Mittwoch, 19. Juni 2013

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Israel und der Iran: Der Konflikt und die Meinungen dazu
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07.04.2012 14:09 Uhr
Claudio
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Zitat von Zackbumm
 

 

Könnte man landläufig meinen. Stimmt aber nicht. Wikipedia meint dazu:

Der Erste Golfkrieg war ein Grenzkrieg zwischen dem Iran und dem Irak, der vom 22. September 1980 bis zum 20. August 1988 andauerte (auch Iran-Irak-Krieg oder Irak-Iran-Krieg; im Unterschied zum Irak-Kuwait-Krieg, dem Zweiten Golfkrieg) .

Wiki hat nicht immer Recht, ich auch nicht, daher lassen wir es doch bei eindeutigen Bezeichnungen ...wie eben Iran-Irak-Krieg, auch wenn des kleinlich klingt, aber Misverständnisse in dieser emotional und auch sonst schwierigen Diskussion sind gefährlich...

________
Denken ist gratis, bei manchen auch umsonst

07.04.2012 15:03 Uhr
leopold
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Zitat von jerose

 

Der Text von Grass ist einText ist ein Text. Eine Fixierung auf die Person Grass ist die Flucht vor der Auseinandersetzung.

Was sind die objektiven Gegebenheiten?

- Israel ist Atommacht

- Israel hat einen Angriff auf Iran nicht nur angedroht, sondern angekündigt

- Die Option A-Bombe hat nur der, der sie besitzt. Und nur gegen einen Gegner, der keine besitzt.

- Israel kann sich nach seiner eigenen Doktrin nicht verteidigen, sondern muss bei gefühlter Bedrohung angreifen. So jedenfalls werden Israels fortlaufende Militäraktionen gegen seine Nachbarn begründet.

- daraus folgt: falls sich Israel militärisch verkalkuliert, entsteht tatsächlich der Zwang atomare Waffen einzusetzen

 

Israel hat dem Iran nie mit der Atombombe gedroht. Israel hat bisher nicht einmal zugegeben, dass es die Bombe überhaupt hat. Israel droht lediglich mit der konventionellen Zerstörung der iranischen Atomanlagen. Warum macht Grass nicht auch die ständige existentielle Bedrohung Israels zum Thema?
Das "Gedicht" hat leider eine argumentative Schieflage und diese macht es den Isralis leicht, sich der eigentlich notwendigen Auseinandersetzung (Siedlungspolitik, Palästinenser-Staat) zu entziehen.

Die Frage ist nun: Warum schrieb Grass einen Text, der so angreifbar ist? Ich denke, er wollte den Vorwurf des Antisemitismus - vielleicht unbewusst - provozieren. Jemand, der vor einigen Wochen mit ihm sprach (ein Jude, mir fällt der Name jetzt nicht ein) beobachtete bei Grass, den "starken Wunsch zu Unrecht beschuldigt zu werden". Grass hat sein verspätetes SS-Outing und die Reaktion darauf offensichtlich noch nicht verarbeitet: Das Resultat ist dieses missglückte "Gedicht". Meine Meinung.

07.04.2012 17:02 Uhr
cato
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Zitat von _solon_
 

 

 Schlechtes Beispiel. Carl Schmitt, so scheint es, ist nicht unumstritten.

Im übrigen ist mir relativ egal was  jemand vor 60 oder 70 Jahren gemacht hat.

Das ewige "Nachtreten" ist nicht mein Fall.

Carl Schmitt hat Hitler über den Schellenkönig gelobt, hat konstruiert, daß alle die Machenschaften, die zur Machtübertragung an den NS geführt hatten, "legal" gewesen wären, Mord und Totschlag eingeschlossen.

Dagegen war Grass so unbedeutend wie nur irgendwas, einer der zahlreichen jugendlichen Verführten, im Gegensatz zu Schmitt. Der wußte, was er tat.

So wollen wir die Dinge doch etwas geraderücken.

07.04.2012 17:03 Uhr
jerose
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Beiträge: 1864

 

Zitat von leopold
 

 

 

Israel hat dem Iran nie mit der Atombombe gedroht. Israel hat bisher nicht einmal zugegeben, dass es die Bombe überhaupt hat. Israel droht lediglich mit der konventionellen Zerstörung der iranischen Atomanlagen. Warum macht Grass nicht auch die ständige existentielle Bedrohung Israels zum Thema?
Das "Gedicht" hat leider eine argumentative Schieflage und diese macht es den Isralis leicht, sich der eigentlich notwendigen Auseinandersetzung (Siedlungspolitik, Palästinenser-Staat) zu entziehen.

Die Frage ist nun: Warum schrieb Grass einen Text, der so angreifbar ist? Ich denke, er wollte den Vorwurf des Antisemitismus - vielleicht unbewusst - provozieren. Jemand, der vor einigen Wochen mit ihm sprach (ein Jude, mir fällt der Name jetzt nicht ein) beobachtete bei Grass, den "starken Wunsch zu Unrecht beschuldigt zu werden". Grass hat sein verspätetes SS-Outing und die Reaktion darauf offensichtlich noch nicht verarbeitet: Das Resultat ist dieses missglückte "Gedicht". Meine Meinung.

Lediglich.....................dann ist ja alles gut Nein!

Je mehr Beiträge ich lese, desto klarer wird mir wie Recht Grass hat.

 

07.04.2012 17:10 Uhr
cato
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Zitat von leopold
 

 

 

Israel hat dem Iran nie mit der Atombombe gedroht. Israel hat bisher nicht einmal zugegeben, dass es die Bombe überhaupt hat. Israel droht lediglich mit der konventionellen Zerstörung der iranischen Atomanlagen. Warum macht Grass nicht auch die ständige existentielle Bedrohung Israels zum Thema?
Das "Gedicht" hat leider eine argumentative Schieflage und diese macht es den Isralis leicht, sich der eigentlich notwendigen Auseinandersetzung (Siedlungspolitik, Palästinenser-Staat) zu entziehen.

Die Frage ist nun: Warum schrieb Grass einen Text, der so angreifbar ist? Ich denke, er wollte den Vorwurf des Antisemitismus - vielleicht unbewusst - provozieren. Jemand, der vor einigen Wochen mit ihm sprach (ein Jude, mir fällt der Name jetzt nicht ein) beobachtete bei Grass, den "starken Wunsch zu Unrecht beschuldigt zu werden". Grass hat sein verspätetes SS-Outing und die Reaktion darauf offensichtlich noch nicht verarbeitet: Das Resultat ist dieses missglückte "Gedicht". Meine Meinung.

Hängt doch Grass und das Gedicht nicht so hoch. Im Kern hat er, wie schon oft ausgeführt, recht: Israel geht auf einen Angriffs-/Präventivkrieg aus. Dabei ist nicht vergessen, daß die jetzige iranische Machtclique schon das Ihrige dazutut, den israelischen Angriff herauszufordern. Das sind keine Unschuldsknaben (Frauen gibt's bei denen ja nicht). Aber ich persönlich, und nicht nur ich, möchte auf meine alten Tage nicht noch mal einen Krieg erleben, und einen Atomkrieg schon gar nicht. Da hilft nur das Gleichgewicht der Kräfte, hoffentlich.

07.04.2012 17:42 Uhr
leopold
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Zitat von jerose

 

Lediglich.....................dann ist ja alles gut Nein!

Je mehr Beiträge ich lese, desto klarer wird mir wie Recht Grass hat.

 

 

Nur warum sagen Sie uns nicht...

07.04.2012 18:09 Uhr
Redaktion
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«Ekelhaftes Gedicht»: Reich-Ranicki schießt gegen Grass
Günther Grass in der Kritik: Auch der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat den Nobelpreisträger wegen dessen Israel-Gedicht «Was gesagt werden muss» jetzt scharf angegriffen.
«Ekelhaftes Gedicht»: Reich-Ranicki schießt gegen Grass

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07.04.2012 18:09 Uhr
sabrina61
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......, Friedmann, Reich-Ranicki, Hochhuth, Goldhagen, .....

Man kann sich des Eindruckes nicht entziehen, der Wettbewerb hat begonnen:

"Wer bietet mehr ....."

 

 

 

07.04.2012 18:12 Uhr
ZeT
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"Ich nehme diese Kritik nicht an!"

Der steht doch auch schon mit beiden Beinen im Grab. ^^

07.04.2012 18:39 Uhr
Langhansl
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Zitat von ZeT
 

"Ich nehme diese Kritik nicht an!"

Der steht doch auch schon mit beiden Beinen im Grab.

Ebenso wie der ehemalige SS-Mann Grass...

07.04.2012 18:46 Uhr
_solon_
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Registriert seit: 6/3/07
Beiträge: 16627

Wer die MR-R ein wenig verfolgt hat, weiß, daß er schon immer gegen Grass war. 

Wäre mal interessant ob er außer der Blechtrommel noch as anderes von ihm gelesen hat.

PS: Kritisieren ist eben einfacher wie selbst was auf die Füße zu stellen, oder?

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

07.04.2012 19:01 Uhr
Lumpazi
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Zitat von _solon_
 

Wer die MR-R ein wenig verfolgt hat, weiß, daß er schon immer gegen Grass war. 

Wäre mal interessant ob er außer der Blechtrommel noch as anderes von ihm gelesen hat.

PS: Kritisieren ist eben einfacher wie selbst was auf die Füße zu stellen, oder?

Stimmt ! Noch dazu etwas, das der Wahrheit entspricht !

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Da bemühen sich viele Männer ein Leben lang, die Frauen zu verstehen, anstatt sich mit einfachen Dingen wie der Relativitätstheorie zu beschäftigen. Albert Einstein

07.04.2012 19:25 Uhr
Gast_963760819
gelöscht
Beiträge: 8106

 

Zitat von sabrina61
 

......, Friedmann, Reich-Ranicki, Hochhuth, Goldhagen, .....

Man kann sich des Eindruckes nicht entziehen, der Wettbewerb hat begonnen:

"Wer bietet mehr ....."

 

 

 

Wer bietet mehr? Eventuell das AZ-Forum

 

Zitat von Lumpazi
 

 

Stimmt ! Noch dazu etwas, das der Wahrheit entspricht !

Die Rättin?

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07.04.2012 19:44 Uhr
manuel
Ständiges Mitglied


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Zitat von _solon_
 

Wer die MR-R ein wenig verfolgt hat, weiß, daß er schon immer gegen Grass war. 

Wäre mal interessant ob er außer der Blechtrommel noch as anderes von ihm gelesen hat.

PS: Kritisieren ist eben einfacher wie selbst was auf die Füße zu stellen, oder?

Naja, also, man muss ja auch bedenken, dass Reich-Ranicki zum einen Jude ist und zum anderen unter den Nazis unvorstellbare Grausamkeiten erlitten hat.

Es wäre ja reichlich seltsam, wenn er vor diesem Hintergrund gut fände, was Grass da von sich gegeben hat.

 

07.04.2012 19:46 Uhr
T-Man
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Beiträge: 126

 

Zitat von leopold
  Allerdings ist es nicht der Staat Israel, der dem Iran das Existenzrecht abspricht, sondern die politische Führung des Irans spricht Israel das Existenzrecht ab.

Stimmt nicht.

Es wurde nie gesagt dass der Iran Israel von der Landkarte löschen will.

Was aber gesagt wurde war, dass das Regime Israels ausgelöscht gehört.

 

Schlagworte

Israel, Iran


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