Freitag, 24. Mai 2013

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Die Schlecker-Pleite und ihre Folgen
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31.03.2012 08:12 Uhr
Sensus Communis
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Zitat von nervenruh
 

Um die Auswirkungen des Manchester-Kapitalismus nicht deutlich werden zu lassen, erfand man die Soziale Marktwirtschaft. Der Markt lebte fortan von Angebot und Nachfrage, vergisst aber die Belange seiner Beschäftgigten nicht. Es hat insgesamt gut funktioniert. Trotzdem blieb es nicht dabei. Der Gipfel war der Rettungsschirm für unersättliche Zocker. Hier wurde die Marktwirtschaft ausgehebelt. Nicht mehr Angebot und Nachfrage steuern den Markt. Ausschlaggebend ist die die Systemrelevanz. Das bringt Milliarden. 11000 Beschäftigte, die schuldlos ins Bodenlose fallen, sind nicht Systemrelevant. Pech gehabt. Dann lieber Geldpakete für Banken und bankrotte Staaten, Subventionen für Energiekonzerne und Steuererleichterungen für Hoteliers...

Das können Sie unmöglich selbst glauben....

Sie vergessen... Deutschland ist keine Insel... wir leben vom globalen Handel... wir können sonst nix... was Sie unterschwellig fordern ist, dass wir uns aus dem globalen Handel zurückziehen (müssen wir zwangsläufig, wenn wir nicht nach den Regeln spielen können). Wäre "uns" damit gedient? Gerne können wir gemeinsam zu Ende denken, welche Konsequenzen das für den Einzelnen hätte. M.E. fallen da mehr als 11000 Beschäftigte durchs Raster....

...die erstens weder schuldlos sind, noch ins Bodenlose fallen. Die Auffangnetze in Deutschland sind manigfach... nicht zuletzt ist Schlecker nicht der einzige Arbeitgeber... es gibt zur Zeit weit über 20.000 offene Stellen im Handel... und die sind auch noch besser bezahlt als das, was der Ausbeuter Schlecker bereit war, in die Lohntüte zu tun...

Versuchen Sie es doch mal mit Realismus statt mit Polemik.

 

 

________
What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

31.03.2012 08:40 Uhr
Lukas
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Schlecker und weitere werden folgen

31.03.2012 09:38 Uhr
snoopdog
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Beiträge: 1503

 

Zitat von Sensus Communis
                                

Versuchen Sie es doch mal mit Realismus statt mit Polemik.

 

 

 sie bitte auch oder arbeiten sie nicht...?

________
mein hund ist ausgrutscht...

31.03.2012 11:56 Uhr
Sensus Communis
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Zitat von snoopdog
 

 

 sie bitte auch oder arbeiten sie nicht...?

??? Diese Logik erschliesst sich mir jetzt nicht wirklich.... demnach ist "Arbeiten" gleichzusetzen mit "Polemisieren unter  Realitätssinnesverlust"???

Sie können mir das sicher erklären...

________
What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

31.03.2012 14:03 Uhr
timewanderer
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Beiträge: 645

@Sensus Communis

Arbeitnehmer eines Betriebes, der z.B. auf Grund von Management-Fehlern in Konkurs geht, sind selbstverständlich OPFER unseres Wirtschaftssystems. Dieses System ermöglicht dem „Arbeitgeber“ vielfältige Möglichkeiten, aus einer Insolvenz, einem Konkurs, trickreich gestärkt wieder hervorzugehen. Wir sehen es gerade bei „Müller“.
Der Arbeitnehmer hat vergleichbare Möglichkeiten nicht. Dem stehen die vorhandenen Mittel wie Arbeitsamt (ARGE) zur Verfügung. Und das ist gut so.

Was Sie weiter zu diesem Thema schreiben ist Nonsens. Zeigen Sie mir einen Satz, ein Wort von mir, aus dem hervorgeht, ich würde mittels Tränendrüsen ein „Rundumsorglospaket aus Steuergeldern“ verfechten.
Für mich ist es abstoßend, wenn Sie die Jammerschiene vorwerfen, ich dagegen strikt auf den vorgegebenen Weg zu den ARGEn verweise - ohne ihren Unsinn zu fordern 

Massenentlassungen, ja, sie sind eine Chance zu einem Neuanfang auch für den Einzelnen, dazu muss aber manches zusammenkommen, alleine das Alter schließt Viele von Ihrer Beschreibung einer „gesuchten Arbeitskraft“ aus. Und dennoch fordere ich den direkten Weg und nicht den Weg über die angebliche Hilfe einer Transfergesellschaft.

Die FDP wollte und will aus der Krise und Not eines Betriebes und seiner Mitarbeiter profitieren, politisches Kapital schlagen, Glaubwürdigkeit. Lesen Sie die entsprechenden Kommentare, z.B. von Rösler.
Wo selbstverständliches Handeln als Beweis eigener Glaubwürdigkeit mittels Lautsprecher zum politischen Überlebenskampf missbraucht wird, werde ich misstrauisch. Und im Fall der FDP fordert sie etwas, das auch ich fordere, aber warum? Ich meine, nicht um die Normalität des zu beschreitenden Weges aufzuzeigen sondern um sich als „Retter des Vaterlandes „ die Krone aufzusetzen.
Die öffentliche Reaktion ist nur ganz anders, als sie es erwartet hatte. Kein öffentliches Lob sondern vielfache Schelte, der Bürger hat wohl ihren unglaubwürdigen Trick richtig eingeschätzt.

Dass vielfach, auch von anderen Parteien, das Füllhorn angefordert wird um mit Wohltaten zu beglücken, ist wahr, ich habe das aber abgelehnt und ich lasse mir nicht so einfach das Gegenteil unterjubeln.

Kein Investor wird zum Kauf eines Betriebes, eines Handelsunternehmens gezwungen. Muss ich Ihnen wirklich die Vorteile benennen, die ein Investor hat, wenn er das Objekt der Begierde kauft, und zwar MIT einer Transfergesellschaft? Also OHNE Belegschaft?
Das kann ich nun kaum glauben. Sei's drum: Bei Kauf unter Existenz einer Transfergesellschaft hat der frühere Mitarbeiter keine Rechte /Ansprüche an den neuen Unternehmer.
Und der neue Unternehmer kann sich aus der Fülle der Mitarbeiter der Transfergesellschaft die Rosinen herauspicken.
Um es bei zwei Beispielen zu belassen.

Ja, wofür soll/muss ein Investor zahlen? Wenn er erst darüber nachgrübeln müsste, wäre er ein schlechter Kaufmann. Dann sollte er es sein lassen.
Aber schauen wir auf den Fall Müller, dann können wir erkennen, was alles, legal, so möglich ist.

Zuletzt geändert von timewanderer, am 31.03.2012 um 14:08 Uhr
31.03.2012 18:03 Uhr
cato
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Zitat von Sensus Communis
 

 

Das können Sie unmöglich selbst glauben....

Sie vergessen... Deutschland ist keine Insel... wir leben vom globalen Handel... wir können sonst nix... was Sie unterschwellig fordern ist, dass wir uns aus dem globalen Handel zurückziehen (müssen wir zwangsläufig, wenn wir nicht nach den Regeln spielen können). Wäre "uns" damit gedient? Gerne können wir gemeinsam zu Ende denken, welche Konsequenzen das für den Einzelnen hätte. M.E. fallen da mehr als 11000 Beschäftigte durchs Raster....

...die erstens weder schuldlos sind, noch ins Bodenlose fallen. Die Auffangnetze in Deutschland sind manigfach... nicht zuletzt ist Schlecker nicht der einzige Arbeitgeber... es gibt zur Zeit weit über 20.000 offene Stellen im Handel... und die sind auch noch besser bezahlt als das, was der Ausbeuter Schlecker bereit war, in die Lohntüte zu tun...

Versuchen Sie es doch mal mit Realismus statt mit Polemik.

 

 

Wer profitiert denn noch so vom globalen Handel wie Deutschland?

Die "offenen Stellen" sind doch Windmühlenstellen; kann man jeden Tag sogar in der AZ lesen. Und dort ist der Zweckoptimismus Trumpf.

31.03.2012 18:26 Uhr
_solon_
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Zitat von cato
 

 

Wer profitiert denn noch so vom globalen Handel wie Deutschland?

...

Die gesamte Volkswirtschaft.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

31.03.2012 18:50 Uhr
hinkel86167
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Was läuft denn da?

Seehofer will den Landeswohltäter spielen, der huldvoll armen Schlecherfrauen hülfe, wäre da bloß nicht der kaltherzige Gottseibeiuns von der FDP. Das ist hauruck-Dramaturgie a la gute Zeiten - schlechte Zeiten oder verbotene Liebe und dergleichen .

Die Medien müssten dergleichen eher aufdecken als nur zu kolportieren. Denn die Frage, ob eine Auffanggesellschaft angesichts der Zerstreuung der Betroffenen Mitarbeiterinnen über die ganze Republik überhaupt sinnvoll und praktikabel wäre, ist so ganz einfach anscheinend doch nicht zu beantworten, wenn man sich die Meinungsunterschiede in der Presse anschaut.

Es könnte ja sein, dass die FDP in ihrer Untergangssituation doch noch ein paar richtige Ideen hat, nachdem sie zuvor so viel falsch gemacht hat. 

31.03.2012 18:50 Uhr
Redaktion
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Schlecker als Stimmungskiller
Ministerpräsident Horst Seehofer wollte den 11.000 Schlecker-Frauen helfen. Wirtschaftsminister Martin Zeil aber legte sein Veto ein. Jetzt knirscht es hörbar in der Koalition.
Schlecker als Stimmungskiller

________
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31.03.2012 20:14 Uhr
snoopdog
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Zitat von Sensus Communis

 

??? Diese Logik erschliesst sich mir jetzt nicht wirklich.... demnach ist "Arbeiten" gleichzusetzen mit "Polemisieren unter  Realitätssinnesverlust"???

Sie können mir das sicher erklären...

 nö denn ich arbeite und polemisiere nicht herum...

aber ich gehöre eh nicht ihrer schicht an also was soll auch wenn ich nur im ansatz versuchen würde ihnen zu erklähren wie das leben läuft...

:)

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mein hund ist ausgrutscht...

01.04.2012 10:35 Uhr
Redaktion
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Seehofer greift FDP wegen Schlecker-Vetos erneut scharf an

Seehofer greift FDP wegen Schlecker-Vetos erneut scharf an

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01.04.2012 10:35 Uhr
Till
Ständiges Mitglied


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Rettet die FDP!

http://www.tagesschau.de/inland/fdpgala100.html

 

Die Führung dieser Partei braucht unbedingt eine Transfergesellschaft, denn diese Typen sind in der jetzigen Verfassung nirgendwo anders einsetzbar.

 

<< 

Spendengala soll Liberale retten
Sie ist die Partei von Theodor Heuss, Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher - und hat die Bundesrepublik Deutschland mitgeprägt. Nun ist die Freie Demokratische Partei nach zahlreichen Wahldebakeln in ihrer Existenz nachhaltig gefährdet. Die Intendanten der ARD haben deshalb beschlossen, der FDP beizustehen: Am Sonnabend, den 29. April, wird Florian Silbereisen im Thomas-Dehler-Haus in Berlin unter dem Motto "Die große Freie Demokratische Party" eine Spendengala zur Rettung der Partei moderieren.

>>

Zuletzt geändert von Till, am 01.04.2012 um 10:43 Uhr
01.04.2012 11:13 Uhr
Sensus Communis
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Zitat von snoopdog
 

 

 nö denn ich arbeite und polemisiere nicht herum...

aber ich gehöre eh nicht ihrer schicht an also was soll auch wenn ich nur im ansatz versuchen würde ihnen zu erklähren wie das leben läuft...

:)

Ach darum geht es Ihnen... Schicht- und Klassenkampfdenken aus den 70ern aufrecht erhalten... Ich dachte, wir wären da längst drüber... Sie anscheinend noch nicht... Viel Spass in der Vergangenheit.

 

________
What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

01.04.2012 11:46 Uhr
Neuzeit
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Zitat von Till
Rettet die FDP!

http://www.tagesschau.de/inland/fdpgala100.html

 

Die Führung dieser Partei braucht unbedingt eine Transfergesellschaft, denn diese Typen sind in der jetzigen Verfassung nirgendwo anders einsetzbar.

 

<< 

Spendengala soll Liberale retten
Sie ist die Partei von Theodor Heuss, Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher - und hat die Bundesrepublik Deutschland mitgeprägt. Nun ist die Freie Demokratische Partei nach zahlreichen Wahldebakeln in ihrer Existenz nachhaltig gefährdet. Die Intendanten der ARD haben deshalb beschlossen, der FDP beizustehen: Am Sonnabend, den 29. April, wird Florian Silbereisen im Thomas-Dehler-Haus in Berlin unter dem Motto "Die große Freie Demokratische Party" eine Spendengala zur Rettung der Partei moderieren.

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Wie ich hörte werden dabei auch alle gelben Pullover von H.D. Genscher von ihm selbst versteigert, auch die 18% Schuhe vom warmen Aussenminister werden feilgeboten.

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Nicht jeder, der nicht meine Meinung teilt, ist ein Trottel und so mancher, der sie teilt , ist einer. Wolfram Heinrich

01.04.2012 12:01 Uhr
Moderator
Super Moderator


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Beiträge: 6517

Bitte diskutieren Sie das Thema FDP-Spendengala hier weiter. Danke!

Gruß, Moderator

 

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