmal möglich und auch nur bis zum 3. Semester, ein Auslandsaufenthalt mit dem sog. Auslandsbafög nur auf dem Papier möglich, tatsächlich reichen die finanziellen Mittel bei Weiterm nicht aus und im Bafög ist auch der Posten Studiengebühren nicht berücksichtigt.

Vielleicht ziehen Sie Ihre These mit den "Möchtegernstudenten" aus dem Umstand, dass viele Studenten sich nicht auf Ihr Studium konzentrieren können, weil Sie nebenbei noch Geld verdienen müssen, um überhaupt studieren zu können (=sie möchten gern studieren haben aber die finanziellen Mittel nicht).

Zum Thema "Fernbleiben" empfehle ich Ihnen mal eine Erstsemester-Veranstaltung an der LMU in einem größeren Studiengang zu besuchen. Dort ist es Gang und Gebe, dass Studenten auf dem Boden, vor den Hörsälen, oder auch in anderen Räumen mit Videoübertragung aus einem Hörsaal sitzen. Es gibt glaub ich bei den enormen Studentenzahlen keine Plätze mehr, die "weggenommen" werden können. Wer kann es bei diesen katastrophalen Bedingungen einem Studenten verdenken, dass er lieber zu Hause an einem Schreibtisch lernt als sich am Boden zu kauern und mit einem Block auf den Beinen versucht irgendwas Brauchbares mitzunotieren. Was soll also durch die Abschaffung der Studiengebühren noch verschlimmert werden. Sämtliche Unis in Bayern lassen vermutlich gerade wegen der Studiengebühren aus "Geldgeilheit" immer mehr Studenten für ein Studium zu, obwohl Sie wissen, dass Sie die Kapazitäten nicht haben. Das frühere Zulassungsverfahren über die ZVS (beschränkte Zulassung nach Kapazität der Unis, Abiturnote und Wartezeit) existiert nicht mehr. Die Unis entscheiden selbst wieviele Studenten Sie nehmen und tatsächlich nehmen sie in vielen Fächern meistens 2-3 Studenten pro tatsächlich verfügbarem Sitzplatz auf.

Fleißige und begabte Studenten anders unterstützen, wie stellen Sie sich das vor? Soll es für die etwa extra Veranstaltungen in der Nacht geben, die nicht gnadenlos überfüllt sind. Sollte man extra Seminare für diese Gruppe anbieten, damit Sie sich nicht mit 60 anderen Studenten auf 10 verfügbare Seminarplätze bewerben müssen. Die Stipendien sind leider nicht mehr geeignet diese Gruppe zu unterstützen, da in diesem Fall Fleiß und Begabung nur noch damit zusammenhängen, wie überlaufen der gewählte Studiengang ist. Fleiß und Begabung reichen bei Weitem nicht dafür aus, um in jeder Veranstaltung einen vernünftigen Sitz- bzw. Arbeitsplatz zu bekommen. Genauso wenig helfen diese Tugenden um teuere, wichtige und stets vergriffene Bücher in der Bibliothek lesen zu können.Eine Selektion dieser Studenten müsste bereits zu Beginn des Studiums erfolgen, ansonsten steht die Überfüllung diesen Studenten bei der Entfalung ebenfalls im Weg.

Selbst das Stipendium für eine überdruchschnittliche Abiturnote ist nicht wirklich hilfreich, um fleißige und begabte Studenten zu fördern. Die Abiturnote lässt vielleicht einen Rückschluss darauf zu, dass der Student gut auswendig lernen kann, für wissenschaftliches Arbeiten und analytisches Denken, wie es auf den Universitäten gefordert wird, ist es jedoch nicht zwangsläufig ein Garant für den Erfolg in jedem x-beliebigen Studiengang, wenn man unreflektierte Daten und Fakten wiedergeben kann.

In diesem Sinne sollten Sie ihr Stammtischgeschwätz für sich behalten oder sich vorher mal eine Uni von innen ansehen und dann ihr Urteil fällen. 

 

 

 

Zuletzt geändert von Anonyme, am 11.11.2012 um 19:00 Uhr
11.11.2012 16:07 Uhr
leopold
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Zitat von MiasanMia

 

In diesem Sinne sollten Sie ihr Stammtischgeschwätz für sich behalten oder sich vorher mal eine Uni von innen ansehen und dann ihr Urteil fällen. 


Seien Sie nicht so streng mit Bongo. Der schreibt oft über Dinge, von denen er nichts versteht.

11.11.2012 18:18 Uhr
gewe-a
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Zitat von Bongo

 

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Sie müssen mal Ihre eigene Spur im Forum, fast egal über welches Thema nachverfolgen, dann werden Sie vielleicht daraufkommen, dass viele von Ihnen gebrachten Beiträge einfach geistiger Blödsinn sind !

Also nicht die Menge der geistig schwachen Beiträge bringt Ihnen etwas, sondern wenn Sie Themen aufnehmen, sollte Sie diese auch annähernd verstehen  !

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Leute schimpft nicht nur jetzt, sondern denkt vor jeder kommenden Wahl nach, von welchen Wegelagerern wir regiert werden, auch wenn sie uns nur rosige Zeiten verspechen !

Zuletzt geändert von Anonyme, am 11.11.2012 um 18:53 Uhr
11.11.2012 18:35 Uhr
augschburgr
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...abschließend möchte ich jedem, der meint dass ein Studium mit Faulheit o.ä. vereinbar ist, empfehlen selbst die Hochschulreife zu erwerben und ein Studium aufzunehmen. Wenn das tatsächlich solch ein Zuckerschlecken ist frage ich mich ohnehin wieso nicht längst jeder studiert.

11.11.2012 18:54 Uhr
_solon_
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Zitat von augschburgr

...abschließend möchte ich jedem, der meint dass ein Studium mit Faulheit o.ä. vereinbar ist, empfehlen selbst die Hochschulreife zu erwerben und ein Studium aufzunehmen. Wenn das tatsächlich solch ein Zuckerschlecken ist frage ich mich ohnehin wieso nicht längst jeder studiert.

Habe ich was überlesen? Meint das tatsächlich jemand. Selbst Hochbegabten dürfte ein Studiumsabschluß nicht so einfach in die Tasche fallen. Chinese

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...


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