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#271 (permalink) | |
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Grass leidet wohl am meisten darunter, dass sich seit seiner arg verspäteten SS-Enthüllung in eigener Sache niemand mehr dafür interessiert, was er zu sagen hat. Mit seinem "Gedicht" landete er nun wohl zum vorletzten Mal auf den ersten Seiten der großen Zeitungen und in den Nachrichtensendungen. Er muss aufpassen, dass beim letzten Mal - in den Nachrufen - nicht von einem Mann zu lesen ist, der vor dem Hintergrund seiner großen Lebenslüge zuletzt an sich selbst irre geworden ist. |
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#272 (permalink) | |
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Gleichgeschaltete Reflexe
hm......... hier hat man eher mal versäumt, die Rassismuskeule auszupacken, wie in diesem Artikel geschehen. Es muss halt nicht jeder alles und jeden mögen und darf auch mal seine Meinung sagen. Wer hier gleichgeschaltet reagiert, das sind schon eher Sie, denken Sie mal drüber nach. |
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#273 (permalink) | |
Es musste gesagt werden
Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.
Interessanter Ansatz: Allerdings hätte Grass dann sein Gedicht etwas intelligenter formulieren müssen. So steht zu befürchten, dass er der gerechtfertigten Kritik an Israels Politik eher schadet.
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#274 (permalink) | |
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Lieber leopold,
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#275 (permalink) | |
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Ich kann an dem was G. Grass ausgesprochen hat nichts verwerfliches finden. Die teils hysterischen Reaktionen darauf geben mir allerdings sehr zu denken! |
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#276 (permalink) | |
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gut und böse
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#277 (permalink) | |
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Das Problem liegt nicht allein in der Mitgliedschaft in der SS-Division Frundsberg. Auch wenn Grass damals erst 17 Jahre war. Die SS-Division war zu dieser Zeit an Kriegsverbrechen beteiligt. Grass gehörte zu den heftigsten Kritikern der Kranzniederlegung von Kohl in Bitburg wegen der dort beerdigten 49 SS-Angehöriger (teilweise auch nicht älter als 17). Man soll sich nicht zum Richter anderer aufschwingen wenn man selber im Glashaus sitzt. Wie kann man von so jemanden ein "neutrales" Urteil in so einer brisanten Situation wie im Bedrohungskonflikt des Iran gegen Israel erwarten. |
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#278 (permalink) | |
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Und das Abschreiben wiederum dem Gutti vorwerfen ... |
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#279 (permalink) | |
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..bezüglich der SS Vergangenheit von Herrn Grass,wer macht sich schon Gedanken darüber..was hätte ich gemacht "damals",wenn man von Kind an erzogen wird,alles andere als das deutsche zu hassen und als nicht lebenswert zu erachten,angefangen von den Pimpfen über die Hitlerjugend,täglich in der Schule geimpft zu werden durch nationalsozialistische Ideologie,die eigenen Eltern und Freunde zu denunzieren.... Es genügt nicht jemand zu verurteilen ohne zu hinterfragen. |
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#280 (permalink) | |
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Einer der besten Kommentare seit langer Zeit den Sie da zitieren! Gut gemacht!
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#281 (permalink) | |
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Eine Division besteht aus ca 10 000 Mann,gegen Ende des krieges wohl eher weniger,weil sie selten die Sollstärke hatte. Bei allen Massakern der SS waren nur jeweils Teile einer Division bzw eines Regiments an den Massakern beteiligt,dies war sehr oft abhängig von den jeweiligen Kommandeuren bzw Führern von kleineren Einheiten. Ausnahme sind da die Einsatzgruppen,die gezielt zur Vernichtung von Juden,Sinti,Roma etc eingesetzt wurden. Die Zugehörigkeit einer Einheit muss nicht automatisch eine Schuldfrage klären. Zum letzten Teil Ihrer Ausführung..warum spricht man einem Menschen Objektivität ab wegen seiner vergangenheit?Ist er dadurch nicht mehr in der Lage oder darf man ihm das nicht zugestehn? Da müsste sich die verlogene Politik wohl auch deutlich zurückhalten...die Renten sind sicher...etc etc.. |
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#282 (permalink) | |
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Gleichgeschaltet scheinen, was gegenteilige Meinungen gegen Israel bzw. "Die Juden" anbelangt, viele zu sein. Seltsamer Weise gibt es hier im Forum doch noch einige Ausnahmen.
Danke.
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#283 (permalink) | |
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#284 (permalink) | |
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Höchstens 300. Auf welcher Seite denn? Weil ja gerade aktuell: G.Grass „Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist und in Planspielen geübt wurde, an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind. Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird. Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren – wenn auch geheimgehalten – ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist? Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig. Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden muß. Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten. Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu spät sein könnte; auch weil wir – als Deutsche belastet genug – Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre. Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird. Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen.“ |
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#285 (permalink) | |
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Mir ist Grass' SS-Vergangenheit egal. Er war - wie Sie sagen - damals zu jung, um zu begreifen, was er da tut. Unverständlich ist allerdings, warum er nicht früher offen damit umgegangen ist. Grass spricht in seinem "Gedicht" leider viel objektiv Falsches aus und er bringt einiges durcheinander. Er hätte sich vorher genauer überlegen müssen, was er schreibt. Ich fürchte, es kam ihm vor allem auf die Provokation an, da musste die Richtigkeit in der Sache zurückstehen. Damit schadet er der Sache und das werfe ich ihm vor. |
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