Freitag, 24. Mai 2013

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Forsa-Studie zu Erziehung: Hälfte der Eltern schlägt ihre Kinder
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13.03.2012 18:40 Uhr
CarlSchmitt
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Rohrstock

Nach dem das endlich auch in Baiern verboten war, hielten sich an unserer Grundschule alle Lehrer daran, mit Ausnahme des kath. Gemeindepfarrers im Religionsunterricht. Gegen den traute sich aber niemand von den Eltern etwas zu unternehmen, die anderen Lehrer oder der Rektor schon gar nicht. Diese Heuchler schadeten dem Christentum mehr als die Taliban heute

13.03.2012 18:55 Uhr
hml
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Beiträge: 3169

 

Zitat von CarlSchmitt
Rohrstock

Nach dem das endlich auch in Baiern verboten war, hielten sich an unserer Grundschule alle Lehrer daran, mit Ausnahme des kath. Gemeindepfarrers im Religionsunterricht. Gegen den traute sich aber niemand von den Eltern etwas zu unternehmen, die anderen Lehrer oder der Rektor schon gar nicht. Diese Heuchler schadeten dem Christentum mehr als die Taliban heute

Toller Vergleich, eine Watschen schadet mehr als die Kinder gleich weg zu bomben !?! ängstlich

Sorry, so ein Quatsch.  Nein!

 

13.03.2012 19:09 Uhr
ramsa
Sehr erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 2036

 

Zitat von _solon_
 

 

Kennen Sie Menander? Wenn ja dürfen Sie ergänzen:

Der Mensch der nicht geschunden wird ...

..wird nicht erzogen"

Sorry, eine solche Aussage teile ich nicht Nein!

________
Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit sich zu besinnen. (Mark Twain)

13.03.2012 19:14 Uhr
Gast_963760819
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Zitat von ZeT
 

Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet. Aber diese Wattebäuschchen-Mentalität bewirkt doch nur, das die Kinder vorallem eins lernen - egal was ich tu, mit Konsquenzen muss man nicht rechnen. Hausarrest? PC-Verbot? Warum sollten sich die Kids dran halten?

Erziehung geht auch ohne körperliche Gewalt.

 

Zitat von ramsa
 

Welches Signal gibt man seinem Kind wenn man es schlägt ?


Wer schwächere schlägt ist in meinen Augen ein absoluter Feigling. Ich verurteile sowas auf schärfste und verachte solche Menschen zutiefst. Die sollen sich gefälligst Leute in ihrer Größe und Kraft suchen. Aber dafür reicht der "Mut" dann nicht.

"Welches Signal gibt man seinem Kind wenn man es schlägt ?"

Tja. Traurig

________

13.03.2012 19:19 Uhr
Gast_963760819
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Beiträge: 8106

 

Zitat von ramsa
 

 

Und, macht er/sie es dann nicht mehr aus Achtung/Respekt  vor den Eltern oder doch ehern aus Angst vor der nächsten Schelle ?

Kinder haben ebenfalls ein Recht auf Respekt,

genau wie die Eltern das für sich einfordern Ja!

 

 

Zitat von _solon_
 

 

Tja - ich habe Psychologie eben nun mal nicht studiert. Breites Grinsen ich komme eher aus der Praxis.

Welche?????????????

eher verschämt stolz, das gehörte einfach dazu. Wie nennt man solche Menschen doch wieder?

Zitat von cato
 

O schöne Kindheit: Bis zu sechs "Tatzen" teilte die Lehrerin selber aus, was drüber war, zweimal sechs,

haute der herbeigeholte Rektor runter -

wir waren da nicht mal allzu sauer,

eher verschämt stolz, das gehörte einfach dazu.

 

________

13.03.2012 19:20 Uhr
ramsa
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Beiträge: 2036

 

Zitat von TomTinte
 

 

und eine Maulschelle hat noch keine geschadet. Es zeigt die Grenzen auf die nicht überschritten werden dürfen. Diese Lehre ist wichtig das spätere Leben.  Für alle Hineininterpretierer: Ich rede von einer Maulschelle und nicht von Prügel.

Dann sollte der Gesetzgeber seine Gesetze mal ändern. Für jeden der eine Grenze überschreitet, als erstes mal eine mitten mang die Backen.

Stellen Sie sich vor, sie parken falsch und auf einmal kommt so ein Hühne und haut Ihnen als erstes mal eine kräftige runter.

Komisch, dass jeder dann geneigt wäre, an seine Menschenrechte zu erinnern. Es wäre ein gejammer und geklage.

Aber bei Kindern geht das schon in Ordnung die Hand zu erheben um eine Grenze aufzuzeigen. Ich fass es nicht Nein!

 

„Was du nicht willst, dass man dir antut, das füg’ auch keinem anderen zu.“  Nono


________
Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit sich zu besinnen. (Mark Twain)

13.03.2012 19:21 Uhr
Gast_963760819
gelöscht
Beiträge: 8106

 

Zitat von CarlSchmitt
Rohrstock

Nach dem das endlich auch in Baiern verboten war, hielten sich an unserer Grundschule alle Lehrer daran, mit Ausnahme des kath. Gemeindepfarrers im Religionsunterricht. Gegen den traute sich aber niemand von den Eltern etwas zu unternehmen,

die anderen Lehrer oder der Rektor schon gar nicht.

Diese Heuchler schadeten dem Christentum mehr als die Taliban heute

Dem Christentum wohl weniger, eher den betroffenen Kindern und Eltern.

________

13.03.2012 19:41 Uhr
leopold
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Beiträge: 12610

 

Zitat von googelix

 

 Das Gespräch wäre vermutlich wirklich aufschlussreich für Sie. Horizonterweiterung schadet schließlich nie.

Ich hoffe ja nicht, dass unsere, gelebte Haltung für Sie deshalb so schwer erträglich ist, weil sie zur Zunft der schlagenden Eltern gehören.

Ja, unsere Kinder sind wohlgeraten. Ohne Prügel und andere, archaische Strafen. Natürlich mit Regeln und auch Strafen, die aber ohne körperliche Gewalt auskamen. Und ich bin mir auch sehr sicher, dass deren Kinder ähnlich angst- und gewaltfrei aufwachsen und gedeihen werden.

 

Eine Erziehung durch Prügeln lehne ich grundsätzlich auch ab. Allerdings denke ich, dass es beispielsweise einem 5-Jährigen, der sich für einen Schreikrampf erntschieden hat, um etwas durchzusetzen, nicht schadet, wenn man ihm mal den Hintern versohlt. Solch ein "Schlagen" mit den Worten "Jetzt weißt Du, warum Du schreist"  ist ja auch mehr als symbolischer Akt anzusehen, da ein Schlagen mit der Hand auf den Po nicht wirklich weh tut und das Kind auch nicht verletzt.
Schläge ins Gesicht (eine Watschn) dagegen sollen das Kind demütigen. So etwas würde ich strikt ablehnen.
Strafen, die zwar ohne Prügel auskommen, aber mit "Liebesentzug" oder ähnlichen psychologischen Spielchen arbeiten, sind womöglich schlimmer als  solch ein Versohlen des Hinterns.
Allerdings kommt es doch stark auf die Dosierung an. Ich persönlich kann mich an Prügel in meiner Kindheit nicht erinnern; angedroht wurde Sie mir allerdings sehr glaubhaft öfters. Die beiden  Watschn, die ich in meinem Leben bekommen habe (jeweils von Lehrerinnen), werde ich  nie vergessen.

13.03.2012 21:20 Uhr
OldMike
Sehr erfahrenes Mitglied


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Beiträge: 4522
Differenzieren...

 

Zitat von leopold
 

Eine Erziehung durch Prügeln lehne ich grundsätzlich auch ab. Allerdings denke ich, dass es beispielsweise einem 5-Jährigen, der sich für einen Schreikrampf erntschieden hat, um etwas durchzusetzen, nicht schadet, wenn man ihm mal den Hintern versohlt. Solch ein "Schlagen" mit den Worten "Jetzt weißt Du, warum Du schreist"  ist ja auch mehr als symbolischer Akt anzusehen, da ein Schlagen mit der Hand auf den Po nicht wirklich weh tut und das Kind auch nicht verletzt.
Schläge ins Gesicht (eine Watschn) dagegen sollen das Kind demütigen. So etwas würde ich strikt ablehnen.
Strafen, die zwar ohne Prügel auskommen, aber mit "Liebesentzug" oder ähnlichen psychologischen Spielchen arbeiten, sind womöglich schlimmer als  solch ein Versohlen des Hinterns.
Allerdings kommt es doch stark auf die Dosierung an. Ich persönlich kann mich an Prügel in meiner Kindheit nicht erinnern; angedroht wurde Sie mir allerdings sehr glaubhaft öfters. Die beiden  Watschn, die ich in meinem Leben bekommen habe (jeweils von Lehrerinnen), werde ich  nie vergessen.

Das sehe ich auch so.

Zu meiner Zeit gab es auch noch ab und zu Schläge, auch mal vom Lehrer. Ob es viel geschadet hat, kann ich nicht sagen, aber genutzt hat es sicher auch nicht immer viel.

Aber ich finde, man sollte hier differenzieren, wie es in dem oben Genannten schon geschieht. So ein Klaps oder ein Schlag ist die Ultima Ratio, eigentlich fast schon ein Eingeständnis der momentanen Ohnmacht gegenüber der eingetretenen Situation. Wem mal die Hand ausrutscht und der daraufhin ein eher schlechtes Gewissen hat, der befürwortet ja generell nicht die Gewalt. Man darf dies aber nicht in den Topf werfen mit Eltern, die meinen das Kind mit dem Stock nebendran nur über Drohung dressieren zu müssen - und erst recht nicht mit denen, die ihre Kinder grob misshandeln.

Schlimmer, und mit dem letzten Fall oft verbunden, das ist Lieblosigkeit gegenüber den Kindern.

Eine Erziehung muss dem Kind auch mal Grenzen aufzeigen, aber auch, und das ist das Allerwichtigste, ein gutes Beispiel, ein Vorbild geben (das ist "Autorität" in seinem wahrsten und besten Sinne, also auctoritas). Die Eltern müssen sich mit dem Kind abgeben. Meist werden die Kinder ja ruhiggestellt, mit Hilfsmitteln wie Fernseher oder Playstation und wenn es darüber hinaus Probleme gibt, wissen manche hilflose Eltern nichts Besseres, wenn die Konfliktsituation eskaliert, als dreinzuschlagen.

Nein, Erziehung ist so etwas nicht. Jahrelange Studien haben ergeben, dass die Tendenz zur Gewaltanwendung dadurch weitergegeben wird. Problematisch aber ist, dass hier oft, gerade bei willkürlicher Bestrafung eine erlernte Hilflosigkeit (Seligman) erzeugt wird. Dh. das Kind wird unfähig, eigene Initiative zu ergreifen und sich im Leben zu behaupten.

Aber wie gesagt, absolute Gewaltlosigkeit ist eine Illusion, kommen die Kinder doch auch mal selber zum Rangeln - und ich denke, das ist ganz gut so, denn in diesem Feld werden erste Erfahrungen gemacht. Was aber gefährlicher ist, das sind teilweise mittelbar erlernte Verhaltensweisen, wie man sie auch von Filmen und Computerspielen mitbekommt: der Held wendet Gewalt an und kommt somit an sein Ziel. Fazit und Lernerfolg: Gewalt ist nützlich und gut.(Stichwort: Stellvertretendes Lernen, Lernen am Modell, Bandura) ( hier noch was zum Nachlesen )

Ich denke, Verständnis und Herzenswärme, eine wirkliche Zuneigung zum Kind, die sich von blöder Schöntuerei und verantwortungslosem Verwöhnen und Ruhigstellen abhebt, dies erzeugt eine Atmosphäre von Vertrauen, die eigentlich auch wenig Grund dann zu Schlägen gibt. Schlimm ist vor allem die Lieblosigkeit, das Abschieben der Kinder - und wenn dies dann noch mit Prügelstrafen kombiniert wird, die leider optimale Art, ein Kind zu misshandeln, das heißt für sein Leben zu traumatisieren.

Ach ja, und es gibt auch noch andere Studien zu Erziehungsmethoden die zu anderen Ergebnissen kommen:

Focus:

Gewalt ist bei Erziehung heute tabu (2009)

...
Familie: Gewalt ist bei Erziehung heute tabu - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/familie-gewalt-ist-bei-erziehung-heute-tabu_aid_388265.html

 

 

________
Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen. (Helmut Qualtinger)

Zuletzt geändert von OldMike, am 13.03.2012 um 23:06 Uhr
13.03.2012 22:14 Uhr
ZeT
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Meine letzte abbekommene Ohrfeige ist ja nun doch schon einige Jährchen her, der Grund war simpel. Hab im Karstadt geklaut - da war ich 14 oder so (Mutprobe...) dummerweise haben sie mich erwischt und von meinem Vater hab ich eine gefangen. Danach hab ich das lieber gelassen.

Hätte er mir erzählen sollen das man sowas nicht tut? Das es gegen das Gesetz ist? Das war mir alles bewusst - mit 14 weis man schon genau was man tut. Hausarrest? Wie will er verhindern das ich nicht trotzdem gehe? Taschengeldentzug? Blöd wenn man kurz davor steht sein Geld selbst zu verdienen.

Aber die Watschen hat gesessen - das wollt ich nicht nochmal erleben. ^^

13.03.2012 22:59 Uhr
Bursch
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Ich finde OldMike und Googelix haben recht. Da gibt es nichts hinzuzufügen. Arroganz konnte ich aus Googelix` Beiträgen in keinster Weise rauslesen. Und die, die meinen, die Watschn haben ihnen nicht geschadet, sollten mal drüber nachdenken, ob der alte Spruch: "Die Zeit heilt alle Wunden" nicht auch hier zutrifft, wobei Wundheilung ja auch oft mit Narbenbildung einhergeht.

13.03.2012 23:33 Uhr
ZeT
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 Nein sie hat nicht geschadet. Und wenn man sich die aktuelle "LMAA" Generation anschaut, sollte man mal nachdenken, ob ne Watschen dene nicht mal gut tun würde.

Zitat von Bursch

Und die, die meinen, die Watschn haben ihnen nicht geschadet, sollten mal drüber nachdenken, ob der alte Spruch: "Die Zeit heilt alle Wunden" nicht auch hier zutrifft, wobei Wundheilung ja auch oft mit Narbenbildung einhergeht.

 

14.03.2012 00:00 Uhr
I.B.O
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Zitat von ZeT
 

 Nein sie hat nicht geschadet. Und wenn man sich die aktuelle "LMAA" Generation anschaut, sollte man mal nachdenken, ob ne Watschen dene nicht mal gut tun würde.

 

Ich kenne viele, die eine*Schelle * total ablehnen, egal welcher Art.  Ob nun mal eine kleine Schelln oder ein kleiner Poklapser. Aber es dann hinnehmen, dass ihre Kinder die gemeinsten Ausdrücke verwenden, auch gegen die Eltern. Da heißt es dann nur. Ich erziehe mein Kind total antiautoritär.. Es soll sich selbst entfalten und seinen Weg finden.  Diese Eltern sich aber dann später aufregen, wenn das Kind dann erwachsen ist und sich gegen die Eltern richtet, dann aber nicht mehr so pflegleicht ist, sondern eher gewalttätig. Schon oft erlebt. Dann ist immer das Gejammer groß.

 

14.03.2012 07:58 Uhr
_solon_
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Beiträge: 16330

 

Zitat von Bursch
 ....
wobei Wundheilung ja auch oft mit Narbenbildung einhergeht.

Bei einem mit Narben sieht man, daß er was erlebt hat. Sneaky2

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

14.03.2012 09:17 Uhr
googelix
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Zitat von Bursch
 

Ich finde OldMike und Googelix haben recht. Da gibt es nichts hinzuzufügen. Arroganz konnte ich aus Googelix` Beiträgen in keinster Weise rauslesen. Und die, die meinen, die Watschn haben ihnen nicht geschadet, sollten mal drüber nachdenken, ob der alte Spruch: "Die Zeit heilt alle Wunden" nicht auch hier zutrifft, wobei Wundheilung ja auch oft mit Narbenbildung einhergeht.

Schön, wenn man richtig verstanden wird.  Ja!

________
Die Welt ist nicht so einfach, wie sie manchen erscheint.

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