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Bischof Zdarsa sperrt ehemaligen Kultusminister Hans Maier aus
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08.02.2012 23:14 Uhr
Alois
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Beiträge: 4665

 

Zitat von Athineos

Interessant dabei ist halt die nachträgliche Exculpation der Besatzungsmacht durch die Evangelisten, als deren Wohlwollen zur Ausbreitung der neuen Lehre bennötigt wurde.

P.S.: Wobei natürlich die evangeliare Schilderung der Ereignisse vor Pilatus, dem Sanhedrin und dem Tetrarchen weder historisch noch staatsrechtlich haltbar ist.

Was ist überhaupt noch haltbar von der ganzen neutestamentlichen Geschichte?

Zuletzt geändert von Alois, am 08.02.2012 um 23:20 Uhr
09.02.2012 07:09 Uhr
heletz
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Beiträge: 7003

 

Zitat von Athineos
 ... Die Römer hatten übrigens den Tod nicht einfach angeordnet, sondern das Urteil wurde nach einem Verfahren vor der zuständigen Instanz - dem obersten Verwaltungsbeamten der Provinz - gefällt....

Interessant dabei ist halt die nachträgliche Exculpation der Besatzungsmacht durch die Evangelisten, als deren Wohlwollen zur Ausbreitung der neuen Lehre bennötigt wurde....

Das ist natürlich richtig, aber da es nicht das eigentliche Thema des threads ist, wollte ich nicht zu ausführlich darauf eingehen.

Von Wohlwollen wagte ja schon keiner zu träumen.

Es genügte ja schon, wenn die Römer kein auffälliges Interesse zeigten.

Warum die Evangelisten die "Schuldfrage" einfach umdrehten, ist aber klar: Die Evangelien entstanden um 100 n.Chr. (ganz grob) und da hatte man die Erfahrungen der Eroberung von Jerusalem durch Titus und Masada bereits hinter sich, wußte also, was passiert, wenn man die Römer reizt.

Also drehte man das Ganze so, daß die Römer, falls sie ein Evangelium zu lesen bekämen, den Eindruck haben mußten, daß die Juden selbst schuld seien an dem Tod eines Sektenstifters.

Die konnten ja nicht wissen, was christliche Lehrer daraus später machen würden.

________
Nein, ich bin nicht die Signatur. Ich putz' hier nur...

09.02.2012 08:04 Uhr
_solon_
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Beiträge: 13095

 

Zitat von Athineos
 

 

....

P.S.: Wobei natürlich die evangeliare Schilderung der Ereignisse vor Pilatus, dem Sanhedrin und dem Tetrarchen weder historisch noch staatsrechtlich haltbar ist.

ich glaube die gesamte Bibel hatte nie den Anspruch einer historisch exakten Geschichtsschreibung. Es handelt sich doch vielmehr um Gleichnisse o.ä..

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

09.02.2012 08:16 Uhr
heletz
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Beiträge: 7003

 

Zitat von _solon_
 

 

ich glaube die gesamte Bibel hatte nie den Anspruch einer historisch exakten Geschichtsschreibung. ...

Stimmt.

Aber sie wird von vielen in der Richtung mißverstanden.

________
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09.02.2012 11:33 Uhr
cato
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Beiträge: 1057

 

Zitat von Athineos
 

 

... die eben keine Todesurteile fällen durften.

Die Römer hatten übrigens den Tod nicht einfach angeordnet, sondern das Urteil wurde nach einem Verfahren vor der zuständigen Instanz - dem obersten Verwaltungsbeamten der Provinz - gefällt.

Interessant dabei ist halt die nachträgliche Exculpation der Besatzungsmacht durch die Evangelisten, als deren Wohlwollen zur Ausbreitung der neuen Lehre bennötigt wurde.

P.S.: Wobei natürlich die evangeliare Schilderung der Ereignisse vor Pilatus, dem Sanhedrin und dem Tetrarchen weder historisch noch staatsrechtlich haltbar ist.

Sind halt alles nicht mal zeitgenössische Schilderungen.

09.02.2012 12:18 Uhr
Rudolpho
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Beiträge: 41
Beratungschein ist Voraussetzung für die Straffreie Tötung eines ungeb. Kindes

Zitat von Tom Tinte

Zitat: Ziel des Vereins von katholischen Bürgern ist die Sicherstellung einer Schwangerschaftskonfliktberatung mit dem Ziel, "sich für den Schutz des menschlichen Lebens, namentlich den Schutz des Lebens ungeborener Kinder einzusetzen und Frauen in Schwangerschaftskonflikten mit Rat und Tat nahe sein zu wollen"
Bei dem Beitrag von Wikipedia steht auch: Die Ausstellung eines Beratungsscheins war den katholischen Beratungsstellen 1999 durch Papst Johannes Paul II. untersagt worden, da dieser Schein eine Voraussetzung für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch ist. Dadurch war das Beratungsangebot nicht mehr ergebnisoffen, d. h. die Rat suchende Schwangere hätte bei einer Entscheidung gegen die Schwangerschaft eine weitere Beratungsstelle (mit Bescheinigung) aufsuchen müssen."

Diese wichtige Aussage haben Sie leider weggelassen.

Ein ausstellen eines Beratungsschein ist ein mitwirken zum töten eines noch ungeborenen kl. Menschen. Der kath. Katechismus sagt unter Nr. 2272 folgendes: "Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres vergehen. Die Kirche ahndet dieses Vergehen gegen das menschliche Leben mit der Kirchenstrafe der  Exkommunikation. .....Siehe auch Kirchenrecht  CIC,can 1398 . Die Strafe ..tritt nach erfolgter Straftat automatisch ein.                                                       

 


 

09.02.2012 12:27 Uhr
heletz
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Beiträge: 7003

 

Zitat von Rudolpho
...Der kath. Katechismus sagt unter Nr. 2272 folgendes: ...  CIC,can 1398..


 

Ja, ja, ist ja recht.

Wozu diese Scheingefechte?

Auf Initiative von Mesiner aus Köln hat der Papst den damaligen Kompromiß untersagt (den man ebenfalls hatte kirchenrechtlich untermauert) und den Ausstieg angeordnet.

Man will eben keine Beratung von Schwangeren, die sich in Not fühlen.

Aus.

Darum geht es in diesem Faden aber nicht.

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09.02.2012 12:49 Uhr
alter Grantler
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Nicht der Bischof ist orientierungslos!

Ein Redakteur der Augsburger Allgemeinen nebst einer Vielzahl von Foristen irren im Bistum Augsburg orientierunslos umher! So stimmt es! Mir ist jedenfalls eine Kirche mit einem klaren Nein zur Abtreibung, zur Schwulenehe, zum Laien- bzw. zum Priesterinnenamt tausendmal tausenmal lieber, als z.B. dieses heillos liberale Aufklärertum in den evangelischen Kirchen! Also liebe Brüder und Schwestern - wenn Ihr Euch mit diesem ehrenwerten Bischof so schwer tut, dann kündigt bitte oder geht zum Shootingstar der Evangelen, dieser geschiedenen Bischöfin Frau Käßmann!! Aber bitte lasst diese blasphemischen Bemerkungen hier im Forum! Mit den glaubensfesten Katholiken kann man ja wohl alles machen!  

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Zuletzt geändert von alter Grantler, am 09.02.2012 um 13:24 Uhr
09.02.2012 13:12 Uhr
defabc7
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Beiträge: 1201

 

Zitat von alter Grantler
Nicht der Bischof ist orientierungslos!

Ein Redakteur der Augsburger Allgemeinen nebst einer Vielzahl von Foristen irren im Bistum Augsburg orientierunslos umher! So stimmt es! Mir ist jedenfalls eine Kirche mit einem klaren Nein zur Abtreibung, zur Schwulenehe, zum Laien- bzw. zum Priesterinnenamt tausendmal tausenmal lieber, als z.B. dieses heillos liberale Aufklärertum in den evangelischen Kirchen!

Leben wir im Mittelalter, oder was? Kommt mir fast so vor, wenn ich diesen Mist lese. Die Kirchen haben sowieso allesamt abgewirtschaftet. Die haben keine Antworten mehr auf die Fragen des Lebens. Es ging denen - v. a. der katholischen Kirche - doch schon immer nur um Macht und Kontrolle über die Massen, indem man ihnen Schauermärchen erzählt. Zum Glück sind heutzutage viele Leute aufgeklärt genug, um da nicht mehr mitzuspielen!

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09.02.2012 13:16 Uhr
Silverblues
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Beiträge: 1601
Mähähähä

Der Hirte fuchtelt wild herum.
Die meisten Schafe sind irritiert.
Aber es gibt natürlich auch immer ein paar, die, egal wie konfus die Aktionen des Hirten sind, mit einem zustimmenden "Mäh" antworten.
Auch ein paar Hirtenhunde übrigens.

Und wenn ich Schaf etwas dazu sagen darf (darf ich schon, interessiert nur kein Sch.. - äh, Entschuldigung; keinen Hirten; Hirtenhunde dafür immer mehr):
Ein neuer Hirte muss her. Dringend.

Wir hatten (in meinem Leben) Stimpfle - zum Grausen.
Wir hatten Dammertz - keine Ideallösung, aber eine gute.
Wir hatten Mixa - nur zum Kopfschütteln (oder zum sich-an-denselben-Tippen).
Wir haben Zdarsa - Himmel, hilf! Rom wird es nicht tun.

 

 

09.02.2012 13:43 Uhr
heletz
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Zitat von Silverblues
...

Wir hatten Dammertz - keine Ideallösung, aber eine gute. ...


 

Der war ja auch Jurist und hat den Engelskindern, oder wie die geheißen haben, und den anderen Kirchentaliban erstmal gezeigt, wo der Bartel den Most holt.

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09.02.2012 14:48 Uhr
alter Grantler
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Zitat von defabc7
 

 

Leben wir im Mittelalter, oder was? Kommt mir fast so vor, wenn ich diesen Mist lese. Die Kirchen haben sowieso allesamt abgewirtschaftet. Die haben keine Antworten mehr auf die Fragen des Lebens. Es ging denen - v. a. der katholischen Kirche - doch schon immer nur um Macht und Kontrolle über die Massen, indem man ihnen Schauermärchen erzählt. Zum Glück sind heutzutage viele Leute aufgeklärt genug, um da nicht mehr mitzuspielen!

 

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09.02.2012 15:02 Uhr
alter Grantler
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Beiträge: 65

 

Zitat von defabc7
 

 

Leben wir im Mittelalter, oder was? Kommt mir fast so vor, wenn ich diesen Mist lese. Die Kirchen haben sowieso allesamt abgewirtschaftet. Die haben keine Antworten mehr auf die Fragen des Lebens. Es ging denen - v. a. der katholischen Kirche - doch schon immer nur um Macht und Kontrolle über die Massen, indem man ihnen Schauermärchen erzählt. Zum Glück sind heutzutage viele Leute aufgeklärt genug, um da nicht mehr mitzuspielen!

Die kath. Kirche hat - soweit sie sich auf das Evangelium beruft -sehr wohl Antworten auf die Fragen des Lebens, aber diese Antworten sind halt meist sehr unbequem und ja ach so weltfremd! Also, schnitzen Sie sich Ihre Wertvorstellungen und Ihre Religion selber, denn Sie müssen ja mit Ihrem Leben allein klar kommen. Wie Sie das machen, ist mir ehrlich gesagt egal - das ist Ihr Problem! Übrigens lebe ich lieber im Mittelalter,als in der Steinzeit!

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09.02.2012 15:26 Uhr
cato
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Zitat von heletz
 

 

Stimmt.

Aber sie wird von vielen in der Richtung mißverstanden.

Viele Bibelstellen im Neuen Testament sind sog. sich selbsterfüllende Prophezeiungen aus dem Alten Testament. Und selbstverständlich ist die Bibel keine historische Abhandlung, die heutigen Kriterien der Historikerzunft standhält noch standhalten will. Die Leben-Jesu-Forschung, die vor ca. 200 Jahren begann, hat sich redlich mit dem Thema abgemüht und auch allerhand zustande gebracht, z.B. die Rolle Paulus', die zeitliche Einordnung der sog. Evangelien, deren Zahl weit größer ist als die vier kanonisierten, freilich noch phantasievoller als nach Matthäus oder Lukas.

Und auch die Geschichte der Päpste ist aufgeklärt, so gut das ging, d.h.so weit Dokumente erhalten und/oder zugänglich sind..

Zuletzt geändert von cato, am 09.02.2012 um 16:41 Uhr
09.02.2012 15:49 Uhr
defabc7
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Zitat von alter Grantler
 

 

Die kath. Kirche hat - soweit sie sich auf das Evangelium beruft -sehr wohl Antworten auf die Fragen des Lebens, aber diese Antworten sind halt meist sehr unbequem und ja ach so weltfremd! Also, schnitzen Sie sich Ihre Wertvorstellungen und Ihre Religion selber, denn Sie müssen ja mit Ihrem Leben allein klar kommen. Wie Sie das machen, ist mir ehrlich gesagt egal - das ist Ihr Problem! Übrigens lebe ich lieber im Mittelalter,als in der Steinzeit!

Ich betrachte mich als mündigen Bürger. Die katholische Kirche tut das nicht. Also gibt es ein Problem.

Was in der Bibel steht, von wegen Schöpfungsgeschichte, oder das Wirken von Wundern, ist nach heutigem Wissensstand blanker Unsinn. Die Menschen, die es aufgeschrieben haben, konnten sich die Dinge nicht anders erklären, sie wußten es nicht besser. Aber müssen wir, die wir neue Erkenntnisse haben, das glauben, was die Menschen vor 2.000 Jahren glaubten? So wie es die Kirchen lehren, kann es nicht gewesen sein. Punkt. Was das mit Steinzeit zu tun hat, möchte ich mal wissen!

Aber egal, mit so engstirnigen Leuten wie Ihnen kann man darüber wohl nicht diskutieren.

Wissen Sie, was die größte Plage der Menschheit ist? Religiöse Fanatiker!

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