Freitag, 24. Mai 2013

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Israel und der Iran: Der Konflikt und die Meinungen dazu
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09.04.2012 13:48 Uhr
bayer
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Einreiseverbot für Grass in Israel....

Da wird der 85-jährige Herr Grass jetzt ganz schön niedergeschlagen sein. Hammer

Ich denke eher, das tangiert ihn extrem peripher Schlafend

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Auch eine Enttäuschung bedeutet einen Schritt vorwärts.-- Max Planck --

09.04.2012 14:25 Uhr
Satanradio666
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Zitat von Redaktion
Einreiseverbot für Grass in Israel

Einreiseverbot für Grass in Israel

der Deutsche hat kein Recht Israel zu kritisieren oder Gedichte gegen Israel zu verfassen oder zu verbreiten.

Zuwiederhandlung werden umgehend  Einreiseverbot nach Israel bestraft .

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Normal people scare me 

09.04.2012 14:35 Uhr
Alois
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Zitat von LordWestminster

Natürlich darf sich eine Nation wie Israel sich wehren und das ist auch Ihr gutes Recht . Aber ich denke wohl , das die ganze Unterhaltung / Diskussion über dieses Thema irgendwie aus den Ruder läuft . Irgendwie kommt mir das so vor , als hätte sich irgendjemand zu Wort gemeldet  und es wird nun  mit Kannonkugeln auf Spatzen geschossen , anstatt sich auf beiden Seiten hin zu setzen und gegenseitig sich zu respektieren und ganz normal darüber zu unterhalten  . Irgendwie finde ich das schade , das man in der heutigen Zeit , nicht die Zeit findet , gegenseitig sich normal über das Thema zu unterhalten und gleich  auf Abwehr geht

Mit Menschen, die was unredliches im Schilde führen und denen es nur um den eigenen Vorteil geht, egal welche Nachteile damit für andere einhergehen, kann man nicht normal reden. Sie werden das normale Gespräch sogar meiden wie die Pest und sich vernünftigen Argumenten verschließen, wenn dadurch ihre egoistischen Ziele gefährdet werden. Dafür gibt es in unserer Gesellschaft schon genügend Beispiele.

09.04.2012 14:37 Uhr
heletz
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Zitat von Satanradio666
 

 

der Deutsche hat kein Recht Israel zu kritisieren oder Gedichte gegen Israel zu verfassen oder zu verbreiten.

...

Fällt diese Aussage unter die Jammer-Kategorie "Wir haben den Krieg verloren und jetzt dürfen wir die Wahrheit nicht mehr sagen" oder wie?

Deutsche fühlen sich entweder als die Herren der Welt (siehe Schweiz) oder sie bemitleiden sich selbst (siehe Israel).

Dazwischen gibt's nichts.

________

09.04.2012 17:09 Uhr
Rembremerdeng
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welfare by warfare?

Man kann sich eigentlich nur noch an den Kopf fassen: Da schreibt jemand durchaus berechtigt ein Gedicht, das vor der Gefahr eines schrecklichen Krieges warnt - und schon regt sich überall Widerstand dagegen.

 

Irak war gestern. Heute ist der Iran dran. Die Argumente der Kriegshetzer waren gestern so falsch wie heute. Obwohl alles wie gewohnt abläuft, gibt es erneut Leute, die darauf hereinfallen. Wer es nicht tut, wird mit den Hetzern von vorgestern gleichgesetzt.

 

Wie jeder Ökonom weiß, basieren gute Geschäft vor allem auf einem Informationsvorsprung. Er kann auch darin bestehen, im Gegensatz zum Rest der Welt zu wissen, daß es sich bei einer Meldung um Nonsens handelt.

09.04.2012 17:12 Uhr
Redaktion
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Historiker nennt Grass-Gedicht «Hassgesang»
Der Schweizer Historiker Raphael Gross  hat das Israel-kritische Gedicht von Günter Grass als «Hassgesang» bezeichnet.
Historiker nennt Grass-Gedicht «Hassgesang»

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09.04.2012 17:12 Uhr
Rembremerdeng
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Wer ist hier eigentlich militant?

 

Nie mehr Krieg - hieß es 1945. Jeder schaue sich die Liste der Kriege an, die seither geführt wurden. Er kommt dann ganz von alleine darauf, welches die militantesten Staaten dieser Erde sind. Der Iran gehört nicht dazu. Israel ist in dieser Kategorie dagegen Vizeweltmeister:

 

Palästinakrieg (1948),

Sinaikrieg (1956),

Sechstagekrieg (1967),

Jom-Kippur-Krieg (1973),

Libanonkrieg (1982),

Libanonkrieg (2006).

 

In Israel leisten Frauen mindestens zwei Jahre, Männer mindestens drei Jahre Militärdienst. Das ist Weltrekord.

 

Vision of Humanity führt Israel in ihrem Global Peace Index (GPi) seit Jahren unter den friedlosesten Ländern der Welt auf.

 

Realitätsverweigerung ist bei vielen Israelis längst zum Prinzip geworden. Den Palästinakrieg stellen sie als Israelischen Unabhängigkeitskrieg dar. Ebenso euphemistisch bezeichnen sie den Überfall ihrer Luftwaffe zu Beginn des Sechstagekrieges als Präventivschlag. Doch wie es aussieht, heilen manche Folgen der „Vorbeugung“ nie.

09.04.2012 17:22 Uhr
Rembremerdeng
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Zu Reich-Ranickis Entgleisungen in der FAZ

Wie ich feststellen konnte, begnügt sich die FAZ nicht mehr damit, eine an Widerlichkeit kaum noch zu überbietende Kampagne gegen Grass zu betreiben, sondern unterdrückt auch Leserkommentare, sobald sie sich kritisch mit diesem Vorgang und dem israelischen Säbelrasseln auseinandersetzen.

Dabei haben David Grossmann, Amoz Oz und viele andere israelische Intellektuelle weitaus schärfer formulierten, was Grass lediglich angedeutet hat. Doch Realitätsverweigerung ist bei vielen Juden zum Prinzip geworden. Auch bei Reich-Ranicki, der behauptet, ein deutscher Schriftsteller könne „allerhand erreichen, wenn er die Juden attackiert“.

Er, der eine Reihe begabter Schriftsteller schon alleine deshalb verrissen hat, weil es ihnen zu öde war, das x-te Werk zur Vergangenheitsbewältigung zu verfassen, behauptet: „Ein „Tabu gibt es doch überhaupt nicht.“

Doch was gegenüber Martin Walser schon zum Vorschein kam, ist nun Gewißheit: Der deutsche Literaturbetrieb wird dominiert von jenen, die man besser nicht erwähnt. Ein deutscher Schriftsteller kann es erst wagen, die Wahrheit auszusprechen, wenn er diesen Abhängigkeiten entkommen ist und Schmutzattacken aushält.

09.04.2012 17:34 Uhr
Rembremerdeng
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Vehemenz sieht anders aus

 

Westerwelle hatte einen Gastbeitrag in der Bild am Sonntag geliefert. Dieser wurde von der Redaktion mit einem Bild von Grass versehen.

 

Die FAZ behauptete daraufhin: „Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die Kritik von Literaturnobelpreisträger Günter Grass an Israels Haltung im Atomkonflikt mit dem Iran vehement zurückgewiesen.“

 

Wie er das geschafft hat, „ohne konkret auf das jüngste Gedicht des Schriftstellers einzugehen“, bleibt das Geheimnis der FAZ. Tatsächlich erwähnte Westerwelle Grass mit keinem Wort.

 

Ergo: Was von den beiden Zeitung daraus gemacht wurde, ist ein weiteres Indiz dafür, daß wir es mit einer Kampagne gegen Grass zu tun zu haben. Auch die AZ trampelt jetzt hinterher und erweckt den Eindruck, als hätte Westerwelle eine Bewertung des Gedichts vorgenommen.

 

09.04.2012 17:34 Uhr
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Israels Einreiseverbot gegen Grass stößt auf Unverständnis
Das von Israel gegen Günter Grass verhängte Einreiseverbot ist bei deutschen Politikern sowie dem früheren israelischen Botschafter Avi Primor auf Kritik gestoßen.
Israels Einreiseverbot gegen Grass stößt auf Unverständnis

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09.04.2012 17:39 Uhr
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Israels Ex-Botschafter Primor kritisiert Einreiseverbot für Grass
Der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, hat das von Israel verhängte Einreiseverbot für Günter Grass kritisiert.
Israels Ex-Botschafter Primor kritisiert Einreiseverbot für Grass

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09.04.2012 17:39 Uhr
Rembremerdeng
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weltoffen, friedliebend, gerecht

 

Aussperren ist eine Spezialität des Landes. Sogar als Reiseziel hat Israel viel Stacheldraht, Mauern und Kontrollpunkte zu bieten. Wer daran Freude hat, sollte unbedingt mal hinfahren.

 

Freilich hat man es mit Einreisegesetzen nicht immer so genau genommen: Stichwort „Alija Bet“. Das war der Codename für die heimlich organisierte illegale Einwanderung in das Britische Mandatsgebiet Palästina. Allein aus Europa reisten 115.000 Juden illegal ein, weil man sich mit den festgelegten Quoten nicht abfinden wollte - obwohl sie durchaus berechtigt waren, weil sie eine maßvolle Zuwanderung gestatteten, schon 475.000 Juden in Palästina lebten, und der jüdische Anteil bereits auf 40% der Gesamtbevölkerung gestiegen war.

 

Die Unterwanderung des Rechts wurde von amerikanischen Juden, verschiedenen Diplomaten und Agenten unterstützt. Die Briten kapitulierten. Nach 14 Jahren illegaler Einwanderung war das Land 1948 reif für die Übernahme. Israels aggressive Siedlerpolitik hat also eine lange Tradition. Der Rest ist bekannt:

 

Palästinakrieg (1948),

Sinaikrieg (1956),

Sechstagekrieg (1967),

Jom-Kippur-Krieg (1973),

Libanonkrieg (1982),

Libanonkrieg (2006).

 

Die eigenen Gebietsansprüche aus einer religiösen Schrift abzuleiten, während man gleichzeitig das geltende Recht unterläuft, dürfte bis heute zu den unübertroffenen Meisterleistungen der Rechtsgelehrsamkeit gehören. Mir ist kein zweiter Fall bekannt, wo das ebenfalls zum Erfolg geführt hätte.

09.04.2012 18:02 Uhr
Gast_963760819
gelöscht
Beiträge: 8106

Zitat von Rembremerdeng
Wer ist hier eigentlich militant?
Zitat von Rembremerdeng
Zu Reich-Ranickis Entgleisungen in der FAZ

So schaut`s aus. Darf aber, scheinbar, öffentlich kaum noch ausgesprochen werden. Zumindest in den Medien lese und höre ich nichts grundlegendes darüber.

Es ist doch immerhin interessant, wie ein so genanntes Gedicht, das ich persönlich nicht als Gedicht begreife sondern eher als einen inneren Aufschrei bzw. Ausatmung  von einem Schriftsteller und Immerhin auch Nobelpreisträger namens G.Grass, interpretiert wird. Grass hat Recht, wobei der ein oder andere Satz sicherlich (für die breite Masse) erklärungsbedürftig ist. Herr Grass hat seine Meinung gesagt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Klar, als ehemaliger SS-Mann oder eher KInd? (17 Jahre alt), darf man(n) so etwas nicht schreiben. wo kämen wir denn da hin, wenn sich jeder dahergelaufene Deutsche sich ein Urteil - Ur - Teil, über "die Juden" bzw. den Staat Israel bilden DÜRFTE. Nein. Wir Deutsche sind, so mögen dies viele verstehen, selbst noch in der siebten Generation in Schuldhaft. Welche Schuld denn, bitte schön?

Schuld und Sühne sind Begriffe, zu deren Erklärung es wahrlich mehr bedarf als nur den 2. Weltkrieg bzw. das so genannte Nazideutschland. Mich persönlich kotzt es mittlerweile immer mehr an, ich bin Baujahr 1955, nichts oder wenig sagen zu dürfen, was auch nur im entferntesten an "Juden" erinnert. Positives ist willkommen, klar. Und der Rest?

Ich sehe hier im Forum und auch aus der öffentlichen Berichterstattung bestimmte Meinungen, die einfach nicht mehr so ganz  ins Jahr 2012 passen wollen.Wohl eher ein selbst auferlegtes Zwangskorsett, wobei sich die Besitzer noch rühmen, das alles körpergerecht passt.

Der Iran und noch viele andere Staaten bzw. Staatsformen bzw. deren Sprachrohr(en),sind sicherlich keinen Deut besser oder schlechter als die israelische Regierung - siehe Palestinäster.

Lasst doch einem Menschen wie Grass doch endlich mal das aussprechen, was der Großteil der Menschen sich nicht mal traut, zu denken. Zwinkernd

In diesem Sinne, Kalle

 

 

________

09.04.2012 18:22 Uhr
Gast_726401649
gelöscht
Beiträge: 582

 

Zitat von Kallewirsch
 

Ich sehe hier im Forum und auch aus der öffentlichen Berichterstattung bestimmte Meinungen, die einfach nicht mehr so ganz  ins Jahr 2012 passen wollen. Wohl eher ein selbst auferlegtes Zwangskorsett, wobei sich die Besitzer noch rühmen, das alles körpergerecht passt.

 

Endlich mal ein Satz von Ihnen dem ich zustimme. Daumen rauf

Wobei ich da jetzt nicht unbedingt an das Thema dieses Threads denke  Unschuldig

09.04.2012 18:58 Uhr
timewanderer
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Wozu die ganze Aufregung?

In Deutschland wird ein insgeheim demenz-verdächtigter alter Greis (von interessierten Kreisen) öffentlich zusammengefaltet.

Kritik ja, aber doch nicht so, so nicht! Wobei ich dann immer Notar Bolamus auferstanden sehe, den Franz-Josef Degenhardt'schen. Bolamus, den Weltenerklärer, den Gewitzten mit seinem Motto: „Alles mit Maß, alles mit Ziel.“ (Maßhalten ihr Mörder, Maßhalten ihr Opfer)

Ich bin jedem bundesdeutschen Politiker, jedem Chefredakteur dankbar für seine Stellungnahme zum Thema, ermöglicht es mir doch, so manche öffentliche Person deutlicher zu sehen.

Ich denke, so manchem bundesdeutschen Wirtschaftler oder Politiker ist die Schamröte ins Gesicht explodiert, als sich Grass an die Verweigerung des vorauseilenden Gehorsams machte.
Man hat, wie die USA , nicht nur unter dem Schah, gute Geschäfte gemacht, Iran mit deutscher Technik ausgerüstet, man denke an den Stuxnet-Wurm vor nicht langer Zeit, der eben SIEMENS-Anlagen außer Kontrolle bringen sollte. Da war er thematisiert, EIN deutsche Beitrag zu Irans Atomanlagen.

Das letzte gerade gelieferte U deutsche U-Boot, es war eine Schuldlieferung für vorher in den IRAK gelieferte Gase, sozusagen ein Ausgleich für gelieferte deutsche Gefahren in Sadam Husseins Hand.

Und nun?
Die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland war beteiligt am Aufbau jetziger Gefahren. Und wer es denn so sehen will: am Aufbau von Gefahren GEGEN Israel. Deutschland hat verdient. Das wiederum ist legal, verdient an der Aufrüstung der Welt mit aktuellen Gefahren.

Die Situation ist heute so, dass ein Angriff Israels auf den Iran feststeht, so argumentiert jedenfalls Israel. Was aus einem solchen Angriff, auch wenn er „nur“ konventionell erfolgen sollte, sich ergibt, kann nicht vorhergesagt werden. Günter Grass hat darauf hingewiesen.


Deutsche entblöden sich nicht, sich erst an der Entwicklung der Gefahrensituation zu beteiligen, in vorauseilendem Gehorsam die Gefahren zu verlagern auf die Seite, die man mit ausgerüstet hat, und denunziativ die Harmlosigkeit israelischen Kriegsgeheuls zu behaupten.

Schlagworte

Israel, Iran


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